Microsofts Lokalisierungs-Katastrophe: Es wird Zeit für eine Kunden-Revolte

Microsofts Lokalisierungs-Katastrophe: Es wird Zeit für eine Kunden-Revolte

Das Weltbild von Microsoft endet an den Außengrenzen der USA. Das ist keine neue Erkenntnis, leidgeprüfte Kunden wissen das schon seit Jahren. Unter dem nun nicht mehr neuen Chef Satya Nadella haben sich viele Dinge geändert, das betrifft auch die Lokalisierung: Sie ist so schlecht wie niemals zuvor und eilt von einem Tiefpunkt zum nächsten.

Produkte und Services werden entweder gar nicht, oder wenn, dann verspätet und schlampig lokalisiert. In neue Apps kann man „reinhören“ oder daran teilnehmen, anstatt sie herunterzuladen, Geld wird gespeichert statt gespart, man könnte hier eine lange Liste der Stilblüten anfertigen. Diese Fehler existierten teils über Wochen und Monate hinweg, ehe sich jemand erbarmte, sie zu korrigieren.

Das Lokalisierungs-Debakel sorgt aber nicht nur für seltsame Übersetzungen, sondern nimmt teilweise komplette Funktionen außer Betrieb, wie unlängst bei den Kontakten in Outlook.com geschehen. Nach wie vor ist das übrigens von Microsoft nicht offiziell als Problem anerkannt. Warum auch – solange keine US-Kunden betroffen sind, ist es unwichtig. Von Produkten wie Bing oder Cortana, bei denen die ausländischen Kunden regelrecht boykottiert werden, wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.

Die Zukunft: Übersetzung durch Maschinen, Qualitätskontrolle durch Kunden
Wer Hoffnung hat, dass sich daran etwas ändern könnte, den muss ich enttäuschen: Es wird noch schlimmer werden, und das hat Microsoft nun sogar offiziell angekündigt. Wie immer, wenn furchtbare Dinge mitgeteilt werden, ist die Botschaft in eine vermeintlich gute Nachricht verpackt.

In der Ankündigung der aktuellen Windows 10 Insider-Build 17074 schreibt Microsoft feierlich, man habe die internationale Anpassung von Windows „neu erfunden“.

Im Detail wird dazu geschrieben, dass bei der Lokalisierung künftig künstliche Intelligenz und Machine Learning zum Einsatz kommen, außerdem werde man das Feedback aus der Sprachen-Community stärker berücksichtigen.

Lasst es mich etwas verständlicher ausdrücken: Künftig werden die englischen Original-Phrasen durch Volltext-Übersetzer gejagt und das Ergebnis wird den Kunden vor die Füße geworfen. Wenn gravierende Fehler drin sind, werden sie sich schon melden.

Man könnte es auch als Outsourcing bezeichnen. Ratet mal, wie viele Leute bei Microsoft Deutschland an der Lokalisierung von Windows arbeiten, und sei es nur im Rahmen einer Qualitätskontrolle? Richtig, genau Null. Ihr dürft sicher sein, dass die deutschen Mitarbeiter ebenso wütend auf Redmond sind wie wir Kunden. Deren Beschwerden werden allerdings ebenso überhört.

Gegenwind ist die einzige Option

Ich für meinen Teil habe schon vor langer Zeit damit aufgehört, Feedback und Verbesserungsvorschläge zur Übersetzung einzureichen, weil Microsoft es bei diesem Thema einfach nicht verdient hat, dass ich meine Zeit für sie opfere. Sie tun selbst nichts dafür, warum also sollte es ausgerechnet mir am Herzen liegen?

Jeder, der dieses Spiel mitspielt und Feedback zu den Übersetzungen abgibt, macht sich damit zum unentgeltlichen Mitarbeiter von Microsoft und sorgt dafür, dass sie mit ihrer schlampigen und ignoranten Haltung auch noch durchkommen.

Wer wirklich etwas dafür tun will, dass sich an dieser unerträglichen Lage etwas ändert, der muss  Microsoft im Rahmen seiner Möglichkeiten „ärgern“. Man muss ihnen ihren Sprachklumpen bei jeder sich bietenden Möglichkeit um die Ohren hauen, auf Facebook, Twitter, per E-Mail oder wie auch immer. Nur wenn die Sache zur öffentlichen Peinlichkeit wird, besteht überhaupt eine kleine Aussicht, die verantwortlichen Personen jenseits des Ozeans zum Nachdenken zu bringen.

