Microsoft Edge 90 mit neuer Download-Optik, PDF-Optimierungen und weiteren Neuerungen

Microsoft Edge 90 mit neuer Download-Optik, PDF-Optimierungen und weiteren Neuerungen

Microsoft Edge 90 ist ab sofort erhältlich und bringt wieder eine ganze Reihe von Neuerungen mit. Die PDF-Fähigkeiten von Microosft Edge wurden erneut erweitert, es gibt eine neue Benutzeroberfläche für den Download-Bereich und viele weitere Verbesserungen, auf die wir in diesem Beitrag einen Blick werfen.

„Minimenü“ für PDF-Dateien

Das „Minimenü“ erscheint, sobald in einer PDF-Datei eine Textpassage markiert wird und bietet an, den ausgewählten Text zu kopieren, hervorzuheben oder einen Kommentar zu hinterlegen:

Edge PDF Mini Menue

Es handelt sich dabei um eine komprimierte Form des regulären Kontextmenüs, das bei einem rechten Mausklick erscheint. Wenn man auf „Weitere Aktionen“ klickt, wird das Kontextmenü vollständig geöffnet.

Weil man sich von diesem plötzlich aufscheinenden Menü allerdings auch gestört fühlen könnte, ist es optional. In den Edge-Einstellungen unter „Darstellung“ lässt sich festlegen, ob das Minimenü genutzt werden soll oder nicht.

Microsoft Edge Minimenü Einstellungen

 

Neue Optik für Downloads

Aktive Downloads werden jetzt nicht mehr unten in der Statusleiste, sondern in der Symbolleiste angezeigt. Ein animierter Kreis signalisiert den Fortschritt. Klickt man das Icon an, werden weitere Optionen angeboten, wie beispielsweise die Suche im Downloadverlauf oder das Öffnen des Downloadordners. Über die Einstellungen kann das Icon für die Download-Verwaltung nun auch dauerhaft in der Symbolleiste angezeigt werden.

Neue Download-Optik in Microsoft Edge

 

Plastischer Leser für Wikipedia

Der plastische Lesemodus ist eine Funktion zur Barrierefreiheit in Microsoft Edge, er eignet sich nebenbei bemerkt allerdings auch prima für Menschen ohne eingeschränktes Sehvermögen, weil er bei textlastigen Seiten konzentriertes Lesen ermöglicht. Dieser Modus, „Immersive Reader“ genannt, wird von Microsoft gezielt auf populäre Webseiten optimiert. Mit der Version 90 wird die Optimierung von Wikipedia für den plastischen Leser aktiviert.

Wie auf allen anderen Seiten blendet der plastische Leser bei Wikipedia alle Navigationselemente auf einer Seite aus und bringt den Artikel in ein einspaltiges Format. Auf Wikipedia unterstützt er außerdem die Inhaltsverzeichnisse innerhalb von Artikeln, um schnell an die gewünschte Stelle springen zu können, wie man im unteren Screenshot sehen kann.

Wikipedia-Artikel über Microsoft in Microsoft Edge Wikipedia-Artikel über Microsoft im plastischen Leser von Microsoft Edge

Der Rollout dieser Optimierung ist noch im Gange, in einigen Wikipedia-Artikeln ist der Modus bereits verfügbar, in anderen wiederum nicht.

Ob sich dieser Modus auf einer Webseite nutzen lässt, erkennt man an dem Buch/Lautsprecher-Icon in der Adressleiste.

Icon für den plastischen Leser in Microsoft Edge

Weitere Verbesserungen in der Version 90 von Microsoft Edge:

  • Wenn man die vertikale Tab-Leiste verwendet, können Links aus Webseiten einfach per Drag&Drop in die seitliche Tab-Leiste gezogen werden, um sie in einem neuen Tab zu öffnen.
  • In den Favoriten und im Browserverlauf kann jetzt gesucht werden, indem man nach dem Öffnen des Menüs direkt mit der Eingabe beginnt, so wie man das aus dem Startmenü von Windows schon seit vielen Jahren kennt.
  • Sammlungen lassen sich nach dem Kriterium „zuletzt hinzugefügt“ sortieren.
  • Sammlungen können innerhalb einer „InPrivate“-Browsersession genutzt werden.
  • Beim Öffnen von geschützten PDF-Dateien werden existierende Beschränkungen besser visualisiert
  • Mit der Taste / kann man in Eingabefeldern eine Suche nach passenden Autofill-Daten starten.

US only: Kids Mode

Edge 90 bringt auch den sogenannten „Kids Mode“, für den Microsoft kräftig die Werbetrommel rührt, man hat hierzu einen äußerst ausführlichen Blogpost veröffentlicht. Dieser kinderfreundliche Modus ist allerdings vorerst nur in der US-Version enthalten.

Last but not least: Passwort Monitor

Für einige Nutzer von Microsoft Edge schon altbekannt, weil seit Januar in der stabilen Version enthalten. Allerdings war die Funktion noch nicht für alle Nutzer freigegeben, was sich mit Version 90 geändert hat, weshalb wir die Beschreibung der Funktion an dieser Stelle nochmals wiederholen:

Passwort-Monitor warnt vor geleakten Passwörtern

In den Profileinstellungen (edge://settings/passwords) lässt sich der Passwort-Monitor einschalten. Ist er aktiv, vergleicht Edge die gespeicherten Kennwörter mit einschlägigen Datenbanken, in denen gestohlene Anmeldeinformationen gehandelt werden. Bei einer Übereinstimmung wird der Nutzer gewarnt.

Selbstverständlich überträgt Edge dafür keine Passwörter im lesbaren Format an die Microsoft-Server, der Abgleich erfolgt auf der Basis von Hashwerten. So oder so ist die Funktion optional, es kann also jeder Nutzer selbst entscheiden, ob er diesen Dienst nutzen möchte oder nicht.

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Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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