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Microsoft: Umsatz und Gewinn steigen weniger stark als erwartet

Microsoft: Umsatz und Gewinn steigen weniger stark als erwartet

Microsoft hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt und damit sein Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen, das am 30. Juni 2022 endete. Die Zahlen sind gut, leiden aber unter den weltweiten Verwerfungen wie Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Währungsschwankungen.

Das Wort „leiden“ muss man allerdings direkt relativieren: Umsatz und Gewinn steigen dennoch, so wie im Jahr davor, dem davor und dem davor und dem davor. Man könnte auch sagen, der Reichtum Microsofts klettert derzeit etwas langsamer. Eine Sorge, die viele Menschen sicher sehr gerne mit den Redmondern teilen würden. Also immer schön die Kirche im Dorf lassen.

51,9 Milliarden US-Dollar hat Microsoft im letzten Quartal eingenommen, eine Steigerung von 12% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der operative Gewinn kletterte um acht Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar.

Die weltweiten Rahmenbedingungen haben das Ergebnis mit rund 1,2 Milliarden Dollar belastet. Die Währungsverluste gibt Microsoft mit 595 Millionen Dollar an, Lockdowns bei den PC-Zulieferern in China drückten die Windows-Umsätze um 300 Millionen, der Ausstieg aus dem russischen Markt wirkt sich mit 126 Millionen Dollar auf das Ergebnis aus. Außerdem verfehlte das Werbegeschäft seine Ziele um 100 Millionen Dollar und es wurden Abfindungen in Höhe von 113 Millionen Dollar bezahlt.

Der Geschäftsbereich „Productivity and Business Processes“ kletterte um 13 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar. Spitzenreiter beim relativen Wachstum ist LinkedIn, das um 26 Prozent zulegen konnte. Auch die Consumer-Abos von Microsoft 365 legten um neun Prozent zu, insgesamt zählt man dort nun 59,7 Millionen Abonnenten.

Mit 20,9 Milliarden US-Dollar (plus 20 Prozent) bleibt der Geschäftsbereich Intelligent Cloud der umsatzstärkste, die Cloud-Dienste rund um Azure legten einmal mehr um 40 Prozent zu.

Gerade noch so im Wachstumsbereich bleibt „More Personal Computing“ mit 14,4 Milliarden Dollar, das sind zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die OEM-Umsätze mit Windows sanken um zwei Prozent, im kommerziellen Bereich konnte Windows um sechs Prozent wachsen. Die Surface-Umsätze wuchsen um zehn Prozent, einen Rückgang von sechs Prozent muss Microsoft bei den Xbox-Diensten vermelden.

Das Geschäftsjahr 2022 ist wie bereits erwähnt zu Ende, am 1. Juli hat für Microsoft das Fiskaljahr 2023 begonnen. Insgesamt hat man in den vergangenen 12 Monaten einen Umsatz von 198,3 Milliarden Dollar eingefahren, 18 Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2021. Der operative Gewinn  stieg um 19 Prozent auf 83,4 Milliarden Dollar.

Weitere Details findet ihr bei Interesse bei Microsoft: FY22 Q4 – Press Releases – Investor Relations – Microsoft

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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