Microsoft streicht die letzte große Konferenz in 2020 und plant auch für 2021 digital

Microsoft streicht die letzte große Konferenz in 2020 und plant auch für 2021 digital

Nach der Absage der Entwicklerkonferenz BUILD und der Partnerkonferenz Inspire hat Microsoft nun auch seine letzte für 2020 geplante Konferenz gestrichen bzw. in ein rein digitales Event umgewandelt: Die Ignite, die vom 21. bis 25. September in New Orleans geplant war, wird ebenfalls rein digital stattfinden. Ein entsprechender Hinweis ist seit heute auf der Homepage der Ignite zu finden.

Die Formulierung, dass die Ignite als digitales Event „im September startet“, deutet darauf hin, dass der ursprüngliche Terminplan ebenfalls nicht mehr gilt. Das erscheint sinnvoll, denn die Tagesordnung der Konferenz, die im letzten Jahr 25.000 Teilnehmer zählte, ist in der regel prall gefüllt mit technischen Inhalten. Es besteht keine Not, diese Inhalte in vier oder fünf Tage zu pressen, wenn man sie online transportiert.

Hinweis auf die Absage der Microsoft Ignite

Überraschend kommt die Absage im Angesicht der Coronakrise natürlich nicht mehr, ich rechne ohnehin nicht damit, dass in diesem Jahr noch irgendwelche Großveranstaltungen stattfinden. Meine geliebte IFA und mein noch geliebteres Wacken habe ich gedanklich längst abgehakt.

Zurück zu Microsoft: Mary Jo Foley hat erfahren, dass die Planungen von Microsoft schon über das Kalenderjahr 2020 hinaus gehen. So denkt man ernsthaft darüber nach, alle großen Events im Fiskaljahr 21 (Juli 20 bis Juni 21) ebenfalls in digitaler Form abzuhalten, was beispielsweise den MVP Summit und die Microsoft BUILD 2021 mit einschließt.

Das mag einerseits vorausschauende Planung sein, um sich auf weitere Auswirkungen der Coronakrise vorzubereiten, andererseits scheint es durchaus denkbar, dass es nach Überwindung dieser Pandemie keine Rückkehr zum vorherigen „Normalzustand“ geben wird. Menschliche Kontakte sind zwar durch nichts zu ersetzen, derartige Konferenzreisen sind aber auch sehr kostenintensiv, und so mancher Teilnehmer der digitalen Events wird fragen: „Warum machen wir das in Zukunft nicht einfach immer so?“

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Sorry, in 2020 ist falsches Deutsch. Es heißt entweder im Jahr 2020 oder einfach nur 2020.
    Sorry, in 2020 ist falsches Deutsch. Es heißt entweder im Jahr 2020 oder einfach nur 2020.

    Es gibt kein schlechtes Deutsch, es gibt nur schlechten Akzeptanzwille.
    So denkt man ernsthaft darüber nach, alle großen Events im Fiskaljahr 21 (Juli 20 bis Juni 21) ebenfalls in digitaler Form abzuhalten, was beispielsweise den MVP Summit und die Microsoft BUILD 2021 mit einschließt.
    Das mag einerseits vorausschauende Planung sein, um sich auf weitere Auswirkungen der Coronakrise vorzubereiten, andererseits scheint es durchaus denkbar, dass es nach Überwindung dieser Pandemie keine Rückkehr zum vorherigen „Normalzustand“ geben wird. Menschliche Kontakte sind zwar durch nichts zu ersetzen, derartige Konferenzreisen sind aber auch sehr kostenintensiv, und so mancher Teilnehmer der digitalen Events wird fragen: „Warum machen wir das in Zukunft nicht einfach immer so?“

    Genau das habe ich hier ja bereits vermutet als die Corona Krise ihren Anfand nahm.
    Ich vermute das sich in dieser Richtung in Zukunft noch einiges tun wird.
    Sorry, in 2020 ist falsches Deutsch. Es heißt entweder im Jahr 2020 oder einfach nur 2020.

    Wie des Öfteren ist hier der Beschwerdeführer dem deutschen nicht mächtig und sollte deshalb mal ganz leise sein ;)
    Zum Thema: Ich vermute stark, dass der herkömmliche persönliche Weg in vielen Bereichen, in denen es ohne Weiteres möglich ist, wegfallen wird bzw. digital werden wird, nicht nur bei MS.
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