Microsoft Teams überlastet: Integration von OneNote wird eingeschränkt

Microsoft Teams überlastet: Integration von OneNote wird eingeschränkt

Die Coronakrise hat vielen Anbietern von Cloud- und Kollaborationsdiensten einen plötzlichen Ansturm beschert. Es gibt sogar kritische Stimmen, die behaupten, dass die Unternehmen diese Situation schamlos auszunutzen versuchen, um sich an der Krise zu bereichern. Das mag natürlich jeder Mensch beurteilen, wie er mag, uneingeschränkt glücklich über den plötzlichen Ansturm ist man aber beispielsweise bei Microsoft nicht. Ausgerechnet das Vorzeigeprodukt Teams kämpft seit letzter Woche nämlich immer wieder mit Problemen, und so sieht man sich bei Microsoft zu Einschränkungen gezwungen.

Jüngste Maßnahme: Die Integration von OneNote in Teams wird limitiert, und zwar in der Form, dass OneNote in den Lesemodus versetzt wird. Heißt konkret: Man kann OneNote-Notizbücher innerhalb von Teams öffnen und die Inhalte lesen, aber keine Änderungen vornehmen. Dort, wo Teams und OneNote in der Form eingesetzt werden, die Microsoft selbst propagiert, ist das natürlich eine erhebliche Einschränkung.

Hier ein Screenshot der Nachricht aus dem Microsoft 365 Message Center:

Benachrichtigung über die Einschränkung von OneNote in Teams

Als Workaround wird empfohlen, die Web-Version von OneNote zu verwenden. Wie ihr der abgebildeten Nachricht entnehmen könnt, gibt es noch weitere Einschränkungen. In SharePoint und Microsoft Stream wird die Video-Qualität reduziert, um Bandbreite zu sparen. Für OneNote gibt es außerdem eine Beschränkung der Datei-Anhänge auf 100 MB.

Es ist natürlich leicht zu sagen, man sei der Nachfrage nicht gewachsen, ganz offensichtlich trifft das auch zu. Auch in der Cloud sind die Ressourcen nicht unendlich – es ist, wie man immer so schön sagt, ja letztlich einfach nur der Computer von jemand anderem. Ich bin aber ziemlich sicher, dass die aktuellen Probleme in der Hauptsache mit dem sprunghaften Anstieg der Zugriffe zusammenhängen, was man durch die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen im Lauf der Zeit wohl wird ausgleichen können.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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