Microsoft Teams feiert Geburtstag - viele neue Funktionen angekündigt

Microsoft Teams feiert Geburtstag - viele neue Funktionen angekündigt

Ein Produkt, das Microsoft eigentlich gar nicht bauen wollte, feiert heute Geburtstag: Microsoft Teams wird ein Jahr alt. Ursprünglich hatten die Redmonder vor, Slack zu übernehmen, acht Milliarden Dollar wollte man sich das dem Vernehmen nach kosten lassen. Slack lehnte ab, und Microsoft musste sich gezwungenermaßen selbst helfen. Man darf davon ausgehen, dass sie das inzwischen als Glücksfall werten.

Ein Jahr nach dem Start nutzen Teams laut offiziellen Angaben 200.000 Firmen in 181 Ländern und 39 Sprachen. Ganz sicher sind diese Zahlen im Sinne des Marketings wohlwollend ermittelt worden, aber auch nach Abzug aller Übertreibungen kann man feststellen, dass sich Teams durchaus positiv entwickelt hat. Inzwischen wurde es auch zum offiziellen Nachfolger von Skype for Business ernannt, bei der Transition will sich Microsoft aber viel Zeit lassen und nichts übers Knie brechen.

Zur Feier des Tage spricht Microsoft über neue Funktionen, die im Lauf des Jahres in Teams Einzug halten sollen – als da wären:

  • Cloud-Aufzeichnung: Meetings werden auf Wunsch aufgezeichnet und über die Cloud abrufbar gemacht, dabei werden die Inhalte indiziert, so dass zum Beispiel nach mündlichen Aussagen gesucht werden kann. Später soll diese Funktion noch um eine Gesichtserkennung erweitert werden, so dass die Aussagen auch automatisch den entsprechenden Personen zugeordnet werden können.
  • Inline-Übersetzungen: Chat-Nachrichten in mehrsprachigen Konferenzen werden in Echtzeit übersetzt.
  • Cortana-Integration: Auf Zuruf wird Cortana Konferenzen starten, einem Meeting beitreten oder einzelne Personen hinzufügen können. Es wird in diesem Zusammenhang von einer Erweiterung auf Konferenz-Systeme gesprochen – ein nicht zu übersehender Wink in Richtung Surface Hub 2.
  • Portrait-Modus für Video-Anrufe: Nimmt man an einer Video-Konferenz teil, wird der Hintergrund automatisch unscharf gestellt, so dass sich die Teilnehmer voll und ganz aufeinander konzentrieren können.
  • Umgebungssuche: Skype Room Systeme, die sich in der Nähe befinden und verfügbar sind, können gefunden und genutzt werden.
  • Mobile Sharing: Anruf-Teilnehmer können Bilder, den Inhalt ihres Bildschirms oder ein Live-Video mit den Gesprächspartnern teilen.

Außerdem kündigt Microsoft neue Partnerschaften an: HP und Lenovo werden wie schon zuvor Logitech oder Polycom ihre Konferenz-Systeme kompatibel mit Teams machen, auch neue Tischtelefone von Yealink und AudioCodes und Smartphone-Docks von Plantronics sollen mit Team-Funktionen aufgerüstet werden.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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