Microsoft nimmt Huawei-Laptops aus dem Sortiment

Microsoft nimmt Huawei-Laptops aus dem Sortiment

Wenn aktuell von den US-Sanktionen gegen Huawei gesprochen wird, dann geht es dabei fast ausschließlich um die Smartphones des chinesischen Herstellers. Verständlich, diese sind ja auch äußerst populär. Huawei baut aber auch Laptops, und zwar richtig gute: Das MateBook X Pro gehört zu meinen absoluten Favoriten.

Insofern ist natürlich auch Microsoft von den Sanktionen betroffen, und es stellt sich ebenso die Frage: Wie geht es weiter? Microsoft schweigt bislang dazu, und das ist vielleicht auch das Beste, was man tun kann, so lange keine handfesten Aussagen getroffen werden können. Es gibt jedoch ein klares Signal: Aus dem hauseigenen Online-Store wurden die Huawei-Geräte entfernt. In den physischen Stores sollen die Lagerbestände jedoch weiterhin verkauft werden, schreibt TheVerge.

Es dürfte klar sein: Wenn die Situation bleibt, wie sie ist, dann wird es keine Windows-Laptops von Huawei mehr geben, weil Microsoft keine Lizenzen mehr liefern kann. Natürlich ist die Situation hier eine andere, Huawei könnte theoretisch Laptops mit Linux verkaufen und man könnte sich Windows selbst installieren, aber machen wir uns nichts vor: Das Consumer-Geschäft wäre in diesem Fall „durch“.

Was die Versorgung mit Windows Updates für Bestandsgeräte angeht, so ist der Ablauf hier ja ein komplett anderer als unter Android. Hier liefert Google die Sourcen und die Hersteller übernehmen die Verteilung. Unter Windows werden Updates dagegen direkt bei Microsoft „abgeholt“, und Lizenznehmer ist nach dem Kauf der Kunde, insofern würde ich als juristischer Allround-Laie sagen, dass die Updates gar nicht blockiert werden dürfen. Im Interesse aller Besitzer eines Huawei-Laptops wäre es natürlich wünschenswert, wenn sich Microsoft wenigstens zu diesem Punkt äußern würde.

Microsoft und Huawei arbeiten auch im Server-Bereich und bei der Cloud zusammen, hier ist Microsoft nicht nur Lieferant, sondern auch Kunde. Auch dieses Geschäft dürfte aktuell stillgelegt sein.

via: TheVerge

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Ich hoffe, das die Politiker (Chinesen und Amerikaner) einlenken und diese Blockade dazu führt das sie sich endlich im Handelsstreit einigen. Mit dieser Situation kann niemand glücklich sein, weder die Amerikaner noch die Chinesen...
    Ich sehe es ganz anderst wenn es die chinesen treffen kann kann es auch uns treffen und ich hoffe wie es martin schon gesagt hat das wir (europa) endlich aufwachen und uns absichern in form einer alternative zu android oder windows.
    Ich sehe es ganz anderst wenn es die chinesen treffen kann kann es auch uns treffen und ich hoffe wie es martin schon gesagt hat das wir (europa) endlich aufwachen und uns absichern in form einer alternative zu android oder windows.

    So sehe ich das auch. Wer könnte sowas in Europa?
    Ich sehe es ganz anderst wenn es die chinesen treffen kann kann es auch uns treffen und ich hoffe wie es martin schon gesagt hat das wir (europa) endlich aufwachen und uns absichern in form einer alternative zu android oder windows.

