Mission impossible: Gesucht werden 1,8 Millionen Windows 7 Migrationen täglich

Mission impossible: Gesucht werden 1,8 Millionen Windows 7 Migrationen täglich

Vom heutigen Tage an gerechnet, sind es noch exakt 441 Tage bis zum 14. Januar 2020. Das ist ein wichtiger Stichtag für alle Nutzer von Windows 7, denn an diesem Datum endet der Support für das dann weit über zehn Jahre alte System. Ich hatte es vor ein paar Monaten schon einmal thematisiert, dass Windows 7 seinen eigenen Tod überleben wird. Inzwischen ergibt sich durch offizielle Zahlen aber ein ziemlich klares Bild, wie dramatisch die Lage wirklich ist.

Alle Zahlen stammen offiziell von Microsoft. Ob es trotzdem korrekt ist, sie zueinander in Relation zu stellen, ist ein anderes Thema, weil Microsoft sich wie jedes andere Unternehmen die Zahlen situationsbezogen „zurecht biegt“ damit sie ins Bild passen. Aber wir haben keine anderen Zahlen und so falsch sind sie vermutlich auch gar nicht.

Laut der kürzlich aktualisierten Webseite „Microsoft in Zahlen“ sind weltweit 1,5 Milliarden Windows-PCs im Einsatz. Die Zahl der Windows 10-Geräte wird offiziell mit 700 Millionen angegeben. Hier fließt dann restlos alles mit rein, von PCs über Xbox, Surface Hub, HoloLens bis zu den letzten Windows Smartphones. Machen wir es uns einfach und ziehen diese Zahl trotzdem komplett von der Summe der PCs ab, dann bleiben 800 Millionen Windows 7 Installationen übrig. Ja, es gibt auch noch Windows XP, Vista und Windows 8, aber da wir oben auch schon die Restmenge unterschlagen haben, passt das ungefähr – es kommt ohnehin selbst auf 50 Millionen hin oder her gar nicht an, wie wir gleich sehen werden.

Damit pünktlich zum 14. Januar 2020 alle Windows 7-Systeme abgelöst sind und durch Windows 10 ersetzt wurden, müssten ab heute jeden Tag 1,8 Millionen PCs umgestellt werden. 1,8 Millionen. Jeden Tag. Auch an Samstagen und Sonntagen.

Zum Vergleich: Bricht man die Summe der PCs, die während des einjährigen Gratis-Updates auf Windows 10 umgestellt wurden, auf eine Tagesmenge herunter, so kommt man auf etwa 800.000 Systeme täglich. Die Anzahl der Umstiege müsste also um mehr als das Doppelte steigen – ohne Gratis-Update und ohne den redseligen Update-Assistenten im Info-Bereich.

Es gibt bekanntermaßen einen großen Unterschied zwischen Geschäfts- und Privatkunden. Im geschäftlichen Umfeld wissen die Kunden, dass der 14. Januar 2020 kommt, und sie wissen ebenfalls, dass sie handeln müssen. Die Meisten wollen das auch, gleichwohl werden wie immer Systeme übrig bleiben, die aus verschiedensten Gründen nicht migriert werden können. Auf die kommt es aber gar nicht an, denn die Windows 7-Schlacht wird am Ende gar nicht bei den Geschäftskunden gewonnen.

Im September sprach Microsoft davon, dass es etwa 200 Millionen geschäftlich genutzte Windows 10 PCs gibt. Im Zuge der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen hieß es, die Hälfte aller kommerziellen Kunden sei umgestiegen.

Von den 1,5 Milliarden Windows-PCs werden demnach also 400 Millionen geschäftlich und 1,1 Milliarden privat genutzt. Unterstellen wir einfach, dass bei den Unternehmen zu hundert Prozent umgestellt wird (was natürlich nicht passiert) – dann bleibt immer noch eine „Restmenge“ von 600 Millionen privaten Windows 7 PCs, die in 441 Tagen keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, wenn sie nicht auf Windows 10 umgestellt werden. Das wären dann „nur noch“ 1,35 Millionen pro Tag.

Da im privaten Bereich in aller Regel das Betriebssystem zusammen mit dem PC angeschafft wird, ist der Umstieg in der Mehrzahl der Fälle mit einem Neukauf verbunden. Den werden viele Kunden scheuen, denn selbst fünf Jahre alte PCs laufen ja noch mit brauchbarer Leistung.

