Neues Outlook für Windows: „Zwangsumstellung“ bei Enterprise-Kunden um ein Jahr verschoben
Ab April 2026 wollte Microsoft seine Geschäftskunden mit einer Microsoft 365 Enterprise-Lizenz automatisch auf das neue Outlook für Windows umstellen. Jetzt wandert der Zeitplan nach hinten. Im März 2027 soll es dann aber so weit sein.
Im Dezember 2024 hatte Microsoft diese Maßnahme angekündigt. Aus dem „Opt-in“ sollte ab April 2026 ein „Opt-out“ werden. Soll heißen: Der Wechsel vom alten auf das neue Outlook geschieht automatisch, über den Schalter oben rechts in der Titelleiste ist eine Rückkehr zur klassischen Version möglich.
In der ursprünglichen Ankündigung hatte Microsoft seinerzeit außerdem kommuniziert, dass die Nutzer, die zur alten Version zurückkehren, jederzeit wieder auf die neue Version umgestellt werden könnten.
Die Unternehmen sind dem allerdings nicht hilflos ausgeliefert, sondern können das Verhalten mit der Richtlinie „Admin-Controlled Migration to New Outlook“ steuern. Die zugehörigen Einstellungen in der Registry von Windows sind wie folgt:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\office\16.0\outlook\preferences
Der DWORD-Wert mit der Bezeichnung „NewOutlookMigrationUserSetting“ legt die Einstellungen fest. Hat dieser den Wert „0“ (Null), erfolgt keine automatische Umstellung auf das neue Outlook, beim Wert „1“ können Nutzer eigenständig zwischen dem neuen und dem klassischen Outlook hin und her wechseln.
Umstellung erst ab März 2027
Die aktualisierte Nachricht MC949965 im M365-Admincenter informiert über die Verschiebung. Der obige Plan gilt nach wie vor, soll jetzt aber erst ab März 2027 in Kraft treten.
Zur Begründung schreibt Microsoft diplomatisch, dass man den Firmenkunden trotz des großen Interesses am neuen Outlook für Windows mehr Zeit geben möchte, sich auf das neue Outlook vorzubereiten und dessen Vorteile zu erkennen.
In der Praxis sieht es so aus, dass das neue Outlook bislang nicht gut ankommt, unter anderem, weil noch einige für Firmenkunden wichtige Funktionen fehlen. Die fehlende Unterstützung von COM‑Add‑ins bereitet ebenfalls noch vielen Firmen Kopfzerbrechen und ist ein Hemmschuh beim Umstieg auf die neue Version.
Die Unterstützung des klassischen Outlook für Windows läuft noch bis 2029. Es würde sich aber inzwischen niemand mehr wundern, wenn auch dieser Termin noch weiter in die Zukunft wandert.
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Thema:
- Microsoft 365
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

