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Microsofts Geschäftszahlen: Umsatz klettert, Cloud wächst, Surface legt kräftig zu

Microsofts Geschäftszahlen: Umsatz klettert, Cloud wächst, Surface legt kräftig zu

Microsoft hat im letzten Quartal des Jahres 2018, welches für Microsoft das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019 war, seinen Umsatz erneut steigern können. 32,5 Milliarden Dollar Umsatz flossen in die Kassen der Redmonder, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon bleiben 8,4 Milliarden als Gewinn übrig.

Einmal mehr konnte Microsoft seine Cloud-Umsätze signifikant steigern, rund um Azure & Co. ging es um 76 Prozent nach oben. Tatsächlich hatten die Analysten aber auf ein noch etwas größeres Wachstum gehofft, weshalb die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich rund vier Prozent nachgab.

Der Bereich „Productivity and Business Processes“ machte einen Umsatz von 10,1 Milliarden Dollar, getrieben von Office 365 Business, das um 11 Prozent zulegen konnte. Quasi Stillstand herrscht dagegen bei der Consumer-Version von Office 365, die nur um ein Prozent wuchs. Angesichts der Tatsache, dass Microsoft weltweit bisher lediglich 33,3 Millionen Abonnenten von Office 365 Home und Personal zählt, ist das durchaus eine Überraschung.

Der Umsatz mit LinkedIn stiegt um 29 Prozent, Dynamics konnte um 17 Prozent zulegen.

Der Geschäftsbereich Intelligent Cloud, also jener, in dem Microsoft seine Zukunft sieht, ist mit 9,4 Milliarden Dollar nach wie vor der kleinste.

Größter Umsatzbringer bleibt für Microsoft der Bereich „More Personal Computing“ mit Windows, Surface und Xbox, dieser trug mit 13 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Die OEM-Umsätze mit Windows gingen um fünf Prozent zurück, bei Surface ging es dafür steil bergauf: Die Umsätze stiegen um 39 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Die Gaming-Sparte legte um 8 Prozent zu, bei den Xbox-Services konnte man gar ein Wachstum von 31 Prozent verzeichnen.

Es war ein solides Quartal für Microsoft. Nicht die große Party, wie es zuletzt oft der Fall war, aber mit solidem Wachstum in den meisten Bereichen. Den Rückgang im Windows OEM-Geschäft führt Microsoft nicht nur auf den schrumpfenden PC-Markt, sondern auch auf die Lieferschwierigkeiten seitens Intel zurück. Die begrenzte Chip-Verfügbarkeit wird demnach auf das nachfolgende Quartal belasten, erst im April soll sich die Lage wieder entspannen.

Dass der Umsatz mit Surface-Produkten gewachsen ist, war angesichts der Einführung von Surface Laptop 2 und Surface Pro 6 zu erwarten, die Dimension ist allerdings schon ein wenig überraschend.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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