Persönlicher Tresor in OneDrive: So funktioniert der besonders geschützte Speicherbereich

Persönlicher Tresor in OneDrive: So funktioniert der besonders geschützte Speicherbereich

Im Frühjahr hatte Microsoft angekündigt, seinen Cloudspeicher OneDrive um einen „Persönlichen Tresor“ zu erweitern. Dabei handelt es sich um einen besonders geschützten Ordner, der eine zusätzliche Verifizierung verlangt, wenn man auf die darin abgelegten Dateien zu greifen möchte.

Bei der Ankündigung dieser Funktion ging es mir wie vielen anderen Nutzern: Ich konnte mir nicht so richtig vorstellen, wozu das gut sein soll. Nun ist die Funktion bei mir eingetroffen, ich habe sie auf mehreren Geräten eingerichtet und nun verstehe ich zumindest den Sinn und Zweck. Ob ich den persönlichen Tresor in Zukunft intensiv nutzen werde, vermag ich noch nicht zu sagen. Als „nützlich“ betrachte ich ihn nun allerdings durchaus.

Wir starten mit der Einrichtung unter Windows, wenngleich ich vermute, dass die Intention hinter dieser Funktion eher darin lag, den mobilen Zugriff auf vertrauliche Daten zusätzlich abzusichern. Wenn der Tresor zur Verfügung steht, erscheint ein entsprechender Hinweis, sobald man das OneDrive-Icon in der Taskleiste anklickt.

OneDrive persoenlicher Tresor

Die Einrichtung läuft „geführt“, man kann hier nichts falsch machen. Man erfährt im ersten Schritt gleich, was die Besonderheit dieses geschützten Ordners ist. Es gibt eine zusätzliche Authentifizierung, bei Inaktivität wird der Ordner nach einer gewissen Zeit gesperrt, und last but not least können Dateien im persönlichen Tresor mit niemandem geteilt werden.

OneDrive persoenlicher Tresor

Die automatische Sperre nach 20 Minuten Inaktivität ist unter Windows derzeit noch fix und lässt sich nicht konfigurieren, das wird vermutlich später noch mit einem Client-Update nachgereicht. Unter Android kann man zwischen 1,2,3,5 und 10 Minuten wählen.

Ist der persönliche Tresor eingerichtet und entsperrt, taucht er mit dem Namen „Persönlicher Tresor“ neben den anderen Ordnern in OneDrive auf und kann auch ganz normal genutzt werden, d.h. man kann Dateien dort ablegen und auch wieder löschen, sie bearbeiten, umbenennen und so weiter. Neben der automatischen Sperre kann man den Tresor auch jederzeit manuell entweder über das OneDrive-Icon in der Infoleiste oder per Rechtsklick im Explorer sperren.

OneDrive persoenlicher Tresor

Unter Android wird der persönliche Tresor entweder mit einer PIN oder per Fingerabdruck entsperrt. Hat die Sperre am PC zugeschlagen, greift die zweistufige Authentifizierung, es wird also beispielsweise eine Anforderung an den Microsoft Authenticator gesendet, die am Smartphone bestätigt werden muss. Das macht schon klar, dass man in diesem Tresor nicht unbedingt solche Dokumente ablegt, auf die man mehrfach täglich zugreifen muss, denn in diesem Fall kann die zusätzliche Bestätigung schnell lästig werden.

Was für Dateien legt man denn nun im persönlichen Tresor ab? Microsoft präsentiert eine lange Liste von Vorschlägen, was dort seinen Platz finden könnte: Zum Beispiel Ausweisdokumente, Führerschein, Zeugnisse, Reiseunterlagen, Lizenzen, amtliche Dokumente jeder Art, Steuerbescheide, Finanzunterlagen, Dokumente zu Versicherungen, Fahrzeugen und so weiter. Am Smartphone können solche Dokumente auch direkt in den persönlichen Tresor gescannt werden.

