Am Puls von Microsoft

Microsofts PR-Chef: Sony sagt gegenüber der EU die Unwahrheit in Sachen Activision

Microsofts PR-Chef: Sony sagt gegenüber der EU die Unwahrheit in Sachen Activision

Bislang gab sich Microsoft betont diplomatisch, wenn man sich in der Öffentlichkeit über die Activision-Übernahme und die anhängigen Genehmigungsverfahren vor den Kartellbehörden äußerte. Allmählich geht den Redmondern in Bezug auf Sony aber anscheinend die Geduld aus.

Sony ist bekanntermaßen der “Hauptgegner”, denn niemand äußert sich gegenüber den Behörden kritischer, immer wieder werden Microsoft “böse Absichten” unterstellt, trotz gegenteiliger Beteuerungen aus Redmond. Das ist durchaus legitim, jedes Unternehmen hat das Recht, seine Interessen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen und zu verteidigen.

Bei der Wahrheit sollte man dabei allerdings bleiben, und genau das ist bei Sony laut Microsofts PR-Chef Frank X. Shaw nicht der Fall. Auf Twitter schrieb er am Samstag: “Ich höre, dass Sony den Leuten in Brüssel erzählt, Microsoft sei nicht dazu bereit, ihnen Call of Duty gleichberechtigt anzubieten, wenn wir Activision übernehmen sollten. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.”

Mit einfachen Worten ausgedrückt sagt Shaw: Sony lügt.

Er wiederholt in weiteren Tweets die bereits bekannten Tatsachen: Microsoft hat Sony eine zehnjährige, vor Gericht einklagbare Garantie angeboten, dass Call of Duty zeitgleich und mit identischen Funktionen auf der PlayStation veröffentlicht wird. Shaw wiederholt außerdem, dass es gegen jede geschäftliche Logik wäre, Call of Duty von der PlayStation abzuziehen, weil es nun mal die führende Konsolenplattform ist und man dort das meiste Geld mit dem Spiel verdienen kann. Man verfolge mit der Übernahme das Ziel, mehr Spieler zu erreichen und nicht weniger, so wie das auch bei Minecraft der Fall war.

Ich wäre verwundert, wenn das wirklich so stimmen sollte. Nicht, weil es mich überraschen würde, wenn schmutzig gespielt wird, sondern weil eine derartige Falschbehauptung so leicht zu widerlegen wäre, dann hätte sich Sony am Ende selbst ein Ei gelegt.

 

 

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Anzeige