Warum erzähle ich euch das alles? Weil es laut werden wird. Microsoft wird schon bald die Marketing-Maschinerie für die Ablösung von Windows 7 anwerfen, vielleicht kommt ja sogar der Update Assistent zurück. Wundern würde es mich nicht, Microsoft wird die Windows 7-Nutzer auf jede nur erdenkliche Art und Weise nerven und zum Umstieg nötigen. Mit den oben genannten Zahlen im Hinterkopf versteht ihr dann auch, warum da so viel Druck aufgebaut werden muss.

Der wird sicherlich auch von den OEMs kommen, denn 600 Millionen mal Windows 7 bedeutet auch potenziell 600 Millionen neue PCs. So viele werden es sicherlich nicht werden, aber es wird im kommenden Jahr einen deutlich größeren Kuchen zu verteilen geben, und von dem wird jeder Hersteller sein Stück abhaben wollen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Wieviele von den 600millionen privatgeräten wohl noch aktiv sind? Ich mein ich hab auch noch im Keller n alten win7 lapi rumliegen
    So wie ich das verstehe alle. Es ist ja von 1,5 Milliarden aktiven Windows Geräten die Rede. Da die 600 Mio eine Teilmenge davon sind, müssten es 600 Mio aktive private Windows Maschinen sein, die upzugraden sind
    Linux, MacOS,... nicht vergessen :lol
    Edit: OK, geht nur um PCs mit Windows.
    Upgrade auf Windows 8 bringt 3 Jahre ohne den Upgradeärger mit 10.
    Oder auch: MS hat schon bezahlten Support für 7 bis 2023 angekündigt.
    Es werden sowieso genug schreien: Hilfe! Nötigung!
    Der verwöhnte Kunde ist längst so erzogen und ein frei laufendes Monster -- ganzjährig.
    Ich hab schon einen Windows 8.1 Läppi am Start und mach mich mit Linux vertraut. Meine große Hoffnung ist, dass auch die opensource Gemeinde etwas von dem Kuchen abbekommt, dann kann man seine schöne Hardware noch weiter benutzen. Wer weiß....
    Super Artikel, vielen Dank dafür !
    Funktioniert das kostenlose Upgrade eigentlich noch? Damals hieß es doch das es stillschweigend weiter Funktioniert?
    Plakative Panikmache. Die Win7 Systeme werden sicher auch 2030 noch laufen, so man es so will.
    Meine große Hoffnung ist, dass auch die opensource Gemeinde etwas von dem Kuchen abbekommt

    Prinzipiell sollte dies kein Problem eigentlich sein. MacOS beruht z.B. auch auf Unix. Wie man sieht, wenn man möchte, geht das wunderbar.
    Ich kann mich noch lebhaft an eine EDV Schulung erinnern, die war glaube ich 1997 oder so. Dort hatte schon der Dozent prophezeit, das Linux in 10 Jahren das verbreitetste OS sein wird.
    Wie wir sehen, ist daraus irgendwie nichts geworden. Das Problem ist, das die Macher in alle möglichen Richtungen entwickeln. Es gibt kein klares Ziel.
    Manche Versionen von Linux haben es aber auch unter einer "nicht demokratischen Führung" bewiesen, dass es durch aus möglich ist. Z.B. haben die Russen ein eigenes OS auf Linux Basis entwickelt, Sieht so ein bisschen aus wie Win2000. China hat ein eigens OS, Nord-Korea und noch ein paar andere.
    Aber fällt dir was auf? Es sind immer die Staaten, die etwas anders ticken als USA und Europa.
    Vermutlich ist die Eigenentwicklung nicht ganz von ungefähr. Die USA haben ja vor ein paar Jahren bewiesen, das man mit Intel Halbleitern und Windows als Betriebssystem in Hochsicherheitsbereich von Staaten kommt. ;) Wurde nicht der gesamte Irakische Geheimdienstapparat unterwandert? ;)
    Ich bin ja seit vielen Jahren ein absoluter Fan von dem Gedanken, dass man z.B. suse Linux mit einer ordentlichen Finanzspritze wieder selbstständig macht und aus suse ein Europäisches Betriebssystem macht. Diese Abhängigkeit von den USA macht mir immer mehr Angst. Wer weiß, was nach Trump kommt? Vielleicht ist ja der jetzige Präsident nur ein Vorgeschmack?
    ntoskrnl
    Oder auch: MS hat schon bezahlten Support für 7 bis 2023 angekündigt.
    Für Kunden mit Volumenlizenz. Für andere werden die Updates nicht zur Verfügung stehen. Auch nicht inoffiziell, weil nämlich sonst keiner zahlen würde.
    @FZ61: Natürlich. Man kann auch nach wie vor mit einem Auto ohne Airbag, Sicherheitsgurte und Kopfstützen, bei dem seit 15 Jahren der TÜV abgelaufen ist, auf der Autobahn fahren. Technisch überhaupt kein Problem. Alles nur Schikane.
    Das Narrativ ist bei Win 7 ist übrigens das gleiche wie bei Win XP.
    Es wird die gleichen Sicherheitsprobleme geben bei Consumern wie bei Enterprisekunden.
    Ein Glück ist es das letzte Mal. Das OSaaS-Model wird dieses Phänomen deutlich verringern. Das ist gut für jedermann.
    " Dort hatte schon der Dozent prophezeit, das Linux in 10 Jahren das verbreitetste OS sein wird.
    Wie wir sehen, ist daraus irgendwie nichts geworden."
    Android läuft mit Linux Kernel.
    Funktioniert das kostenlose Upgrade eigentlich noch? Damals hieß es doch das es stillschweigend weiter Funktioniert?