Ob das tatsächlich helfen kann? Keine Ahnung. Was ich dagegen sicher weiß: Wer sich über das Feedback-Programm an den Übersetzungen beteiligt, der sorgt dafür, dass sie in Zukunft noch viel schlechter werden. Lasst das bitte sein. Die sollen ihre Hausaufgaben selbst machen. Die Sprachen-Community sollte beim Feinschliff helfen, aber nicht die Drecksarbeit übernehmen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Danke! Danke! Danke!
    Endlich.
    Die Arroganz dieser Firma jedem nicht amerikanischem Kunden gegenüber ist inzwischen unerträglich.
    Leider bin ich beruflich, noch, auf sie angewiesen. Hilfe oder gar Kundenorientierung kann man dennoch nicht erwarten.
    Friss oder stirb als Firmencredo
    Wumms!!
    Der sitzt.
    Ich habs auch mittlerweile aufgegeben mich bei M$ als Alpha/Beta Tester zu angagieren.
    Immerhin reden wir von einem der größten IT-Konzerne und nicht von einer kleinen Firma, wo man mangels Resourcen viel Nachsicht haben kann. Wenn es nur zwei Mitarbeiter in Deutschland wären, wäre schon viel geholfen. Hier "speichert" man das Geld sicher am falschen Platz.
    DANKE für diesen Beitrag! Er war überfällig...
    "Jeder, der dieses Spiel mitspielt und Feedback zu den Übersetzungen abgibt, macht sich damit zum unentgeltlichen Mitarbeiter von Microsoft und sorgt dafür, dass sie mit ihrer schlampigen und ignoranten Haltung auch noch durchkommen."
    Auch ein Grund, wieso ich z.B. nie Insider war.
    Mal sehen, ich frage mich schon länger, warum Cortana nicht ab und zu mal bei ihrem Kollegen Skype Translator anruft, um sich über den einen oder anderen Sinnzusammenhang klar zu werden. Für mich sieht es jedenfalls so aus, dass die Werkzeuge, die Microsoft im einzelnen zur Verfügung stellt, oft besser sind als ihre Integration und vor allem eine Instanz fehlt, die ständig eine Auge auf die Interaktion der Dienste hat. Insofern sehe ich eine verstärkte Konzentration auf Vernetzung der Werkzeuge, was man im heutigen Sinn, auch als KI bezeichnen könnte nicht ganz so negativ. Allerdings muss ich im Zusammenhang mit der Erfahrung der letzten Jahre, der Tendez des Artikels Recht geben.
    Mrd Gewinne, aber mal paar Millionen für Übersetzer einzustellen, sei es auf Stundenbasis, kann dich nicht so schwer sein.
    Hui, da verschafft sich jede Menge aufgestauter Frust freie Bahn. Und das von jemanden, dem MSFT Produkte und Dienstleistungen sehr am Herzen liegen müssen.
    Als Leid geprüfter Privatanwender kann ich alles nachvollziehen und mitgehen.
    Wird es bei Dr. Windows so weit gehen, den Umstieg auf alternative Systeme, damit meine ich OS, wie Anwendungen, Schritt für Schritt zu beschreiben?
    Das würde ich sehr begrüßen. Das Einarbeiten in bzw. Arbeiten mit Linux auf meinem neuen kleinen Raspi macht mir mehr und mehr Spaß. Könnte mir gut vorstellen, meine PCs und Smartphones damit zu betreiben.
    Die Situation ist ganz nicht gut und für einen so großen Konzern noch schlimmer. Trotzdem empfinde ich die Übersetzung bei der alltäglichen Nutzung von MS Software / Diensten & Services als das geringste Problem.
    Martin, du hast uns vor einiger Zeit mal "deepl" an Herz gelegt und ja, SO geht übersetzen.
    Microsoft, ihr braucht die deutsche Firma ja nicht gleich kaufen, ihr braucht sie nur zu benutzen..
    .. und das dadurch gesparte Geld z.B. bei Microsoft Deutschland investieren.
    Oja. Dass mit dem Crowdsourcing habe ich damals auch sofort gedacht, als es hieß, liebe User, bitte schickt uns doch Korrekturen von Sprachfehlern unserer Übersetzungsmaschinen. Hä? Klar, Super. Ist das bisher das einzige, was Microsoft von StartUps und der Open-Source Bewegung gelernt hat?
    Crowdsourcing als Mittel zur Kostenreduzierung, damit man mal wieder viele Leute vor die Tür setzen kann. Da kommt mir gerade der Gedanke: Ist Microsofts Gewinnwachstum wirklich nur dem massiven Cloudbusiness geschuldet oder nicht doch auch den vielen Entlassungen?
    Aber ich lese hier zu viel mit. Letzte Nacht schon geträumt, dass ich Martin auf einer Bahnfahrt getroffen habe. :D
    Leider vollkommen zutreffender Artikel. Hoffentlich wacht MS mal irgendwann auf, aber wenn sie schon nicht auf ihre eigenen Mitarbeiter hören. Die Bude in München könnten sie eigentlich auch verkaufen, oder?
    Mir reicht es schon lange. Und am montag nehm ich erstmal mein neues iPhone in betrieb mal sehen wie es da ist. :)
    Bin ganz deiner Meinung! Für solche Themen sollte man mal eine internationale, unabhängige zentrale Anlaufstelle einrichten, wo alle Beschwerden über diesen Konzern gesammelt werden. Vielleicht tut sich ja dann was.
    Finde ich mal einen super Artikel! Die ganzen Microsoft Communities, wo viele Leute Geld/Zeit in Microsoft Produkte investiert haben, aber auch Zeit durch den Community Austausch, sollten sich nicht zum Lakaien der Microsoft Führungsetage machen lassen. Solange Probleme nicht hochkochen, bleiben die verantwortlichen Führungskräfte (bewusst) in ihrer Scheinwelt, in der unter ihnen alles super läuft. Erst wenn Probleme nachweislich auf dem Schreibtisch liegen, muss man sich drum kümmern.
    Ach Martin, Du weißt doch woran das liegt;) Nicht ohne Grund nutze ich alle Systeme auf Englisch. Aber ja, in Deutschland gibt es niemanden, aber in USA gibt es schon Deutsche die sich um Lokalisierung kümmern, allerdings eben nicht für alles, dann ist es doch oft der Computer der es macht.
    Martin for president, oder CEO.
    Rumms.
    Viel Glück Nadella zu erreichen. Der hockt in der Cloud....
    Es ist wie immer, wer glaubt er habe keinen Wettbewerb der benimmt sich so. Oder, ......Hochmut kommt vor dem Fall.
    wie hat doch der lokale Vorturner dieser großartigen Nation so schön deklariert?
    ... make A.. great again.
    Wer sich im Glanz früherer Zeiten sonnt, und den Blick über den Tellerrand scheut, macht unfreiwillig den Weg frei für Anbieter, die man eigentlich auf die Plätze weisen wollte.
    Da machen Firmen aus den Ländern, die der Oberboß klein halten wollte, die größten Anstrengungen lokal einen guten Eindruck zu hinterlassen und in einer Weltfirma denkt keiner über die Zukunft nach?
    Amazon und Google, so was von Glück habt ihr gar nicht verdient.
    Da es MS anscheindend nicht hinbekommt, ein sauberes Adressbuch anzubieten, habe ich mich nun entschieden, weitestgehend auf Dienste von MS und Google zu verzichten. Mein privates 950XL wurde durch ein Xiaomi Mi A1 ersetzt und das meiste von Google deaktiviert. Nachdem dann mal wieder die Kontakte zerwürfelt oder gaz weg waren, habe ich mich mit Baikal/Radical beschäftigt und dann letztlich doch den CalDav und CarDav Server meiner Synology genommen (so macht der RASPI vorerst doch nur pihole) und hoste da nun meine Kontakte und den Familienkalender. Das klappt bislang ganz gut, von Office 365 wird halt das Office ansich genutzt und die Syno ballert meine Daten verschlüselt auf OneDrive als Sicherung neben der lokalen Sicherung.
    Die Crowd-Source-Lokalisierung, die MS augenscheinlich mit den letzten Änderungen im Ökosystem anstrebt, klingt auf dem Papier großartig - und wird es eines Tages vielleicht sein. Der Ansatz verdient Beachtung. Die Realität ist jedoch im Moment selbst beim besten Willen eine andere. Teilweise hat man das Gefühl, dass Strings selbst im Original durch Softwareingenieure geschrieben werden, die kein Gefühl für den Endnutzer ohne Hintergrundwissen besitzen. Wenn dann der Übersetzer ohne tieferes Verständnis für die Funktion im Reinraum darüber geht, kann man zum Schluss häufig nur raten, was gemeint ist. Keine begrüßenswerte Situation.
    Themenbereiche wie internationalisierte Cortana-Unterstützung ganz vorgelassen: Danke für diesen Artikel, der den Finger in die Wunde legt.
    Als Anekdote: verschiedenes Win10 Feedback meinerseits im Feedback-Hub bezüglich Übersetzung schimmelt bereits seit 2015 vor sich hin.
    Sehr schöner Beitrag. Ich bin da ganz deiner Meinung. Es ist insgesamt eine Frechheit wie MS hier vorgeht. Neulich wurde ich als Entwickler gefragt wie mir die deutsche Entwicklerseite gefällt, da habe ich das Denglish auf der Seite kritisiert und schon war es zwei Tage später behoben... es kann doch wohl nicht sein das wir Kunden diesen mist nur behoben bekommen, wenn wir es melden. Der Store ist insgesamt der größte Schandfleck den MS in den letzten Jahren abgeliefert hat. Die Übersetzung ist Müll genauso wie die Performance...
    Ich habe mich auch schon gewundert, warum ich an kostenlosen Apps teilnehme und sie nicht mehr herunterlade?! ?
    Aber Hallo Martin, das tat jetzt hoffentlich mal so richtig gut? ...wirklich schade ist nur, dass es den Adressaten überhaupt nicht erreichen wird, weder physisch geschweige denn psychisch.... Aber wen wundert im Moment noch was, was das Gebaren der Ammis betrifft ....ihr President lebt es ja täglich vor....America first.....und danach die Sintflut...
    Da seit Wochen die "Outlook Mail App" und auch "Outlook.com" weder richtig synchronisieren, noch sich irgendwelche Änderungen in den "Kontakten" vornehmen lassen (z.B. Geburtstage etc.), bin ich ernsthaft am Überlegen dem Microsoft Umfeld komplett den Rücken zuzukehren, aber irgendwie find ich noch keine BESSERE Alternative.....der gegenwärtige Zustand ist nur noch katastrophal...kaum zu glauben, dass wir das Jahr 2018 schreiben...
    Sehr gut geschriebener Artikel. Nur einen sehr kleinen Punkt hast du nicht angesprochen. Nämlich dass Deutschland als Weltmarkt nur noch eine Nische ist. Die Lokalisierung der asiatischen Sprachen ist wichtiger. Und welchen Druck willst du auf Twitter ausüben? In Deutschland wo Twitter nur von Menschen genutzt wird die gerne Kalendersprüche produzieren kannst du keinen Druck aufbauen. Deshalb sollte man damit leben oder sein System eben auf Englisch umstellen.
    Schöner Beitrag, bringen wird es nichts. Nehmen wir die Lokalisierung beim SQL-Server: Die ist schon seit der Version 2008 "kapput" (die vorhergehenden Versionen kenne ich nicht). Hat man in der Systemsteuerung DE-CH oder DE-AT aktiviert können keine Service Packs installiert werden. Das heisst man muss jedes Mal DE-DE aktivieren (danach wieder deaktivieren) um ein Service Pack zu installieren und dies bei einem bezahlten, produktiv eingesetzten Produkt...
    Da schätze ich wird es bei einem "gratis" Produkt (Win10) wohl kaum besser laufen.
    Seit und durch den Abschuss von Mobile verliert Microsoft beständig an Relevanz hier. Als IT Architekt macht man sich halt auch seine Gedanken. Privat jedenfalls übernehmen gerade die Konkurrenten von MS das Feld.
    Microsoft, if you are reading this: You are doing bad and your services suck more and more. Google is a lot more competent. I hate to say it, but it is true.
    Als Doktorand in Küchenpsychologie kann ich @Martin nur sagen "Was lange gärt wird endlich Wut" und ich hoffe nur, dass jetzt die Kommentarlage nicht dahin abdriftet wofür man noch vor Jahresfrist gnadenlos gesmeaglet wurde. Ehrlich.
    Dass MS die miesesten Stücke Software in jedem Bereich abliefert seit es die Firma gibt weiß insgeheim jeder der Restverstand besitzt (den ich den Lumia-ist-super-bis-es-nicht-mehr-geht-weil-es-billig-ist abspreche), und wer - ist momentan bei mir so - angewiesen ist dass die Maschine ganz einfach wie gewohnt funktioniert kann sich jetzt endlich ohne Gesichtsverlust bei den intoleranten Windowsusern in anderen BSs umsehen. Dass ich finanziell mal so denken werde habe ich mir nie gedacht.
