OneNote für Windows 10: Microsoft erläutert Pläne zur Weiterentwicklung

OneNote für Windows 10: Microsoft erläutert Pläne zur Weiterentwicklung

Zu Beginn der Woche hat Microsoft angekündigt, das eigentlich beerdigte OneNote 2016 ab sofort wieder zu pflegen und auch in Zukunft mit neuen Funktionen zu versorgen. Viele Fans des „klassischen“ OneNote hat das gefreut, die Freunde der UWP-Version waren dagegen verunsichert, wie die Entwicklung denn nun weiter geht.

Es liegt auf der Hand, dass es Unsinn ist, dauerhaft zwei Versionen des gleichen Programms zu pflegen, obwohl OneNote-Chef Ryan McMinn in einem Tweet zunächst genau das behauptet hat. Das wurde nun aber glücklicherweise klar gestellt. In einer Session auf der Ignite-Konferenz erklärte Ben Hodes, dass man mit OneNote wieder zu einer einheitlichen Codebasis zurückkehren werde.

Mit der vorübergehenden Einstellung der Desktop-Applikation hat man ja nicht nur den OneNote-Code an sich getrennt, sondern sich auch von der gemeinsamen Entwicklung mit allen anderen Office-Komponenten abgespaltet. Das hat man als Fehler erkannt, der wieder rückgängig gemacht wird.

Es gab auf der Session außerdem einen Ausblick, mit welchen Neuerungen die Nutzer von OneNote 2016 in den kommenden ca. eineinhalb Jahren rechnen dürfen:

  • Anbindung an den „Modern sync service“, der aktuell in der UWP-Version steckt
  • @Erwähnungen für OneNote innerhalb von Microsoft Teams
  • Integration von Microsoft Search
  • Neue Meeting-Funktionen
  • Integration von To Do
  • Optimierungen bei der Barrierefreiheit
  • Neue Zeichenfunktionen

Die @Erwähnungen und die Integration von To Do sollen auf jeden Fall im kommenden Jahr realisiert werden. Bezüglich der neuen Meeting-Funktionen ging es noch nicht sehr ins Detail, es wurde lediglich versprochen, dass man „an vielen nützlichen Funktionen“ arbeitet.

Neben der „Wiederauferstehung“ der Win32-Version von OneNote investiert Microsoft aber auch in die Web-Version, darum soll die Integration des Fluid Framework vorangetrieben werden.

Was heißt das nun für die Nutzer von OneNote? Beide Apps bleiben vorerst erhalten, aber dass dies nicht auf ewig so bleiben wird, liegt auf der Hand. Wie gut oder schlecht die UWP-Version in Zukunft noch gepflegt wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: TheVerge

