Nutzung in einem Monat verdreifacht: Das Windows 10 Mai Update hebt ab

Nutzung in einem Monat verdreifacht: Das Windows 10 Mai Update hebt ab

Fast hätte es gereicht, und das Windows 10 Mai 2019 Update wäre binnen eines Monats vom Hinterbänkler zur populärsten Windows 10 Version geworden. Waren es Ende Juli noch 11,4 Prozent aller Windows 10 PCs, die mit der Version 1903 liefen, sind es jetzt 33 Prozent. Nur das Windows 10 April 2018 Update liegt mit 33,1 Prozent noch hauchdünn davor.

Die Zahlen stammen wie immer von AdDuplex und sind wie immer nicht repräsentativ, sondern entstammen den Daten, die das Werbenetzwerk über die ihm angeschlossenen Apps erhebt. Ich wiederhole es fast jeden Monat gebetsmühlenartig: Die Zahlen sind mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit falsch, dennoch geben sie den Trend zuverlässig wieder.

Der plötzliche Anstieg kommt natürlich nicht von ungefähr: Microsoft rollt das Windows 10 Mai 2019 Update inzwischen automatisch über Windows Update aus, und das hat dann eben diesen sprunghaften Anstieg zur Folge. Das wird in den kommenden beiden Monaten ähnlich aussehen, denn der Support für das April 2018 Update läuft im November aus und bis dahin sollte es ausgestorben sein.

Windows 10 Verteilung im August 2019

So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass der gesamte Zuwachs bei Version 1903 von der Version 1803 kommt, während das Oktober Update nur um einen einzigen Prozentpunkt nachgibt. Bei seiner „Update-Kampagne“ fasst Microsoft diese Geräte also noch gar nicht an.

Quelle: AdDuplex

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Gibt es zu den Angaben von, z. B., Ad Duplex eine Einschätzung bezüglich der Streuung? Also wenn Ad Duplex sagt, 11,4%, wie genau kann man das einstufen? +/-5%? Mehr? Weniger?
    Wenn man das zuverlässig sagen könnte...
    Einmal hat Microsoft offizielle Zahlen genannt, da lag die Verteilung der neuen Version deutlich niedriger als von AdDuplex ermittelt. Ich denke auch, dass sie eher "zu positiv" sind, also dass die Verbreitung der jeweils neuesten Version tatsächlich geringer ist.
    AdDuplex gewinnt seine Zahlen aus den Store-Apps, die sein Werbe-API integriert haben. Laut denen sind das 10K+ aktive Apps, 30M+ ausgelieferte Anzeigen. Alleine an den Zahlen kann man sehen, daß nur ein kleiner Bruchteil aller Windows-10-Installationen erfasst wird. Ob diese Zahlen repräsentativ sind, ist Spekulation. Ich sage eher nicht, denn die Auswahl der Apps mit AdDuplex geschieht nicht nach repräsentativen Kriterien und demzufolge auch nicht deren Nutzerschar. Die Streuung sagt dann auch nichts zum Verhältnis zu den realen Zahlen aus.
    Im übrigen die Angabe "200+ countries" unseriös. Nur wenn man sämtliche Rebellengebiete, die ein eigener Staat sein wollen, mitzählt, kommt man auf diese über 200 Länder.
    Ja, alles seit langer Zeit bekannt. Aber ich sage auch immer wieder: Wenn die Zahlen falsch sind, dann sind sie immer auf die gleiche Weise falsch. Was wiederum bedeutet, dass man Trends trotzdem zuverlässig daraus ableiten kann.
    Die Frage ist:
    Welche Relevanz bzw. welche Auswirkungen hat diese "wichtige" Information auf den User oder dessen Windowsversion?
    Sorry, aber dies ist eine Wegwerf-Information....
    Die Relevanz-Frage kann man natürlich bei jeder Statistik stellen... Wenn ich jetzt schreibe, dass der Marktanteil von Windows XP im Juli 2019 immer noch bei 1,68 % liegt, kann sich der geneigte XP-Nutzer dann zurücklehnen, weil er zu einer "elitären Minderheit" gehört? Interessiert mich das als Windows 10-Nutzer? Antwort: Ja, ich finde das spannend... jedem Tierchen sein Pläsierchen und wen es nicht interessiert, einfach ignorieren... :D
    Was sagen eigentlich die Datenschützer dazu, dass Microsoft selbst solche Zahlen gar nicht erfassen kann, sondern auf externe Zahlen zurück greifen muss? Die wollen einem doch immer weiß machen, dass die Unternehmen so viel über uns alle wissen...
    Wieso sollte Microsoft solche Zahlen nicht erfassen können? Die können jede Windows-Installation, die unzensiert mit dem Internetkontakt aufnimmt identifizieren, also insbesondere bei Windows 10 alle Systeme, bei denen nicht jemand die Telemetrie abgedreht hat. Microsoft will diese Zahlen nur nicht der Allgemeinheit teilen.
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