    Ja, ich habe meine Entscheidung heute Vormittag getroffen: sollte ... dann muss ich schweren Herzens komplett umdenken. Und da ich außer SyncToy und Windows eh nix mehr von MS benutze und ganz ehrlich außer IrfanView und eben SyncToy nix vermissen werde wird es mir leicht fallen. Und das beruflich. Ich habe vor gar nicht mal so langer Zeit sogar OneDrive deinstalliert weil es sich alles unter den Nagel reißt was man speichern will und deshalb die Platte mit doppelten Dateien vollmüllt.
    --
    Aber mal ehrlich: es gibt nichts Bequemeres als ein funktionierendes Windows-System. :o
    Ich stimme dem Artikel leider zu.
    Der Einsatz von uns als unentgeltliche Mitarbeiter ist natürlich keine MS-Spezialität, sondern der allgemeine Trend. Traurig aber wahr.
    Im Prinzip fängt das schon bei der Verkehrslage auf Google Maps an.
    Winzigweich!
    Wunderschönes Bild xD
    So sehr ich beim Lesen deiner Zeilen nicke - ich befürchte dass deine Handlungsempfehlung für das Öffentliche Breittreten von Lokalisierungspeinlichkeiten leider, leider einen Wirkungsgrad haben wird, der ziemlich exakt der Anzahl der mit deutscher Lokalisierung beschäftigten Mitarbeiter in Europa entspricht. Was juckt es Nadalla & Co. überm großen Teich?
    Hier im Forum weinen derweil übrigens User aus Österreich und der Schweiz (war doch neulich erst) rum, weil die grottige Cortana bei ihnen nicht geht und sie sich zu fein sind auf bundesdeutsche Lokalisierung umzustellen. Auf meine Nachfrage was genau daran hindert kam dann nichts substanzielles. Manchen scheint es aus psychozozialen Gründen wohl unmöglich auf ihren scheiß "Jänner" zu verzichten. Solchen Kunden kann man in der Tat nur noch zurufen - zieht euch warm an! Es wird nicht besser.
    Der springende Punkt ist - zu keinem Zeitpunkt vor Nadalla ist in so vielen Bereichen die Schere zwischen den Kundenerwartungen einerseits und dem was Winzigweich real abliefert und zu investieren bereit ist so weit auseinandergegangen. Es passt einfach nicht mehr. Missmatch. Wo soll und wird das nur enden?
    Mittlerweile müsste halt auch der letzte Enthusiast anerkennen, dass Microsoft in vielen Bereichen - wohlwollend formuliert - einfach nur noch halbherzig agiert und dass von dem Hype, den sie Anfang 2015 mit der Vorstellung von Windows 10 losgetreten haben, einfach nichts, aber auch gar nichts, mehr übrig ist. Egal ob wir von den klassischen Universal Apps, von Edge, von Cortana oder Windows 10 Mobile reden, das sind alles Projekte, die sie el vino karacho an die Wand gefahren haben. Dadurch wurden halt nicht zuletzt etliche Chancen, die sie teilweise ja durchaus gehabt hätten, vernichtet.
    Die Frage ist aber immer auch, wie man als normaler Endkonsument damit jetzt umgeht. Wenn wir über Programme und Dienste reden, die grundsätzlich komplett kostenlos sind, ist es mal sowieso komplett egal. Das tut mir nicht weh, weil ich da kein Geld verbrenne und dementsprechend jederzeit umstellen kann.
    Persönlich gibt es für mich bei Microsoft immer noch zwei große Bereiche, an denen ich auf jeden Fall festhalten möchte: Office 365 und die Entwicklerwerkzeuge. Das sind einfach mit großem Abstand immer noch die Tools, mit denen ich am Liebsten arbeite. Was die Betriebssysteme anbelangt, denke ich mittlerweile auch vollständig crossplattform, aber auf dem Desktop werde ich alleine schon wegen meinen Games und meiner Arbeitsweise weiter an Windows 10 festhalten. Windows ist in der Hinsicht auch immer noch mein Lieblings-OS und selbst Linux, was ich auch gut kenne, für mich keine Alternative. Dazu kommt dann noch ein bisschen Kleinkram wie der Microsoft Launcher, (notwendigerweise) Skype und ein paar Games.
    Trotzdem habe ich mir mittlerweile auch vorgenommen, den Einsatz von Microsoft-Produkten in Zukunft stärker zu begrenzen, weil mir etliche Entwicklungen in dem Unternehmen nicht mehr gefallen. Einen Teil-Exit hat das bei kleineren Angelegenheiten wie dem Kalender schon gegeben, aber gerade bei Outlook.com und bei einzelnen Produkten wie To-Do bin ich aktuell nicht mehr sicher, wie und ob es für mich dort weitergehen soll. Was daraus wird, muss sich noch zeigen.
    Ich kann jederzeit umstellen, ja. Aber - mal abgesehen von der Arbeit die damit verbunden ist, und das ist nicht wenig! - wohin soll man gehen mit seiner Emailadresse, seinen Kontakten, seinem Kalender usw.?
    Zu Google? Bitte nicht. Obwohl ich zugeben muss, dass die es echt drauf haben. Aber da geh ich ja noch lieber zu Apple. Wobei mich bei denen auch das Gefühl beschleicht, dass das nicht mehr ewig gut geht.
    Am Ende ist alles Google... :-(
    Als Insider ist man ja auch Patch und Update Tester, wann übernimmt die KI und die Community... Ach ja ist schon so!!!
    Beschwerden über Twitter und Co. werden leider nichts bringen, da es ja die grundsätzliche Einstellung des Konzerns nicht ändert. So wie jetzt alle Kunden außerhalb der USA unwichtig sind, so sind auch die Beschwerden belanglos und werden nicht zur Kenntnis genommen.
    Ich würde gern mal wissen wie die Österreicher auf das Denglisch reagieren.
    Die sind, was mir als Deutscher ausgesprochen gut gefällt, immer mehr auf eine korrekte deutsche Beschriftung bedacht.
    Ich werde mich auf keinen Fall der englischen Weltsprache ergeben und alles eindenglischen
    Mein Tipp: falsches Feedback geben. Man hat gesehen, was beim Twitter-Bot herauskam. Und wenn Windows irgendwann wegen Volksverhetzung vom Markt genommen werden muss, ist das Problem schnell erledigt ;)
    Ansonsten hab ich mir vorhin genau das gleiche gedacht. Die maschinell Übersetzungen sind immer schlechter, Microsoft ändert nichts und wir "Kunden" sind dann kostenlose Angestellte. In den 00er fand ich, hatte Microsoft die qualitativ besten Übersetzungen, das hat sich aber nicht erst mit "Jetzt reinhören" oder "Teilnehmen" geändert ... Ich frage mich, wie die KIs mit indischen Übersetzungen klar kommt - das müsste Nadella doch aus erster Hand wissen?! :/
    @Kevin
    Mag sein, dass ihr als Gruppe hier noch irgendwie verbunden seid, aber ich habe MS-Software schon vor vielen Jahren abgelegt, angefangen mit Office - und das auch nur wegen der eklatanten Platzverschwendung für Nüsse. Dann Apps - deswegen 10 LTSB, für mich ist das zwangsgebundener Murks. Zur Zeit, als ich mir ein WP holen wollte, kam grad die Thematik W10mobile auf mit allen Haken, Ösen und Macken - da ich eh mit Win10 (normal) auf Kriegsfuss stehe - und zudem kein Firefox möglich ist, habe ich meine Absichten innerhalb Sekunden direkt wieder in die Rundablage gedrückt. Win 8 wird das letzte Windows hier sein, wenn es nach 10 nicht mehr besser wieder. Meine Versuche per USB-Stick haben genau diesen Hintergrund. Spiele? Alles das hier läuft auch unter Windows 7/8, ggf könnte ich WINE versuchen, aber einiges gibt es auch für Linux.
    Wenn MS meint, sie müssten sparen für die Dividende, damit sind schon andere schlecht gefahren.Ich bin mal gespannt, was MS sich als neue Ausrichtung suchen wird.
    Kontrast Google - WP im Endkundenbereich - keine Ahnung, ist mir aber auch latte. Hier werkelt ein Android, allerdings weitestgehend ohne Google-Software, wobei es sich im kern nicht vermeiden lässt. Wiley hat leider geschmissen (Cyanogen).
    Dass Lösungen wie Alexa/Echo oder diverse TV-Sticks Konjunktur haben liegt auch daran, dass man dafür nicht mehr großartig wie bei Windows fummeln muss, der Support ist gut für ein bezahltes Produkt. Oder einen Intel-Stick mit Linux drauf.
    Wenn ich heute nochmal komplett anfangen könnte - TV-gerät mit USB, Stick(s),Tastatur, Internet, peng aus. Aber ich zock ja auch nicht mehr wirklich - und selbst dazu braucht es auch keine Spielbox mehr von MS. ;)
    Der Doc nimmt kein Blatt vor den Mund. Vernichtende Kritik. Und das zu Recht. Jetzt müsste Redmond endlich reagieren!
    Ich hab mich erst gestern über einen Lokalisierungsbug geärgert: Wenn man auf der Bildschirmtastatur auf die "zweite Seite" mit den Zahlen und Sonderzeichen umschaltet ist dort ein praktischer Ziffernblock. Allerdings mit einem Punkt statt einem Komma. Also mit deutschem Excel nicht zu gebrauchen. Man kann auf der ganzen Sonderzeichen-Seite auch nirgendwo sonst ein Komma eintippen (also auch nicht bei längerem Drücken auf den Punkt...) Das wiederum geht auf der Seite mit den Buchstaben, wo das Komma ohnehin direkt daneben ist. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast lustig....
    Kann mich mal jemand aufklären, was hier gerade abgeht? Ich habe bei allen Kunden deutsche Windows Clients + Server + SQL Server + Exchange + Office 365 samt Word, Excel, Outlook, und bislang ist mir weder ein Problem bei Updates noch Fehler in den Bezeichnungen aufgefallen. Wo bitte soll ich danach suchen? Oder auch auf meinem Windows 10 Mobile. Mag sein, dass da mal 1 von 1000 Bezeichnungen etwas seltsam ist, aber ok, wer das nun wirklich schlimm findet...
    Gute idee!! Wird gemacht. Und ja microsoft insider bin ich zwar noch. Aber habe nur ein gerät im fast ring und feedbacks habe ich seit einem jahr aufgegeben
    Ei kann this ohnli unterlainen, watt der Author häd written!
    Anmerkung: Voll-Automatische Übersetzung, von the Dackel of mei Neighbohr! Sorry, Wau-Wau
    Ein besonders ehrlicher und nachvollziehbarer Kommentar zur Problematik. Und genau die ist es auch, die mich nach meinem Wechsel vom Lumia zum iPhone auch immer mehr von Microsoft/Windows löst.
    Nachdem ich zig Male meine Kontakte oder Bestandteile davon verloren habe, mit den allgemeinen Synchronisationsschwierigkeiten zu kämpfen hatte und mittlerweile für OneDrive keinerlei Nutzen mehr hatte, bin ich zwecks E-Mail/Kontakten/Kalender/Cloud zur Telekom gewechselt (da dort ohnehin Kunde).
    Und siehe da: seitdem habe ich keinerlei Synchronisationsprobleme oder sonstige Schwierigkeiten zwischen Telekom und iPhone.
    Obwohl ich auch auf iCloud u.ä. verzichte, habe ich seit meines iPhones unfassbar viele Vorteile und Annehmlichkeiten - sobald ich finanziell dazu bereit bin, wird auch die restliche Hardware ersetzt.
    Lediglich Office inkl. OneNote sind bei mir weiterhin Standard. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass auch dort eine Veränderung stattfindet sobald ich keine Microsoft-Geräte mehr besitze.
    So kann es gehen: vom zufälligen und euphorischen Beginn mit Windows Phone zur mittlerweile fast vollständigen Abkehr des gesamten Ökosystems...
    Inspiriert vom Titelbild des Artikels folgender vermutlich gut bekannter Witz:
    Was sagte Bill Gates' Frau in der Hochzeitsnacht?
    "Jetzt weiß ich endlich, warum es Micro-Soft heißt!"
    ?
    Ich glaube momentan wird die Lokalisierung einfach mit bing übersetzt. Machine Learning könnte da durchaus besser, wenn auch nicht wirklich gut sein.
    Aber warum macht das nicht z.B. Microsoft Germany?
    Und warum zur Hölle ist Microsoft das nicht total peinlich?
    MWP
    Mein Tipp: falsches Feedback geben. Man hat gesehen, was beim Twitter-Bot herauskam. Und wenn Windows irgendwann wegen Volksverhetzung vom Markt genommen werden muss, ist das Problem schnell erledigt ;)

