Microsoft Store: 95 Prozent Umsatzbeteiligung für Entwickler wird wieder gestrichen

Microsoft Store: 95 Prozent Umsatzbeteiligung für Entwickler wird wieder gestrichen

Im März 2019 habe ich mich an dieser Stelle blamiert. Ich schrieb einen Artikel, dass Microsoft seine Ankündigung von der Build 2018, die Entwickler mit bis zu 95 Prozent an den Einnahmen ihrer Apps aus dem Microsoft Store zu beteiligen, wohl nicht mehr in die Tat umsetzen wird. Genau einen Tag später kündigte Microsoft an, dass die Regelung ab sofort gültig ist.

Sie hätten sich und mir einen Gefallen getan, wenn sie es hätten bleiben lassen. Dann müssten wir an dieser Stelle nämlich nicht darüber berichten, dass diese Vergünstigung für die Entwickler wieder gestrichen wurde.

Ich wurde via Twitter darauf aufmerksam gemacht:

Daraufhin habe ich in meinem Store-Account nachgesehen und die geänderte Regelung sogleich selbst entdeckt:

Gekürzte Store Provisionen

Die erhöhte Umsatzbeteiligung wurde dann fällig, wenn der Entwickler seinen Kunden selbst durch eine Werbemaßnahme in den Store „gelockt“ hat. In diesem Fall hat Microsoft statt der sonst üblichen 15 bzw. 30 Prozent Provision lediglich eine Kostenpauschale von fünf Prozent einbehalten. Das gilt ab sofort nicht mehr.

Ich könnte mir vorstellen, dass dahinter auch technische Gründe stecken, weil es sicherlich schwer nachzuverfolgen ist, wie ein Kauf letztlich zustande kam. Insgesamt aber stehen die Zeichen beim Store wohl immer deutlicher auf Abriss.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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