Microsoft: Geschäftszahlen von Corona unbeeindruckt, Gaming und Teams profitieren

Microsoft: Geschäftszahlen von Corona unbeeindruckt, Gaming und Teams profitieren

Im zurückliegenden Quartal konnte Microsoft Umsatz und Gewinn erneut kräftig steigern. Die Corona Pandemie hat auf das Geschäftsergebnis keinen nennenswerten Einfluss gehabt, im Gegenteil: CEO Satya Nadella sagte, man habe „zwei Jahre Digitalisierung in zwei Monaten erlebt“.

Wie üblich sind die Cloud-Dienste der größte Wachstumstreiber bei Microsoft, aber auch die Gaming-Sparte profitiert von der Tatsache, dass die Menschen derzeit viel mehr Zeit zu Hause verbringen als sonst.

In absoluten Zahlen hat Microsoft im dritten Bilanzquartal einen Umsatz von 35 Milliarden US-Dollar erzielt, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte um 22 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar.

Der Umsatz teilt sich wiefolgt auf die drei Geschäftsbereiche auf:

  • Productivity and Business Processes: 11,7 Milliarden USD (+15%)
  • Intelligent Cloud: 12,3 Milliarden USD (+27%)
  • More Personal Computing: 11,0 Milliarden USD (+3%)

Die Highlights aus den einzelnen Bereichen:

Kräftiger Anstieg der privaten Office 365 Abonnenten

Der Umsatz mit Office 365 stieg im kommerziellen Umfeld um 25 Prozent, auch im Consumer-Bereich konnte man um 15 Prozent zulegen. Weltweit gibt es nun 39,6 Millionen private Abonnenten von Office 365, das seit Kurzem Microsoft 365 heißt. Das ist ein Anstieg von 2,4 Millionen in drei Monaten, was deshalb bemerkenswert ist, weil sich diese Zahl zuvor lange Zeit kaum von der Stelle bewegt hat.

Microsoft Teams zählt 75 Millionen tägliche Nutzer

Einen riesigen Satz nach vorne hat auch Microsoft Teams gemacht: 75 Millionen Menschen nutzen den Dienst inzwischen täglich, das sind 70 Prozent mehr als noch vor einem Monat. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings auch die Zahl „258 Millionen“: So viele bezahlte Nutzerlizenzen hat nämlich Office 365 im Business-Bereich. Das zeigt auf, wie groß das Wachstumspotenzial von Teams innerhalb des bestehenden Kundenstamms ist.

Windows und Surface stabil

In dem Bereich, der die meisten unserer Leser am stärksten interessiert, ist Stabilität angesagt. Der Umsatz mit Windows OEM Lizenzen sei praktisch unverändert, gibt Microsoft an, der Umsatz der Surface-Sparte stieg um ein Prozent, bei den Xbox-Inhalten und -Diensten konnte man um zwei Prozent zulegen. Letzteres ist dennoch eine unerwartet gute Nachricht, denn grundsätzlich hatte Microsoft die Anleger in diesem Bereich auf einen Umsatzrückgang eingestimmt.

Xbox Game Pass knackt 10 Millionen Abonnenten

Interessante Zahlen gab es zum Xbox Game Pass: Dieser hat die Marke von zehn Millionen Abonnenten geknackt. Damit wird zwar momentan noch nicht sehr viel Geld verdient, weil Microsoft eine „1 Monat für 1 Euro“-Aktion nach der anderen startet, aber man kennt das ja: Auf Dauer bleiben davon eben auch genügend Kunden kleben.

Project xCloud hat nach Auskunft von Microsoft ebenfalls schon „hunderttausende Spieler“. Bei Xbox Live zählte Microsoft zuletzt run 90 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. "Die Corona Pandemie hat auf das Geschäftsergebnis keinen nennenswerten Einfluss gehabt,......"
    Das sollte wohl auch niemanden wundern.
    Die Auswirkungen der Pandemie werden sich erst im nächsten Geschäftsjahr zeigen.
    @Walhallas.Voice Das ist zwar allgemein richtig, dass man das wohl erst im nächsten Quartalsbericht oder gar später sieht, aber bei Microsoft sehe ich dennoch keinen Grund für negative Auswirkungen. Wenn auch allgemeine Investitionen aus der Industrie deutlich zurückhaltender sind, wurde parallel massiv IT-Infrastruktur hochgezogen. Könnte am Ende bei den Redmondern sogar positive Auswirkungen mit sich bringen.
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