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Microsoft legt Kriterien für das Ranking von Apps im Microsoft Store offen

Microsoft legt Kriterien für das Ranking von Apps im Microsoft Store offen

Microsoft arbeitet bekanntermaßen seit einiger Zeit wieder sehr intensiv daran, den Microsoft Store unter Windows 10 und Windows 11 sowohl für Nutzer als auch Entwickler attraktiver zu machen. Als Teil dieser Maßnahmen legt Microsoft offen, von welchen Faktoren das Ranking von Apps und Spielen im Store beeinflusst wird.

Das ist umso wichtiger, als Entwickler in Zukunft die Möglichkeit haben werden, sich eine prominente Platzierung im Store zu erkaufen. Ein entsprechendes Werbeprogramm hatte Microsoft im Rahmen der Build angekündigt, es soll im Laufe des Jahres starten.

Bezüglich der Faktoren, die das Ranking im Store beeinflussen, führt Microsoft eine sogenannte Offenlegungserklärung, die vor wenigen Tagen aktualisiert wurde. Sie wurde in einigen Punkten überarbeitet und enthält nun auch einen Verweis auf das neue Werbeprogramm. Wichtig ist dabei auch der Hinweis, dass erkaufte Platzierungen immer als „Anzeige“ gekennzeichnet werden.

Der folgende Abschnitt ist 1:1 aus der aktuellen Fassung der Erklärung kopiert. Folgende Faktoren haben einen Einfluss, in welcher Reihenfolge Apps und Spiele aufgelistet werden:

  • Einhaltung der Richtlinien und des Verhaltenskodex für den Microsoft Store: Der Microsoft Store ist bestrebt, Kunden nur digitale Produkte zu zeigen, die den Richtlinien und dem Verhaltenskodex für den Microsoft Store entsprechen.
  • Akquisitionen: Downloads oder Einnahmen von digitalen Produkten in absteigender Reihenfolge.
  • Kundenbindung: Digitale Produkte in absteigender Nutzungsreihenfolge.
  • Produktfreigabe-/Aktualisierungsdatum: Digitale Produkte nach Freigabe-/Aktualisierungsdatum vom neuesten zum ältesten.
  • Kundenbewertungen: Digitale Produkte in absteigender Reihenfolge der durchschnittlichen Bewertung.
  • Zielgruppenrelevanz: Sicherstellung der Relevanz für alle Zielgruppen oder eine bestimmte Zielgruppe (z. B. Standort, Interessen, Gerätetyp, Betriebssystem oder andere Faktoren).
  • Redaktioneller Wert: Kuratieren und Experimentieren mit digitalen Produkten, die neu und spannend sind, einen einzigartigen Wert bieten und/oder im Trend liegen.
  • App-Qualität: Hochwertige digitale Produkte, die einfach zu installieren, sicher, reaktionsschnell, schnell, zuverlässig und ästhetisch ansprechend sind.
  • Strategische Ausrichtung: Digitale Produkte, die die einzigartigen Funktionen, Vorteile und Partnerschaften von Microsoft präsentieren
  • Werbung: In einigen Storefronts können Entwickler bezahlen, um in deutlich gekennzeichneten Abschnitten der digitalen Storefronts von Microsoft durch Werbung angezeigt zu werden. Anzeigen sind immer eindeutig mit einem Etikett gekennzeichnet, z.B. „gesponsert“ oder „Werbung“.
  • Produkte von Microsoft oder seinen Tochtergesellschaften: Wenn das digitale Produkt von Microsoft hergestellt wird.

Einige der Kriterien sind leicht nachvollziehbar. Dass häufig genutzte, regelmäßig gepflegte und von Kunden gut bewertete Apps im Ranking steigen, liegt auf der Hand. Andere Kriterien wie „Zielgruppenrelevanz“ oder „Redaktioneller Wert“ lassen sich objektiv dagegen schwer einschätzen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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