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OneDrive-Nutzer trauern noch immer um eine alte Funktion aus Windows Live Mesh

OneDrive-Nutzer trauern noch immer um eine alte Funktion aus Windows Live Mesh

Der Vorläufer von Microsofts heutigem Cloudspeicherdienst OneDrive war Windows Live Folders, das später zu SkyDrive wurde, welches wiederum 2014 aufgrund eines Rechtsstreits mit dem britischen PayTV-Sender Sky in OneDrive umbenannt wurde. Für Windows gab es außerdem noch „Windows Live Mesh“, dem einige Nutzer offenbar bis heute nachtrauern.

Windows Live Mesh konnte Dateien nicht nur online via SkyDrive synchronisieren, sondern auch offline über das lokale Netzwerk. Fanden sich zwei PCs im LAN, auf denen Windows Live Mesh mit dem gleichen Account lief, wurden bis zu 5 GB an Dateien über das lokale Netzwerk zwischen diesen PCs synchronisiert. Im Zuge von Microsofts Bestrebungen, alles in die Cloud zu verlagern, wurde Windows Live Mesh im Februar 2013 endgültig abgeschaltet.

Ich erinnere mich noch gut, dass ich zu den Leuten gehörte, die ziemlich sauer auf Microsoft waren, weil die Möglichkeit der lokalen Synchronisation abgeschafft wurde. Warum soll eine Datei den Umweg über die Wolke nehmen, wenn der Zielrechner direkt daneben steht? Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, obwohl die lokale Synchronisation durchaus Vorteile hat, beispielsweise bei der Inbetriebnahme eines neuen PC.

Nach wie vor wünschen sich aber offenbar viele Leute die Rückkehr dieser Funktion. Neowin hat sich die Mühe gemacht und die „Top Ten“ der Kundenwünsche ausgewertet, die über Microsofts Feedback-Portal zu OneDrive an die Redmonder gerichtet wurden. Auf Platz 1 steht dabei die Möglichkeit, einzelne Dateitypen von der Synchronisation auszuschließen, das hat Microsoft via administrativer Richtlinie für die Unternehmenskunden bereits umgesetzt. Direkt dahinter auf Platz 2 folgt die lokale Synchronisation von Dateien.

Der Vorschlag hat rund 7.800 Stimmen, was eine grundsätzliche Problematik der Feedback-Portale aufzeigt: OneDrive hat Millionen Nutzer, ein paar tausend davon sind also keine kritische Masse, sie könnten aber dennoch repräsentativ sein, denn die überwältigende Mehrheit der Kunden nutzt das Feedback-Portal nicht.

Es gibt eine offizielle Antwort von Microsoft hierzu, sie lautet: „Es gibt keinen Zeitplan, aber wir haben das nach wie vor auf dem Radar.“ So ähnlich klang das auch 2013.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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