    Ich letzte Woche, von einem Windows 7 laptop von acer. Funktioniert einwandfrei.
    Ich habe Libre Office schon länger unter Ubuntu 16.04LTS, öffnet mir jede MS Office-Datei von 98-2016/365. Gestern Libre Office unter der 1803 installiert und es läuft einfach nicht, x Abstürze, braucht ewig, um Dokumente im NAS zu öffnen. Ich glaube, dass die“politisch nicht korrekten Anwendungen“ einfach nicht optimal unterstützt werden, ohne dass die Entwickler etwas dafür können. Das Problem ist die Monopolstellung von MS, die mir ebenfalls Angst macht, weil ich mir dieser Abhängigkeit sehr bewusst bin. Ich glaube, wenn alle, die heute noch (aus gutem Grund) auf Windows 7 Basis /Windows 8.1 Basis unterwegs sind, etwas Zeit in Linux investieren und anstatt sich gezwungenermaßen neue Hardware zu kaufen und ein teures Windows 10 vielleicht etwas Geld locker machen würden, um die Open Source Entwickler zu unterstützen, dann könnte DER DRUCK aufgebaut werden, der nötig wäre, um MS zum Nachdenken zu bringen. Wenn die 800 Millionen Nutzer eben nicht auf Windows 10 mal eben umsteigen. Denn eins glaube ich ganz fest, MS kann das besser...
    Gerade Firmen spielen nicht jedes Feature Pack sofort ein, schon gar nicht alle 6 Monate und erfahrenere Nutzer spielen es wenn überhaupt "sofort" dann doch eher bewusst auf und wissen sich für den eventuell eintretenden Fall der Fälle auch zu helfen.
    @Friederike: Was erzählst du da für Räuberpistolen, LibreOffice läuft ohne Probleme unter Win10 1803 und jeder anderen gängigen Windows Version.
    @pakebuschr
    clean install 1803, kein Fehler in den systemdateien. Abstürze/ Einfrieren beim Öffnen von Dokumenten vor und trotz Reparatur und Neuinstallation von Libre Office. Die Dokumente waren am Vortag erstellte Briefe und gespeicherte Vorlagen. Die Version ist die aktuelle Produktivversion 6.x
    Trotzdem bin ich zu 100% überzeugt von Libre Office und habe denen während der Erstinstall. eine Spende geschickt.
    @Friederike,
    nur ein Hinweis: Libre Office gibt es auch als "portable Version", die braucht keine Installation und verhält sich (hoffentlich) anständiger.
    Das alles heißt also folgendes: Es ist nicht möglich, alle Windows 7 Nutzer vor Ende des Support-Zeitraumes zu Windows 10 zu bringen. Eine große Nutzerzahl bleibt auf einem immer unsicherer werdenden PC-System zurück.
    Aber für Windows 7-Business-Kunden gibt es doch bestimmt weiterhin Sicherheits-Updates zum Zukaufen ... wo Geld zu machen ist, wird es auch gemacht.
    Es ist nicht möglich, alle Windows 7 Nutzer vor Ende des Support-Zeitraumes zu Windows 10 zu bringen. Eine große Nutzerzahl bleibt auf einem immer unsicherer werdenden PC-System zurück.
    Möglich schon, es wird nur vorwiegend am Wissen um die Notwendigkeit, Willen oder Können der jeweiligen Nutzer scheitern. Dazu dann noch diejenigen Computerlaien, die von ihrem persönlichen Computer"experten" - man möchte sie eher Deppen nennen, wir haben sie hier ja auch - genötigt werden, bei Windows 7 zu bleiben, weil Windows 10 wahlweise böse sei, spioniere oder allgemein die Wurzel allen Übels.
    Aber für Windows 7-Business-Kunden gibt es doch bestimmt weiterhin Sicherheits-Updates zum Zukaufen ... wo Geld zu machen ist, wird es auch gemacht.