    Ich muss gestehen, an sowas habe ich auch schon gedacht. Man muss ja nicht gleich obszöne oder andere schlimme Dinge schreiben. Aber man könnte ja mal testen, ob man es schafft, aus dem "Microsoft Store" einen "Lidl" zu machen, wenn sich genügend Leute zusammen tun :D.
    Wow, beim lesen des Artikel ist der Überdruck in meinem Kessel, bezüglich MS, auf eine normale Atmosphäre gesunken. Seit 25 Jahren benutze ich Windows BS, mit 3.11 angefangen und derzeit mit W10 unterwegs. In den letzten drei Jahren hat es MS geschafft, das ich mich immer weiter von dem Produkt entferne und das ist schade. Wenn man als Kunde das Gefühl hat nicht mehr für voll genommen zu werden, dann muss die Reise irgendwann weitergehen. Klar, im Moment ist es noch schwierig da die Alternative für den Desktop fehlt. Einen Linux-Rechner habe ich hier schon seit ein paar Jahren nebenher laufen aber ganz von Windows komme ich nicht weg wegen einigen wichtigen Programmen. Früher hat die Benutzung von Windows Spaß gemacht, heute benutze ich es nur noch.....
    Als Windows 10 vollmundig angekündigt wurde und Belfiore uns erzählt hat was ''One Windows'' bedeutet war ich völlig begeistert, was ist davon heute noch übrig geblieben?
    @Martin, denkst du nicht bspw. Tom Warren oder Daniel Rubino könnten mal darüber berichten? Bestimmt würden sie dir als Deutschlands No1 Windows Community Leiter Gehör schenken. Ich denke, ein derartiger Bericht könnte mehr bewirken als Kundenbeschwerden aus Deutschland. Vielleicht kann man die betreffenden mal ansprechen, evtl. hast du das ja schon, dass sie in Kooperation mit Dr. Windows da mal eine "Kampagne" starten...
    Spricht an sich gegen die derzeitige KI Euphorie wenn das immer noch nicht automatisch lösbar ist.
    America first, ziemlich geiler Artikel und im Prinzip ist die Handlungsweise von MS ein Politikum ich habe mich schon oft gefragt, wo die eigentlich ihre Arroganz hernehmen.
    Martin, Du siehst mich fassungslos! Wenn ich vor Jahren geranted habe, gab's was auf die Mütze. Und nu stellt der Dr. Windows fest, dass der Patient die Krätze hat - dass ich das noch erleben darf ;-)
    Müssen wir bald umtaufen, auf Dr. Linux oder so ...
    Schönes Layout habt ihr übrigens. Gefällt mir.
    Der Kollege von der anderen Seite des Zauns ;-)
    Günter Born - borncity.com
    PS: Danke an die Mods fürs Löschen der Mehrfachpostings. Saß hinter einer wackeligen Internetverbindung und die hat den Kommentar mehrfach rausgehauen - keine Chance was zu löschen, da die Verbindung dann ganz weg brach.
    Vielleicht ist das gar nicht so bekannt, daß Microsoft im eigenen Land kontinuierlich abgebaut hat, während der Anteil an MacOS in den Jahren 2009 - 2017 um das Dreifache gewachsen ist.
    Entlassungswellen hinterlassen eben auch Spuren.
    Das Argument, daß die deutsche Sprache, global gesehen, keine Rolle spielt, ist vollkommen am Thema vorbei, demzufolge dürften die Italiener und andere Bewohner aus europäischen Ländern auch keine Ansprüche stellen.
    Bislang beschränken sich die sprachlichen Patzer auf den Store, wobei der Store an sich höchstens im hintersten Winkel von Nirgendwo Begeisterung auslösen kann.
    Wie der VLC Entwickler schon sagte "We've been in touch for years. Nothing has changes, they don't care".
    ...mir ging MS schon vor Jahren gehörig auf die Nerven. Daher hatte ich mich in einer mutigen Stunde an Linux herangetraut und bin viele Jahre dabei geblieben. Diese Distro\'s werden von Freiwilligen weltweit entwickelt und gepflegt (bis auf einige kommerzielle Anbieter) und die bekommen das alles besser hin. Wegen eines Fachschulstudiums hab ich mich dazu entschieden, MS nochmals eine Chance zu geben...das war vor 4 Jahren und habe mir sogar ein Windows Phone zugelegt. Die Idee war, dass ich meine Arbeiten mobil fortsetzen kann und alle Inhalte auf Handy und Laptop aktuell habe. Leider muss ich sagen, dass in diesen vergangenen Jahren MS an immer mehr Stellen abbaut und einfach schlechter wird. Dabei gefiel mir W10 doch ganz gut. Für mich wird\'s langsam Zeit, wieder auf ein OS umzusteigen, welches zuverlässig läuft und ebenso zuverlässig gepflegt wird...von Menschen, die es lieben. Solange mein 950xl noch läuft, wird\'s behalten. Aber auf dem Laptop sehe ich keinen Sinn mehr für MS...die Entwickler tuns scheinbar ja auch nicht mehr wirklich, sonst würden sie nicht so lustlos dran arbeiten. Das ist mein Protest!