Man kann bei vielen dieser Dokumente wieder die Diskussion führen, ob man solche Daten in einer Cloud speichern sollte oder nicht. Man kann die Diskussion aber auch einfach bleiben lassen und jeder entscheidet das individuell für sich. Wenn man das tut, dann ist der persönliche Tresor in OneDrive aber in jedem Fall eine Bereicherung.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Der Tresor mit den beschriebenen Funktionen hat sicher einen durchaus interessanten Mehrwert gegenüber dem normalen OneDrive. Die von Dir aufgezählten Dokumente würde ich höchstens zusätzlich verschlüsselt dort ablegen. Ich traue Microsoft zwar bei der technischen Sicherheit mehr zu als vielen anderen, auch die sind jedoch leider nicht vor Fehlern, kriminellen Mitarbeitern und staatlichen Zwängen gefeit. Daß Microsoft derartige Daten zum eigenen Vorteil wirtschaftlich verwerten würde, schließe ich derzeit hoffend aus. Ich kann aber nicht ausschließen, daß es auf ewig nie dazu kommen wird.
    Ich habe den Tresor vor ein paar Tagen schon mal ausprobiert und er funktioniert. Unter Windows 10 kann man allerdings nur über den File Explorer auf den Tresor zugreifen. Die OneDrive-App für Windows unterstützt den Tresor leider (noch?) nicht. Da im File Explorer der Tresor als Link dargestellt ist, habe ich den Link einfach mal auf den Desktop verschoben. Er funktioniert auch vom Desktop aus. Der Original-Link wird nach ca. 2s in OneDrive automatisch neu erstellt. Daraufhin habe ich den Link in OneDrive gelöscht. Nach 2 Sekunden ist er wieder da. War für mich ganz interessant, falls ich den Tresor nutze und den Link mal aus Versehen lösche. Ob man den Link aus Versehen anderweitig dauerhaft löschen kann, habe ich nicht ausprobiert.
    Mal sehen ob der Tresor BitLocker ersetzen kann.

    äh, es handelt sich um zwei gänzlich unterschiedliche Dinge
    Unter Android wird der persönliche Tresor entweder mit einer PIN oder per Fingerabdruck entsperrt. Hat die Sperre am PC zugeschlagen, greift die zweistufige Authentifizierung, es wird also beispielsweise eine Anforderung an den Microsoft Authenticator gesendet, die am Smartphone bestätigt werden muss.

    Welcher dann auch mit Fingerprint abgesichert ist :wand
    Mal wieder ein typischer MS-Witz. Das sollte man so erst gar nicht anbieten, weil faktisch damit 2 Faktor ad absurdum geführt wird.
    Interessant wäre, wenn man den Tresor am PC auch per Windows Hello entsperren könnte. Wenn das für Webanmeldungen usw. sicher genug ist, müßte das auch für den Tresor ausreichen. Bisher werden mir am PC jedoch nur die übrigen im Microsoft-Konto hinterlegten zweiten Faktoren zum Entsperren angeboten.
    Interessant wäre, wenn man den Tresor am PC auch per Windows Hello entsperren könnte

    Wie war das mit 2 Faktor? Das ist doch eigentlich unsinnig.
    Wobei, passen würde es zum Sicherheitsverständnis von Microsoft. :angel
    Es wird ja nur auf die Gerätetrennung beim zweiten Faktor verzichten. Meinen Fingerabruck oder meine PIN wird trotzdem noch benötigt. Den zweiten Faktor habe ich nicht, um meinen PC zu Haus zu schützen. Mal davon abgesehen, wird der zweite Faktor sowieso überall aufgeweicht. Selbst die Banken sind dazu übergegangen beim Online-Banking zwei Faktoren über ein Gerät laufen zu lassen.
    Hätte Microsoft nicht ein etwas praktikableres Dateilimit für den Tresor wählen können? 3 Dateien in der Free Version sind wirklich ein Witz und nur für den Tresor würde ich mir kein Office 365 Abo kaufen. :daumen-
    Setter
    Wie war das mit 2 Faktor? Das ist doch eigentlich unsinnig.
    Wobei, passen würde es zum Sicherheitsverständnis von Microsoft. :angel

    Verstehe ich nicht, was ist daran auszusetzen? Ich finde es hier am Smartphone eher unsinnig, das man nur eine PIN zum entsperren braucht und keinen OTP-Code.
    build10240
    Interessant wäre, wenn man den Tresor am PC auch per Windows Hello entsperren könnte.

