Nutzer von Windows Mixed Reality sollten den neuen Microsoft Edge nicht sofort installieren

Nutzer von Windows Mixed Reality sollten den neuen Microsoft Edge nicht sofort installieren

Es gibt bekanntermaßen nicht allzu viele Nutzer von Windows Mixed Reality, von daher dürfte die folgende Nachricht nur einen Bruchteil unserer Leser betreffen. Wer aber ein Mixed Reality Headset besitzt und damit hin und wieder Ausflüge ins Internet unternimmt, der sollte darüber bescheid wissen.

Am 15. Januar wird der neue Microsoft Edge auf Chromium-Basis veröffentlicht. Wer ihn sofort haben möchte, muss ihn allerdings manuell herunterladen und installieren, die automatische Verteilung über Windows Update wird erst verzögert und zunächst auch nur sehr langsam erfolgen. Wird der neue Edge installiert, dann ersetzt dieser die alte Version. Und genau das wird bei den Mixed Reality Headsets zum Problem, denn es gibt einige Bugs, die erst Ende Januar mit einem kumulativen Update für Windows 10 beseitigt werden.

Grundvoraussetzung, um den neuen Edge in Mixed Reality nutzen zu können, ist die Windows 10 Version 1903, denn erst ab dieser können Win32 Applikationen in Mixed Reality gestartet werden. Außerdem ist wichtig zu wissen, dass der neue Edge kein WebVR mehr unterstützt, sondern stattdessen auf WebXR setzt. Ältere Webapplikationen, die noch auf WebVR setzen, funktionieren also nicht mehr.

Bei den oben genannten Bugs handelt es sich um folgende:

  • Das Starten einer Win32-Applikation (also auch des neuen Edge) führt zu einem kurzzeitigen „Einfrieren“ der Mixed Reality Anzeige.
  • Die Kachel für Microsoft Edge verschwindet aus dem Mixed Reality Startmenü und ist unter „Klassische Apps“ zu finden.
  • Angepinnte Fenster des alten Edge sind im Mixed Reality Home weiterhin vorhanden, können aber nicht mehr genutzt werden.
  • Das Öffnen eines Hyperlinks startet Edge auf dem Desktop statt in Mixed Reality.
  • Die WebVR Showcase App wird nach wie vor angezeigt, kann aber nicht mehr genutzt werden.

All diese Probleme werden mit einem kumulativen Update für Windows 10 (Version 1903 und später) beseitigt, dieses wird aber voraussichtlich erst Ende Januar veröffentlicht.

Es gibt darüber hinaus noch weitere bekannte Probleme, die mit diesem Update nicht beseitigt werden. So funktionieren 360-Grad-Videos aus YouTube noch nicht fehlerfrei mit dem neuen Edge, Raumklang wird generell nicht unterstützt und geöffnete Webseiten werden nicht gespeichert, wenn das Mixed Reality Portal geschlossen wird.

Nutzer von Mixed Reality sollten die finale Version von Edge also vorerst noch nicht installieren, sondern stattdessen lieber eine Version aus den Preview-Kanälen verwenden, die den alten Edge unangetastet lassen.

 

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Wie sieht es aus, wenn man parallel den alten Edge und den finalen Edge Chromium auf dem Rechner installiert?
    Ich würde erwarten, dass es dann die genannten Probleme nicht gibt, aber da ich die finale Version selbst auch noch nicht habe, kann ich dazu nichts weiter sagen.
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