Microsofts Kasse klingelt in der Krise lauter – Teams mit neuem Benutzerrekord

Microsofts Kasse klingelt in der Krise lauter - Teams mit neuem Benutzerrekord

Es ist über die Maßen zynisch, die Corona Pandemie für irgendjemanden als Glücksfall zu bezeichnen. Aber es gibt in jeder Krise Gewinner, und die Anbieter von Online-Services gehören in diesem Jahr dazu. Für Microsoft bedeutet dies ein kräftiges Wachstum von Umsatz und Gewinn. Allerdings ist es nicht so, dass das nicht vorher schon so gewesen wäre, an das nicht enden wollende Wachstum hat man sich in Redmond ja beinahe schon gewöhnt.

Am 30. September ging für Microsoft das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021 zu Ende (routinemäßige Ergänzung: ja, die Zeitangabe ist so korrekt). 37,2 Milliarden US-Dollar hat Microsoft in diesem Zeitraum eingenommen, das ist ein Wachstum um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Reingewinn stieg gar um 30 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar.

Microsoft teilt seine Geschäfte in drei Hauptbereiche ein: Intelligent Cloud, Produktivität und Business sowie More Personal Computing, die rein umsatzmäßig in etwa gleichauf liegen. In allen Sparten ging es aufwärts.

Der letztgenannte Bereich ist jener, in dem wir Windows, Surface und die Gaming-Sparte finden. Hier stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar, der Gewinn kletterte auf 4,7 Milliarden (+18%).

Die OEM-Umsätze mit Windows sanken um 5 Prozent, die Pro-Versionen von Windows konnten im Gegenzug aber um 31 Prozent zulegen.

Die Surface-Sparte wuchs um stattliche 37 Prozent, rechnerisch begünstigt durch die Tatsache, dass der Vorjahreszeitraum ein schwacher war und seinerzeit ein Minus von vier Prozent zu verzeichnen hatte. Die in diesem Jahr ganz allgemein gestiegene Nachfrage nach mobilen Arbeitsgeräten hatte daran aber ebenfalls ihren Anteil.

Auch der Gaming-Umsatz wuchs, und zwar um 21 Prozent. Schade, dass Microsoft wie üblich nicht näher ins Detail geht, allerdings kommt das Wachstum beim Gaming rein aus dem Bereich „Inhalte und Dienste“, der um 30 Prozent zulegen konnte, was darauf schließen lässt, dass der Xbox Game Pass beginnt, sich in barer Münze auszuzahlen.

Bei den Cloud-Diensten konnte Azure um 48 Prozent zulegen und trug damit den größten Teil zum Wachstum der „Intelligent Cloud“ bei, deren Umsatz insgesamt um 20 Prozent auf 13 Milliarden Dollar anstieg.

Der dritte Bereich „Produktivität und Business“ setzte 12,3 Milliarden Dollar um (+11%). Dabei konnte die kommerzielle Variante von Office 365 um 21 Prozent zulegen, der Umsatz mit Microsoft 365 für Consumer wuchs um 13 Prozent und zählt aktuell 45,3 Millionen Abonnenten.

Eine weitere interessante Zahl, die nur indirekt etwas mit harten Dollars zu tun hat, verriet Microsoft ebenfalls: Microsoft Teams zählt jetzt 115 Millionen aktive tägliche Nutzer. Mit rund 40 Millionen Nutzern war Teams ins Kalenderjahr 2020 gestartet, zu Beginn der Pandemie machte die Zahl einen Sprung auf 75 Millionen, seither hat sich das Wachstum offenbar solide fortgesetzt.

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Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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