    Die stehen aber nicht zur freien Verfügung.
    Mit der Pistole auf der Brust von Funktionierend zur potentiell kontinuierlichen Flickschusterei und halbjährigem "Feuerlöschen" getrieben, was will man mehr als Kunde? ;-)
    Aber ernsthaft, wenn nur 10% verbliebener Win7 irgendwann nach Januar zu Zombies im Netz verkommen, kann sich MS mit dem Fingerzeig auf den Termin aus der Verantwortung schleichen, ohne einen Image-Schaden zu befürchten?
    Wie lange werden alte Chrome-Versionen, Firefox, Linux, Android, Mac OS, iOS mit Updates versorgt? Schon mal nachgedacht? Welches Betriebssystem (samt frei verfügbarer oder für winzige Beträge wie seinerzeit einmalig 29,99 €) läuft auch nach 10-20 Jahren noch SICHER auf uralter Hardware? Ich kenne da nur eins aus dem Mainstream...
    Die Diskussion mit der "Verantwortung" gab es auch schon beim Auslauf von Windows XP.
    Ich sehe die Verantwortung eher bei den Nutzern als beim Hersteller, und trotzdem hat Microsoft ja schon bewiesen, dass sie reagieren, wenn es wirklich knallt. Für XP gab es seit dem Support-Ende schon einige Sicherheits-Updates, und sollte nach Januar 2020 irgendein richtig dickes Ding passieren, dann wird es garantiert auch dafür einen Patch geben. Das darf man dann aber tatsächlich als Image-Pflege bezeichnen, denn das tatsächliche Risiko liegt ja in den vielen kleinen Lücken. Wenn Sicherheitsupdates für Windows 8 und 10 kommen, werden sich die Hacker anschauen, was da genau geändert wurde, und dann können sie testen, ob da auch unter Windows 7 funktioniert.
    Man kann Microsoft alles Mögliche vorwerfen, aber was den Support-Zeitraum der eigenen Systeme angeht, spielen sie in einer eigenen Liga. Bei den vielgelobten Chromebooks muss man sich in aller Regel auch drauf einstellen, dass nach 3-4 Jahren Schluss ist. Und das bei einem System, bei dem die lokale Hardware komplett nebensächlich ist.
    Unternehmen müssen vor Windows 10 keine Angst haben, mir ist nicht bekannt, dass es nach der Freigabe für den Business-Bereich schon mal wirklich kritische Fehler gegeben hat. Die werden ja zuvor im "Insider Home Ring" identifiziert ;).
    Ich habe eine virtuelle XP-Maschine und in der sogar vor 2 Wochen noch kostenlose Sicherheitsupdates aus Oktober (!) erhalten (jede Menge Updates sogar), nur weil ich in der per bekanntem Registry-Hack eingetragen habe, dass die Updates für POS-Systeme (also Kassensysteme, Bankautomaten etc.) installiert werden sollen. Natürlich testet die Microsoft nicht mehr so umfänglich, und man ist selbst verantwortlich, z. B. durch entsprechende Sicherungen und Validierungen. Für mich ist die VM ohnehin nur "Spielwiese", ich teste auch meine eigene Software schon lange nicht mehr unter XP. Aber ich finde es unglaublich, wie lange es für XP immer noch Sicherheitsupdates von Microsoft - in Eigenverantwortung! - gibt. Top.
    Ich hätte ja gedacht, das mit dem Umstieg auf Linux sollte inzwischen so einfach sein. In der Regel ist die Lebensdauer so einer Installation aber kaum 2 Tage. Die letzten beiden waren Tumbleweed und Fedora. Beide sollten ja eigentlich so gut sein, dass man wenigstens den Netzwerkdrucker einrichten bzw. Chrome installieren kann. Die jeweiligen Communities sind derartig versnobt, dass ich mich lieber weiter mit den Problemen von Windows 10 herumschlage, als mit diesen Zeitgenossen. Unsere Foren sind besser! Seit heute belegt die 1809 wieder allein meine SSDs.
