OneDrive: Teilen-Menü der Business-Version kommt auch für Consumer

OneDrive: Teilen-Menü der Business-Version kommt auch für Consumer

Als ich am Wochenende einen OneDrive-Ordner aus dem Windows 10 Explorer heraus freigeben wollte, stieß ich auf ein neues Menü, von dem ich mir zunächst sicher war, dass ich es noch nicht gesehen hatte. Weil man ja durchaus mal etwas übersehen oder verpassen kann, fragte ich in unserem Telegram-Chat nach. Es zeigte sich, dass einige Leute das Menü schon kannten, andere wiederum nicht. Es ist also in der Tat in der Form „neu“, als es nach und nach für alle Accounts ausgerollt wird und längst noch nicht bei allen Nutzern angekommen ist.

Ein wenig weitere Recherche ergab: Es handelt sich um das Teilen-Menü von OneDrive for Business, welches jetzt offenbar auch für die Consumer-Version verfügbar gemacht wird.

Es fällt bereits beim Aufrufen des Kontext-Menüs auf, dass statt „Einen OneDrive-Link freigeben“ nur noch der Text „Teilen“ erscheint.

OneDrive Teilen Menue unter Windows 10

Bisher war es so, dass beim Klick auf „Einen OneDrive-Link freigeben“ der Freigabelink direkt in die Zwischenablage kopiert wurde. Nun öffnet sich beim Klick auf „Teilen“ ein Menü mit zahlreichen weiteren Optionen. Hier kann man beispielsweise den Standard-Eintrag „Jeder mit dem Link kann bearbeiten“ anklicken und andere Berechtigungsstufen auswählen sowie ein Verfallsdatum für die Freigabe eingeben. In die Zeile mit der blauen Linie trägt man anschließend die Personen ein, für die man die Inhalte freigeben möchte. Das ist alles nicht neu, war aber eben nicht so nahtlos in den Windows Explorer eingebunden.

OneDrive Teilen Menue unter Windows 10

Die Möglichkeit, einfach nur den Link zu kopieren, gibt es weiterhin. Hinter „Weitere Apps“ verbirgt sich dann das Standard Teilen-Menü von Windows 10, mit dem man den Link direkt in anderen Apps teilen kann, z.B. in OneNote, Twitter oder Mail.

Es scheinen noch weitere Änderungen „im Busch“ zu sein. Wie man sieht, habe ich auf dem betroffenen PC (kein Insider) noch die Option „Zu synchronisierende OneDrive-Ordner auswählen“ im Kontextmenü, auf meinen anderen Geräten, die im Slow und Fast Ring sind, sehe ich diese Option dagegen noch nicht.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Blöde Frage:
    Muss der Empfänger auch einen "One Drive", bzw. Microsoft Account haben?
    Oder wird es für jeden zugänglich?
    Ohne Microsoft Account kann man OneDrive nicht nutzen.
    Man kann überhaupt keinen Cloud-Dienst nutzen, wenn man kein entsprechendes Konto hat. Ohne Konto ist ja die Zuordnung der eigenen Daten nicht möglich.
    Das ist so ähnlich, wie wenn man E-Mail ohne E-Mail-Adresse benutzen wollte.
    >> Ohne Microsoft Account kann man OneDrive nicht nutzen.
    Das stimmt so aber m.W. nicht, Natürlich kann man einen Link erzeugen, den dann jeder nutzen kann.
    @Martin: du warst mir dieser Info vor Hans draußen - Respekt! ;-)
    data68
    Das stimmt so aber m.W. nicht, Natürlich kann man einen Link erzeugen, den dann jeder nutzen kann.