    Die Idee in allen Ehren, aber ich halte einen entsprechenden Ansatz im Vornherein für zum scheitern verurteilt. Soll es ein Betriebssystem für den Desktop sein? Soll es ein Betriebssystem für Smartphones sein? Für IoT? Für alle? Wer sollte diese Arbeit leisten und finanzieren? Und wenn die Entwicklung gelungen ist, wer soll es dann nutzen? WP hat doch vorgemacht was mit einem System passiert, dass nicht ausreichend Software zur Verfügung stellt. Im Businessbereich haben wir eine endlose Anzahl von Softwareprodukten welche für Windows am Desktop verfügbar sind. Wie sollte ein neues System hier Fuß fassen. Business besteht mehr als nur aus Office und SAP. Und für den Consumer wird eher ein CromeBook interressant (identische Apps zum Smartphone inkl. aller Spiele) als ein irgendwie geartetes neues System ohne verfügbaren Content.
    Natürlich können wir mit der politischen Keule kommen und allen öffentlichen Instanzen die Verwendung des Super-EU-Betriebssystems vorschreiben. Aber soviel dann zur Regulierungswut und freien Marktwirtschaft.
    Die Amis zanken sich mit den Chinesen, die Europäer mittendrin kriegen nebenbei auch noch auf die Fresse und in Moskau aus dem Kreml hört man ein lautes Lachen von Zar Vladimir ???
    @Iltis: da fällt mir spontan Sailfish OS (unterstützt auch Android Apps) und Linux ein. Leider sind beide nicht so gut verbreitet und für Linux fehlt die einiges an Software.
    Was muß dieser Trump für Leichen im Keller haben, das er auf diesem Niveau von seinen irgendwie- und irgendwo gearteten Verstrickungen ablenken muß. Der plustert sich auf wie ein Truthahn.
    Man sollte dem doch mal irgendwie begreiflich machen das es in einer globalisierten Wirtschaft auf diese Art und Weise nicht funktionieren kann. Letztendlich schießt (typisch AMI) der sich nur selber ins Knie.
    China ist im Welthandel keine Hinterhofwerkstatt mehr und wenn es denen an die Ehre geht können die durchaus diesem Knilch das Wasser reichen. Diese Frage ist in Asien viel mehr im Focus als sonstwo auf der Welt.
    Man kann allerdings nur vermuten, das der Hohlraum im Kopf, unter dem Wiesel, wohl um einiges ausgeprägter ist als bisher angenommen.
    Iltis
    Ich sehe es ganz anderst wenn es die chinesen treffen kann kann es auch uns treffen und ich hoffe wie es martin schon gesagt hat das wir (europa) endlich aufwachen und uns absichern in form einer alternative zu android oder windows.

    Der Gedanke ist zwar nicht verkehrt, aber ganz ehrlich... Kannst Du Dir etwas anderes vorstellen wie Windows? Und egal was auf dem mobilen Sektor geschaffen wird, es wird nicht ansatzweise so gut sein wie die Produkte aus "Silicon Valley". Außerdem... Produkte, die sich einzig auf den europäischen Markt durchsetzen und damit nur eine geringe Vielzahl an Kaufkraft zählen, sind gemäß dem für Marktgleichgewicht teures Geld zu haben. Willst Du das?
    AT. KnsN, hast du vor 4 Jahren damit gerechnet, dass Huawei insachen Smartphone Samsung den Rang abläuft? Oder Apple? Die hätte doch keiner so richtig auf dem Schirm.
    Die Skandinavier können doch immer alles und irgendwie gut. Das hätte was :)
    Ich hoffe mal, das Huawei und Honor, ihre Hardware ohne Betriebssystem verkaufen können und das der Kunde selbst entscheiden welche Betriebssystem er installieren möchten. Ähnlich wie bei der Browser Wahl. Heißt die die Geräte kommen nur mit Linux, und der Kunde kann selbst Upgrade machen auf Windows 10 oder Android 9 wenn Linux nicht reicht.
    niclas
    AT. KnsN, hast du vor 4 Jahren damit gerechnet, dass Huawei insachen Smartphone Samsung den Rang abläuft? Oder Apple? Die hätte doch keiner so richtig auf dem Schirm.

