Nach Corona: Auch Bill Gates glaubt nicht an eine Rückkehr zur alten Normalität

Nach Corona: Auch Bill Gates glaubt nicht an eine Rückkehr zur alten Normalität

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Immerhin stehen gleich zwei erfolgversprechende Impfstoffe in den Startlöchern. Kurzfristig hilft das zwar niemandem weiter, aber es erhöht zumindest die Chance auf eine echte Perspektive, wieder zur Normalität zurückkehren zu können.

Normalität? Was ist das überhaupt? Wir alle haben uns diese Frage in den letzten Monaten gestellt und es wurde fleißig darüber diskutiert, oft haben wir dabei von der „alten“ und der „neuen“ Normalität gehört. Wir alle haben mit der Pandemie unser Päckchen zu tragen, bei manchen ist es leichter, für andere beinahe unerträglich schwer. Ohne dass es gegenüber den wirklich hart Betroffenen ignorant wirken soll, bin ich nach wie vor beeindruckt, wie schnell man sich an veränderte Situationen anpassen kann.

Das betrifft sowohl das private als auch das berufliche Umfeld. Viele Menschen arbeiten jetzt von daheim, wiederum andere, die vorher viel Zeit auf der Straße, im Zug oder im Flieger verbracht haben, sitzen seit Monaten am selben Ort. Letzteres wird zum überwiegenden Teil auch so bleiben, glaubt Microsoft-Gründer Bill Gates.

Über die Hälfte aller Geschäftsreisen, die vor der Pandemie noch unternommen wurden, werden auch dann nicht mehr stattfinden, wenn diese vorüber ist und alles wieder seinen „normalen“ Gang geht, sagte Gates im Rahmen der DealBook Konferenz der New York Times. Von jetzt an werden Firmen eine „hohe Hürde“ vor die Genehmigung von Geschäftsreisen setzen, glaubt er. Soll heißen: Nur wenn die persönliche Anwesenheit unabdingbar ist, wird man die Reisekosten in Kauf nehmen.

Gleiches gilt laut Gates in abgeschwächter Form auch für das Thema HomeOffice. Er schätzt, dass die Anwesenheit in den Büros dauerhaft um 30 Prozent abnehmen wird. Microsoft hat für seine Mitarbeiter in den USA kürzlich eine dauerhaft gültige „Work from home policy“ verabschiedet, bei Microsoft Deutschland was das ohnehin schon lange vor Corona die Norm.

Ich persönlich bin zwar auch davon überzeugt, dass die Corona Pandemie für nachhaltige Veränderungen in der Arbeitswelt sorgen wird, die nicht mehr umkehrbar sind, nach wie vor halte ich aber an der Aussage fest, dass wir uns in einer Extremsituation befinden und dass man in einer solchen besser keine Vorhersagen treffen sollte. Erst wenn wir unser Leben und Arbeiten wieder halbwegs frei von den Zwängen der Pandemie gestalten können, werden wir uns auf den Weg in die „neue Normalität“ machen.

