Microsoft Surface: Panos Panay und Ralf Groene sprechen in Berlin über die neuen Geräte

Microsoft Surface: Panos Panay und Ralf Groene sprechen in Berlin über die neuen Geräte

Am Dienstag ist es soweit, zwei der drei neuen Surface-Modelle gehen an den Start: Das Surface Pro 7 und Surface Laptop 3 sind ab dem 22.10.19 auf dem deutschen Markt verfügbar, das Surface Pro X folgt exakt vier Wochen später am 19. November. Das Surface Team, allen voran Panos Panay und der deutsche Chefdesigner Ralf Groene, befinden sich derzeit auf einer kleinen Welttournee, um die neuen Geräte vorzustellen.

Heute stoppte der Tross in Berlin, Panay und Groene stellten sich in einer Diskussionsrunde diversen Fragen zu den neuen Surface-Modellen. Eine der spannendsten Antworten auf bohrende Fragen, nämlich die nach der Kamera im Surface Duo, hat Panos Panay heute zum ersten Mal ein klein wenig konkreter beantwortet.

Ich war ja schon bei der Vorstellung der neuen Geräte in New York und habe daher überlegt, ob ich die Reise nach Berlin überhaupt antrete. Gut, dass ich es getan habe, denn abseits des steifen Protokolls plauderte das Team ein wenig unbefangener aus dem Nähkästchen.

Panos Panay berichtete zum Beispiel, dass er dieses Mal durchaus nervöser gewesen sei als sonst, weil man sich entschlossen hatte, Surface Neo und Duo schon so weit vor der eigentlichen Markteinführung öffentlich zu zeigen. Sogar Satya Nadella soll unmittelbar vor dem Event nochmal ins Grübeln gekommen sein, ob das wirklich eine gute Idee ist. „Ich habe ihm gesagt, wir machen das jetzt. Wir haben gesagt, mir machen es, also machen wir es jetzt auch“ hat Panos seinem zweifelnden Chef gesagt.

Warum hat man das überhaupt getan? Dafür gibt es zwei Gründe. Zum Einen sei es super schwierig, zwei derart neue Produkte komplett im Geheimen zu entwickeln. Mit der frühen Präsentation wollte man also Leaks vorbeugen. Der andere Grund wiegt freilich schwerer: Microsoft muss die Entwickler ins Boot bekommen, und wenn die Geräte, für die man sie begeistern möchte, vorher schon ein wenig positive Presse bekommen haben, dann ist das sicherlich kein Schaden.

Kollege Albert von WindowsArea hat in der Runde eine spannende Frage gestellt, die ich ebenfalls schon aufgegriffen habe: Wem will Microsoft das Surface Duo eigentlich verkaufen, wer ist der Kunde?

Der erste Teil von Panays Antwort war weniger überraschend: Man hat in erster Linie die Leute im Blick, die unterwegs produktiver werden möchte. Gleichwohl aber sei man auch bereit, von den Kunden zu lernen. Er habe in letzter Zeit mit verschiedenen Kunden über das Surface Neo gesprochen, und dabei hätten ihm diese von Szenarien erzählt, die sie damit realisieren möchten, auf die er selbst gar nicht bekommen wäre.

Über die Geräte, die jetzt dann auch bald tatsächlich zu haben sind, wurde selbstverständlich auch gesprochen. „Hardware ist jetzt ein wichtiges, ernsthaftes Business für Microsoft“, sagte Panay, und ergänzte: „Das hätte ich so vor fünf Jahren noch nicht gesagt.“

Der Prototyp des ersten Surface Pro aus 2010 wurde nochmal auf der Leinwand gezeigt, und Panos sagte: „Diese DNA steckt immer noch im neuen Surface Pro 7“.

Erster Surface Protoyp 2010

Surface-Chefdesigner Ralf Groene war es vorbehalten, über das Surface Laptop 3 zu sprechen. Man merkte ihm die Liebe zum Alcantara-Bezug des Laptop deutlich an. „Wir fanden die Idee großartig, dass man das zwar edle, aber kalte Metallgehäuse öffnet und dann etwas berührt, was sich warm und wohlig anfühlt. Viele Leute haben das geliebt, einige aber nicht.“ Damit hatte er auch schon die Begründung geliefert, warum das Surface Laptop 3 nun auch mit Vollaluminium-Gehäuse zu haben ist, die 15-Zoll-Version wird erst gar nicht mit Alcantara angeboten.

Überraschend wenig „Bühnenzeit“ bekam das Surface Pro X, wenngleich vorgeführt wurde, wie sich der Stift „unverlierbar“ in die Tastatur einfügt und dabei auch noch geladen wird.

Im Anschluss gab es noch Gelegenheit, die neuen Produkte zu begutachten und auch selbst auszuprobieren.

Falls es tatsächlich jemandem bisher entgangen sein sollte, und aus Gründen der Vollständigkeit, nachfolgend nochmal die wichtigsten Links zu den neuen Geräten:

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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