    Dass der Chinese am Kommen ist - ohne gedanklich abzuschweifen - ist klar gewesen, doch welcher es letztendlich werde, wahrscheinlich nicht. Aber warten wir mal ab. Broadcom hat bereits die ARM-Lizenz und gemeinsam mit Qualcomm könne dies zu einer Monopolisierung führen, weil sie die Hardware fertigen und dann auch direkt an den Kunden bringen können.
    @tkmopped : was Trump angeht, schau Dir mal Judical Watch auf YouTube an. Sorry - die Geschichte was wirklich ablief VOR der angeblichen "Russia Collusion" wird wohl HIER erst NACH der Europawahl "gebracht"...
    Was Huawei und Sicherheit angeht: wenn Chinesen schon die Smartphones fuer die eigene Bevoelkerung "verwanzen", warum sollten die im Falle von Industriespionage etc. darauf verzichten? Und ein "Kill-Switch" in der Kommunikationsinfrastruktur - ein Traum…
    Nur mal so zur "Anregung": Das Team was die Intel Core-Architektur entwickelte sitzt in Israel wo Intel der groesste private Arbeitgeber ist. Soviele Finger hat man garnicht das man da alle Mossad IM abzaehlen kann. Und wenn ein IM vom Sicherheits/Design-Team die Spectre Luecke entdeckt hat, wem wird er es wohl zuerst mitteilen??
    Sprich: das ist alles der ganz normale Wahnsinn in dieser Welt und keine Seite ist ein Kind von Traurigkeit.
    Nächsten Monat ist das alles vom Tisch, und es ist business as usual. Merkt euch meine Worte. ;) So viel Aufregung um überhaupt nichts.
    Und davon, dass das alles so korrekt berichtet ist, wie es sich hinter den Kulissen abspielt, davon bin ich ebenfalls überhaupt nicht überzeugt. Solche "Skandale" sorgen dafür, dass die Kassen klimpern, bei den Medienvertretern.
    Die EU verhandelt auch mit China - man will es ja besser koennen als Trump. Und hat dann festgestellt das beim Thema "Menschenrechte" worauf man in Europa ja so grossen Wert legt der Spass bei den Chinesen aufhoert. Gleiches gilt wenn der Know-How Transfer eingeschraenkt werden soll. Copyright ist in China eh das Recht zu kopieren.
    Was interessiert das die Chinesen auch? Im Prinzip sind das unsere Sklaven von denen wir mitlerweile abhaengig sind. Hat in Rom mit den Griechen damals auch so prima geklappt…
    Man sollte sich da mal nichts vormachen: es werden nicht nur Geraete importiert sondern langfristig auch die Sozialstandards. Globalisierung eben.
    Die Fragen die diesbzgl. im Westen von den Systemvertretern gestellt werden sind allerdings nicht diejenigen die brauchbare Antworten liefern werden...
    Zum Thema "Menschenrechte" und China: Natürlich ist das anders als bei uns, aber, vielleicht sollte man das eher mit der industriellen Revolution hier vergleichen. Bis vor 20 Jahren hatte China bspw. noch 50 % des Wirtschaftsaufkommen durch Landwirtschaft, und das auf einem Niveau, was hier nicht einmal monatlich an Hartz 4 ausgezahlt wird. So, und als wir die industrielle Revolution hatten, da gab es auch keine 35-40 Stunden Wochen, sondern, die haben hier echt geackert. Wenn man dann noch dazu bedenkt, dass die Asiaten eine ganz andere Mentalität haben als wir Europäer, bspw. bringen die sich in Japan teilweise selbst um, wenn sie nichts für die Gesellschaft und das ALlgemeine beitragen können, dann ist das meiner Meinung nach eine ganz andere Situation, und ein ganz anderer Status Quo, der dort herrscht. Weshlab ziehen denn dort viele in die Megacities, um 60 Stunden/Woche für Qualcomm zu arbeiten? Weil die Alternative wäre 100 Stunden/Woche auf dem Acker zu schuften, für ein Einkommen, das gerade mal dafür reicht, sich und seine Familie zu ernähren. Und, unter diesen Gesichtspunkten muss man das auch betrachten, und nicht mit den Verhältnissen, die hier herrschen, vergleichen.
    Deutschland ist ja ohnehin nicht mehr die Wirtschaftsnation, die man als Maßstab nehmen sollte, wie wir auch in vielen anderen Bereichen längst nicht mehr top sind, und weltweit bereits abgehängt.
    chakko
    Nächsten Monat ist das alles vom Tisch, und es ist business as usual. Merkt euch meine Worte. ;) So viel Aufregung um überhaupt nichts.

