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Microsoft übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen – die Aktie schwächelt trotzdem

Microsoft übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen - die Aktie schwächelt trotzdem

Erneut steigert Microsoft Umsatz und Gewinn, erstmals bringt das Cloud-Geschäft mehr als 50 Milliarden Dollar in einem Quartal ein. Die Aktie knickt dennoch ein.

Zunächst die nackten Zahlen: Im vierten Kalenderquartal 2025, dem zweiten Quartal des Finanzjahres 2026 für Microsoft, erzielten die Redmonder einen Umsatz von 81,3 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn kletterte um stolze 60 Prozent auf 38,5 Milliarden Dollar.

Der Geschäftsbereich „Productivity and Business Processes“ trug 34,1 Milliarden Dollar zum Umsatz bei (+16 %). Die Umsätze mit Microsoft 365 stiegen hierbei um 17 Prozent bei den kommerziellen Kunden und um 29 Prozent bei den Privatnutzern.

Die „Intelligent Cloud“ spülte 32,9 Milliarden Dollar in die Kasse (+29 %), wobei einmal mehr die Cloud-Dienste rund um Azure einen starken Zuwachs verzeichneten.

Alle Cloud-Angebote zusammen erzielten einen Umsatz von 51,1 Milliarden Dollar.

Abwärts ging es dagegen im Bereich „More Personal Computing“. Hier ging der Umsatz um drei Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar zurück. Die Einnahmen aus Windows-Lizenzen und Surface-Hardware zeigten sich mit einem Plus von einem Prozent praktisch unverändert, während das Xbox-Ökosystem um fünf Prozent schrumpfte.

Mehr Transparenz bezüglich OpenAI

In den vergangenen Monaten mehrten sich kritische Stimmen, dass Microsoft die negativen Auswirkungen seiner massiven Investitionen in OpenAI auf den Gewinn nicht transparent genug darstellt. Hierzu nennt der aktuelle Geschäftsbericht eine Zahl. Würde man diese Investitionen berücksichtigen, würde der Gewinn um 7,6 Milliarden Dollar geringer ausfallen und „nur“ noch 30,9 Milliarden Dollar betragen.

Das zeigt einerseits, wie viel Geld OpenAI „verbrennt“. Andererseits macht es deutlich, dass Microsoft diese gewaltigen Summen sozusagen aus seinem Tagesgeschäft bedienen kann und keine Reserven anfassen muss.

„Schwächere“ Cloud-Aussicht schockt die Börse

Trotz der guten Zahlen sackte die Microsoft-Aktie nachbörslich um sechs Prozent durch, weil Microsoft in Zukunft ein weniger raketenhaftes Cloud-Wachstum von „nur noch“ 37 bis 38 Prozent erwartet.

Das ist eine dieser typisch irrationalen Momentaufnahmen an der Börse. Allerdings hat die Microsoft-Aktie in den vergangenen sechs Monaten fast 14 Prozent eingebüßt. Die Zweifel, dass Microsofts große KI-Wette aufgeht, zeigen sich also auch dort.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!