Plex veröffentlicht neuen Desktop-Client für Windows und Mac

Plex veröffentlicht neuen Desktop-Client für Windows und Mac

Der Medienservice Plex stellt sich am klassischen Desktop neu auf: Ein neuer Client für Windows und Mac wurde veröffentlicht, der künftig die zentrale Anlaufstelle für alle Plex-Nutzer sein soll. Im Gegenzug wird die Windows App im Microsoft Store ebenso eingestellt wie die Unterstützung von HTPCs (Home Theater PC). Den Plex Media Player gibt es zwar weiterhin, er wird aber offiziell zum Auslaufmodell erklärt.

Während der Wegfall der Store App für Windowsnutzer quasi folgenlos bleibt, weil der neue Desktop-Client ein mehr als adäquater Ersatz ist, laufen die Besitzer eines Home Theater PCs bereits Sturm gegen die Ankündigung, dass der neue Client den TV-Modus nicht mehr unterstützt. Auf Twitter hagelt es Beschwerden und Aufforderungen, diese Entscheidung nochmals zu überdenken.

Neben der neuen Optik verfügt der neue Plex Desktop Client auch über einen neuen Download-Modus, der für schnellere und zuverlässigere Downloads sorgen soll, um Filme auf dem eigenen Gerät zu speichern, die man unterwegs und offline schauen möchte. Zur Nutzung dieses Features ist allerdings der Plex Pass erforderlich.

Wer mehrere Bildschirme mit unterschiedlich eingestellter Skalierung verwendet oder eine andere als die von Windows empfohlene Skalierung eingestellt hat, wird eventuell ein paar Darstellungsprobleme mit dem neuen Client haben. Daran will Plex noch arbeiten, für den Moment hat man auf seinen Support-Seiten einen Workaround beschrieben.

P.S.: Weil die Frage garantiert aufkommen wird: Für Plex auf der Xbox One ändert sich nichts.

Quelle: Plex

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Plex ist ein vollständiger Mediaserver, der über entsprechende Apps und den neuen Desktop-Player angesprochen werden kann. Damit ist er ein direkter Konkurrent zu UMS, Subsonic sowie Emby und dessen Fork Jellyfin. Kodi ist in erster Linie ein reines Mediacenter (vergleichbar mit MediaPortal 1 und 2), dass in abgewandelten Varianten wie LibreELEC auch als Mediaserver existiert.
    Kodi und Plex machen prinzipiell das Gleiche, satteln das Pferd aber von der jeweils anderen Seite.
    Plex kostet Geld, wenn man es voll nutzen will. Dafür muss man aber nichts groß konfigurieren, wie bei Kodi. Ist sozusagen das Apple Prinzip, man bekommt ein fertiges Produkt.
    Ich verstehe ja, dass sich der Aufwand für eine UWP App nicht mehr lohnt. Dieses Konzept ist längst tot. Aber den Desktop-Client könnte man doch nach wie vor über den Store verfügbar machen. Das klappt bei Spotify oder iTunes ganz wunderbar. Der Vorteil liegt auf der Hand: Automatische Aktualisierung im Hintergrund und im Zweifelsfall restlose Entfernung.
    In der Ankündigung schreibt Plex, dass es derzeit keine Pläne gibt, den neuen Desktop Client in den Store zu bringen, aber dass sich das in Zukunft auch wieder ändern könnte.
    Automatische Aktualisierung und restlose Deinstallation gibt es in Zukunft auch mit dem Installations-Paketformat MSIX, dafür braucht man keinen Store mehr. Und man hat als Entwickler selbst die volle Kontrolle über seine Anwendung. Der einzige Vorteil, den der Store noch bringen kann, ist Sichtbarkeit. Dafür müsste er aber von der breiten Masse genutzt werden.
    Sollten Xbox One - Apps nicht eigtl. auch unter Windows 10 lauffähig sein, oder gilt das nur für bestimmte? Mir ist so als wäre etwas in der Richtung früher mal verlautbart worden.
    Es gibt einiges, was ich gern auf dem PC nutzen würde, wo eine Xbox One App im Store ist, die aber nicht für Windows 10 freigegeben ist. Z.B. Amazon Prime Video mit Offline-Funktionalität und Dolby Digital 5.1 Sound. Netflix hat die App ja auch für W10 in den Store gestellt um genau das zu bieten (sogar noch mit Dolby Atmos Support), aber Amazon versorgt PCs eher stiefmütterlich. Obwohl sie ihre Xbox App einfach 1:1 auch für den PC anbieten könnten.
    @mh0001: Universal Apps sind im Kern auf der Xbox und auf Windows 10 gleich.
    Die Benutzeroberfläche muss allerdings auf jeder Plattform eigenständig entwickelt werden, es ist also ein erheblicher Zusatzaufwand, eine Xbox-App auf den PC zu bringen.
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