    "Nichts" ist es schon jetzt nicht mehr, selbst wenn morgen alles rückgängig gemacht wird. Der Schaden für Huawei ist da, das Vertrauen der Kunden in die Marke ist tief erschüttert. Selbst wenn die ab morgen wieder ganz normal arbeiten dürfen, ihre Absätze werden einbrechen.
    Und je länger ich drüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es genau darum geht. Man will sie einfach wieder kleiner haben.
    Eher das Vertrauen in Trumps Zurechnungsfähigkeit. Nicht ein Beweis für die ganzen Vermutungen aber präventiv alle schon Mal an die Wand stellen.
    Der ist wie ein Gockel auf dem Misthaufen.
    @Martin
    Warum soll das Vertrauen in die Marke erschüttert sein?
    Du schreibst ""Nichts" ist es schon jetzt nicht mehr, selbst wenn morgen alles rückgängig gemacht wird. Der Schaden für Huawei ist da, das Vertrauen der Kunden in die Marke ist tief erschüttert."
    Glaube ich nicht. Leute die IT-affin sind kennen die Meldungen der letzten Tage, wissen dass die Amis mehrheitlich dafür sind und trotzdem kaufen sie Produkte von MS die bekanntlich nicht das Gelbe vom Ei sind - und trotzdem den Markt anführen.
    Wieso sollte also ein normaler Leser Deines Blogs (oh Gott, habe ich das wirklich geschrieben?) das nicht vernünftig einordnen können?
    Mensch, die Tätigkeit der letzten fünf Jahre von MS müsste eigentlich jegliches Vertrauen in die Firma pulverisieren; ist aber nicht der Fall, gar nicht.
    Mensch, die Fachmänner kaufen ein blödes Teil mit Sailfish - sind die intelligent? Nö.
    Die Leute kaufen sich ein sicheres System (am liebsten ein kostenloses das zu dumm ist um Verknüpfungen zu ermöglichen) und fühlen sich toll. Gehen aber über den billigsten Anbieter ins Netz. Was willst Du mit solchen Fachmännern?
    Heilige Scheiße, es stimmt. Besitzer eines irgendwie gearteten Computers verdummen beim Einschalten.
    @Paulchen73
    Doch Martin hat recht. Ich habe mir vor wenigen Wochen ein Mate 20 X gekauft und wäre froh wenn ich es jetzt noch für gutes Geld verkaufen könnte.
    Die jetzige Situation zeigt mir das ich auch in Zukunft ein unkalkulierbares Risiko eingehe ein Gerät von Huawei zu kaufen. Selbst wenn es Morgen eine Einigung geben würde ist das keine Sicherheit das das gleiche nicht nochmal passiert. Und der Wert der Huawei Hardware wird dann nicht wieder der gleiche sein wie vor der ganzen Sache.
    Dieser ganze Zirkus hat mich bereits jetzt einen Haufen Geld gekostet und das wird sich nicht mehr maßgeblich verbessern. In Zukunft würde ich nie wieder Geld in eine Marke investieren bei der politische Unruhen mit anderen Nationen im Raum stehen.
    @Nordlicht2112 danke, genau so habe ich es gemeint :).
    Der Gedanke "was ist, wenn das morgen wieder passiert?" wird so schnell nicht aus den Köpfen verschwinden.
    Martin
    "Nichts" ist es schon jetzt nicht mehr, selbst wenn morgen alles rückgängig gemacht wird. Der Schaden für Huawei ist da, das Vertrauen der Kunden in die Marke ist tief erschüttert. Selbst wenn die ab morgen wieder ganz normal arbeiten dürfen, ihre Absätze werden einbrechen.
    Und je länger ich drüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es genau darum geht. Man will sie einfach wieder kleiner haben.