    ...Bislang beschränken sich die sprachlichen Patzer auf den Store...

    Naja, wie bereits oben beschrieben ist die Bildschirmtastatur des 1500€ Surface Pro (und aller anderen Win 10 Touchschreen-Devices) nicht für die Eingabe von Dezimalzahlen geeignet, weil das Trennzeichen im Ziffernblock in der Deutschen Version nicht von Punkt auf Komma umgestellt wurde und man auf der Seite mit den Zahlen keine andere Möglichkeit hat, ein Komma zu tippen.
    Endlich kommt einmal was aussagekräftiges an MS ?.
    Vielleicht sogar bis USA.
    Dankeschön drwindows' Team.
    Das Weltbild der US-Amerikaner
    https://data.motor-talk.de/data/galleries/0/108/7176/13625044/attachment-10-php-63304.jpg
    Wenn ich die Überschrift gelesen habe dachte ich zuerst Martin will eine Onlinepetition starten :D
    Wie kurzsichtig von Microsoft die Geschichte Rind um Lokalisierung ist. Andere werden Microsoft bald überholen. Wenn bald jeder privat ein Android oder Apple Gerät besitzt werden viele auch bei Tablets zu diesen OS greifen.
    Es ist genau DAS passiert, was ich weiter oben befürchtet habe: Windows meinte, JETZT aktualisieren zu müssen (nein, das Update lässt sich nicht nach hinten verschieben, diese Möglichkeit gibt es bei diesem Notfall vermutlich nicht) und blieb wieder zuverlässig mit der Raute hängen.
    Und ja, wie Ihr seht habe ich jetzt ein anderes BS, Geld verdienen mit MS geht nur für MS, ich kann mir solche Sachen nicht leisten - vor allem wenn man u.a. mit Schreiben sein Geld verdient. Nicht mal das geht mehr mit MS
    Ja, da spricht mir Martin aus der Seele, grauenvoll.
    Ich hab es für mich gelöst indem ich die Region aus US umgestellt habe. Da ich eh vermehrt im englischen Sprachgebrauch unterwegs ist stört mich das nicht.
    Aber das ist eher Symptombehandlung als Krankheitsbehandlung, so sehe ich aber zumindest den mist der dort verzapft wird nicht.
    Ich muss gestehen, an sowas habe ich auch schon gedacht. Man muss ja nicht gleich obszöne oder andere schlimme Dinge schreiben. Aber man könnte ja mal testen, ob man es schafft, aus dem "Microsoft Store" einen "Lidl" zu machen, wenn sich genügend Leute zusammen tun

