Microsoft Pluton: Sicherheitsfunktionen wandern in künftige Prozessoren von AMD-, Intel- und ARM

Microsoft Pluton: Sicherheitsfunktionen wandern in künftige Prozessoren von AMD-, Intel- und ARM

Microsoft will das Trusted Platform Module ablösen und integriert Sicherheitsfunktionen künftig direkt in die CPU. Pluton heißt dieser neue Prozessortyp, der aber nicht exklusiv an einen Hersteller gebunden ist. Intel, AMD und ARM sind mit im Boot. Im ersten Schritt wird es darum gehen, die TPM-Features direkt in die CPU zu integrieren.

Besondere Sicherheitsfeatures wie Windows Hello oder die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker speichern ihre Informationen bislang in einem TPM-Chip. Das bezeichnet Microsoft zwar als weiterhin sehr sicher, sorgt sich aber darum, dass die Versuche der Hacker, die Informationen auf ihrem Weg zwischen TPM-Modul und Prozessor abzufangen oder zu manipulieren, irgendwann von Erfolg gekrönt sein könnten. Darum sollen alle wichtigen Sicherheitsfunktionen künftig direkt in die CPU wandern.

Grundsätzlich kann der Pluton-Prozessor in allen Windows-Computern zum Einsatz kommen, naturgemäß dürfte der Fokus aber auf dem Einsatz im geschäftlichen oder behördlichen Umfeld liegen, eben überall da, wo Informationen besonders gut geschützt werden müssen.

Ein weiteres Problem, welches die Pluton-Plattform lösen soll, ist die Aktualisierung der Firmware. Das ist bei TPM-Chips oft problematisch, bei Pluton wird Windows Update diese Aufgabe übernehmen.

Brandneu ist die Technologie indes nicht, Microsoft nutzt sie nach eigenen Angaben bereits in der Xbox sowie in Azure Sphere. wann die ersten Windows-PCs mit Pluton-Prozessor auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt.

Eventuellen Sorge, dass mit einem Pluton-Prozessor ausgestattete Computer die Installation alternativer Betriebssysteme sabotieren könnte, weist Microsoft als unbegründet zurück. Die Technologie soll sich durch PC-Hersteller grundsätzlich auch abschalten lassen.

Weitergehende Informationen hierzu sind im Blogpost von Microsoft zu finden:

Microsoft präsentiert mit dem Pluton-Prozessor den Sicherheitschip für die Windows-PCs der Zukunft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. @RicardoSSB Naja, TPM ist an sich ebenfalls deaktivierbar. Insofern wäre es wohl nicht besser oder schlechter als was man aktuell hat...?
    Hört sich ähnlich zu Intel PTT an, was auf der Plattform ja bereits TPM ohne dedizierte Hardware auf Firmwarebasis erlaubt. Ich denk mal das geht in die Richtung, einfach nur unabhängig vom Hersteller?
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