via: Cnet

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Sowohl im Beruf, wie auch in der Schul- und Ausbildung wird sich in Zukunft manches verändern. In den Schulen selbst wird eine Präsenzeinrichtung sicherlich unerlässlich sein, vor dem Hintergrund unterschiedlicher Herkünfte der Schüler. Jedoch wird die zunehmende und aufgezwängte Digitalisierung auch in der Schule einiges nachhaltig verändern.
    Und da sehe ich die Entwicklung von W10X und Teams/Skype als eine Bestätigung/ Anerkennung zukünftiger veränderter Umstände. Während Teams und Skype in der Masse schon jetzt gut angenommen werden, wird W10X die Hürde noch schaffen müssen.
    In den Schulen wird man in dieser Dekade nicht an modernen und kinderfreundlichen Geräten vorbei kommen. Diejenigen, die ein OS für kindergerechtes Arbeiten entwickeln, werden auch zukünftig im Klassenraum und Kinderzimmer ein Standard definieren. MS sollte die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Kinder sind häufig gnadenlos in der Beurteilung...
    Geschäftsreisen wird es auch weiterhin geben, ich war ja im Sommer auch unterwegs (bin normalerweise immer unterwegs). Aber Eintages Trips von München nach Hamburg wird es wohl weniger werden, sowas hat mich eh schon genervt, 16 Stunden unterwegs ist schon anstrengend. Das kann man in Zukunft locker per Teams machen. Aber längere Schulungen über drei oder vier Tage werde ich auch in Zukunft vor Ort machen.
    Ich hoffe, dass man hier mal überlegt, was nötig ist und was nicht.
    Aber @Martin , es gibt schon Vorschläge für den Fall, dass die Leute wirklich öfter zu Hause bleiben wollen, was mich etwas aufregte:
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/homeoffice-deutsche-bank-strategen-schlagen-steuer-auf-heimarbeit-vor/26617406.html
    @anthropos eines muss man der Deutschen Bank lassen: Wenn es darum geht, alles auf den Schultern der kleinen Leute abzuladen, sind sie immerhin kreativ. Ich würde aber nichts Neues einführen, sondern für Home Office einfach Vergnügungssteuer ansetzen :p.
    na wir werden ja sehen. Im Augenblick sind alle ganz offen dafür, aber ich habe auch schon mit Leuten gesprochen, die glauben, dass diese Sache nur temporär ist, weil der Cheffe ansonsten zu wenig Kontrolle ausüben kann.
    Für selbstständige natürlich eher egal, aber auch da haben sich ja co-working spaces öfters gebildet, weil die Leute nicht so allein sein wollten. Die (meisten) Menschen sind halt Gesellschaftswesen :)
    Und EDV'lern fällt es ggf etwas leichter, nicht unter Leute zu gehen, und wie man ja lesen konnte, auch da mag das nicht jeder. Ich sage voraus, es wird eine größere Umwälzung im Handel geben (die läuft ja schon etwas länger), als in den Büros.
    Unternehmen lernen aus der heutigen Situation
    Ich sehe es bei meinem Brötchengeber: Plötzlich gibt es für rund 65% der Mitarbeiter keine Anwesenheitspflicht mehr im Office, Mann/Frau darf auch jederzeit von daheim aus arbeiten. Zeiterfassung für die untere und mittlere Ebene erfolgt durch An- und Abmeldung per VPN am Firmendesktop und der Überwachung der Tastatur und Maus. (In Deutschland rechtlich nicht möglich)
    Vorteil: Erhebliche Reduzierung der Energiekosten der Klimaanlagen und Aufzüge. Geringere Kosten der Büroreinigungen, etc. pp.
    Geschäftsreisen müssen nun bis zur 2. Ebene von zwei unterschiedlichen Stellen genehmigt werden. Was nicht unbedingt notwendig ist, lehnt die Controllingabteilung (die sonst nie involviert war) gnadenlos ab. Ersparnis: Riesig. Neben den Flugkosten kommen noch die Unterbringungskosten, Spesen, Fahrtkosten etc. pp. hinzu, die auf einer Dienstreise anfallen. Plötzlich geht das alles über Videokonferenzen. Und vor allem: Viel schneller und ohne langwieriger Buchung der Reisen durch die Reiseabteilung unserer Firma.
    Fazit: Die Kostenersparnis liegt derart hoch, dass vor allem unsere Controllingabteilung ein Lebtag nicht mehr auf das frühere System umstellen wird.
    G.-J.
    Abu-Dhabi
    Naja am ende hat CoVid, in vielen Bereichen, nur zu einer Beschleunigung geführt. HomeOffice ist ja auch nicht neu, nun konnte es vielen Firmen zeigen, dass es auch so geht. Die Innenstädte wurden in den letzten Jahren auch schon leerer, in diesem Jahr wurde der Prozess zum Onlinehandel nochmals gewaltig beschleunigt. Sicher ist das es wie eine Art Bereinigung wirkt. Wer vor der Pandemie schon Schwierigkeiten hatte und evtl. noch ein paar Jahre durchgehalten hätte. Der ist jetzt weggefegt worden. Was sich bestimmt nicht ändern wird, dass sich in den Pflegeberufen etwas verbessert, dafür wird nach dieser Zeit wieder kein Geld mehr da sein. Alte und Kranke können naturgemäß einfach nicht mehr so Laut schreien wie Banken und Fluggesellschaften.
    „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“
    Von daher sehe ich das ähnlich wie Martin, dass das „neue Normal“ jetzt noch gar nicht absehbar ist. Das einzige was sicher sein dürfte ist, dass es nicht deckungsgleich mit dem „alten Normal“ ist. Das wiederum ist aber auch ein bisschen eine Binsenweisheit. Gesellschaften und Technologie sowie ihre Wechselwirkungen entwickeln sich ständig weiter, ob mit oder ohne Pandemie. Die dient in der Hinsicht wohl eher als Beschleuniger als als Auslöser einer Entwicklung.
    ... Bill Gates (und seine Stiftung) profitieren ja auch über die Beteiligungen an der Pharma Industrie davon das es wahrscheinlich keine alte Normalität mehr geben wird.
    Statusbericht:
    - Mir (IT-Arbeit) geht es gut, eigentlich kaum Einschränkungen
    - Familie, Kinder bereits raus aus der Schule, wobei die jüngste ein Notabitur dieses Jahr hingelegt hat. Keine Abschiedsfeier und Party. Große Tochter im Studium keine Feier, wenig / kaum Kontakte zu anderen Studenten ... fast immer Online.
    - Andere: Familien mit Schulkindern im alter von 6-12 Jahren tun mir total Leid. Stellt Euch vor ihr geht in die erste Klasse und seht eure Kameraden nur mit Maske. Sehr gruselig. Soziale Kontakte ?
    - Wirtschaft: Unterhaltungsindustrie und Gastro und Hotels - es gibt schon einige Schließungen, lange halten die das nicht mehr durch. Die Investitionen in die Umbaumaßnahmen (Lüftung, 50% Tische reduziert) haben nichts gebracht, sind trotzdem geschlossen worden. Reiseveranstalter und Airlines: normalerweise müssten die bereits zu machen
    Zukunft:
    Wenn die Restriktionen nicht ab 1.1.2021 aufgehoben werden, wird die deutsche Wirtschaft um 30% einbrechen. Folge: Es wird vom Staat unendlich viel Geld bereitgestellt, trotzdem Verarmung der Gesellschaft. Die Maßnahmen für neue Schulcomputer und Online Bildung sind viel zu spät und werden nur stümperhaft ausgeführt. Zinsen werden für die nächsten 20 Jahre bei 0% bleiben. Pleiten von Häuslebauern sind vorprogrammiert. Die viel zuvielen Banken in BRD werden geschlossen/fusionieren ... Arbeitslosigkeit der Bänker und was da dranhängt. Die Autoindustrie muss um zu überleben 50% der Leute entlassen.
    ... ich halte dieses Szenario nicht für so ganz ausgeschlossen.
    Alternative:
    Sämtliche Restriktionen des Infektionsschutzgesetzes aufheben, aber trotzdem eigenverantwortlich handeln. Wenn ich schnupfen/Grippe habe bleibe ich zu Hause und gehe wenn es schlimmer wird zum Arzt.
    Was kann passieren?
    Wenn ich keine PCR-Tests mache gibt es keine Infektionszahlen mehr.
    Die Arztpraxen würden sich wieder "normal" füllen.
    Nachdem der Durchschnitt der an Covid-19 stirbt >80 Jahre ist könnte man argumentieren, dass das vertretbar ist.
    Keine Ahnung ob das eine Alternative wäre, vermutlich würde die Wirtschaft und die Gesellschaft weniger darunter leiden als unter den aktuellen Maßnahmen ...
    Mach eine Liste mit Personen, die du kennst. Es dürfen aber keine Leute drauf stehen, die du nicht leiden kannst, sonst funktioniert das Experiment nicht.
    Anschließend markierst du die Leute, die du sterben lassen würdest, um weitere Restriktionen zu vermeiden.
    Dann bekommst du vielleicht so ein klitzekleines bisschen ein Gespür dafür, worüber sich die Leute in den verantwortlichen Positionen derzeit den Kopf zerbrechen. Für kein Geld der Welt möchte ich mit denen tauschen müssen.
    Die Geschichte zeigt, dass sich die Wirtschaft immer wieder erholt. Wer tot ist, bleibt es dagegen dauerhaft.
    Sämtliche Restriktionen des Infektionsschutzgesetzes aufheben, aber trotzdem eigenverantwortlich handeln.