    Wenn dann bitte richtig Martin mit Aldi-Nord, Aldi-Süd, Aldi Suisse und Hofer. Ein bisschen Nationalbewustsein für Schweizer und Österreicher darf dann schon sein
    Volltext-Übersetzer funktionieren schon allein deshalb nicht, weil bei einzelnen Wörtern der Kontext fehlt. Da kommt als Übersetzung von "Share" dann halt auch mal "Aktie" raus.
    Früher gabs wenigstens noch die eingebaute Hilfe. Heute kommt man bestenfalls noch auf eine Seite, auf der etwas Blahblah steht.
    Ein Aufruf bewusst falsche Übersetzungen an Microsoft zu schicken, könnte etwas bewegen! Irgendwann wird Microsoft merken, dass sie sich nicht mehr auf die Zulieferarbeit der Community verlassen können und dann müssen sie umdenken und wieder selbst aktiv werden. Allerdings ist auch zu befürchten, dass es Microsoft überhaupt nicht juckt, wenn es in der deutschen Windows-Version katastrophale Lokalisierungsfehler gibt.
    Ich kann der Vorgehensweise auch nicht viel abgewinnen, jedoch glaube ich nicht daran, dass man den Trend drehen kann. Die Generation "Denglisch" wird das bewusst oder unbewusst verhindern. Die (teilweise selbsternannte) "Bildungs-Elite" wird sich den Anforderungen des internationalen Marktes unterwerfen oder sich anbiedern um dazu zu gehören. Denen der Zugang zu Bildung aus verschiedenen Gründen schwerfällt oder schwer gemacht wird kriegen das mitunter gar nicht mit ob das jetzt korrektes Deutsch, eindeutscht oder ne grottige Übersetzung ist. Einzig ne "Streitkultur" wie in den Staaten zwecks Produkthaftung mit Aussicht auf saftige Strafen könnte das etwas abmildern.
    Volltext-Übersetzer funktionieren schon allein deshalb nicht, weil bei einzelnen Wörtern der Kontext fehlt. Da kommt als Übersetzung von "Share" dann halt auch mal "Aktie" raus.
    Früher gabs wenigstens noch die eingebaute Hilfe. Heute kommt man bestenfalls noch auf eine Seite, auf der etwas Blahblah steht.