    Jap, das wäre wirklich gut, wundert mich, das MS das nicht schon drin hat.
    Kann dieser Tresor auch von OneNote benutzt werden? Wäre interessant, da ich meine Dokumente mit OneNote verwalte und bisher private Dokumente wegen der Sicherheit außen vor gelassen habe.
    WindowsPhoenix
    Und warum, wie ständig bei Microsoft, wieder nicht unter iOS? :kotz

    Weil du mit dem Kauf eines iPhone zugestimmt hast, dich den Restriktionen von iOS klaglos auszusetzen. Also jammer jetzt hier nicht rum, Microsoft kann da nix dafür ;).
    Der Tresor kommt aber bestimmt auch für iOS, ich hab halt nur kein Gerät zur Hand, mit dem ich das testen kann.
    Ich wollte wissen, ob es ein technisches Hindernis gibt, einen Ordner anzuzeigen, der beim Öffnen eine Entsperrung (PIN, Passwort, Fingerabdruck, Face-ID) verlangt.
    Ich hab‘ doch gar nicht rumgejammert... Mimimimi
    Das ist alles ein interessanter Ansatz.
    Für mich impliziert der Begriff "Tresor" jedoch Verschlüsselung - und genau darum geht es hier ja ganz offenbar nicht.
    Ich werde also beim (relativ teuren) Tresorit bleiben - da ist der Nomen aber Omen :-)
    Ich nutze den Tresor schon seit einigen Tagen. Dumm nur, dass man keine ganzen Ordner ablegen kann.
    cosmicyes
    Für mich impliziert der Begriff "Tresor" jedoch Verschlüsselung - und genau darum geht es hier ja ganz offenbar nicht.
    Der Begriff Tresor impliziert höchstens, daß es sich um ein Verzeichnis mit einem Tresor vergleichbaren Eigenschaften handelt. Ein Tresor verschlüsselt aber nichts, sondern verhindert nur den Zugriff auf die in ihm gelagerten Sachen.
    @skalar: ich nutze den Tresor schon seit 2 Wochen und natürlich kannst du dort ganze Ordner ablegen. War bei mir überhaupt kein Problem. Hab ganze Ordner und einzelne Dateien dort hin verschoben. Hatte da keine Probleme.
    Sorry Microsoft, sicher ist da gar nichts. Eure OneDrive Dateiprüfung und Admins können, wenn es sein muss, 100%ig in den Container schauen. Wie sollen sie sonst gewährleisten, dass niemand unerlaubte Daten bunkert? Wer wirklich privat Daten in einer Cloud bunkern will/muss, ist woanders besser bedient.
    Ich benutze den Tresor auch schon seit ca. 2 Wochen. Funktioniert mit Dateien und Ordnern. Ist auch mit IOS kein Problem, wurde mir sofort nach Freigabe angezeigt.
    @Eagle02: Bei mir zeigt der Tresor einen roten Kreis, mit einem weißen Kreuz bei einem hineinkopierten Ordner an. Das bedeutet, der Ordner kann nicht synchronisiert werden.
    Sorry Microsoft, sicher ist da gar nichts. Eure OneDrive Dateiprüfung und Admins können, wenn es sein muss, 100%ig in den Container schauen.
    Soll das Kritik sein? Hat Microsoft irgendwo behauptet, daß dieser Tresor Deine Interpretation von sicher erfüllt?
    Wer wirklich privat Daten in einer Cloud bunkern will/muss, ist woanders besser bedient.
    Wo denn? Du wirst kein "woanders" nennen können, bei dem nicht in irgendeiner Weise einem Dritten vertraut werden muß.
    build10240
    Der Begriff Tresor impliziert höchstens, daß es sich um ein Verzeichnis mit einem Tresor vergleichbaren Eigenschaften handelt. Ein Tresor verschlüsselt aber nichts, sondern verhindert nur den Zugriff auf die in ihm gelagerten Sachen.

