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.NET MAUI: Neues Community-Projekt bringt Backend für GTK4 zu interessierten Entwicklern

.NET MAUI: Neues Community-Projekt bringt Backend für GTK4 zu interessierten Entwicklern

Nicht nur das Thema Digitale Souveränität sorgt für eine zunehmende Skepsis gegenüber US-Techriesen wie Microsoft, auch das eigene Gebahren der Redmonder aus dem vergangenen Jahr bei Windows 11 haben nicht wenige Nutzer dazu veranlasst, sich nach möglichen Alternativen umzusetzen. Bei bestehenden Rechnern, die vorher Windows ausgeführt haben, ist Linux ein natürlicher Ersatz auf gleicher Hardware, was auch Entwickler von .NET-Programmen auf den Plan ruft.

Eines der wichtigsten Toolkits unter Linux war schon lange AvaloniaUI, zumindest wenn man ein Programm hat, was WPF in seinen Wurzeln hat. Einige Projekte wie Playnite nehmen aktuell genau diesen Notausgang, damit sich deren Entwickler unabhängig von Microsoft machen kann. Auch bei .NET MAUI bietet AvaloniaUI seit dem vergangenen November eine attraktive Option.

Der Haken ist nur, dass das Unternehmen hinter dem Toolkit seine Preisstruktur geändert hat und von den Entwicklerwerkzeugen nur noch Lite-Varianten für die Community anbietet – für reine Hobbyprojekte, die nicht auf etwas Unterstützung verzichten wollen, muss ein Wechsel hierauf also gut überlegt sein.

Eine mögliche Alternative bietet ein neueres Open-Source-Projekt, über das ich heute gestolpert bin – zumindest wenn ihr euch als Entwickler auf .NET MAUI beschränkt. Maui.Gtk soll die MAUI Controls mit den GTK-Widgets zusammenbringen und entsprechende Programme damit nativ unter GTK4 lauffähig machen. Für Linux-Nutzer und -Entwickler, die also ohnehin mit GTK-basierten Desktops wie Gnome, Cinnamon oder XFCE unterwegs sind, dürfte das eine attraktive Option sein, die komplett kostenlos ist.

Deswegen wollte ich euch das Projekt einfach mal hier lassen. Das zugehörige Repository mit weiteren Informationen könnt ihr auf GitHub finden.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Edge, Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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