    Das wäre die Lösung. Dafür sind wir als Gesellschaft aber leider zu dumm.
    ... mein Bekannter (Gesund, "nur Wirbel gebrochen" mit Kreuzweh) ist 87 Jahre alt. Er sagt er ist um jede Umarmung froh und nimmt das Risiko in Kauf.
    Unsere Nachbarin ist mit 75 im Altersheim und durfte nur 30 min pro Tag, 1 x die Woche von ihrem Mann besucht werden. Die war Nahe am Selbstmord. Ich kannte 2 weitere Fälle die an Suizid gestorben sind.
    Jemanden der an Corona gestorben ist kenne ich noch nicht. Ca. 10 Personen in meiner Umgebung hatten Corona (der waren PCR positiv), allerdings nur 1 Person beim Arzt und sonst 1-2 Tage Symptome (Kopfweh, Geschmacksverlust) ...
    Weitere Bekannte können nicht am Knie operiert werden, da die Betten wegen Corona freigehalten werden müssen. Das geht ja noch, viele trauen sich aber wegen Corona nicht ins KH, trotz Herzinfarkt und schweren gesundheitlichen Problemen ...
    So hat jeder seine persönlichen Erfahrungen die auch ganz bitter ausfallen können. Am Ende sollte man vielleicht mehr auf die offiziellen Zahlen des RKI und Statistischen Bundesamt schauen ... noch ist hier im Jahresvergleich keine Übersterblichkeit sichtbar ...
    Die Wirtschaft wird sich sicher erholen. Nur um welchen Preis ... aktuell ist China fast Corona frei (soweit man den Zahlen trauen kann) , da boomt es ...
    go1020
    ... mein Bekannter (Gesund, "nur Wirbel gebrochen" mit Kreuzweh) ist 87 Jahre alt. Er sagt er ist um jede Umarmung froh und nimmt das Risiko in Kauf

