OneDrive: Verschärfte Regeln für unlizenzierte Konten gelten ab Juli
Für unlizenzierte OneDrive-Konten gelten ab Juli strengere Regeln hinsichtlich des Umgangs mit gespeicherten Daten. Damit setzt Microsoft eine vor längerer Zeit angekündigte Maßnahme in die Tat um und entfernt gleichzeitig einen Zwischenschritt.
Die Neuregelung betrifft OneDrive für Business und SharePoint Online. Für Privatkunden bleibt alles beim alten.
Ein Konto verfällt in den Status „nicht lizenziert“, wenn die Zahlung ausbleibt oder die zugewiesene Lizenz ausgelaufen ist. In diesem Fall gelten folgende Fristen und Regelungen:
- Nach 60 Tagen erfolgt die Sperrung des OneDrive-Kontos und es wechselt in den „Read only“-Modus. Das Hochladen und Bearbeiten von Dateien ist dann nicht mehr möglich.
- Nach 93 Tagen werden die Daten archiviert. Sie sind für die entsprechenden Nutzer dann nicht mehr direkt zugänglich. Im Rahmen von eDiscovery oder rechtlichen Angelegenheiten ist jedoch weiterhin ein Zugriff möglich.
- Befindet sich ein Konto für die Dauer von 12 Monaten ununterbrochen im Status „nicht lizenziert“, folgt die endgültige und unwiederbringliche Löschung der Daten aus OneDrive und SharePoint Online.
Sobald eine Lizenz zugewiesen und bezahlt ist, erfolgt die Wiederherstellung des Kontos und es lässt sich wieder regulär nutzen. Bei erneut ausbleibender Zahlung starten die Fristen dann wieder von Neuem.
Bisher gab es noch einen zusätzlichen Schritt: Nach 275 Tagen wurden die Daten sozusagen „angelöscht“. Sie waren dann nicht mehr zugänglich, aber immer noch vorhanden. Laut der Nachricht MC1381110 im M365 Admincenter entfällt dieser Schritt künftig.
Admins sollten also immer ein Auge darauf haben, welche Konten nicht (mehr) lizenziert sind, etwa wenn jemand aus dem Unternehmen ausscheidet. Die Daten sollten in diesem Fall rechtzeitig an einen anderen Ort migriert werden.
Keine Änderung bei Privatnutzern
Für Privatkunden gelten weiterhin die Fristen, die Microsoft in einem Supportartikel dokumentiert. Überschreitet man das Speicherlimit, erfolgt nach drei Monaten eine Sperre des Kontos. Man kann keine Dateien mehr hochladen oder bearbeiten und auch die Synchronisation über die genutzten Endgeräte hinweg ist ausgesetzt. Zudem kann man in Outlook.com keine E-Mails mehr senden oder empfangen. In Microsoft Teams kann man keine Anhänge mehr senden oder empfangen.
Die endgültige Löschung ist nicht verbindlich geregelt. In dem oben verlinkten Dokument heißt es, dass man nach sechs Monaten mit der Löschung der Daten rechnen muss.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