    Hm. Bleiben wir mal beim Bild mit dem Tresor.
    Ein Tresor ist es für mich, wenn nur ich die Möglichkeit habe, an die Daten heranzukommen.
    Dazu hatte ich bisher einen Schlüssel und nun habe ich noch die Möglichkeit, mich zusätzlich mit dem Fingerabdruck oder Irisscan zu authentifizieren.
    Das Ding hier von Microsoft gleicht meiner Meinung nach viel mehr einem Bankschließfach, das von Kundenseite zwar schön verschlossen ist, nach hinten (in die Geschäftsräume der Bank) aber keine Rückwand hat, so dass jeder Bankmitarbeiter den Inhalt meines Schließfaches sehen kann.
    Wo denn? Du wirst kein "woanders" nennen können, bei dem nicht in irgendeiner Weise einem Dritten vertraut werden muß.

    Zuhause vielleicht? :grübel
    An sich eine hübsche Sache. Aber inwieweit sind die Daten denn nun auch so verschlüsselt, daß keine Microsoft-Mitarbeiter darauf zugreifen können?
    Geht es bei der Idee hinter dem Tresor nicht eher darum, dritten die sich unerlaubten Zugriff auf das eigene Konto verschafft haben, den Zugang zu den Dateien zu verweigern? In sofern wäre die Analogie zum Bankschließfach das nach hinten hin offen ist ganz passend.
    build10240
    Es wird ja nur auf die Gerätetrennung beim zweiten Faktor verzichten. Meinen Fingerabruck oder meine PIN wird trotzdem noch benötigt. Den zweiten Faktor habe ich nicht, um meinen PC zu Haus zu schützen. Mal davon abgesehen, wird der zweite Faktor sowieso überall aufgeweicht. Selbst die Banken sind dazu übergegangen beim Online-Banking zwei Faktoren über ein Gerät laufen zu lassen.

    Der Fingerabdruck ändert sich hierbei auch nicht. Bei 2–Faktor geht es nicht nur um die Trennung der Geräte, sondern hauptsächlich um eine zweite Authentifizierung. Quasi Passwort und Pin/Tan oder Fingerprint. Benutzt man den gleichen Weg, sprich Fingerprint zum Anmelden am PC, Smartphone oder Konto und bestätigt diesen mit Fingerprint, ist der Vorgang schlicht absurd.
    Selbst bei der Anmeldung am Konto vom Smartphone aus mittels Aut-App werden alle Schutzmaßnahmen ausgeschaltet, wenn die App mit der gleichen Sperre des Smartphones versehen wird. Hier reicht die Mailadresse aus um den Zugang mittels App freizuschalten.....
    Die Sache ist doch ganz einfach. Wenn die Tresoröffnung mit dem gleichen Schlüssel, wie die Anmeldung am PC/MS-Konto möglich sein soll, bedarf es diesen Tresor nicht. Denn der Tresor ist ja als zusätzlicher Schutz gedacht, falls jemand Zugang zum Konto oder PC erlangt.
    Soll hier Windows Hello greifen, ist der Tresor eigentlich sinnfrei - denn im Falle des gilt das als gebrochen.
    M.W. kommt die Funktion aus dem Firmenumfeld. Da ist Spionage seitens Mitarbeiten nicht selten.
    Einen ganz interessanten Ansatz, OneDrive mit Ende-zu-Ende-Verchlüsselung zu verwenden, bietet NordLocker https://nordlocker.com/
    Das ist die gleiche Firma, die auch NordVPN anbietet.
    Wie build10240 aber auch schon anmerkte, muss man diesem (oder einem anderen) Anbieter natürlich vertrauen.
    NordLocker funktioniert im Moment in einer geschlossenen Beta (an der ich teilnehme) und ich finde es ganz praktisch.
    Es gibt aber im Moment nur Clients für Windows und Mac - nicht für Android und iOS. Und was es mal kosten wird, weiß man auch noch nicht.
    Setter

    Die Sache ist doch ganz einfach. Wenn die Tresoröffnung mit dem gleichen Schlüssel, wie die Anmeldung am PC/MS-Konto möglich sein soll, bedarf es diesen Tresor nicht. Denn der Tresor ist ja als zusätzlicher Schutz gedacht, falls jemand Zugang zum Konto oder PC erlangt.
    Soll hier Windows Hello greifen, ist der Tresor eigentlich sinnfrei - denn im Falle des gilt das als gebrochen.

