Microsoft Teams vs. Slack: Die nächste Runde im PR-Kampf

Microsoft Teams vs. Slack: Die nächste Runde im PR-Kampf

Vor einigen Jahren wollte Microsoft den Teamwork-Spezialisten Slack ganz gerne aufkaufen. Man munkelt, das Gebot lag bei 8 Milliarden Dollar. Slack lehnte ab und in Redmond setzte man sich daraufhin selbst ans Reißbrett, um eine eigene Kollaborations-Lösung zu kreieren. Im Frühjahr 2017 erblickte Microsoft Teams das Licht der Welt. Der Service gilt als das Kronjuwel, Teams soll künftig der Klebstoff sein, der alles zusammenhält. Tatsächlich gibt es bei Microsoft nicht wenige Leute, die Teams für so bedeutsam halten, wie es Windows einst für das Unternehmen war.

Dem einstmals verkaufsunwilligen Slack hat man derweil den Kampf angesagt. Bis jetzt ist man dort allerdings unbeeindruckt, trotz der großen Konkurrenz durch Teams ist auch Slack nach wie vor auf Wachstumskurs. In den letzten Monaten ist es zu einer kleinen PR-Schlacht gekommen, in der Microsoft nun die nächste Runde einläutet.

Im Juli hatten die Remonder erstmals konkrete Nutzerzahlen genannt und mitgeteilt, dass 13 Millionen Nutzer täglich auf Teams zugreifen. Die Antwort von Slack ließ ein wenig auf sich warten, im Oktober aber meldete sich das Unternehmen mit einem Blogpost zu Wort. Man sprach dort von 12 Millionen täglich aktiven Nutzern, ein Zuwachs von 37 Prozent innerhalb eines Jahres. In diesem Zusammenhang ließ man wissen, dass „aktive Nutzer“ nicht gleich „aktive Nutzer“ sind, was selbstverständlich ein Seitenhieb auf Microsoft war. Schließlich bekommen Office 365 Abonnenten Teams sozusagen ungefragt mit dazu, während man sich für die Nutzung von Slack aktiv entscheiden muss. Man unterlegte diese Feststellung mit Zahlen: Über neun Stunden verbringen Slack-Nutzer jeden Tag eingeloggt auf der Plattform, 90 Minuten davon arbeiten sie aktiv mit Slack-Funktionen, die insgesamt 5 Milliarden Mal pro Woche aufgerufen werden.

Nun ist Microsoft wieder an der Reihe: 20 Millionen täglich aktive Nutzer verzeichnet Microsoft Teams inzwischen, heißt es in einem Blogpost. Und damit niemand auf die Idee kommt zu behaupten, die würden dort nur herumlungern, gibt es noch mehr Zahlenwerk: Im letzten Monat wurden 27 Millionen Sprach- oder Videokonferenzen abgehalten und 220 Millionen Mal wurden Dateien in Teams geöffnet, bearbeitet sowie hoch- oder heruntergeladen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. TEAMS ist auch bei uns zu einem unverzichtbaren All-in-One Tool geworden. E-Mail Verkehr wurde signifikant gesenkt. Dateien gemeinsam bearbeiten wird jetzt intensiver genutzt als direkt in SharePoint. Collaboratives Arbeiten mit externen Mitarbeitern ist hervorragend. Skype for Business brauchen wir auch nicht mehr. Ich kann mir meine Arbeit ohne TEAMS mittlerweile schwer vorstellen.
    Davon können wir im Öffentlichen Dienst nur träumen. Nächstes Jahr stellen wir vielleicht schon, man weiß es noch nicht so ganz genau, auf Windows 10 um! Privat nutze ich Teams allerdings mit meiner Familie.
    Man sollte denen doch durch die Blume zu verstehen geben das sowas auf dem Niveau von Kindergeburtstag ist.
    Hat MS nicht eigentlich Wichtigeres zu tun? Die haben in den letzten Jahren so viel vergeigt ...
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