    Welches? Selbst an Corona zu sterben oder jemanden umzubringen?
    Ersteres steht ihm zweifellos zu, an die zweite Option denkt er womöglich gar nicht. Was wiederum das Kernübel (nicht nur in der Corona-Pandemie) sehr gut aufzeigt: Jeder denkt nur an sich.
    Nachdem er mit seinem Kreuzweh eh kaum aus dem Haus kommt denkt er eher daran das er angesteckt wird und nimmt eine mögliche Infektion in Kauf. Ich selbst habe mit 53 Jahren kein Problem mit der Umarmung. Bei Symptomen von mir oder ihm gehe ich natürlich auch auf Abstand ;-)
    Zwei ehemalige Mitschüler von mir (55 bzw. 56J) sind an Corona verstorben, ein weiterer Freund liegt aktuell auf der Intensivstation. Die Verstorbenen hatten keine Vorerkrankungen bzw. einer (56J) hatte Bluthochdruck - jedenfalls soweit mir bekannt. Infiziert haben sie sich vermutlich bei Feiern - da hatte vorher auch niemand Symptome.
    Die Chefs (Brüder) meiner Tochter hatten (ziemlich zu Beginn der Pandemie) ebenfalls - zu dem Zeitpunkt noch - symptomlos mehrere Mitarbeiter angesteckt, obwohl die sich nicht "umarmt" haben und auch schon vorher dort an sich sehr gute Hygienestandards galten, die jetzt nochmals verschärft wurden. Glücklicherweise hatten die betroffenen Mitarbeiter (Tochter war nicht dabei), alle milde Verläufe. Die Chefs selbst "durften" sich stationär behandeln lassen, kein Zuckerschlecken. Infiziert hatten sich die Chefs aller Voraussicht nach im Österreich-Urlaub, als das noch problemlos möglich war.
    Unsere Nachbarn meinten vor ein 3 Wochen ebenfalls "Party" machen zu müssen (ca. 40 Personen zwischen ca. 20 und 30J), aktuell sind wohl ca. 15 davon erkrankt - wie viele diese angesteckt haben, ist mir nicht bekannt. Einer von diesen Personen meinte mich einen Tag nach der Party umarmen zu müssen, um sich für den Lärm bei der Party zu entschuldigen - da hab ich wohl Glück gehabt, mich nicht umarmen zu lassen, er lag nämlich 4 Tage später im Krankenhaus, und liegt noch (allerdings nicht intensiv).
    @Martin Sehr gute Idee mit der Liste. Den es kann ja jeden Treffen. Geschockt bin ich echt von den Massen die nur an sich selbst denken und das in diesem Land wo es doch eigentlich jedem überwiegend gut geht. Am meisten Tun mir die Polizisten leid, die haben echt den härtesten Job bei dem Risiko.
    Einfach mal nach Kaiser TV auf YT Suchen - da gabs einen Zusammenschnitt von öffentlich-rechtlichen Sendungen zur Grippewelle 2017/18... Da darf es einen aber jetzt nichts mehr wundern.
    BTW: der Erfinder des World Economic Forum - Schwaab - hat auch schon verlautbaren lassen das es kein "Normal" mehr geben wird. Ach ja: einfach mal anschauen wer so alles in deren "NAchwuchsorganisation" - den Young Global Leaders - schon so alles teilgenommen hat: Spahn, Macron, Tulsi Gabbard ... . Und aktuell dabei Baerbrock von den Grünen.
    Aber kein Grund zur Sorge - die wollen ja nur Gutes. Wie z.B. das wir alle dank Besitzlosigkeit ganz glücklich werden...