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Dabei ist die OneNote App in allen teilen um Welten besser als 2016. Schneller, hübscher bessere, kleiner und schnellere Stiftunterstützung. Es fehlen halt Features die es unmöglich machen 2016 zu deinstalliere. Auch noch so lächerliche. Einen Seitenstandard für Abschnitte mit Seitengröße setzen und Seiten Gruppen drucken. Das sind aktuell die absolut notwendigen Features die fehlen. Daher muss man dafür 2016 nutzen. Aber danach wird wieder die App genutzt, da die einfach besser ist.
    Notizbücher exportieren und importieren fehlt auch, aber das ist tatsächlich nicht extrem wichtig aber auch schade. Diese drei features fehlen um 2016 komplett obsolet zu machen. Kam aber nicht. Und jetzt wollen sie wieder 2016 entwickeln. Versteh das einer
    Anlässlich dieser Infos wollte ich gerade OneNote 2016 aus meinem Office 365 Business Portal installieren. Dort wird es mir aber nicht mehr angeboten. :-(
    Kommt ab März 2020 wieder zurück. Keine Ahnung, warum sie das nicht sofort machen, wahrscheinlich ist das mit dem ersten geplanten Feature-Release verknüpft.
    Da verstehe ich Microsoft nicht. Obwohl ich ein großer Fan von UWP-Apps bin ist trotzdem ersichtlich das OneNote zur Office-Suit passt. Auch der UWP-App kann ich viel positives abgewinnen. Da ich aber meine Daten auf meinem NAS habe, ist das Zwangsspeichern in der Cloud ein k.o.-Kriterium. Auch in der Firma wird man erleichtert sein, da dort zwar Windows 10 aber keine UWP-Apps laufen. Ich verstehe nur nicht wie man bei Microsoft derart hartnäckig mit verbundenen Augen lange Zeit in die falsche Richtung entwickeln kann. Jedem 10-Mann-Unternehmen würde so ein Verhalten das Genick brechen.
    "Beide Apps bleiben vorerst erhalten,...." - Das ist ein gern gemachter Fehler: "Beide Apps" gibt es nicht! Es gibt die App und es gibt das Programm. Und das ist NICHT gleichzusetzen!
    Einige Fans mögen das anders sehen - das ändert aber nicht die Realität.
    Hoffentlich wird das bald akzeptiert. Selbst Microsoft scheint das langsam zu akzeptieren ;).
    Die Apps und der Store unter Windows/ bei Microsoft sind frei von Erfolgschancen und werden sich niemals etablieren.
    Wird das dann für alle OneNote2016 (Pro-(Plus)) Versionen kommen, oder nur für die Abo-Versionen?
    Dann war ich wohl zu voreilig. Da OneNote 2016 eingestellt werden sollte, bin ich vor Kurzem auf die Desktop-Version von Office 2019 umgestiegen. Weil diese gar kein OneNote mehr enthält, war ich mehr oder weniger gezwungen, mich an die neue UWP-App zu gewöhnen. Oder gibt es aufgrund der aktuellen Meldung nun Hoffnung, dass OneNote in Office 2019 wieder Einzug hält?
    "Beide Apps bleiben vorerst erhalten,...." - Das ist ein gern gemachter Fehler: "Beide Apps" gibt es nicht! Es gibt die App und es gibt das Programm. Und das ist NICHT gleichzusetzen!
    Einige Fans mögen das anders sehen - das ändert aber nicht die Realität.
    Hoffentlich wird das bald akzeptiert. Selbst Microsoft scheint das langsam zu akzeptieren ;).
    Die Apps und der Store unter Windows/ bei Microsoft sind frei von Erfolgschancen und werden sich niemals etablieren.