    Ich habe hier noch ein paar Windows-7-Maschinen, die immer mal wieder noch benutzt werden, aber letztlich so alt sind, dass es entweder nicht lohnt oder gar nicht geht, sie upzugraden, weil bspw. kein Grafiktreiber für Win10 zur Verfügung steht (alte Atom-Modelle). In 2020 werde ich sie wohl stilllegen oder zumindest aus dem Netz nehmen; es kommen dann ja auch keine Updates mehr. Ich denke, von solchen Maschinen gibt es auch zig Millionen auf der Welt - die müsste man dann wohl fairerweise aus der Rechnung entfernen.
    Ich sehe kein Problem. Wenn mir ein Hersteller 10 Jahre Garantie auf etwas verspricht und dieses auch einhält, dann kann ich das etwas auch über die 10 Jahre hinaus nutzen. Nur: Im Fall der Fälle werde ich dann natürlich etwas für die Reparatur, Wartung, Instandhaltung etc. zahlen müssen. Bei Windows 7 zahle ich mit meiner Sicherheit.
    Muss jeder für sich wissen, ob er das Risiko in Kauf nimmt.
    Ich habe noch zwei baugleiche Laptops aus 2009 mit einem Celeron- und einem Pentium Prozessor unter Windows 7 Home Premium in Gebrauch, beide vor einem Jahr über Werkseinstellungen und upgrade von Vista auf Windows 7 neu aufgesetzt. Beide super gepflegt, flüssig und ohne Zacken im Zuverlässigkeitsverlauf bei 10. Es ist sooo Sünde, diese Rechner in einem Jahr so nicht mehr benutzen zu können. Einer dienst als Server für ein kleines Netzwerk, da greift sogar mein LinuxRechner auf das Netzwerk und den Netzwerkdrucker zu. Alles alte Hardware. Natürlich möchte ich das alles behalten bis es auseinander fällt und es sieht nicht so aus, dass das vor dem Ende von Windows 7 passiert. Aber ist es denn vermessen von mir, zu wünschen, dass es noch weiter geht? Es ist wahnsinnig toll, ein lauffähiges Betriebssystem so lange Zeit am laufen zu halten. Davor habe ich auch den größten Respekt. Trotzdem ist es ein tolles System, was ich gerne behalten würde. Aber die Sicherheit geht vor. Deshalb liegen bei mir leider auch supertolle Samsung Tablets in der Ecke, die nicht mehr unterstützt werden.
    Ich habe Libre Office schon länger unter Ubuntu 16.04LTS, öffnet mir jede MS Office-Datei von 98-2016/365. Gestern Libre Office unter der 1803 installiert und es läuft einfach nicht, x Abstürze, braucht ewig, um Dokumente im NAS zu öffnen. Ich glaube, dass die“politisch nicht korrekten Anwendungen“ einfach nicht optimal unterstützt werden, ohne dass die Entwickler etwas dafür können. Das Problem ist die Monopolstellung von MS, die mir ebenfalls Angst macht, weil ich mir dieser Abhängigkeit sehr bewusst bin. Ich glaube, wenn alle, die heute noch (aus gutem Grund) auf Windows 7 Basis /Windows 8.1 Basis unterwegs sind, etwas Zeit in Linux investieren und anstatt sich gezwungenermaßen neue Hardware zu kaufen und ein teures Windows 10 vielleicht etwas Geld locker machen würden, um die Open Source Entwickler zu unterstützen, dann könnte DER DRUCK aufgebaut werden, der nötig wäre, um MS zum Nachdenken zu bringen. Wenn die 800 Millionen Nutzer eben nicht auf Windows 10 mal eben umsteigen. Denn eins glaube ich ganz fest, MS kann das besser...

