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Microsoft schließt die Übernahme von Nuance Communications ab

Microsoft schließt die Übernahme von Nuance Communications ab

Die Übernahme von Nuance Communications durch Microsoft hat vergleichsweise wenig mediale Aufmerksamkeit erhalten, obwohl es sich um die zweitgrößte Übernahme in der Firmengeschichte handelt – zumindest, solange der Activision-Deal noch nicht durch ist.

Für 56 Dollar je Aktie wurde Nuance übernommen, das entspricht einem Gesamtvolumen von 19,7 Milliarden US-Dollar. Nur für LinkedIn hat Microsoft mit 26,2 Milliarden Dollar noch mehr bezahlt. Für Activision werden – vorbehaltlich der behördlichen Zustimmungen – fast 69 Milliarden Dollar fällig, mehr als für die beiden bisherigen Rekord-Übernahmen zusammen.

Ein Geschäft dieser Größenordnung muss verschiedene bürokratische Hürden nehmen, darum hat es seit der Ankündigung im April 2021 auch fast elf Monate gedauert, bis alles in trockenen Tüchern war. Am Freitag meldete Redmond Vollzug.

Das mit seinen über 13.000 Mitarbeitern auf Spracherkennungsdienste spezialisierte Nuance ist Endanwenden am besten durch die Software „Dragon NaturallySpeaking“ bekannt, die seit 25 Jahren auf dem Markt ist. Das ist inzwischen aber eher ein Nebenprodukt, in den letzten Jahren hat sich Nuance auf künstliche Intelligenz spezialisiert und mit seinen Sprachdiensten insbesondere im Gesundheitswesen zahlreiche Kunden gewonnen. Letzteres soll auch in Zukunft ein Schwerpunkt bleiben, gleichwohl soll die zugekaufte Expertise in alle Produkte von Microsoft einfließen, die etwas mit Sprache zu tun haben.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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