    Schon mal gelesen, worum es bei KI geht?
    ;) Ist das noch Dr. Windows (Am Puls von Microsoft)? :schleich
    Aber dennoch empfinde ich dieses Forum als sehr angenehm, weil sich die Berichterstattung in den meisten Fällen von den ewig raunzenden, negativ angehauchten sonstigen Webseiten unterscheidet. Hier ist eine Art Elfenbeinturm für Windows- Enthusiasten, der nun hoffentlich nicht langsam zerbröckelt, sondern erhalten bleibt.
    Obwohl auch ich zugeben muss, dass ich von dem Weg, den Windows 10 geht, in manchen Punkten leicht enttäuscht bin, ist (meiner Meinung nach) die nicht korrekte Übersetzung ein kleineres Problem.
    Andererseits, haben wir mit Windows 10 im Grunde genommen doch ein einigermaßen passables Betriebssystem erhalten, wenn man dabei nicht vergisst, dass vieles noch in den Kinderschuhen steckt.
    Einige Mitglieder erinnern sich sicher noch, dass ich immer versuche, zuerst die vor mir gefundenen positiven Eindrücke hervorzuheben, auch wenn ich damit der allgemeinen Meinung widerspreche. Es ist klar, dass das Gegenteil immer besser ankommt, aber was spricht dagegen, dass wir uns als Dr. Windows Community nicht an die Masse anschließen, sondern wirklich für Windows sprechen?
    Ein Aufruf bewusst falsche Übersetzungen an Microsoft zu schicken, könnte etwas bewegen! Irgendwann wird Microsoft merken, dass sie sich nicht mehr auf die Zulieferarbeit der Community verlassen können…

    ….und möglicherweise Zulieferer, auf welche man sich nicht verlassen kann, aus dem Insiderprogramm ausschließen.
    Insider ist man doch erst, wenn man nicht nur nimmt, sondern auch gibt. :)
    Ich erinnere mich schmunzelnd an ein Hilfedokument von Microsoft, in welchem es um den "Blauen Schirm des Todes" ging. Es hat etwas gebraucht, bis ich den kapiert hatte :D
    ja, ich finde es eine gute Idee, Microsoft nicht auch noch dabei zu helfen, Geld für die Lokalisierung zu sparen *Daumen hoch*
    @Martin:
    Das ist einer der besten Artikel, den du jemals geschrieben hast! Bravo!!
    Aber vielleicht sollte man (wir) nicht so schnell aufgeben und versuchen Microsoft doch zu einem Umdenken zu bewegen. Du selbst hast doch Kontakte zu Microsoft, oder? Und auch Leute wie Günter Born & Co. die so was zu Microsoft „eskalieren“ könnten. Einfach deinen Artikel um diese wichtige Problematik mal überall verbreiten, schlage ich vor. Ich selber habe den heute schon mehrmals verlinkt, auch im Feedback-Hub und in der Microsoft Community.
    Vielleicht bekommen wir dann ja doch irgendwann mal wieder „Outlook-Kontakte“ statt „Outlook-Personen“ oder bei unseren Kontakten deren „Adresse“ statt deren „Koordinaten“ angezeigt, um hier nur mal einige weitere eklatante Übersetzungsfehler zu nennen.
    Wenn du jetzt noch einen weiteren Artikel zu „Microsofts Kontakte-Katastrophe“ schreiben würdest. Denn dieses Thema halte ich für noch viel schwerwiegender als das der mangelhaften, immer schlechter werdenden Deutsch-Lokalisierungen.
    Alpha1
    ;) Ist das noch Dr. Windows (Am Puls von Microsoft)? :schleich

    Meiner Meinung nach schon. Denn auch wenn ich in diesem Fall wohl mal so richtig "gerantet" habe, will ich Microsoft ja im Grunde nichts Böses, ganz im Gegenteil. Nur durch öffentlichen Druck lässt sich in dieser Angelegenheit etwas bewirken. Ich weiß natürlich, dass ich ein viel zu kleines Licht bin, um so einen großen Stein ins Rollen zu bringen, aber deswegen kann ich ja trotzdem das in meiner Macht stehende tun.
    @bule: Natürlich habe ich Kontakte zu Microsoft, aber eben nur zur deutschen Vertretung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Beitrag dort gut angekommen ist, und vielleicht leiten sie den auch tatsächlich weiter. Aber das nützt halt nix, denn wie gesagt, auch intern kämpft man da gegen Windmühlen. Ich kenne jemanden von MS Deutschland, der massiv versucht hat, die Produktgruppe in Redmond davon zu überzeugen, dass das deutsche Keyboard von Windows 10 Mobile bei der Wortvorhersage deutlich schlechter ist als das von Windows Phone 8.1 - wir alle wissen, dass er damit Recht hat. Die Antwort aus Redmond war, das könne unmöglich sein. Und damit war das Thema dann auch erledigt.
    Beschwerden über Twitter und Co. werden leider nichts bringen, da es ja die grundsätzliche Einstellung des Konzerns nicht ändert. So wie jetzt alle Kunden außerhalb der USA unwichtig sind, so sind auch die Beschwerden belanglos und werden nicht zur Kenntnis genommen.

    Da brauchts wohl auch eine Hashtag-Kampagne und Aufmerksamkeit der Weltpresse!
    Wie wärs mit #mstranslationfail oder #msbeawareofyourcostumers?
    Da es MS anscheindend nicht hinbekommt, ein sauberes Adressbuch anzubieten, habe ich mich nun entschieden, weitestgehend auf Dienste von MS und Google zu verzichten. Mein privates 950XL wurde durch ein Xiaomi Mi A1 ersetzt und das meiste von Google deaktiviert. Nachdem dann mal wieder die Kontakte zerwürfelt oder gaz weg waren, habe ich mich mit Baikal/Radical beschäftigt und dann letztlich doch den CalDav und CarDav Server meiner Synology genommen (so macht der RASPI vorerst doch nur pihole) und hoste da nun meine Kontakte und den Familienkalender. Das klappt bislang ganz gut, von Office 365 wird halt das Office ansich genutzt und die Syno ballert meine Daten verschlüselt auf OneDrive als Sicherung neben der lokalen Sicherung.

    1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+.....
    Kann man so stehen lassen, würde ich mal sagen. :)

    1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+...
    Hui, da verschafft sich jede Menge aufgestauter Frust freie Bahn. Und das von jemanden, dem MSFT Produkte und Dienstleistungen sehr am Herzen liegen müssen.
    Als Leid geprüfter Privatanwender kann ich alles nachvollziehen und mitgehen.
    Wird es bei Dr. Windows so weit gehen, den Umstieg auf alternative Systeme, damit meine ich OS, wie Anwendungen, Schritt für Schritt zu beschreiben?
    Das würde ich sehr begrüßen. Das Einarbeiten in bzw. Arbeiten mit Linux auf meinem neuen kleinen Raspi macht mir mehr und mehr Spaß. Könnte mir gut vorstellen, meine PCs und Smartphones damit zu betreiben.

    1+1+1+1+1...
    Martin
    Ich weiß natürlich, dass ich ein viel zu kleines Licht bin, um so einen großen Stein ins Rollen zu bringen, aber deswegen kann ich ja trotzdem das in meiner Macht stehende tun.

