Microsoft Teams mit neuen Funktionen für Privatnutzer - und offizielle Zahlen zu Skype

Microsoft Teams mit neuen Funktionen für Privatnutzer - und offizielle Zahlen zu Skype

Die Spatzen pfiffen es bereits seit Wochen von den Dächern: Microsoft Teams soll für Privatnutzer attraktiver werden. Die Gerüchte reichten bis zu einer eigenen Version von Teams für Consumer, sogar über eine mögliche Ablösung von Skype wurde spekuliert. Dieses ganz große Rad wird zumindest vorerst nicht gedreht, aber Microsoft hat wie erwartet einige Neuerungen in Teams für Privatnutzer vorgestellt.

Bevor wir dazu kommen, sprechen wir noch über ein bemerkenswertes Detail: Nach langer Zeit hat Microsoft wieder offizielle Nutzerzahlen von Skype bekannt gegeben. Die letzte offizielle Erwähnung, an die ich mich erinnern kann, gab es während der BUILD 2016, als Microsoft von 300 Millionen monatlichen Nutzern sprach. Dass es seither nicht mehr geworden sind, ist ein offenes Geheimnis, die spannende Frage war: Wie viel ist davon noch übrig?

Die neue Zahl ist nicht direkt vergleichbar: 40 Millionen Menschen nutzen Skype jeden Tag, sagt Microsoft heute. Im Lauf des letzten Monats ist diese Zahl im Angesicht der Corona-Pandemie um 70 Prozent gestiegen, das Gesprächsaufkommen ist gar um 220 Prozent gewachsen. Das sind immer noch ordentliche Zahlen, sie belegen aber auch, dass Skype keine allzu große Nummer im Messenger-Segment mehr ist. Nicht, dass uns das ohnehin bereits klar war…

Kommen wir zu Teams: Im Rahmen der privaten Nutzung soll Teams innerhalb von Familien und Gruppen künftig dafür genutzt werden, gemeinsame Aktivitäten zu planen, Einkaufslisten oder To Do Listen zu teilen, Fotos und Videos untereinander auszutauschen, Videokonferenzen abzuhalten, per Sprachchat zu kommunizieren oder einen gemeinsamen Kalender zu führen.

Screenshot der Teams App für iOS mit neuen Familienfunktionen

Auch vertrauliche Informationen wie beispielsweise das heimische WLAN-Passwort sollen sich hinterlegen lassen, außerdem können beispielsweise Familienmitglieder ihren Standort freigeben, sodass man untereinander sehen kann, wer sich gerade wo befindet.

Einen genauen Zeitplan für die Einführung dieser neuen Funktionen gibt es noch nicht, sie soll „in den kommenden Monaten“ erfolgen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Wenn man für die angegebenen Funktionen ein "Prosumer" sein muss, dann ist das ziemlich daneben.
    Die Funktionen werden von jedem Familienmitglied bedienbar sein müssen. Angefangen vom Kind, bis hin zu den Großeltern. Das bedeutet, Teams für Privatnutzer wird stark vereinfacht werden müssen. Ansonsten wird Teams an dessen Komplexität, bei den Consumern, scheitern.
    Wenn Teams so wichtig ist sollten sie mal einen nativen Client bauen statt einer ineffizienten Electron-App.
    Hat man schon Angaben auf wieviele Personen MS Teams für Consumer beschränkt ist?
    Ich denke da an gemeinnützige Vereine oder ähnliche Gruppen.
    Oder benutzt man da schon das normale Teams?
    Grüsse
    Da sind noch viele Fragen offen, zum Beispiel auch diese:
    Unter welcher Voraussetzung kann man überhaupt ein "Team" bilden?
    Muss der Verwalter des Teams ein Microsoft 365 Abo haben oder alle Mitglieder?
    Es ist eher uninteressant, wie viele Skype nutzen. Wichtiger ist, wie viele dafür zahlen, z. B. eine weltweit erreichbare Festnetz-Rufnummer (Skype In, Skype Out). Es funktioniert wenigstens auf jedem Client und muss nicht extra geöffnet werden wie WhatsApp Web, und ist dank Cloud synchron und stets sofort alles gesichert. Wem das wichtig ist, nutzt weiterhin vornehmlich Skype. Bildschirmfreigabe klappt ja auch sogar, wenn auch nicht so toll wie in Teams.
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