Microsoft pausiert Qualitätsupdates für Windows ab Mai 2020

Microsoft pausiert Qualitätsupdates für Windows ab Mai 2020

Die Coronakrise nimmt nun auch Einfluss auf die Entwicklung von Windows: Microsoft hat bekannt gegeben, dass man ab Mai die Auslieferung von optionalen Qualitätsupdates für alle unterstützten Windows-Versionen pausiert. Das betrifft sowohl Windows 10 als auch Windows 8.1 sowie die Server-Varianten.

Der monatliche Patchday bleibt von dieser Maßnahme unbenommen. Wie gewohnt wird es weiterhin am zweiten Dienstag eines jeden Monats die aktuellsten Sicherheitsupdate geben. Für Windows 10 beinhalten diese in der Regel auch Bugfixes. Betroffen sind also nur die Wartungs-Updates, die unabhängig vom Patchday – oft am vorletzten oder letzten Dienstag des Monats – veröffentlicht werden.

Die Ankündigung im Windows Message Center enthält keine Informationen darüber, ob auch die Auslieferung des kommenden Windows 10 Funktionsupdates mit der Versionsnummer 2004 in irgendeiner Weise betroffen ist. Klar ist jedenfalls, dass man sich bei Microsoft darauf einstellt, noch sehr lange mit den Folgen der Pandemie beschäftigt zu sein.

via: Neowin

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Wir müssen da ehrlich sein, alleine schon vor dem Hintergrund, dass sie in Washington auch Ausgangsbeschränkungen erlassen haben und Microsoft in seinem HQ in Redmond sowieso nicht mehr wie bisher agieren kann: Dass der Release von 20H1 auf unbestimmte Zeit verschoben wird, ist eigentlich nur eine Frage der Zeit. Microsoft kann sich das nicht leisten, eine gänzlich neue Version von Windows 10 zu veröffentlichen und gleichzeitig auf die C- und D-Updates verzichten, falls doch noch unerwartete Bugs auftauchen sollten. Insofern hat das für mich durchaus Signalwirkung, dass sie explizit Version 1909 nennen und eben nicht 2004. Solange die Sachlage mit dem Coronavirus nicht absehbar besser wird, müssen sie auf Sicht fahren und das bedeutet in erster Linie Sicherheit und Stabilität in einem der Situation angemessenen Rahmen. Und Windows 10 20H1 wäre hier nur eine unnötige Lotterie, genau wie bei Microsoft Edge.
    Wir werden uns da in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich erstmal auf eine Grundversorgung einstellen müssen, was Windows, Office, Edge und auch Visual Studio angeht. Bei Office 365 haben sie noch einige Sachen in der Pipeline, was sie noch abschließen können, und bei Visual Studio 2019 wurde Version 16.5 ja schon veröffentlicht, sodass hier ohnehin erstmal Wartungsupdates angesagt sind. Ansonsten sollten wir da nicht mit zu viel rechnen. Weitere Icons bei den Apps austauschen, die sich über den Microsoft Store aktualisieren lassen, vielleicht auch die neuen Mail- und Kalender-Apps verteilen, okay, das täte keinem weh. Auch diverse OpenSource-Projekte wie die PowerToys, das Windows Terminal oder Visual Studio Code sind wohl außenvor, die sind by Design auf Remote-Entwicklung ausgelegt. Und beim Gaming wird man sehen müssen, was da passiert, neben den neuen Games geht das ja bei Forza, Minecraft und Co. in irgendeiner Form ja doch weiter.
    Mehr würde ich aber nicht erwarten. Und wenn die Ausgangsbeschränkungen in Washington nicht gelockert werden, ist die Absage der digitalen BUILD für mich auch nur eine Frage der Zeit.
    Sachen derartig auszusetzen halte ich für den vollkommen falschen Weg. Kein Mensch kann momentan genau abschätzen, wie lange wir noch im derzeitigen Zustand verbleiben werden müssen. Es kann sein, dass das jetzt erstmal für Monate so bleiben wird oder gar ein ganzes Jahr. Alle Entwicklungen solange bzw. für beliebig lange auf Eis zu legen wird nicht gehen bzw. ist an irgendeinem Punkt auch nicht mehr sinnvoll.
    Man muss vielmehr jetzt mit der Prämisse handeln "was wäre, wenn das jetzt einfach für immer bzw. auf nicht absehbare Zeit so bleibt?" und alle Prozesse so umstellen, dass es auch in Isolation bzw. der derzeitigen Home Office - Lage bestmöglich WEITERGEHEN kann.
    Wenn die (Quarantäne-)Maßnahmen von Monat zu Monat verlängert werden, will man dann die weitere Entwicklung ebenfalls Monat für Monat weiter stilllegen? Man muss sich damit arrangieren und sagen "es ist eben jetzt so!" und das beste daraus machen. Wenn also bestimmte Abläufe sich jetzt mit dem Home Office der meisten Mitarbeiter beißen, dann ist die vorzuziehende Lösung NICHT, die Abläufe bis auf Weiteres auf Eis zu legen, sondern schnellstmöglich die Abläufe so zu ändern, dass sie mit Home Office und der aktuellen Situation bestmöglich kompatibel sind und es dann mit ähnlichem Tempo wie bisher weiterlaufen kann. Denn wenn das noch ein Jahr lang so weitergeht, hat man sonst schlicht die A*schkarte gezogen.
    "Wir machen jetzt erstmal Pause" ist daher imho das komplett falsche Signal, da das ein Fass ohne Boden ist und nur dann funktioniert, wenn ein Ende in Sicht ist. Ist ein Ende hingegen noch nicht in Sicht, droht "erstmal Pause" in "für immer Pause" auszuarten. Besser gleich anpacken und dafür sorgen, dass man in so einer Lage produktiv weitermachen kann.
    Wenn man also von größeren Updates absehen will, weil die IT-Abteilungen in Unternehmen in ihren Prozessen damit derzeit überfordert wären, dann ist die Lösung nicht, größere Updates erstmal auszusetzen, sondern dass die IT-Abteilungen ihre Prozesse an die Lage anpassen, weil sie davon ausgehen müssen, dass das in nächster Zeit Normalzustand sein wird.
    Darum sollte man da imho auch keinen Gang runterschalten. Wenn es fertig ist, sollte 20H1 sowie alle anderen Updates kommen genau wie geplant. Sonst kommt das auch in einem Jahr noch nicht.
    Das Problem ist, dass in den IT Abteilungen aber die Leute eben auch zu Hause sitzen und eben nicht ihr übliches Arsenal an Testsystemen für den Rollout neuer Updates in der Nähe haben.
    Zudem sitzen die User zu Hause und werden sich sicherlich freuen, wenn man ihnen dann bei einem Funktionsupdate über Stunden die lahme Verbindung dichtmacht, denn in dem Fall kommt das Update ja nicht von MS, sondern über die VPN Verbindung aus der Firma.
    Ich frage mich höchstens, warum man das "ab Mai" macht. Ab April hätte ich verstanden, aber ab Mai?
    Nunja, hier gehen eh nur die Sicherheitsupdates an die User. B- und C-Patches gehen normalerweise maximal an die Testgruppe, wenn überhaupt.
    IngoBingo
    Ich frage mich höchstens, warum man das "ab Mai" macht. Ab April hätte ich verstanden, aber ab Mai?

