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Mistral AI: CEO Arthur Mensch wirft US-Riesen Entwicklerversagen vor

Mistral AI: CEO Arthur Mensch wirft US-Riesen Entwicklerversagen vor

Nachdem OpenAI und Anthropic zunehmenden Alarmismus vor ihren eigenen KI-Modellen betreiben und gemeinsam mit Google an einer freiwilligen Aufsichtsbehörde arbeiten, wittert Mistral-Chef Arthur Mensch im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung (Paywall, via Golem) ein durchschaubares Manöver. Um eigenes Entwicklerversagen zu vertuschen, setzen diese stattdessen, auch aus Sorge um das eigene Geschäftsmodell, auf Regulatory Capture, um kleinere Bewerber aus dem Markt zu drängen.

Den Aufsichtsbehörden Zugang zum Unternehmen zu gewähren und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben umzusetzen und nachzuweisen, kostet viel Geld. Große Unternehmen wie OpenAI und Anthropic könnten sich das leisten, wenn sie wollten, während kleinere Mitbewerber Probleme bekämen. Für Mensch ist das ein klassischer Griff in die Trickkiste, der schon oft angewandt wurde und ihn deswegen nicht sonderlich beeindruckt. Er selbst stammt ursprünglich aus Google DeepMind, seine beiden Mitgründer haben ihre Sporen zuvor bei Meta verdient.

Arthur Mensch geht zudem davon aus, dass die enorm teuren Geschäftsmodelle aktueller US-Riesen bald ins Wanken geraten. Die Strategie mit Open Weight-Modellen, auf die neben den Europäern nicht zuletzt auch die Chinesen setzen, ist erheblich günstiger und die hieraus entstehenden Topmodelle maximal noch drei bis vier Monate hinter den Topprodukten aus den Vereinigten Staaten. US-Präsident Trump ging zuletzt noch von etwa einem Jahr aus.

US-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic setzen auf geschlossene KI-Modelle, die unter hohem Kapitaleinsatz trainiert werden und dann mit hohen Margen an Kunden verkauft werden sollen. Open Weight-Modelle aus Europa und China lassen sich kostenlos herunterladen, flexibel austauschen und auf eigens gewählte Weise betreiben. Mensch sieht künftige KI-Geschäftsmodelle insofern im Betrieb klassischer Rechenzentren, ähnlich wie die Cloudanbieter bisher, und in maßgeschneiderten und spezialisierten Gesamtpaketen, die KI neben anderen Dienstleistungen einschließt.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.