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Microsofts Militär-HoloLens nach drastischer Budget-Kürzung wohl kurz vor dem Aus

Microsofts Militär-HoloLens nach drastischer Budget-Kürzung wohl kurz vor dem Aus

Der Großauftrag, den Microsoft mit dem US-Verteidigungsministerium zur Lieferung einer speziell für den Militäreinsatz angepassten Variante der HoloLens abgeschlossen hat, droht endgültig zu platzen, nachdem das Budget zum wiederholten Male gekürzt wurde.

IVAS (Integrated Visual Augmentation System) lautet der offizielle Name des Systems, welches sich derzeit in der praktischen Erprobung befindet. Nun berichtet Bloomberg (via RoadToVR) von einer drastischen Budgetkürzung: Von den 400 Millionen US-Dollar, die im kommenden Jahr für das Projekt eingeplant waren, bleiben demnach nur noch 50 Millionen übrig. Damit dürften keine allzu weiten Sprünge mehr möglich sein.

Schon vorher gab es Berichte, wonach das IVAS Headset die Erwartungen nicht erfülle und für den Militäreinsatz nicht robust genug sei. Die im Mai gestarteten Tests sollten diesbezüglich neue Erkenntnisse bringen. Zählt man 1+1 zusammen, waren diese Erkenntnisse wohl keine guten, denn als Begründung für die drastische Mittelkürzung werden bisher ungelöste Probleme aus Hauptgrund aufgeführt.

Platzt die Sache endgültig, wäre das für Microsoft ein herber finanzieller Verlust, denn insgesamt wollte das Pentagon in den kommenden zehn Jahren rund 22 Milliarden US-Dollar für das IVAS-Headset ausgeben.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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