    Momentan würde ich darauf tippen, dass sie aktuell noch gewisse Fragen klären müssen, wie das in den kommenden Monaten und Wochen tatsächlich laufen soll. Aktuell sind da bei Microsoft noch einige Fragen offen, wie unter anderem die Versorgung der Office 365-Kunden mit neuen Funktionen und Bugfixes gewährleistet wird, zumal am nächsten Montag noch ein virtuelles Event dazu ist. Außerdem geht die Entwicklung im Gaming-Bereich ja trotzdem weiter und sie sind momentan auch noch dabei, diverse Kinderkrankheiten in ihrem Engineering-System auszumerzen. Vor ein paar Tagen gabs einen Livestream mit Kendra Havens und Cody Beyer von Microsoft aus deren Home Office, wo sie in einem FAQ vieles dazu erklärt haben, deswegen weiß ich das so genau.
    Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass Microsoft während der Coronakrise keine unnötigen Risiken eingehen wird. Gibt sicherlich Fälle wie bei OSS-Projekte wie der PowerShell, VS Code, den PowerToys oder dem Windows Terminal, da ist das kein großes Problem, weil die quasi by Design für Remote-Entwicklung ausgelegt sind. Beim Rest... mal schauen.
    Wenn es bei diesen paar Einschnitten bleibt, dann kommen wir ja noch glimplich davon.
    Ich stelle mich aber lieber daruf ein, dass das ganze noch schlimmer kommen kann.
    "The worst is yet to come",oder, das Schlimmste steht uns noch bevor.
    Die gesamte IT Branche ist nicht gefeit vor dem Virus und Betriebsschliessungen sind immer möglich. Auch in Redmonton oder Mountain View !
    Es gibt wichtigeres, als sich Gedanken um ein paar Updates zu machen.
    Spätestens Ende der Woche knacken die USA China locker mit der Zahl der infizierten und spätestens Übermorgen bereits die Zahl aus Italien. Glaub mal die haben da weitaus besseres derzeit zu tun als an einem Windows update zu Programmieren was kaum einer laden wird. Und lange wirst du selbst hier in D den Zustand nicht aufrecht erhalten können in spätestens 2 Monaten ist unser Staat nämlich Pleite und die hälfte der Deutschen Arbeitslos
    Das ist doch sowieso ein wenig Chaos.
    Microsoft hatte mal vor optionale Einzelupdates wie es früher üblich war zu streichen, und nur noch einen kumulativen Patchstand zu ermöglichen.
    Jetzt gibt es bei Windows 10 doch wieder optionale Patches, die aber bei Standardinstallationen gar nicht optional sind?

    Jetzt gibt es bei Windows 10 doch wieder optionale Patches, die aber bei Standardinstallationen gar nicht optional sind?

    Soweit ich es verstanden habe, sind die normalen Updates am 2. Dienstag (B-Update) im Monats die einzigen Updates, die automatisch installiert werden. Die B-Updates sind meistens die für die Sicherheit. Die C- und D- Updates (3./4. Dienstag) sind dann nicht sicherheitsrelevante Bugfixes und kleinere Verbesserungen, die als optional gekennzeichnet werden. Diese Updates werden beim Nutzer sozusagen getestet und im B-Update des nächsten Monats für alle angeboten.
    Bin neu ! Bitte für Fehler um Entschuldigung .
    Habe das Kumulative Update 2020-03
    KB4541335 installiert .
    Das Update hat alle Wiederherstellungspunkt gelöscht !!
    Ihr solltet , wenn das auch bei euch der Fall sein sollte,
    sofort einen neuen anlegen .
    Gruß : Der Neue
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