    Ja, ja. Politisch nicht korrekt und darauf basierend die Schlussfolgerungen ziehen. Mit Verlaub, das ist Blödsinn. Ich benutze hier LibreOffice 6.0.6.2 (x64) - davor 6.0.2.1 - unter Windows 10 1803 (17134.345) völlig ohne Probleme.
    Wäre es ein generelles Problem, würde man auch im LibreOffice-Forum etwas davon sehen. Und es gibt zu dem Thema genau "0" Einträge.
    Da muss irgendetwas anderes an Deiner Konfiguration nicht stimmen.
    Was mich bisher von Win 10 abhält ist einzig und alleine der Punkt, das bei Austausch bestimmter Hardware die Lizenz erlöscht, heisst z.B. falls mir mein MB verreckt, bin ich gezwungen mir Win 10 neu zu kaufen.
    NetHunter
    ...…..heisst z.B. falls mir mein MB verreckt, bin ich gezwungen mir Win 10 neu zu kaufen.
    das höre ich zu ersten mal.
    ---> hier ganz unbeachtet ist: PCs/Notebooks, die älter als 5 Jahre sind, werden oft gar nicht vom jetzigen Windows 10 unterstützt, d.h. insbesondere dort verbaute Komponenten wie z.B. Grafikkarten. Habe selbst solch ein Notebook als "Zweitrechner", was mit Win7 und nachgerüsteter SSD super läuft. Probehalber hatte ich vor kurzem Win 10 darauf installiert aber die ganze Anzeige ist dabei total verzerrt, Grafikkarte wird schlicht nicht unterstützt...... So wird es wohl bald ein Linux-Rechner. Mal schauen welche Linux-Disribution, Live-Systeme gibts da ja reichlich zum vorherigen Ausprobieren..... Und nebenbei mit dem Vorteil, auch nicht bedrängt/genötigt zu werden, mit halbjährlichen Feature-Zwangsupdates, wie in der Win 10-in der "Home"-Version (Upgrades von der "Home"-Version auf die "PRO"-Version von MS-Windows 10 sind ja recht teuer) mit all dem "Klamauk" und Verunsicherung wie derzeit um das "09/2018"-Update...
    NetHunter
    Was mich bisher von Win 10 abhält ist einzig und alleine der Punkt, das bei Austausch bestimmter Hardware die Lizenz erlöscht, heisst z.B. falls mir mein MB verreckt, bin ich gezwungen mir Win 10 neu zu kaufen.
    Beim kostenlosen Upgrade offiziell, ja. Hardwaretausch im laufenden Windows führt in bestimmten Umständen zum Verlust der Aktivierung, die dann wenn überhaupt nur über ein vorher an die Lizenz gebundenes Microsoft-Konto wiederherstellt werden kann. Inoffiziell läßt sich weiterhin jede Windows-7/8/8.1-Lizenz auf Windows 10 upgraden. Solange der Product-Key von Windows 7/8/8.1 bekannt ist, ist zumindest die Neuinstallation mit diesem Key auf neuer Hardware i.d.R. kein Problem.
    Bei mit Windows gekaufter Hardware ist es ab Windows 8 etwas schwieriger geworden. Rechtlich ist die Bindung von Software an Hardware in Europa nicht gestattet. Allerdings werden die meisten Geräte mit einem Key im BIOS verkauft, so daß die Übertragung der Lizenz auf neue Hardware schwierig ist. Ansprechpartner für eine ungebundene Lizenz ist aber der Händler, allenfalls der Hersteller der Hardware, jedoch nicht Microsoft.
    urjo_de
    insbesondere dort verbaute Komponenten wie z.B. Grafikkarten. Habe selbst solch ein Notebook als "Zweitrechner", was mit Win7 und nachgerüsteter SSD super läuft. Probehalber hatte ich vor kurzem Win 10 darauf installiert aber die ganze Anzeige ist dabei total verzerrt, Grafikkarte wird schlicht nicht unterstützt......
    Trifft meist nur Geräte mit Hybridgrafiksystemen. Ansonsten laufen fast alle Geräte, die mit Windows 7 ausgeliefert wurden, auch mit Windows 10.
    urjo_de
    So wird es wohl bald ein Linux-Rechner. Mal schauen welche Linux-Disribution, Live-Systeme gibts da ja reichlich zum vorherigen Ausprobieren..... Und nebenbei mit dem Vorteil, auch nicht bedrängt/genötigt zu werden, mit halbjährlichen Feature-Zwangsupdates, wie in der Win 10-in der "Home"-Version (Upgrades von der "Home"-Version auf die "PRO"-Version von MS-Windows 10 sind ja recht teuer)
    Dann viel Spaß mit den dort üblichen halbjährlich bis jährlichen Upgrades. So unkompliziert wie die Linux-Gemeinde behauptet sind die auch nicht - gerade auf älterer oder ganz neuer Hardware. Hybridgrafik wird dort übrigens auch nicht standardmäßig unterstützt. Oft muß der Treiber nachinstalliert werden und meist ist das mehr als einfach eine EXE-Datei anzuklicken. Ohne Zusatzmaßnahmen läuft kaum ein Laptop unter Linux wie unter Windows.
    Nicht nur LTS-Versionen, die länger unterstützt werden, sondern auch andere, sind wegen der nicht komplett gepflegten Paketquellen häufig auf Handarbeit angewiesen, um bei sämtlicher Software aktuell zu bleiben. Unter Windows ist es zwar mühsam diverse Softwarehersteller mit ihren Updates im Blick zu haben, aber hat man deren Downloadwebseiten erstmal als Lesezeichen, ist die Suche und Installation von Softwareupdates einfacher als die Suche bei Linux außerhalb der mitgelieferten Paketquellen.
    Potrimpo
    Ja, ja. Politisch nicht korrekt und darauf basierend die Schlussfolgerungen ziehen.
    Da muss irgendetwas anderes an Deiner Konfiguration nicht stimmen.

