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Microsoft: Neuer Servicevertrag gilt ab 15. August 2022 – Überblick über die wichtigsten Änderungen

Microsoft: Neuer Servicevertrag gilt ab 15. August 2022 - Überblick über die wichtigsten Änderungen

In regelmäßigen Abständen ändert Microsoft seinen Servicevertrag, beispielsweise um neue Produkte aufzunehmen, alte zu entfernen oder sich an geänderte rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen Zum 15. August 2022 ist es mal wieder soweit.

Über die Kommunikation von Microsoft wird oft geschimpft, was die Nutzungsbedingungen betrifft, agiert das Unternehmen allerdings vorbildlich: Die Nutzer werden per E-Mail über die bevorstehende Änderung informiert, der neue Servicevertrag wird vorab veröffentlicht und außerdem gibt es noch eine Seite, auf der die bevorstehenden Änderungen aufgelistet werden. Last but not least ist der Servicevertrag in verständlicher Sprache formuliert. Ganz ohne Juristendeutsch geht es freilich nicht, insgesamt sollte man aber in der Lage sein, die Inhalte zu verstehen.

Im Abschnitt „Verhaltensregeln“ wurden die Community-Richtlinien von Microsoft Start aufgenommen und es wurde auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, wenn man sich in der dortigen Kommentarsektion im Ton vergreift. Diese reichen vom Ausschluss aus der Kommentarfunktion bis hin zur Stilllegung des Microsoft Kontos. (Persönliche Anmerkung: Wer sich dort einmal umgesehen hat, wird festgestellt haben, dass dort sehr oft-  naja sagen wir mal zweifelhaft – kommentiert wird. Für meinen Geschmack tut Microsoft bis jetzt noch zu wenig, um das zu unterbinden, obwohl es auch ein Kampf gegen Windmühlen ist.)

Der Bereich „Updates“ wurde um den Hinweis ergänzt, dass Microsoft auch nicht zwingend notwendige Updates an seiner Software und seinen Diensten vornimmt, um diese weiterzuentwickeln und zu verbessern. Damit wurde letztlich nur die Realität abgebildet.

Die meisten Änderungen gab es im Abschnitt „Xbox“. Hier wurde die Weitergabe von Daten an Partnerunternehmen verständlicher und transparenter gestaltet, außerdem findet sich hier eine interessante Neuerung: Bei inaktiven Konten, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden, wird Microsoft in Zukunft möglicherweise die Berechnung regelmäßiger Abonnement-Gebühren stoppen. Im neuen Servicevertrag räumt man sich gewissermaßen das Recht ein, dies zu tun.

Das bereits vor längerer Zeit eingestellte Microsoft Band ist im neuen Servicevertrag nun nicht mehr enthalten, mit „Microsoft Soundscape“ ist allerdings ein neues Produkt aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein Projekt von Microsoft Research, mit dem Navigation in Form von dreidimensionalem Sound realisiert wird. In erster Linie wurde Soundscape für Menschen mit Sehbehinderung entwickelt, in Deutschland ist die zugehörige iOS-App aber bislang nicht verfügbar. Ob die Aufnahme von Soundscape in den Servicevertrag eine simple Ergänzung oder ein konkreter Hinweis darauf ist, dass Microsoft mit dem Dienst noch mehr vorhat, bleibt abzuwarten.

Wer sich selbst nochmal alles in Ruhe anschauen möchte:

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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