Microsoft erreicht wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität
Vor sechs Jahren hat sich Microsoft das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Teil dieses Plans war es, im Jahr 2025 erstmals den eigenen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Heute verkündet Microsoft, dieses Ziel erreicht zu haben.
Die ehrgeizigen Ziele der Redmonder gehen sogar über 2030 hinaus. Bis zum Jahr 2050, so versprach man damals, werde man alle Emissionen seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1975 direkt oder indirekt ausgeglichen haben. Daran hält man nach wie vor fest, wie Melanie Nakagawa, Microsoft Chief Sustainable Officer, am Dienstag in Dublin versicherte.
Wenn Unternehmen über Umwelt- und Klimaschutz sprechen, schwebt darüber stets der böse Verdacht des „Greenwashing“, also das Vortäuschen hehrer Ziele, während man effektiv nichts tut. Auch Microsoft musste sich diese Vorwürfe anhören, als es seinen Umweltbericht für das Geschäftsjahr 2025 vorlegte. Aus diesem geht nämlich hervor, dass der von Microsofts Rechenzentren verursachte CO₂-Ausstoß in die falsche Richtung geht, nämlich nach oben. Angesichts des massiven Ausbaus der KI-Infrastruktur, der nach wie vor in vollem Gang ist, sollte das niemanden verwundern.
Das Erreichen des 100-Prozent-Ziels, welches Microsoft heute offiziell verkündet, ist mit einigen Fußnoten und Hinweisen zur Berechnung versehen. Ganz ehrlich: So wirklich verstanden habe ich es nicht, ich gehe aber davon aus, dass man eine Formel gewählt hat, die der Zielerreichung eher nützt als schadet.
Ich sage das allerdings ohne boshaften Unterton. Melanie Nakagawa sagte auf der Veranstaltung noch einen anderen, einfachen Satz, der mir im Gedächtnis hängen geblieben ist: „Wer mehr (für den Klimaschutz) tun kann, sollte das auch.“ Eine sehr simple Formel, die sogar jeder für sich selbst jeden Tag umsetzen kann.
Als Beispiele dafür führte Nakagawa an, dass man an vielen Stellen darauf achtet, den CO₂‑Ausstoß im Zaum zu halten. Beispiel: beim Kauf von Baumaterialien wie Stahl und Beton für die vielen neuen Rechenzentren achtet man darauf, dass diese einen möglichst geringen Fußabdruck haben.
Es gibt dazu noch einen ziemlich einfachen Grund, warum man Microsoft glauben kann, ein echtes Interesse an weniger Emissionen zu haben. Wenn etwa durch den Einsatz von Supraleitern der Stromverbrauch von Rechenzentren deutlich gesenkt werden kann, bedeutet das enorme Einsparungen.
Die Erreichung des für 2025 gesteckten Ziels soll kein einmaliger Sprint gewesen sein, betonte Nakagawa. Zu diesem Zweck hat man langfristige Verträge über die Lieferung von erneuerbaren Energien in 26 Ländern abgeschlossen. Hallvard Granheim vom norwegischen Unternehmen Statkraft, größter Produzent von erneuerbaren Energien in Europa, war auf der Veranstaltung ebenfalls zu Gast. Er betonte, wie wichtig es ist, wenn große Konzerne wie Microsoft langfristige Verpflichtungen eingehen. Das ermöglicht den Erzeugern, massiv in den Ausbau zu investieren, ohne dabei zu sehr ins Risiko gehen zu müssen.
Zum Thema siehe auch: Vor Ort in der Cloud: Zu Besuch im Microsoft Datacenter Irland
Disclaimer: Wir haben die Informationen in diesem Beitrag im Rahmen einer Presseveranstaltung am 17. Februar 2026 in Dublin unter Embargo erhalten. Die Hotel- und Reisekosten wurden von Microsoft übernommen. Eine Verpflichtung zur Berichterstattung oder eine Einflussnahme gab es nicht, einzige Bedingung war die Einhaltung des Embargos bis 18. Februar um 17 Uhr.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!