    Siehe bitte meinen Beitrag weiter oben #21:Clean install 1803, sfc/ scannow ohne Fehler, kein Virenscanner, nur das Betriebs System, keine weiteren Apps. Ich war auch einigermaßen sprachlos, weil ich das unter Linux so noch nicht erlebt habe. Da ich aber von Libre office total überzeugt bin, gehe ich eher auf Fehlersuche und kämpfe mich durch. Wäre das mein erster Kontakt mit Libre office gewesen, wäre ich möglicherweise reumütig zu MS Office zurückgekehrt.
    Und dass Linux das einzige Betriebssystem ist, unter dem MS Office nicht läuft(soweit ich weiß) Wenn man in den Linuxforen forscht, findet man nur zurechtgewürgte Kompromisslösungen mit wine oder Playonlinux. Und viele können in der Arbeits-oder Schulumgebung auf MS Office nicht verzichten und brauchen 100% Kompatibilität. ... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
    Edit: zum wiederholten Mal, ich suche nach einem Weg für mich nach dem Support-Ende von Win 7. Es geht mir nicht darum, zu polarisieren, ich benenne Sachverhalte, natürlich auch mit einer persönlichen (Be)Wertung und S. Nadella hat meine größte Bewunderung für die betriebswirtschaftlichen Aspekte seines Konzerns. Nur,er sagt ja selbst, dass die Sparte Betriebssystem immer weniger Bedeutung für den Konzern hat, bei gleichbleibend hoher Bedeutung für mich.
    @build10240 https://www.heise.de/ct/artikel/Linux-4-19-Schoener-starten-und-bereit-fuer-das-WLAN-von-Morgen-4144037.html
    Die Entwickler sind schon dabei, Linux immer Anwender-freundlicher zu machen. Dieses ist ein link, den ich auf die Schnelle gefunden habe.
    Clean install 1803, sfc/ scannow ohne Fehler, kein Virenscanner, nur das Betriebs System, keine weiteren Apps.

