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Microsoft steigert Umsatz und Gewinn deutlich – Kosten für KI-Infrastruktur explodieren

Microsoft steigert Umsatz und Gewinn deutlich - Kosten für KI-Infrastruktur explodieren

Erneut präsentiert Microsoft seinen Anlegern glänzende Geschäftszahlen. Im dritten Quartal des Bilanzjahres 2026, das am 31. März endete, wuchsen Umsatz und Gewinn deutlich und stärker als erwartet. Die hohen Preise für Komponenten wie Arbeitsspeicher lassen die Investitionskosten für die KI-Infrastruktur durch die Decke schießen.

In Zahlen: Im vergangenen Quartal verzeichnete Microsoft einen Umsatz von 82,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon verbleiben 31,8 Milliarden Dollar als Nettogewinn und somit 23 Prozent mehr als im Vorjahr in der Kasse.

Productivity and Business Processes größter Geschäftsbereich

Der Geschäftsbereich Productivity and Business Processes hat mit 35 Milliarden Dollar den größten Anteil am Umsatz des Quartals. Dabei konnte Microsoft den Umsatz mit Microsoft 365 bei den kommerziellen Kunden um 19 Prozent, bei den Privatkunden gar um 33 Prozent steigern.

Das Karriere-Netzwerk LinkedIn verzeichnete ebenfalls ein Plus von 22 Prozent

Intelligent Cloud folgt dicht dahinter

Mit einem Umsatz von 34,7 Milliarden Dollar liegt der Bereich „Intelligent Cloud“ fast gleichauf. Dabei konnte die Cloud-Plattform einmal mehr deutlich zulegen. Hier ging der Umsatz um 40 Prozent nach oben.

More Personal Computing weiter auf dem Rückzug

Der mit großem Abstand kleinste Geschäftsbereich „More Personal Computing“ schrumpft weiter. Hier betrug der Umsatz 13,2 Milliarden Dollar und somit ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen mit Windows-Lizenzen und Geräten gingen um zwei Prozent zurück.

Die Umsätze mit Xbox-Inhalten und ‑Diensten sanken um fünf Prozent, der Konsolen-Absatz brach abermals um 33 Prozent ein.

Ein Umsatzwachstum von 12 Prozent bei Suchdiensten und Werbeeinnahmen konnte diese Verluste teilweise ausgleichen.

KI-Geschäft wächst und kostet viel Geld

Laut Satya Nadella nimmt Microsoft mit KI-Diensten inzwischen 37 Milliarden Dollar pro Jahr ein, was einer Steigerung von 123 Prozent entspricht. Die Zahl der Abonnenten des Microsoft 365 Copilot ist von 15 auf 20 Millionen gestiegen.

Dem stehen enorme Kosten gegenüber. Laut Finanzchefin Amy Hood wird Microsoft im laufenden Geschäftsjahr 190 Milliarden Dollar in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Davon entfallen allein 25 Milliarden auf den Anstieg der Preise von Komponenten wie Arbeitsspeicher.

Wie man sieht, ist Microsoft also (wie alle anderen Unternehmen, die auf KI setzen) noch Lichtjahre davon entfernt, mit KI Geld zu verdienen. Das Thema bleibt ein Hochofen, bei dem die Milliarden nur so durch den Kamin rauschen.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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