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Microsoft erläutert seine Bemühungen zur Software-Kompatibilität unter Windows

Microsoft erläutert seine Bemühungen zur Software-Kompatibilität unter Windows

In einer Reihe von Artikeln gewährt Microsoft in den letzten Monaten immer mal wieder tiefere Einblicke in das Innenleben von Windows. Im neuesten Beitrag geht es um das Thema Software-Kompatibilität. Es geht hier allerdings weniger um technische Einzelheiten, vielmehr soll der Beitrag ganz offensichtlich ein Gefühl dafür vermitteln, welche Anstrengungen Microsoft unternimmt, damit es nicht zu Kompatibilitätsproblemen kommt.

In der Einleitung spricht der Autor Mike Fortin davon, wie komplex das Windows-Ökosystem ist und dass es eine schier unüberschaubare Anzahl von Hard- und Software-Kombinationen gibt. Da wird ihm sicher ebenso wenig widersprochen werden wie bei seiner zweiten Feststellung: So komplex das Ökosystem auch ist, so einfach sind die Anforderungen an jede Art von Software: Sie soll einfach funktionieren.

Damit das möglichst oft der Fall ist, überwacht Microsoft schon während der Entwicklung einer neuen Windows-Version die Code-Änderungen auf mögliche Auswirkungen hinsichtlich der Software-Kompatibilität und kommuniziert diese mit seinen Partnern. Die Zusammenarbeit mit den Herstellern von Antivirus-Software wird an dieser Stelle besonders hervor gehoben, für diese gibt es ein spezielles Partnerprogramm.

Bekannte Software wird von Microsoft permanent auf ihre Kompatibilität getestet. Jeden Tag werden 280.000 Tests durchgeführt, die größtenteils automatisch, teilweise aber auch in echter Handarbeit stattfinden. Werden Probleme entdeckt, so wird der Hersteller kontaktiert und es wird mit diesem eine Lösung erarbeitet. Teilweise erarbeitet Microsoft auch eigene Lösungen, so genannte „Shims“. Das sind Mini-Anpassungen, die beispielsweise veraltete Funktionen eines Programms, die in einer neuen Windows-Version zu einem Fehler führen würden, gezielt abfangen und so umleiten, dass dennoch alles so funktioniert wie erwartet. Diese Shims speichert Windows in einer Datenbank unter C:\Windows\apppatch\sysmain.sdb.

Im schlimmsten Fall – nämlich dann, wenn eine Anwendung in einer neuen Windows-Version nicht lauffähig ist, greift Microsoft zum letzten Mittel, dem „Update Block“. PCs, auf denen die als inkompatibel gekennzeichnete Version installiert ist, erhalten das Update auf die neue Windows-Version so lange nicht, bis das Problem behoben wurde.

Kunden von Microsoft 365 macht man darüber hinaus im Rahmen des Desktop Assure Programm ein mutiges Versprechen: Wenn eine Anwendung vorher funktioniert hat und nach dem Update auf eine neue Windows-Version den Dienst versagt, dann will man das für den Kunden kostenlos in Ordnung bringen.

Den Beitrag, von dem ich hier die ganze Zeit spreche, findet ihr hier:
Application compatibility in the Windows ecosystem

 

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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