    Wem würde das etwas bringen? Google ganz bestimmt nicht, denn die würden damit einen ziemlich großen Partner verlieren, der die Marke Android deutlich voran treibt. Ne ne, meiner Meinung nach ist das ein Schuss vor den Bug, der vor allem China selbst gilt. Nächsten Monat ist das vom Tisch, zweifellos.
    Und, nochmals für die, die das alles Trump zuschreiben: Selbst der Präsident kann das nicht so allein durch ziehen. Da sind Ausschüsse im Spiel, die das absegnen, und, da sind auch Berater im Spiel, die das ganze abnicken, oder sogar selbst vorschlagen. Sorry, es ist einfach naiv zu glaube, der Präsident der USA würde im Alleingang alles entscheiden. Auch wenn wir das hier in Deutschland bzw. Europa jeden Tag weis gemacht bekommen, und Trump die Zielperson Nummer 1 in den Medien ist. Der Präsident der USA kann mal auf den Tisch hauen, ja. Und das hat dann auch Konsequenzen. Aber, Trump kann nicht allein entscheiden, dass solche Maßnahmen getroffen werden. Das ist einfach grober Unfug.
    In jeder Krise steckt eine Chance
    so lautet ein altes chinesisches Sprichwort. Ich war mal selbst für ein halbes Jahr in verschiedenen Gegenden Chinas für meinen Brötchengeber beruflich tätig und habe einen kleinen Einblick in die Mentalität, Korruptheit und Käuflichkeit (mit *deutschen* Augen gesehen!) chinesischer Geschäftsleute und Politiker kennengelernt. Für meine mich begleitenden arabischen Kollegen war das alles normal und "business as usual". Wenn ein chinesischer Politiker oder Manager "Guten Morgen" sagt, kann man davon ausgehen, dass es keinesfalls Morgens ist, sondern mindestens Nachmittags. Wörtlich darf man in dieser Region überhaupt nichts nehmen.
    Wenn also Huawei erklärt, dass der chinesische Staat keinen Einfluss auf die Produktion und die Herstellung von Geräten und Software nähme, dann kann man das ins Reich der Phantasie verschieben.
    Die Chance für die chinesische Regierung in der Auseinandersetzung mit den USA liegt auf dem Gebiet der Währung. China ist der weltweit größte Gläubiger der USA, weit vor Japan und Russland. (Russland war bis 2010 der 2. größte Gläubiger)
    Wenn China nun den *täglichen* Außenhandels Überschuss nur um 1 MRD USD nicht mehr in US-Dollar Anleihen anlegt, sondern in einheimischer Währung (Der Euro
    fällt als Reservewährung aus, da Europa weder politisch homogen ist noch über eine ausreichende militärische Stärke verfügt) dann wird der Renminbi plötzlich zur 2. Weltreservewährung. Und die USA können auf Kurz oder Lang ihren Staatsbankrott erklären, weil es nicht ausreichend Käufer für deren Rückzahlungsversprechen sprich Staatsanleihen geben wird.
    Ein solcher Bankrott wäre für die USA heilsam, da dann plötzlich alle Schulden unter den Tisch fallen. Mit der stärksten Armee im Rücken gibt es keinen Gerichtsvollzieher der dort vollstrecken kann. Wer ein Flugzeug einer US-Airline dann als Pfand an die Kette legt, der erhält ein paar Raketen aufs Haupt und gut ist.
    Für Europa ist diese Situation ganz schlecht. Die USA fallen als Exportmarkt aus und China bestimmt letztlich die Weltpreise.
    Der Liebe Gott beschütze die Europäer vor einem solch mittlerweile durchaus denkbarem Szenario. Was Trump und seine Berater da angezettelt hat, ist leider nicht bis zum Ende durchdacht. Trump möchte die Globalisierung aufhalten und zurückführen. Das ist für Europa löblich, weil die Globalisierung auf Dauer riesige Flüchtlingsströme nach Europa schickt. Wer Afrika schlimmer ausbeutet, als es die Briten vor 150 Jahren unternahmen, darf sich nicht wundern, wenn plötzlich Millionen von Afrikanern vor der Türe stehen.
    Die Einschränkung der Globalisierung ist für Trump die einzige Möglichkeit, die US-Industrie, die völlig am internationalen Markt vorbei produziert, zu schützen und ihr ausreichend Zeit zu geben, den internationalen Ansprüchen gerecht zu werden.
    Was für China mit einem Binnenmarkt von mehr als 1 MRD Menschen durchaus eine Chance darstellen kann, ist für die Europäer das größte Gift.
    Just my more than 2 cents aus den Emiraten, deren Zentralbank mittlerweile dem chinesischen Staat als Großanleger die absolut höchsten *Minus*zinsen abknöpft. Und China schickt uns jeden Tag mehr Geld.
    G.-J.
    Das man auf diese Geräte kein Windows direkt von MS installieren kann, sehe ich nicht als Problem.
    Sicher ist der Aufwand jetzt höher, aber sollte funktionieren.
    Ich habe mir Mal das MateBook X Pro angesehen. Nicht schlecht Herr Specht. Witzig fände ich es, wenn Huawei das MateBook X Pro über Europa wie eine Schwämme verkauft. Auch schön über den Preis. Den Händlern wird wie jetzt auch schon bei den selbst zusammen gebauten Rechner freigestellt, ob und was sie für ein OS installieren.
    Wenn ich aktuell ein Notebook bräuchte, würde ich mir auf alle fälle das MateBook X Pro sehr genau ansehen und vermutlich auch kaufen.
    @Martin:
    Stimmt. völlig verdrängt, dass die USA komplett den Hahn zudrehen wollen.
    Wie gut, dass die Fabriken in China stehen :D
    Ich hab auch erst vor kurzem mit der Frau von Windows Mobile zu Huawei gewechselt. Scheint Ironie zu sein ? Ich fände es gut wenn Huawei ein eigenes auf Android basiertes OS raus bringt. Würde ich einsteigen bzw umsteigen. Lieber Huawei als Google.
    @Remmy:
    Umso mehr ich über diese Geschichte USA vs. Russland/China/Iran/Deutschland und Co nachdenke, umso mehr habe ich das Gefühl, dass die USA nur einen Sündenbock suchen, auf den sie mit den Finger zeigen können, weil die USA ihre eigene Wirtschaft ruiniert hat.
    Frei nach dem Motto: Seht, die waren es! die da. Deswegen geht es uns jetzt so schlecht.
    Die Chinesen sind ja clever ohne Ende. Ich würde mich schlapp lachen, wenn China nicht wie erwartet von den Cowboys, die Investoren mit ihren Fabriken rausschmeißen, sondern noch großzügige Rabatte einräumen und ihnen die Wünsche nach Art der Asiaten von den Lippen ablesen.
    Ich glaub, dann drehen die Cowboys völlig durch und verstehen die Welt überhaupt nicht mehr. Wobei? Haben die Cowboys je verstanden, wie der Rest der Welt tickt? :grübel
    Ich bin sehr zuversichtlich, dass Russen, China, Indien und wer noch in der Seidenstraße organisiert ist, recht zügig mit Lösungen aufwarten, die die USA in die Knie zwingen werden. Europa muss sich dann wohl entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wollen. Bei den Cowboys, oder den Alliierten von damals, wo es Geschäftsbeziehungen seit vielen hunderten Jahren gibt. :smokin
    @Paulchen73
    Doch Martin hat recht. Ich habe mir vor wenigen Wochen ein Mate 20 X gekauft und wäre froh wenn ich es jetzt noch für gutes Geld verkaufen könnte.
    Die jetzige Situation zeigt mir das ich auch in Zukunft ein unkalkulierbares Risiko eingehe ein Gerät von Huawei zu kaufen. Selbst wenn es Morgen eine Einigung geben würde ist das keine Sicherheit das das gleiche nicht nochmal passiert. Und der Wert der Huawei Hardware wird dann nicht wieder der gleiche sein wie vor der ganzen Sache.
    Dieser ganze Zirkus hat mich bereits jetzt einen Haufen Geld gekostet und das wird sich nicht mehr maßgeblich verbessern. In Zukunft würde ich nie wieder Geld in eine Marke investieren bei der politische Unruhen mit anderen Nationen im Raum stehen.

