Microsoft Teams für Schulen: Microsoft übernimmt Chalkup

Microsoft Teams für Schulen: Microsoft übernimmt Chalkup

Der Kampf um die Nutzer von morgen beginnt bereits in den Klassenzimmern, das bringt die Digitalisierung in der Bildung zwangsläufig mit sich. Es ist außerdem kein Geheimnis, dass Microsoft zumindest in seinem Heimatland USA mit Google einen mächtigen Gegenspieler hat. Es wird in den kommenden zehn Jahren spannend zu beobachten sein, ob die Generation, die mit Chromebooks aufgewachsen ist, tatsächlich auch in der Arbeitswelt einen Trend setzen kann (bzw. will).

Microsoft hat seine Bemühungen im US-Bildungsmarkt seit dem letzten Jahr massiv verstärkt. Neuestes Ergebnis ist die Übernahme von „Chalkup“, einem 2013 gegründeten Unternehmen, welches eine Kollaborations-Plattform für Schüler und Lehrer auf die Beine gestellt hat. Nach eigenen Aussagen wird diese bereits an einem Drittel aller Universitäten und einem Fünftel aller High Schools in den USA eingesetzt. Das nachfolgende Werbe-Video zeigt einen kurzen Überblick.

Wer dabei jetzt an eine Klassenzimmer-Version von Slack oder Microsoft Teams denkt, der liegt genau richtig. Das ist Chalkup technisch bereits, und als Ergebnis der heute angekündigten Übernahme soll es dann auch namentlich passend gemacht werden. Die Features von Chalkup sollen nun schnellstmöglich in Microsoft Teams integriert werden, allen voran die Korrektur-Funktion, welche die Bewertung von Klassenarbeiten und Projekten ermöglicht.

Ich finde die Übernahme in zweierlei Hinsicht spannend. Natürlich geht es darum, Teams in die Klassenzimmer zu bringen und die Schüler frühzeitig an ein Produkt zu gewöhnen, welches sie idealerweise auch später am Arbeitsplatz vorfinden. Gleichzeitig ist Teams aber auch nicht an eine Plattform wie Windows gebunden. Menschen arbeiten mit Produkten und Diensten, nicht mit Plattformen. Services wie Teams zu etablieren und Kunden damit an sich zu binden, ist Teil der Bemühungen Microsofts, sich von Windows unabhängig zu machen. Das ist eine der historischen Veränderungen bei Microsoft, die nach wie vor in vollem Gang ist. Das ist auch nichts Negatives, es ist eine notwendige Vorbereitung auf die neue Realität.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Die neue Realität ist doch die, dass durch solche Deals ein bis dahin existenter, beliebter Dienst DeFacto an die Wand gefahren wird – oder?
    Nö. Wunderlist haben sie z.B. noch nicht kaputt gemacht. Xamarin haben sie übernommen, und es ist besser als je zuvor. Nicht immer so negative Vibes verbreiten.
    Nö. Wunderlist haben sie z.B. noch nicht kaputt gemacht. Xamarin haben sie übernommen, und es ist besser als je zuvor. Nicht immer so negative Vibes verbreiten.

    +1
    finde auch, dass diese neue Strategie absolut sinnvoll und im sinne des Nutzers ist, denn er kann auf allen Plattformen die dienste nutzen, die er möchte. rechne es MS hoch an, dass sie da so konsequent sind. sie folgen damit wirklich ihrem slogan den Leuten tools zu geben die sie produktiver machen, ohne irgendwelche ideologischen zwänge.
    google und apple sind da noch lange nicht soweit, sicherlich auch weil sie sich mit ihren eigenen Plattformen aktuell überlegen fühlen.
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    finde auch, dass diese neue Strategie absolut sinnvoll und im sinne des Nutzers ist, denn er kann auf allen Plattformen die dienste nutzen, die er möchte. rechne es MS hoch an, dass sie da so konsequent sind. sie folgen damit wirklich ihrem slogan den Leuten tools zu geben die sie produktiver machen, ohne irgendwelche ideologischen zwänge.
    google und apple sind da noch lange nicht soweit, sicherlich auch weil sie sich mit ihren eigenen Plattformen aktuell überlegen fühlen.

    Sind sie ja auch. Gerade die Kids machen fast alles mit dem Smartphone und nicht mit dem PC und genau die Smartphone Plattform hat MS bekanntlich beerdigt
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