Microsoft To Do: Lautstarke Ankündigung eines Redesigns

Microsoft To Do: Lautstarke Ankündigung eines Redesigns

Microsofts Aufgabenplanung To Do erhält ein Redesign. Auf allen Plattformen wird in den kommenden Tagen eine neue Optik ausgerollt. Die eigentliche Ansage hinter der „lautstarken Ankündigung“ ist aber offensichtlich eine andere.

„Die Reise von Wunderlist zu To Do“ lautet die Überschrift des Blogposts, mit dem Microsoft das Redesign ankündigt. Der Text soll aber augenscheinlich den Anschein erwecken, dass „alles neu“ sei. Die aufgezählten Features, die To Do von Wunderlist übernommen hat, waren aber allesamt schon vorher vorhanden. Auch den separat angepriesenen Dark Mode gibt es schon länger.

Die Art und Weise dieser Ankündigung könnte eine direkte Reaktion auf die Äußerung von Wunderlist-Gründer Christian Reber sein, der Microsoft in der letzten Woche öffentlich gebeten hatte, Wunderlist wieder an ihn zurück zu verkaufen. Auch das heute veröffentlichte, kurze Video, welches den Übergang von Wunderlist zu To Do visualisiert, zielt zu verdächtig in diese Richtung, als dass man an einen Zufall glauben mag.

Ob es nun Zufall ist oder nicht, Reber erhält mit diesem Video und dieser Ankündigung eine Antwort: To Do hat Wunderlist abgelöst, Wunderlist wird nicht mehr gebraucht. Spätestens jetzt möchte ich ausschließen, dass Microsoft überhaupt nur darüber nachdenkt, die Marke wieder zu verkaufen, damit würden sie die Story des eigenen Produkts nämlich zerstören.

Was ist nun wirklich neu? Die Oberfläche von To Do erhält ein Redesign. Damit soll es aufgeräumter, gleichzeitig aber auch moderner aussehen. Außerdem sieht es nun ein wenig mehr aus wie…..ähem, Wunderlist.

Microsoft To Do

Das hat man sich natürlich nicht auf die Schnelle übers Wochenende einfallen lassen. Vielleicht wird ja auch umgekehrt ein Schuh draus und Christian Reber wusste bei seinem Tweet letzte Woche schon, was kommen wird. Da viele seiner alten 6Wunderkinder-Kollegen noch bei Microsoft arbeiten, wäre das keineswegs überraschend.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Da sich mittlerweile auch Alexa bestens mit den To Do-Einträgen synchronisiert wüsste ich aber wirklich nicht wozu man Wunderlist noch brauchen sollte...
    Gibt es eigtl. einen Grund, wenn man den Microsoft Launcher nutzt, auch noch die eigenständige To-Do-App unter Android zu installieren? Ich hab in letzter Zeit viel das Aufgaben-Widget des Launchers genutzt und soweit ich das überblicke ist das mittlerweile funktional ein ziemlicher Klon der To-Do-App. Man kann da irgendwie auch schon alles machen, Aufgaben und Kategorien erstellen, Fälligkeitsdatum und Erinnerung, zu "Mein Tag" verschieben...
    Hab versucht etwas in der To-Do-App zu finden, was im Launcher nicht geht, aber außer der Möglichkeit, Attachments hinzuzufügen hab ich keinen Feature-Unterschied feststellen können.
    Hat da jemand mehr Erfahrungen mit? Sogar die Notifications zu Aufgaben sind zwischen Launcher und To-Do praktisch identisch, was eigtl. blöd ist, wenn man dann immer doppelt benachrichtigt wird. Darum ist die To-Do-App jetzt vorläufig auch erstmal bei mir runtergeflogen...
    Auf dem PC ist es ähnlich mit Cortana Erinnerungen vs. To-Do-App, die sich ja mittlerweile auch synchronisieren (Erinnerung synct als Aufgabe zu To-Do und umgekehrt). Nur sind hier die Cortana Erinnerungen dann doch featuremäßig arg gegenüber der App beschnitten, sodass sie sich auf dem PC noch lohnt (zumal ein Task ohne Erinnerung nicht bei Cortana auftaucht).
    Ich fands vorher deutlich schöner und funktionaler. -.- Dieser farbige Hintergrund und die in kleine Kästchen gepackten Aufgaben sind imho viel unübersichtlicher und deutlich weniger ansprechend als die weiße Tabellenform zuvor. :-(
    Würde MS die Namensrechte dem Vorbesitzer verkaufen, würde To-Do in Zukunft immer im negativem Sinne mit Wunderlist verglichen werden.
    So, habe gerade mal geschaut aber die Anzeige gegenzeichneter von Mails scheint bei mir nicht zu klappen. Geht es nur, wenn die Mails in der OWA zu Outlook.com gekennzeichnet werden?
    Bei "viel Tam Tam um wenig" stimme ich dir grundsätzlich zu, da sich ja funktional nichts geändert hat. Die Änderung der Oberfläche empfinde ich aber schon als signifikant.
    @Setter: Bei mir funktioniert das auch, wenn eine Mail in Outlook (Client) gekennzeichnet wird.
    Martin

    @Setter: Bei mir funktioniert das auch, wenn eine Mail in Outlook (Client) gekennzeichnet wird.

    Nachdem ich einmal über die Win10MailApp eine Mail gegenzeichnet hatte, funktioniert es jetzt auch via iOS MailApp. Ich vermute einmal, das es eine erste Aktion via Windows bedarf.
    Ne muss sagen ToDo hat sich gut gemausert, da es aber leider starr an MS-Service gebunden ist bringt mir das jetzt nicht viel.
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