Microsoft-Patent: Neues Werbesystem soll Finanzierung von kostenlosen Spielen verbessern
Ein großer Teil heutiger Videospiele wird weiterhin vermeintlich kostenlos als free-to-play veröffentlicht und wird dabei über verschiedene Elemente wie Mikrotransaktionen, kostenpflichtige Erweiterungspacks oder eher zweifelhafte Methoden wie die einstigen Lootboxen gegenfinanziert. Ein neues Microsoft-Patent, über das WinFuture unter Berufung auf Respawn First berichtet, könnte hier einen eleganteren Ausweg bieten. Grundlage hierfür sind so genannte Ad-Credits.
Die Idee dahinter ist allerdings nicht, dass ein Spiel nun von vorne bis hinten mit Werbeanzeigen zugepflastert wird. Stattdessen soll jeder Spieler in einem Free-to-play-Titel ein bestimmtes Zeitbudget mittels Ad-Credits haben, wo er eine werbefreie Erfahrung hat. Neben einer festen Zeitspanne können dies auch andere Metriken wie die Dauer einer Spielstufe sein.
Ist das Zeitbudget aufgebraucht, wartet das Spiel auf eine natürliche Pause, um den eigentlichen Spielfluss nicht zu stören. Solche Pausen können ein Ladebildschirm, das Ende einer Zwischensequenz oder das Ende eines Bosskampfs sein. Hier friert der Spielstand ein und blendet für eine gewisse Zeit ein statisches Bild oder ein kurzes Video ein, was dann als Werbung ausgespielt wird. Die Werbung selbst ist kontextbezogen und funktioniert über passende Schnittstellen.
Inwieweit Microsoft seine neue Technologie selbst verwenden wird, ist aktuell unbekannt. Passende Titel hat man etwa mit Overwatch bekanntlich im Portfolio.
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Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.