    Da haste aber keine große Auswahl. Ich wüsste keine.
    @Sonnschein
    der Tag, an dem die geballten Mächte aus Fernost die Vereinigten Staaten in die Knie zwingen, wäre für uns Europäer gleichbedeutend mit dem Ende unserer abendländischen Kultur und unseres gemessen an den Lebensbedingungen dort geschleckten Wohlstands.
    Ohne die sogenannten Cowboys hätten es die Besser-Wessis nach dem 2.Weltkrieg nicht so schnell zu persönlichem Wohlstand gebracht und die Ossis hätten wahrscheinlich noch viele Jahre auf die Wiedervereinigung warten dürfen. Immerhin war es der seinerzeitige amerikanische Präsident der sowohl die Briten wie die Franzosen überzeugen musste, bevor man überhaupt mit Gorbi verhandeln konnte.
    Gönn dir doch mal eine persönliche Auszeit in China und Indien und erfreu dich des Lebens dort.
    Unser Nachbar, beschäftigt bei einem deutschen Großkonzern, hatte schon das Vergnügen dort bei potenziellen Partnerfirmen wochenlang vor Ort tätig zu sein. Die beste Minute in der ganzen Zeit war für ihn als der LH-Flieger abhob Richtung Frankfurt. Und das obwohl er dank Arbeitgeber persönlichen Schutz hatte und sich auch nicht mit den schmierigen Typen dort außerhalb der Arbeitszeiten abgeben musste.
    @Pixelschubse:
    Es ist ein Unterschied zwischen "ich passe mich der Umgebung im Zielland an" und "ich zerstöre ein Unternehmen in einem fremden Land, nur weil mir deren Politik nicht gefällt".
    Ich bin kein Freund der chinesischen Politik, aber Gesetz ist Gesetz. Egal ob hier, in den USA oder in China.
    Na wer hätte das gedacht?

    Ich!
    Weil mir klar war, dass auch hier die Profitgeilheit über die Vernunft siegen würde.
    Oder das Teil ist einfach nur eine riesige Presse-Ente, und soll uns hier in Europa mal wieder deutlich vor Augen führen, was für ein Teufel der amerikanische Präsident doch ist.
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