    Deine Argumente kann ich nicht nachvollziehen. Bei einem normalen Passwort wäre die Sicherheit für die Tonne, wenn für den Account und den "Tresor" das selbe Passwort verwendet werden würde. Aber bei einem biometrischen Sicherheitsverfahren (lassen wir die 0815 PIN mal außen vor)?
    cosmicyes
    Einen ganz interessanten Ansatz, OneDrive mit Ende-zu-Ende-Verchlüsselung zu verwenden, bietet NordLocker https://nordlocker.com/
    Das ist die gleiche Firma, die auch NordVPN anbietet.
    Wie build10240 aber auch schon anmerkte, muss man diesem (oder einem anderen) Anbieter natürlich vertrauen.
    NordLocker funktioniert im Moment in einer geschlossenen Beta (an der ich teilnehme) und ich finde es ganz praktisch.
    Es gibt aber im Moment nur Clients für Windows und Mac - nicht für Android und iOS. Und was es mal kosten wird, weiß man auch noch nicht.

    Wo ist da der Unterschied zu Cryptomator https://cryptomator.org/ welches noch dazu Open Source ist?
    Bin auch schon mit Cryptomator sehr gut bedient und zwar unabhängig vom Cloud-Service Anbieter. Dabei haben die Mitarbeiter des Cloud-Anbieters wirklich keine Chance die gespeicherten und verschlüsselten Dokumente zu lesen.
    @Bejinghans: wenn Du unten rechts in der Taskleiste auf das Wolken-Symbol klickst, siehst Du dann nichts vom Tresor? Vielleicht wird das ja auch mal wieder in Wellen ausgerollt und Du warst einfach noch nicht an der Reihe. Ich habe es privat schon, am Firmen-PC noch nicht.
    Seuss
    Wo ist da der Unterschied zu Cryptomator https://cryptomator.org/ welches noch dazu Open Source ist?

    Cryptomator habe ich schon mal gehört, mich aber noch nie damit beschäftigt.
    Werde ich jetzt mal nachholen.
    Danke für den Tipp.
    Es schützt halt nur gegen neugierige Smartphone- oder PC-Mitbenutzer. Also wenn man jemanden an seinen eingeloggten PC oder sein entsperrtes Smartphone lässt. Beim normalen Onedrive kann dann derjenige einfach in den Ordner gucken und alles aufmachen, für den Tresor müsste er sich jedoch nochmals authentifizieren was dann eben nicht geht.
    Gegen die Blicke vom Microsoft-Support bzw. eines Hackers der Zugang zu den Microsoft-Servern erlangt, schützt das überhaupt nicht, da es KEINE zusätzliche Datenverschlüsselung sondern nur eine zusätzliche Authentifizierung ist.
    Da hätte ich mir auch Besseres erhofft. Man hätte z.B. für den Tresor ein zusätzliches Passwort ermöglichen können, welches das lokale Gerät nicht verlässt, weder im Klartext noch als Hash. Damit hätte man die Daten für den Tresor lokal verschlüsseln und dann hochladen können. Praktisch das Prinzip von Tools wie Boxcryptor. Das wäre das einzige Verfahren, das wirklich in der Lage ist sensible Daten in jedem Szenario zu schützen.
    Darum bleibt Boxcryptor auf Onedrive auch in Zukunft mein persönlicher Tresor ;)
    L_M_A_O
    Deine Argumente kann ich nicht nachvollziehen. Bei einem normalen Passwort wäre die Sicherheit für die Tonne, wenn für den Account und den "Tresor" das selbe Passwort verwendet werden würde. Aber bei einem biometrischen Sicherheitsverfahren (lassen wir die 0815 PIN mal außen vor)?

