Outlook Spaces / Project Moca: Ein erster Blick

Outlook Spaces / Project Moca: Ein erster Blick

Vor einigen Monaten hörten wir zum ersten Mal von einer neuen Funktion für Nutzer der Web-Version von Outlook: Die Outlook Spaces oder auch Project Moca. Hierbei geht es um eine Art virtuellen Schreibtisch oder ein Dashboard, auf dem man Informationen zusammenführen und frei anordnen kann.

Klingt zunächst nach einer Funktion, die sich primär an Geschäftskunden richtet, allerdings ist die Beta-Version seit einigen Tagen für viele Nutzer von Outlook.com freigeschaltet. Um zu prüfen, ob ihr mit eurem Konto ebenfalls schon Zugriff habt, ruft einfach die Seite https://outlook.live.com/spaces auf.

Ich bin freigeschaltet und habe mir die Spaces, die in der deutschen Version „Räume“ heißen, einmal angeschaut. Die Übersetzung ist vielleicht etwas unglücklich, überhaupt ist die Lokalisierung aktuell noch grausig. Was Microsoft-Produkte betrifft, sind wir diesbezüglich jede Art von Schmerz gewohnt, in diesem Fall ignoriere ich diesen Umstand aber – ich will herausfinden, was man damit anstellen kann.

Für den Einstieg werden diverse Vorlagen angeboten, die mit einer Struktur vorbelegt sind. Das hilft im ersten Schritt vor allen Dingen dabei, den Aufbau zu verstehen.

Outlook Spaces Einstiegsseite

Beim Anlegen eines Raumes gibt man diesem einen Namen. Wenn man möchte, kann man an dieser Stelle auch andere Personen zur Zusammenarbeit einladen. Außerdem kann man Schlüsselwörter festlegen, auf Basis dieser macht Project Moca dann Vorschläge zur Einbindung von E-Mails oder Kalendereinträgen. Das funktioniert aber entweder derzeit noch nicht oder ich habe die falschen Beispiele gewählt.

Outlook Spaces beim Anlegen eines Raumes

In der linken Leiste findet man die Elemente, die man auf dem Dashboard verwenden kann. Die „Buckets“ sind Inhaltscontainer, in denen man wiederum Notizen, Dateien, URL-Verknüpfungen, Aufgaben, Ziele oder Wetterinformationen ablegen kann. Im Beispiel dieses Wochenplans sind die Wochentage die „Buckets“ und ich habe einfach mal ein paar Inhalte eingebaut.

Outlook Spaces Beispielraum

Ich dachte zuerst, man sei innerhalb dieser Buckets „gefangen“, tatsächlich kann man die Inhalte aber völlig frei auf der Arbeitsfläche ablegen, sie erweitert sich dann dynamisch.

Auch wenn man eine Vorlage verwendet, kann man die Namen der Buckets nachträglich verändern und ihnen auch ein anderes Icon zuweisen.

Outlook Spaces Beispielraum

Notizen, die man an dieser Stelle erstellt, werden in den Kurznotizen gespeichert, man findet sie anschließend also auch dort und kann sie quasi von überall bearbeiten. Die Aufgaben landen in ToDo, das Einbinden von Dateien geschieht via OneDrive, andere Cloudspeicher stehen dort im Moment nicht zur Auswahl.

Es fehlte mir bei meinem Versuch an einer pfiffigen Idee für ein konkretes Beispiel, grundsätzlich sieht das aber nach einer netten Sache aus. Ich verstehe es als eine Art Meta-Ebene, über die man Inhalte aus mehreren Microsoft-Diensten thematisch gruppieren und verknüpfen kann, entweder alleine oder mit anderen Nutzern beispielsweise innerhalb der Familie.

Microsoft schweigt sich zu Project Moca bis jetzt noch  aus, eine offizielle Ankündigung zur Beta gibt es bislang noch nicht.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Ich bin auch freigeschaltet.
    Habe mal ein Projekt "Wohnungsrenovierung" angelegt. Dies steht sowieso demnächst an. Alle Ziele/Meilensteine werden in den Kalender übernommen. Aufgaben werden in die To-Do Liste übernommen. Dort kann man sie zusätzlich bearbeiten. Dies funktioniert auch mit den Notizen. Ich werde das jetzt mal ausprobieren.
    Ich glaube, dass kann eine gute Sache werden. Das erinnert mich im entfernten Sinn an Projektmanagement. So wie z.B. Jira.
    Super, toll, klasse.
    Ich weiß nicht wie man sich das bei MS vorstellt aber als erstes Anwendungsgebiet fällt mir eine Projektgruppe im Schulunterricht ein. Klasse.
    Allgemein zur Themensammlung gut geeignet, ein OneNote in gut, super.
    Ich würde es auch als etwas anderes OneNote verstehen. Oder um mal ein altes, von mir seit seinem Verlust, lang betrauertes Beispiel zu nennen - Sammelmappe.
    Du kannst zum Beispiel einen Raum Versicherung erstellen. Alle Dateien von OneDrive verknüpfen, wichtige Termine anlegen zum wechseln , Notizen zum Angebote vergleichen usw. Also wenn es sowas wäre würde es mir gefallen, denn egal wo die Daten physikalisch sind wären sie hier geordnet. Naja und wenn man mit jemandem zusammen arbeiten muss kann man ihn einladen
    War da nicht mal was mit mobile first oder so? Spaces auf dem Smartphone macht keinen Spaß. Also wird getestet, wenn der Rechner das nächste mal an ist, irgendwann...
    Schaut aus, als würde man ausprobieren was man aus Outlook Heute neues machen könnte. Mit der Raumfunktion in Outlook scheint es aktuell eher nichts zu tun zu haben. Wobei einige Elemente zur Gestaltung eines Meetings sicher interessant wären.
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