    Was heißt noch einmal die Abkürzung "App"? Ach ja, Application! Und wie ist die Übersetzung? Application ==> Programm! Deine Aussage ist damit völliger Quatsch! Wenn man kein Ahnung hat, dann sollte man den Mund halten.
    @Agredo Da wüsste isch schon noch ein paar (gelinde gesagt) Dinge mehr, welche der App trotz massiver Unterstützung in UserVoice nie hinzugefügt wurden, und seien es so einfache Dinge wie auf Knopfdruck alle Meeting Infos aus Outlook in den Titel zu übernehmen. Ich bin guter Dinge, dass endlich die Office Version weiterentwickelt wird. Da ich annehme, dass dies durch das bisherige UWP Team geschieht, werden die guten Seiten der "App" sicherlich Einzug finden. Ohne dass das Programm kastriert wird, wie es leider mit der App geschehen ist.
    Das ist ja mal wieder der typische Microsoft-Schlingerkurs.
    Was habe ich Energie aufgewendet, um Kollegen auf die OneNote-UWP-Version zu bewegen. Mein Killerargument war immer: dann bist Du auch in Zukunft auf der sicheren Seite. Nun zeigt sich, dass das wohl gerade die unsichere Seite ist.
    @Marlis18: man muss doch nicht immer gleich so harsch sein. Fährst Du im realen Leben Dein Gegenüber auch immer gleich so an?
    Was Microsofts Ankündigungen angeht lese ich die sowieso nur noch im halbwachen Zustand. Wenn irgendwann mal was da ist das ich anfassen kann, dann schaue ich es mir gerne genauer an...
    Microsoft verspielt mit so einem Verhalten Stück für Stück seine Glaubwürdigkeit.
    Bewusst wahrgenommen habe ich das seit der Ankündigung der Öffentlichen Ordner in Exchange.
    Seitdem scheint diese Vorgehensweise zum Standard geworden zu sein:
    Ankündigen
    Gegenwind messen
    Relativieren
    Zurückruder
    Das stärkt nicht gerade das Vertrauen.
    Microsoft ist bei einigen Kunden von mir inzwischen ein Synonym für Arroganz bis "notwendiges Übel".
    Nicht sehr schön...
    Die wirklich wichtigen Kunden für MS sind doch die Unternehmenskunden... und da haben viele alleine wegen des Cloud Zwanges die UWP App nie in Betracht gezogen. Von daher glaube ich, dass Microsoft schon den richtigen Schritt gemacht hat. Die Consumer hat man schon so oft verärgert, die sind sich das gewohnt :P nicht dass ich ein solches Vorgehen gutheisse, aber in diesem Fall kann ich es nachvollziehen.
    Einheitliche Codebasis? Also kurz gesagt: die OneNote UWP ist tot.
    Offiziell wird das verkündet, wenn man die Features aus der UWP in die Win32 App übernommen hat. Bis dahin laufen beide parallel, aber in der UWP sind wohl keine weiteren Features mehr zu erwarten.
    @Marlis18
    application übersetzt sich noch immer mit Anwendung. Für application software darf man durchaus Anwendungsprogramm nehmen.
    Wenn für dich sprachlich keine Unterschiede bestehen, ist das deine Sache. Aber bitte akzeptiere wenn andere User differenzieren.
    Daß für zweierlei Geräteklassen nur die Basics der Anwendung identisch sein müssen begreift jeder. Bei Unterstützung von Zeichentabletts könnte wiederum jeder Desktop-User genauso, wenn nicht sogar besser, direkt in OneNote skizzieren.
    Wer der breiten Masse, inklusive Business eine längerfristige Sache mit Anspruch auf Platzhirsch-Ranking anbieten will wird alles daran setzen in naher Zukunft eine entsprechende Lösung anzubieten.
    Auf die in Windows Home und Professional enthaltene Microsoft Store App könnte ich gut und gerne verzichten. Für mich die erlebte Realität von "dümmer geht nümmer".
    Man ist das jämmerlich. MS die gerade nochmal mit W10X ein zum Scheitern verurteiltes OS bauen, das am meisten von UWP profitieren würde, stellen eine der wohl letzten, grossen und eigenen UWP Apps ein um irgend ein Win32 Gefrickel wiederzubeleben.
    Und warum? Weil sie es in all den Jahren zum Teufel nicht gebacken bekommen haben OneNote UWP die Features zu geben, die die Leute eigentlich *wollen*. Ist schon krass...irgendwie hab ich das Gefühl bei MS arbeiten fast nur noch Affenprogrammierer und -manager. Alles was an guter Software von denen kommt ist im Grunde genommen antik und wird einfach aufpoliert. Alles was sie versuchen "neu" zu machen auf ihrer eigentlich "neueren und besseren" Plattform ist feature-arm und wird kaum entwickelt. Traurig. Ich frag mich ja wann die Systemsteuerung in W10 die Settings App wieder zurück ersetzen wird.
    Na dann viel Spass wohl an uns OneNote User mit weiteren Jahren an kaum Weiterentwicklung für beide Apps bis die Win32 Version "irgendwann" mal wohl alle neuern Features der UWP hat. Falls das je der Fall sein wird.
    Wenn OneNote wieder ins Office-Paket wandert, wird es dann auch noch eine kostenlose Version geben? Ich nutze aktuell die App, möchte mir aber nicht irgendwann nur wegen OneNote Office kaufen müssen.
    @Pixelschubse
    Ich würde noch mal überdenken, eine Diskussion zu starten, wie genau eine natürliche Sprache zu übersetzen ist, eine Sprache also, die von Menschen genutzt wird, nicht Maschinen.
    In der Schule und Uni wird man gerne mit so was geärgert, dummerweise ist es dadurch nicht richtig, beruht oft auf Missverständnis und Vereinheitlichung, wo es keine gibt.
    Schauen wir diese beiden Quellen an, lässt sich eine genaue Trennung nicht finden:
    https://www.linguee.de/deutsch-englisch/uebersetzung/programm.html
    https://en.pons.com/translate?q=Application&l=deen&in=&lf=de&qnac=
    Das verweist auch darauf, dass das Wort Programm gar nicht ursprünglich aus der Informationstechnik kommt, daher genauso vorbelastet ist:
    https://en.wiktionary.org/wiki/Programm
    Und auch wenn wir nur aufs Deutsche schauen, wird es nicht besser:
    https://www.duden.de/rechtschreibung/Anwendung
    https://www.duden.de/rechtschreibung/Programm
    Jetzt gibt es bei Duden sogar die Überschneidung, dass unter Anwendung auch steht:
    Anwenderprogramm
    Gebrauch
    EDV
    Und unter Programm steht die allgemeine Umschreibung, wie auch bei Wikipedia ausführlicher zu lesen:
    "Folge von Anweisungen für eine Anlage zur elektronischen Datenverarbeitung zur Lösung einer bestimmten Aufgabe"
    Jetzt dann die Frage, sind Apps also keine Anweisungen mehr? Ist nicht nur das Format anders, sondern man muss sie nicht mehr programmieren, weil man sonst was mit ihnen jetzt tut?
    Ich habe versuchsweise OneNote 2016 installiert, weil ich damit meine Daten auch lokal speichern kann. Ich würde gerne selektiv die Notizbücher entweder in der Cloud oder nur lokal zu speichern. Da jedes Notizbuch eine eigene Datei ist, sollte das eigentlich möglich sein?! Hat jemand eine Möglichkeit gefunden? Ich sehe nur "Alles oder Nichts".
    Tja, irgeneinen Vorteil muß man ja haben, wenn man Microsoft durch jährliche Apanagen am Leben erhält.. ;)
    Marlis18
    Was heißt noch einmal die Abkürzung "App"? Ach ja, Application! Und wie ist die Übersetzung? Application ==> Programm! Deine Aussage ist damit völliger Quatsch! Wenn man kein Ahnung hat, dann sollte man den Mund halten.

