Microsoft Teams: Kontrovers diskutierte Funktion zur Festlegung des Arbeitsorts ist optional
Microsoft Teams ist künftig in der Lage, den Arbeitsort basierend auf der Wi-Fi-Verbindung automatisch festzulegen. Diese Funktion hat zu Kontroversen und Ängsten bezüglich einer möglichen Überwachung geführt. Ursprünglich sollte die Einführung ab März erfolgen. Microsoft verschiebt die Neuerung um einen Monat und stellt zudem klar, dass es sich um ein „Opt-in“ handelt.
Die Ankündigung der automatischen Festlegung des Arbeitsorts erfolgte bereits im September 2025. Seitdem geistert das Thema immer mal wieder durch die digitalen Gazetten. Von „Überwachung“ ist da gelegentlich die Rede. Mit Ängsten lässt sich eben immer zuverlässig spielen.
Worum geht es?
Schon jetzt kann man in Teams festlegen, ob man Remote oder vor Ort in der Firma arbeitet. So wissen Kollegen sofort, ob man für eine persönliche Abstimmung zur Verfügung steht. Künftig kann Teams den Status automatisch setzen. Sobald man mit dem Firmen-Wi-Fi verbunden ist, wird der Status entsprechend gesetzt. Je nachdem, wie granular das Firmennetz aufgebaut ist, kann Teams sogar anzeigen, in welchem Gebäude man sich befindet.
Die automatische Erkennung funktioniert zudem auch mit Peripheriegeräten wie Docking-Stationen, sofern es sich um verwaltete Geräte handelt.
Um die Funktion nutzen zu können, muss sie zunächst vom Administrator freigegeben werden. Jeder einzelne Nutzer kann anschließend entscheiden, die entsprechende Option zu aktivieren oder nicht, schreibt Microsoft in der aktualisierten Nachricht MC1081568 im M365 Admincenter.
Die offizielle Dokumentation sagt allerdings etwas anderes. Hier steht geschrieben, dass der Administrator festlegen kann, ob die Funktion für alle Nutzer standardmäßig aktiv oder inaktiv ist.
Die Angst vor der Überwachung
Mit der medienüblichen Übertreibung wurde vielerorts von einer neuen „Überwachungsfunktion“ geschrieben. Eine solche Funktion automatisch zu aktivieren, ist in der Tat kritisch. Allerdings dürfte das in Deutschland schon rein rechtlich gesehen problematisch sein. Eine Verhaltenskontrolle unter Zuhilfenahme derartiger Funktionen ist in jedem Fall verboten.
Eine „bösartige“ Firma, die ihre Mitarbeiter ausspähen will, muss allerdings nicht darauf warten, bis Teams eine solche Funktion integriert. Sobald sich die Geräte im Firmennetz befinden, kann man sie ohnehin lokalisieren, und da dürfte eine Auswertung sogar noch einfacher sein. Insofern schafft diese neue Teams-Funktion keine Möglichkeiten, die es vorher nicht gab.
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- Microsoft Teams
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