    Bei WindowsHello greifen alle eingerichteten Zugangsmöglichkeiten - also auch das Kennwort und eine, möglicherweise vorhandene, PIN. Zweimal die gleiche Anmeldefunktion zu nutzen, egal ob Biometrische oder nicht, ist nicht sinnvoll. Es ist nur vermeintlich sicherer auf Biometrie zu setzen. Pin oder Passwort ist immer die Rückfall-Option da es sich nur um eine von mehrere Möglichkeiten handelt. Es sind keine getrennten Verfahren zur Anmeldung. WinPC aber auch Smartphone unterscheiden sich hier nicht. Wird die Fingerprint-Option der Aut-APP genutzt, wird das gleiche Anmeldeverfahren vom Smartphone genutzt. Sicherer wäre es nur wenn für die App eine, davon unabhängige, PIN/Passwort Eingabe benützt wird.
    Wie gesagt .... ich kritisiere dass Microsoft gleich die Option zum aushebeln mitliefert.
    Ich hab einen Ordner auf OneDrive mit wichtigen/persönlichen Dokumenten mit boxcryptor Ende-zu-Ende verschlüsselt. Der Tresor bietet mir also keine zusätzliche Sicherheit, sondern nur zusätzlichen Aufwand (oder irre ich mich!?). Die Idee ist nett und ich finde es gut, dass MS das kostenlos anbietet. Aber ich denke, dass viele es tatsächlich für einen verschlüsselten Bereich halten, was es aber eben nicht ist.
    Jap @mh0001, ich habe jetzt ungefähr eine Stunde damit zugebracht herauszufinden welche Verschlüsselung dort eingesetzt wird außer Bitlocker steht da absolut nichts.
    "Auf Windows 10-PCs werden OneDrive-Dateien aus dem persönlichen Tresor mit einem per BitLocker verschlüsselten Bereich auf der lokalen Festplatte synchronisiert. Wie bei allen anderen OneDrive-Dateien gilt: Inhalte aus dem persönlichen Tresor werden im Ruhezustand in der Microsoft Cloud und während der Übertragung auf dem Gerät verschlüsselt. Um den Schutz auf Mobilgeräte auszuweiten, empfehlen wir, die Verschlüsselung auf iOS- oder Android-Geräten zu aktivieren."
    Ich dachte ich hätte mal gelesen das OneDrive-Dateien grundsätzlich verschlüsselt werden, dem ist wohl nicht so.
    Boxcryptor ist und bleibt mein Persönlicher Favorit um Daten sicher in die Cloud Transportieren und zu verschlüsseln.
    Grundsätzlich gehören Ausweisdokumente, Führerschein, Zeugnisse, Reiseunterlagen, Lizenzen, amtliche Dokumente jeder Art, Steuerbescheide, Finanzunterlagen, Dokumente zu Versicherungen, Fahrzeugen und so weiter, nicht in die Cloud.
    So wie es aussieht bekomme ich den Tresor noch nicht mal entsperrt, die Mail mit dem Code an meine Alternativadresse (T-Off) muß dem Outlock-Server schwer im Magen liegen.
    Seltsam: Ich kann PDF-Dateien, die im Tresor abgelegt sind nicht direkt öffnen (Fehlermeldung). Erst wenn ich sie aus dem Tresor wieder in einen normalen Ordner kopiere funktionierts wieder. ?????
    lumiaforever
    Bin auch schon mit Cryptomator sehr gut bedient und zwar unabhängig vom Cloud-Service Anbieter. Dabei haben die Mitarbeiter des Cloud-Anbieters wirklich keine Chance die gespeicherten und verschlüsselten Dokumente zu lesen.

    Sowas macht für mich keinen Sinn. Warum? Weil ich auch vom Arbeitsplatz aus über einen Browser auf meine Daten in der Cloud zugreifen möchte. Und irgendeine Crypto-Software habe ich dort logischerweise nicht installiert. Mehr noch: wenn ich die Daten in der Cloud verschlüsselt halte, ist die Suchfunktion nutzlos. Weil auch die Dateien gar nicht indexiert werden können (der Inhalt ist ja verschlüsselt).
    Bequemlichkeit geht vor mehr Sicherheit und letzere ergibt für dich keinen Sinn. - kann man so stehen lassen -
    user.one
    Kann dieser Tresor auch von OneNote benutzt werden? Wäre interessant, da ich meine Dokumente mit OneNote verwalte und bisher private Dokumente wegen der Sicherheit außen vor gelassen habe.

    Hierzu kann noch angemerkt werden, dass Abschnitte in OneNote mit einem Kennwort versehen werden können.
    Laut Microsoft werden diese Abschnitte dann tatsächlich verschlüsselt.
    Quelle: https://support.office.com/de-de/article/Anwenden-eines-Kennwortschutzes-auf-Notizen-e5ffd8fd-e811-441a-aa02-e13f0f445933
    In OneNote werden kennwortgeschützte Abschnitte mittels Verschlüsselung gesichert. Wenn Sie Ihr Kennwort vergessen, kann niemand Ihre Notizen für Sie entsperren (nicht einmal der technische Support von Microsoft). Sie sollten daher Kennwörter für die Notizbuchabschnitte mit Bedacht auswählen und ändern.
    Ich nutze den Tresor schon seit einigen Tagen. Dumm nur, dass man keine ganzen Ordner ablegen kann.