    Große Dinge fangen immer klein an...:)
    Das haut mich nun um.
    Was alles passieren muss, dass Martin so direkt wird.
    Habe ich gleich zum Anlass genommen nachzudenken und habe mich entschieden, alles auf Englisch zu stellen, dass Cortana weg ist und ich endlich wieder vernünftige Texte vorfinde ohne all die IchWillAllesInEinemWortAusdrückenAuchWennSieNurÜbersetztSind-Worte
    Davon abgesehen, es spricht für seine Ehrlichkeit und nicht dass er sich verkriechen will in einen Elfenbeinturm, um dort in seiner kleinen Filterblase Weltflucht zu suchen.
    ...das heißt aber MICKERICHSAFT ;)...habe heute auch wieder mal den ganzen Tag mit Lumia Rücksetzen verplempert weil sich keine Apps mehr starten ließen seit dem Update... Meine Frau hat sich gerade ein Samsung J7 gekauft zu Weihnachten, welches ich dann eingerichtet habe, man man, da merkt man was Windows 10 Mobile doch für ein Schrott ist!...aber egal, ich komme beruflich um Windows nicht drumrum und solange ich noch wie zu den guten alten Zeiten alles über Eingabeaufforderung (heute Power Shell) und Registry Eingriffe regeln kann ist 'alles gut'
    Wahrscheinlich kommt mein Vorschlag hier viel spät, aber evtl. sollten wir Alle massig Feedback senden mit Übersetzungsvorschlägen, diese dann so mutwillig falsch gestalten dass das OS dann als Spaßlektüre gelesen werden kann, sobald das von MS dann festgestellt wird bleibt ihnen nicht viel übrig als diese Funktion freiwillig abzuschalten. Also einfach mit den eigenen Waffen schlagen, wie schon die Gallier es taten als sie den Passierschein A38 brauchten :-)
    @Martin: Du hast geschrieben, dass der Beitrag bei Microsoft Deutschland vermutlich gut angekommen ist und sie ihn vielleicht auch weiterleiten. Leider aber verleumdet man bei Microsoft Deutschland ja selbst massiv die deutsche Sprache. Du kennst die Türschilder dort, auf denen alles in Englisch gehalten ist. Da steht dann nicht "Raum Washington", sondern eben "Room Washington". Auch die Reservierung der Räume und weitere Rauminfos stehen nur auf Englisch zur Verfügung. Wenn Du mit Microsoft kommunizierst, enthalten deren Mails unfassbar viele Anglizismen und grauenhaftes Denglisch. Mir wurde mal erklärt, dass Microsoft eben ein US-Unternehmen wäre und Englisch halt die Konzernsprache sei. Solange also Microsoft Deutschland keine Eier zeigt und nicht zu ihrer eigenen Muttersprache stehen, solange werden sie auch nicht glaubhaft die mangelnde Lokalisierung kritisieren oder sich in irgendeiner Form für eine Verbesserung einsetzen. Microsoft Deutschland ist oft noch viel weiter von den deutschen Kunden entfernt, als man es in Redmond eh schon ist.
    Im Store steht jetzt übrigens nicht mehr "Teilnehmen", aber DLCs kann man immer noch als "Bundle zusammenstellen" anstatt herunterzuladen ;)
    Schon mal gelesen, worum es bei KI geht?

    Ja und die ist meilenweit davon entfernt ein Programm laufen zu lassen um dann rauszufinden, was die sinnvollste Übersetzung ist. Beim derzeitigen Stand warte ich da eher auf die Fenster-Leistungsmuschel im nächsten Update.
    Es fehlen bei solchen Ein-Wort-Übersetzungen geeignete Trainingsdaten für die KI. Wenn man erreichen will, daß eine KI Button-Beschriftungen usw. richtig übersetzt, dann benötigt die KI Wissen über die graphische Oberfläche, das Programm, usw., also über die Zusammenhänge. Dieses Wissen kann man aber momentan m.E. nicht in geeigneter Form zur Verfügung stellen.
    Wenn man jedes Wort in Windows mehr oder weniger automatisch übersetzen läßt, kommt bei einzelnen Worten eben "Teilnehmen" und "Reinhören" statt Installieren/Starten und Ausprobieren heraus. Der Übersetzungsautomat hat eigentlich nichts falsch gemacht, denn mit Synonymen in einer oder beiden Sprachen würde es passen.
    @Paule21: Deine Ansicht teile ich nicht. Das hat für mich Nichts miteinander zu tun. Wenn du in andere deutsche Niederlassungen von US-Unternehmen kommst, dann wirst du dort genau das Gleiche erleben. Wenn Englisch die Konzernsprache ist, dann zieht sich das entsprechend wie ein roter Faden durch alle Bereiche.
    Das muss aber nicht bedeuten, dass deshalb die Lokalisierung leiden muss. Allerdings ist es wohl wahr, dass sehr viele deutsche Angestellte z.B. Windows 10 auf US-Englisch benutzen. Hätte ich was zu sagen, dann würde ich anordnen, dass alle Mitarbeiter die Produkte in der jeweiligen Landessprache benutzen - "eat your own dogfood". Das ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn in der Zentrale Leute sitzen, die sich für gemeldete Fehler auch tatsächlich interessieren - und genau das ist eben bei Microsoft nicht der Fall.
    @Martin: Das stimmt so nur bedingt. Ich arbeite selbst in einem sehr großen US-Konzern und wir panschen unsere Sprache nicht halb so viel wie das Microsoft Deutschland tut. Bei unserer Niederlassung in Frankreich ist das noch extremer, die legen noch mehr Wert darauf die französische Sprache zu nutzen. Aber Du hast recht, wie man das in den Niederlassungen am Ende handhabt ist unbedeutend, wenn sich die Zentrale nicht für die Fehler interessiert.
    Microsoft Deutschland darf sich hier aber auch nicht aus der Mitverantwortung stehlen. Du sagst es ja selbst, es gibt in Deutschland keine Leute die an der Lokalisierung arbeiten. Das Desinteresse an einer vernünftigen Übersetzung fängt schon in München an.
    Ich kann es natürlich nicht in Summe beurteilen, da arbeiten hunderte von Leuten und 50-80 davon "kenne" ich wirklich. Da sind in jedem Fall so Einige drunter, die das mächtig ankotzt und die sich beim Kunden regelrecht dafür schämen. Ich hab auch ein Stück weit Verständnis, wenn selbst die eigenen Mitarbeiter irgendwann gleichgültig werden, weil es ja doch nichts bringt.
    Ja die Uebersetzungen sind unter alle S**. Aber die Abhilfe ist eigentlich ganz einfach: offiziell bei seinen Lieblingsbehoerden schriftlich anfragen ob denn diese Uebersetzungen nicht im Gegensatz zur Produktivitaet und Motivation der Mitarbeiter (sprich durch Steuergelder finanzierte Beamten) steht. Diese Anfrage in Kopie an Microsoft senden... . Ist zwar arbeit fuer jeden von uns hier, aber 1000x wirkungsvoller als irgendwas sonst...
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