    Ich selbst habe mir MS-Office installiert und möchte jetzt nicht an meinen Rechner testen.
    Vermutlich fehlt bei dir irgendeine Komponente, die eigentlich standardmäßig installiert ist.
    LibreOffice sagt, dass sie Java benötigen.
    Für die Installation von LibreOffice unter Windows muss Ihr System die folgenden Hard- und Software-Anforderungen erfüllen:

    • Windows-Versionen: Windows 7 SP1, Windows Server 2008, Windows 8, Windows Server 2012 oder Windows 10
    • Prozessor: Pentium-kompatibler PC (Pentium III, Athlon oder aktuellere Systeme empfohlen)
    • Arbeitsspeicher (RAM): 256 MB (512 MB empfohlen)
    • Festplatte: Mindestens 1,5 GB freien Speicherplatz
    • Bildschirm: Auflösung 1024x768 (höhere Auflösungen sind empfehlenswert) mit mindestens 256 Farben
    • Java: Für einige Funktionen von LibreOffice benötigen Sie Java, insbesondere für Base ist dies erforderlich.

    Beachten Sie hierzu auch die Versionshinweise.
    Für die Installation benötigen Sie Administrator-Rechte auf dem Rechner.

    Dann habe ich bei Google eingegeben: LibreOffice Probleme Windows 10. Es gab mehrere Treffer.
    https://de.libreoffice.org/download/versionshinweise/
    Dort wird was von der OpenGL-Schnittstelle geschrieben und dass es Probleme geben kann.
    Kenne ich leider nur zu gut. Meine Firma kämpft nach jedem Update von win10 mit den OpenGL-Schnittstellen und Datenbankanbindungen.
    Unsere Endwickler basteln dann immer irgendetwas, damit alles wieder läuft.
    Bevor wieder das Geschrei aufkommt. Ich bin nur für den Vertrieb zuständig, habe keine Ahnung und gebe den Frust 1 zu 1 nur weiter.
    Alle unsere Kunden, die sich freiwillig Windows10 angetan haben, sind auf die v1709 zurück gegangen, weil die v1803 oft nicht so funktioniert, wie erhofft. die v1809 ist ja noch im Beta Stadium.
    LibreOffice sagt, dass sie Java benötigen.

    Ich nutze seit Jahren Libre Office, habe noch nie gehört, dass da Java benötigt wird.
    Ok, hab nachgeschaut, für Base wird es gebraucht. Benutze aber Base nicht.
    hi
    Ich nutze seit Jahren Libre Office, habe noch nie gehört, dass da Java benötigt wird.
    jep.für die base_datenbank.
    gruß
    @Sonnschein Vielen Dank für den Hinweis mit der OpenGL Schnittstelle und den Link zu den Versionshinweisen.
    @all PeteM92 hat mich auf die Potable Version von libreoffice aufmerksam gemacht und dort habe ich in der Hilfe gefunden, dass libreoffice gerne ins Haupverzeichnis installiert wird und keine langen Pfade mag. Das Problem unter Windows trat erstmalig beim Öffnen von unter windows MS Office [email protected] Dokumenten im NAS Speicher und beim Verschieben von libreoffice Dokumenten ins NAS und wieder öffnen auf. Die Portable Version läuft, solange ich auf dem Stick bleibe , flüssig, greife ich mit der fest installierten Version auf den Stick zu, braucht er ewig. Aber bevor das hier den Rahmen sprengt, ich kämpf mich weiter durch:hallo
    @ PeteM92 Libreoffice Portable läuft
    @Friederike]@Sonnschein
    Und nur mit LibreOffice gibt es die Probleme? Wie wäre es mit OpenOffice als portable? Und mit Office 2016 tritt das Problem nicht auf? Könnte natürlich ein Problem der Netzwerkverbindung mit dem NAS sein (SMB etc.), wobei SMB v1.0 ja bekanntlicherweise nicht mehr unterstützt wird
    Da Du aber außer Windows 10 1803 nichts installiert hast, außer auch noch Netzwerkverbindungen zum NAS eingerichtet (und evtl. deren Software), Du keine Hinweise zu Deinem NAS gibst und auch sonst nichts - wird es wohl an der politischen Lage zwischen Microsoft und LibreOffice liegen.
    Warum, verdammt, funktioniert nur LibreOffice bei mir?
    @Friederike]
    Ich habe hier ein Clean Install von Windows 10 1803 zusammen mit LibreOffice, in den von mir (im Gegensatz von Dir) genannten Versionen - und es funktioniert einwandfrei. Irgendetwas wird schon unterschiedlich sein.
    Auf meinen Linux-Geräten funktioniert das auch einwandfrei - aber eben auch auf meinen Windows-Maschinen. Von Windows 7 bis zu Insider-Versionen.
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt, irgendetwas zu verunglimpfen, obwohl da nichts zu verunglimpfen ist oder etwas verschweigt.
    Meine Linux-Derivate haben Probleme mit einem Uralt-Scanner von Microtek - Windows übrigens auch.
    Vermutlich ist der böse Herr Nadella dafür verantwortlich, dass das nicht unter Windows funktioniert und hat noch die Linux-Community infiltriert, damit der Scanner auch nicht unter Linux funktioniert.
    Ein Schelm der Böses dabei denkt.
    Beiträge zusammengeführt. Bitte die "Bearbeiten"-Funktion benutzen und bitte keine Vollzitate
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