    Du kannst jemandem einen Link schicken, der dann Deinen OneDrive-Account (bzw. den damit verbundenen Speicherplatz) nutzt.
    Das ist ungefähr so, wie wenn Du Deinem Spezl Deine E-Mail-Adresse und das zugehörige Passwort gibst. Das wirst Du nur in Ausnahmefällen machen wollen.
    Um was gehts? Um eine Freigabe via Link für Dritte ohne Konto? Ja das kann OneDrive schon ewig. Habe ich häufig schon genutzt. Neu darin ist das Ablaufdatum. Bearbeiten ist auch möglich.
    Kann jeder selbst testen im Private. Freigabelink erzeugen und im Privat kopieren.
    Neu ist doch nur, das dies im Explorermenü bereitgestellt wird. Aktuell öffnet sich OneDrive wenn man die Funktion "weitere OneDrive-Freigabeoptionen" anklickt.
    STOP!!! Falsche Kommentare!!! Man benötigt kein Microsoft-Konto um auf den Link eines One-Drive Kunden, der diesen Link freigegeben hat zuzugreifen. Man kann auch immer auswählen, ob derjenige, der den Link erhält, bearbeiten darf, oder nur anzeigen kann. Bei One-Drive for Business geht das direkt im Menu, bei One-Drive (privat) ging das bisher nur in der Online-Version. Aber diejenige, die den Link erhalten um Daten einzusehen oder zu bearbeiten brauchen definitiv kein MS-Konto!!!
    Du kannst jemandem einen Link schicken, der dann Deinen OneDrive-Account (bzw. den damit verbundenen Speicherplatz) nutzt.
    Das ist ungefähr so, wie wenn Du Deinem Spezl Deine E-Mail-Adresse und das zugehörige Passwort gibst. Das wirst Du nur in Ausnahmefällen machen wollen.

    ...ist Quatsch... Begründung: siehe oben.
    btw: Ablaufdatum für den Link gibt es in One-Drive for Business bestimmt schon seit 2 Jahren...
    Du kannst jemandem einen Link schicken, der dann Deinen OneDrive-Account (bzw. den damit verbundenen Speicherplatz) nutzt.
    Das ist ungefähr so, wie wenn Du Deinem Spezl Deine E-Mail-Adresse und das zugehörige Passwort gibst. Das wirst Du nur in Ausnahmefällen machen wollen.

    N-nein...wieso sollte man das nur in Aufnahmefällen machen wollen? Du hast ne Datei auf deinem OneDrive die du bestimmten Leuten zugänglich machst. Damit wird dein Speicherverbrauch nicht erhöht. Hat auch nix mit "du gibt's einem dein Passwort" zu tun.
    @Martin: du warst mir dieser Info vor Hans draußen - Respekt! ;-)
    das darf der Martin auch!!
    Teile davon habe ich bereits im März beschrieben und für Microsoft in Hongkomng präsentiert: https://hansbrender.com/2019/03/02/onedrive-datei-explorer-und-auf-onedrive-verschieben/
    Die Unsicherheit, warum einige Teile davon sehen, andere jedoch nicht, möchte ich hier einmal aufklären:
    Das Einbinden von OneDrive Funktionalität passiert an 3 Stellen:
    1: Durch den NGSC (Next Generation Sync Client)
    2: Durch die Integration in Windows 10
    3: Durch das Verwenden von Office Applikationen
    Nun gibt es für alle 3 Teile auch 3 Insider Versionen. Der eine hat gar kein, maximal kann man also 3 haben. Und das macht das Leben nicht einfacher.
    Ich habe zur Zeit mit Microsoft 1/2 Dutzend Bugs offen, die zum Teil nicht so einfach abzustellen sind. Ein Microsoft Mitarbeiter der OneDrive Gruppe hat mir einmal gesagt: "Danke Hans, dass Du uns aus der Zukunft in die Vergangenheit holst, damit wir die Gegenwart reparieren können."
    Und da wir unterschiedliche Updates-Szenarien haben, ist es manchmal nicht so einfach, ein Bugfix auszurollen.
    Diese "Fehler" sind a) komplex zu beschreiben (in letzter Zeit erstelle ich Videos, das geht schneller) und b) meistens nur für Firmen interessant.
    Wenn jemand also via Office 365 ein OneDrive-Ticket öffnet, vergesst nicht, alle Versionen (Windows,Office und OneDrive) mit anzugeben. Exakte Build Version!
    Dann klappts auch mit dem Support.
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