    Geht doch!!!!
    Hab mal den Ordner "Anlage" hineinverschoben, keine Probleme. Habe einen Ordner mit dem Namen "Test" erstellt, keine Probleme. Wo hast jetzt du damit ein Problem? Bei mir geht's, bei dir nicht?
    Und du darfst den Ordner nicht dorthin kopieren, sondern verschieben, oder erstelle im Tresor einen neuen Ordner. Bei mir ist in beiden Falle die Synchronisation problemlos möglich.
    Gerar
    Seltsam: Ich kann PDF-Dateien, die im Tresor abgelegt sind nicht direkt öffnen (Fehlermeldung). Erst wenn ich sie aus dem Tresor wieder in einen normalen Ordner kopiere funktionierts wieder. ?????

    Habe ich auch gerade eben festgestellt. Ich hoffe, das ist nur ein Bug. Ansonsten wäre das ziemlich sinnfrei.
    Schon wieder wird ios nicht von Beginn an unterstützt.
    Ich arbeite beruflich mit Windows und ios im Mobile Bereich.
    Warum Microsoft ios nicht so gut unterstützt wie Android bleibt mir ein Rätsel.
    Die Ausrede, dass Apple das nicht möchte, glaube ich einfach nicht.
    Ganz einfach, auch Apple ist interessiert daran, dass ihre smartphones gut mit Windows
    zusammen arbeiten, sonst würden sie Marktanteile verlieren.
    Eine Diskussion hier aufzumachen, ob Android oder ios besser ist, möchte ich bestimmt nicht.
    Fact ist, dass im Profi-Bereich ios sehr stark bevorzugt wird, aus verschiedenen Gründen.
    Die Ausrede, dass Apple das nicht möchte, glaube ich einfach nicht.

    Ich schon ;)
    Es könnte aber auch einfach ein paar softwaretechnische Probleme geben, die das schwierig realisieren lassen.
    Das der Tresor unter iOS noch nicht geht, liegt nicht an Apple. Ich sehe iOS/Apple seitig keinen Grund warum es nicht gehen sollte. Vielmehr wird es darum gehen, das man noch keine geeignete Lösung gefunden hat wie man den Dateienmanager und den OneDrive Tresor harmonisch unter einem Hut bringt. Das wird so nämlich nicht funktionieren und man wird auf den Tresor im Dateienmanager verzichten und dafür die APP nutzen müssen.
    Edit:
    Sehe gerade der Tresor steht in der OneDrive-App für iOS zur Verfügung und wie erwartet, kann dieser nicht in den Dateienmanager eingebunden werden. '
    Im Übrigen, wenn der Tresor von iOS aus aktiviert wurde, fordert der PC die Genehmigung via iOS AutAPP ein.
    @ Seuss: Ja, das stimmt, die nur 3 möglichen Dateien in der kostenfreien Version sind wirklich ein Witz und nur zum Kennenlernen oder eben nur für die drei wichtigsten Dokumente im Urlaub. Und die anderen Dokumente "legen" wir ins Fächchen "Dokumente" oben auf den Safe.
    @Seuss:
    habe mir jetzt mal Cryptomator intensiv angesehen und auch einen Cyptomator-Tresor zum Austausch von Daten mit meiner Frau in OneDrive angelegt.
    Für die tägliche Arbeit bleibe ich aber bei Tresorit. Da bekomme ich von der ganzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nichts mit, das passiert alles im Hintergrund ohne dass ich mich irgendwie darum kümmern muss.
    Und ein weiterer großer Vorteil von Tresorit ist (für mich), dass eine Weboberfläche gibt, bei der ich meine Daten von überall (also auch z.B. bei der Arbeit) erreichen kann.
    Ich werde also zweigleisig fahren - ein kleines bisschen OneDrive mit Cryptomator und viel Tresorit ;-)
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