    ...
    Ich sehe es bei meinem Brötchengeber: Plötzlich gibt es für rund 65% der Mitarbeiter keine Anwesenheitspflicht mehr im Office, Mann/Frau darf auch jederzeit von daheim aus arbeiten.
    ...
    Vorteil: Erhebliche Reduzierung der Energiekosten der Klimaanlagen und Aufzüge. Geringere Kosten der Büroreinigungen, etc. pp.
    ...
    Ersparnis: Riesig.
    ...
    Plötzlich geht das alles über Videokonferenzen. Und vor allem: Viel schneller und ohne langwieriger Buchung der Reisen durch die Reiseabteilung unserer Firma.
    Fazit: Die Kostenersparnis liegt derart hoch, dass vor allem unsere Controllingabteilung ein Lebtag nicht mehr auf das frühere System umstellen wird.
    G.-J.
    Abu-Dhabi

    Ich sehe das ein wenig anders.
    Sicherlich hängt das auch vom Unternehmen und seinen Produkten/Dienstleistungen ab, es gibt hier viele unterschiedliche Situationen.
    Thema Homeoffice:
    Sicherlich hat es viele Vorteile. Aber hier nach Manier der BWLer nur auf die Kosten zu schauen, ist sehr ... BWLer typisch. Ich will das nicht verallgemeinern, aber BWLer neigen dazu, ein Unternehmen nur aus seinen Finanzströmen zu analysieren. Damit entgehen ihnen oftmals wichtige Mechanismen zum Verständnis einer Firmenstruktur.
    Homeoffice verringert die Produktivität der Mitarbeiter häufig, nur in wenigen Fällen verbessert Homeoffice diese. Das hat vielfältige Gründe, ein sehr wichtiger, aber nicht der einzige Grund ist das Fehlen eines informellen Informationsaustauschs z. Bsp. in der Kaffeeküche oder beim gemeinsamen Mittagessen.
    Thema Dienstreisen: Videokonferenzen sind für viele Dinge in Ordnung, aber ein Workshop vor Ort ist trotz höherer Kosten um ein vielfaches effizienter, außer für Sozialphobiker. Spätestens, wenn aufgrund der loseren Koppelung z. Bsp. an den Kunden dem eigenen Unternehmen der erste dicke Auftrag entgeht, ist die vermeintliche Kostenersparnis der Controller perdu.
    Menschen sind soziale Tiere. Das muss man nicht übertreiben und wegen zwei Stunden Meeting eine Tagesreise unternehmen, aber ein Verkaufsgespräch, eine persönliche Werbeansprache, ein Workshop, ein Projekt-Kickoff oder eine Schulung sind Face-To-Face, mit Körpersprache, Smalltalk in der Pause usw. sind erheblich effizienter als jede Teams-Sitzung oder jedes Webinar.
    Letztendlich muss man eben im Einzelfall über Kosten/Nutzen entscheiden, aber ob die Controlling-Abteilung für solche Entscheidungen qualifiziert ist, wage ich zu bezweifeln.
    ... Bill Gates (und seine Stiftung) profitieren ja auch über die Beteiligungen an der Pharma Industrie davon das es wahrscheinlich keine alte Normalität mehr geben wird.