    "Programm & Features" vs. "Apps" = Fakten. Dafür braucht´s nichtmal "Ahnung". Erst denken, dann schreiben! Hat wer was gesagt :smokin ?
    BTW: Das sind defacto unterschiedliche "Dinge", die sollten nicht in lapidar in einen Topf geworfen werden. Auch wenn mancher sich das wünschen mag. :eek:
    Also meines Wissens gibt es keine wissenschaftliche Klassifizierung, wann ein Stück Software eine App ist und wann eine Applikation. Das sind einfach nur umgangssprachliche Begriffe. Ich habe mich anfangs auch dagegen gewehrt, dass jetzt alles nur noch "App" heißt, weil ich darin in gewisser Weise eine Entwertung von wirklich komplexen Programmen durch drei Zeilen Code gesehen habe, die am Handy die Taschenlampe einschalten ;).
    Letztlich habt ihr aber beide Recht, da gibt's kein richtig und kein falsch. Und schon gar nicht lohnt es sich, sich wegen so einem "Muggeschiss", wie man hier im Badischen sagt, die Köpfe heißt zu reden.
    Abseits des deutschsprachigen Raums stellt sich die Frage kaum noch. M. W war es in der Applewelt schon immer App von Applikation.
    Hierzulande hat sich zur besseren Unterscheidung die Desktop-App gut bewährt. Alternativ Mobile-App.
    Desktop-App/-Anwendung/-Programm finde ich jedoch passender.
    Da Apps unter Windows in der öffentlichen Wahrnehmung negativ behaftet sind und in aller Regel und aus gutem Grund absolut keine Rolle spielen, halte ich es für elementar, dass stets unmissverständlich zu unterscheiden.
    Selbst Microsoft kapiert das allmählich! Dieser Store-Kram ist weitestgehend unerwünscht. Warum sonst sehen wir die Entwicklungen, die wir sehen?
    Wenn Du Windows nutzt bist Du NICHT auf Apps & Stores angewiesen!
    WIE die Unterscheidung stattfindet ist sekundär. Aber in 1 Topf werfen ist jedenfalls nicht gut! Und das ist was ich zum Ausdruck bringe.
    Nebenbei freue ich mich natürlich über die wissenschaftlichen Ausarbeitungen zur reinen Begrifflichkeit, darum allerdings ging es mir gar nicht.
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