    ???
    Die Bill & Melinda Gates Foundation ist eine wohltätige Organisation, die Milliarden (persönliches Vermögen von Reichen) in die Welt pumpt, um Not zu lindern. Die "profitiert" ausschließlich von Spenden.
    Pharma-Unternehmen wiederum profitieren von der Marge von Impfstoffen sehr wenig, da diese nicht sehr hoch ist. Andere Produkte sind lukrativer.

    ...
    Zukunft:
    ...
    Die Maßnahmen für neue Schulcomputer und Online Bildung sind viel zu spät und werden nur stümperhaft ausgeführt. Zinsen werden für die nächsten 20 Jahre bei 0% bleiben. Pleiten von Häuslebauern sind vorprogrammiert. Die viel zuvielen Banken in BRD werden geschlossen/fusionieren ... Arbeitslosigkeit der Bänker und was da dranhängt. Die Autoindustrie muss um zu überleben 50% der Leute entlassen.

    Möglicherweise. Aber das hat jetzt alles nicht wirklich mit der Pandemiesituation zu tun. Der Investionsstau an den Schulen ist seit 15 Jahren akut, die Zinsen sind auch ohne Pandemie niedrig, die Banken fusionieren schon seit langem vor der Pandemie und die Autoindustrie wird auch ohne Pandemie 50% der Leute entlassen. Das passiert, wenn man einen technologischen Wandel verschläft (dann sinds 100%) oder eine neue, bessere Technologie die alte ersetzt.

    Sämtliche Restriktionen des Infektionsschutzgesetzes aufheben, aber trotzdem eigenverantwortlich handeln. Wenn ich schnupfen/Grippe habe bleibe ich zu Hause und gehe wenn es schlimmer wird zum Arzt.
    Was kann passieren?
    Wenn ich keine PCR-Tests mache gibt es keine Infektionszahlen mehr.
    Die Arztpraxen würden sich wieder "normal" füllen.
    Nachdem der Durchschnitt der an Covid-19 stirbt >80 Jahre ist könnte man argumentieren, dass das vertretbar ist.
    Keine Ahnung ob das eine Alternative wäre, vermutlich würde die Wirtschaft und die Gesellschaft weniger darunter leiden als unter den aktuellen Maßnahmen ...

    Eigenverantwortlich handeln: Gibt's nicht, sonst gäbe es keine verbietende oder verpflichtenden Gesetze (Tempolimits, Gurtpflicht, aber auch Maskenpflicht in bestimmten Bereichen). Bräuchte man ja gar nicht, wenn Leute eigenverantwortlich handeln würden...
    Keine PCR-Tests: Das klingt nach ich steck mal den Kopf in den Sand, dann wird mich das heranstürmende Raubtier nicht fressen, weil ich seh's ja nicht... Keine schlaue Handlungsweise.
    Über 80... Dieses Argument diskutieren Leute, aber leider trifft es nicht zu. Die Sterbewahrscheinlichkeit nimmt ab 50 zu, steigt langsam bis ca. Mitte 60 und dann macht sich die exponentielle Kurve bemerkbar. Zudem ist neben dem Alter der gesundheitliche Zustand des Menschen der Faktor (beides hängt natürlich auch zusammen):
    Ein z. Bsp. Diabetiker mit 40 hat eine hohe Sterbenswahrscheinlichkeit, höher als ein gesunder 65 jähriger.
    COVID-19 verursacht eine exponentielle Wachstumskurve. Die Auswirkungen auf eine komplexe Volkswirtschaft haben schon die ein- oder andere Studie untersucht. Nun ist Volkswirtschaft immer so eine Sache, aber es herrscht (so wie ich das gelesen habe) wohl halbwegs Einigkeit, dass ein Laufenlassen für die Wirtschaft das schlimmste Szenario ist.
    Was die "Alternative" ebenfalls außer Acht lässt, ist der fatale Krankheitsverlauf nicht weniger Patienten, auch ohne Symptome. Dazu gibt's inzwischen genug Studien. Das nicht geringe Risiko einzugehen, auch als junger Mensch schwere Folgeschäden über Monate, Jahre oder lebenslang mit sich rumzuschleppen, halte ich persönlich für Dummheit.
    Ich kenne einen ehemaligen Kollegen, 40 Jahre, der nach 6 Monaten nach einem harmlosen Verlauf (leichte Erkältung) nach zwei Treppenabsätzen eine Atempause einlegen muss. Nichtraucher, kein Risikopatient.
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