Porsche Design ULTRA ONE: Stylisch, aber kein Flitzer

Porsche Design ULTRA ONE: Stylisch, aber kein Flitzer

Vor etwa zweieinhalb Jahren wurde das erste Notebook von Porsche Design vorgestellt. Es handelte sich um ein Convertible mit sichtbarer Anlehnung an das Surface Book, was dem Gerät aber keineswegs abträglich war (Porsche Design Book One im Test: Das bessere Surface Book?).

Im letzten Jahr flüsterte mir ein Mitarbeiter auf der IFA, dass es bald einen Nachfolger geben würde. Es hat zwar etwas länger gedauert, aber nun wurde die zweite Generation offiziell vorgestellt: Das neue Porsche Design Ultrabook hört auf den Namen ULTRA ONE und hat mit dem Vorgänger nicht mehr allzu viel gemeinsam – bis auf ein paar Ähnlichkeiten beim Design, welches ähnlich kantig ausfällt wie bei der ersten Generation.

Ein 2in1 ist es nicht mehr, wir haben es stattdessen mit einem klassischen Clamshell-Notebook zu tun. Außerdem ist es gewachsen, das Display ist statt 13,3 nun 15,6 Zoll groß.

Ich muss es leider sagen: Das ULTRA ONE sieht außen fantastisch aus, bietet aber innen zu wenig und ist somit in der Tat in erster Linie ein Lifestyle-Gerät für Leute, die sich mit ihrer Hardware schmücken.

FullHD-Auflösung auf 15,6 Zoll ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß, und auch die CPU-Wahl ist alles andere als Porsche-like. Zur Wahl stehen ein Intel Core i5-8200Y oder ein Core i7-8500Y. Nicht mehr ganz taufrische Prozessoren, die mit ihren zwei Kernen wahrlich keine Bäume mehr ausreißen. Die Version mit Core i5, 8 GB RAM und 512 GB SSD wird 1.495 Euro kosten, die Core i7-Variante bietet 16 GB RAM und 1 TB SSD für 1.995 Euro.

Schade, dass da nicht mehr Leistung unter der Haube steckt, rein optisch gefällt mir das ULTRA ONE nämlich sehr gut, und die Idee, die Anschlüsse auf der Rückseite unterzubringen, finde ich prima. Einen Sonderpunkt gibt es von mir für die Integration des Fingerabdrucklesers in die Energietaste – das sollte für alle Hersteller längst Standard sein.

Wer keine hohen Ansprüche an die Performance hat, also nicht spielen oder Videos schneiden will, der wird von der vergleichsweise schwachen CPU nichts mitbekommen, für Alltagsaufgaben ist das Porsche Design ULTRA ONE garantiert prima geeignet. Das große Precision Touchpad sowie die Harman Kardon Lautsprecher sollen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Die Akkulaufzeit wird mit zehn Stunden angegeben.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Interessanter Trend wieder weg vom 2in1 zurück zum Klapper... Beim neuen Galaxy Book mit WoA ja nun auch schon.
    Auch wenn ich gar nicht so oft die Tastatur abnehme... Ich machs halt trotzdem ab und an (und wenn es nur zum Netflix schauen im Urlaub ist).
    Es heißt ja auch "Porsche Design" und nicht "Porsche Leistung" :D Es finden sich einige Produkte mit dem "Porsche Design" Logo, optisch zwar oft ansprechend, aber von der Leistung her nicht besser als vergleichbare Produkte, mir fällt das spontan das Handy von Sagem ein, oder Blackberry und Huawei. Dazu gibt es ja auch Schuhe, Taschen und Sonnenbrillen, selbst Feuerzeuge tragen das Logo... man bezahlt für das Design, ob das jetzt immer besonders geschmackvoll und den Mehrbetrag wert ist, liegt ja auch im Auge des Betrachters...
    Idee: Der Fingerprint-Reader in der Power-Taste die dann vorm hochfahren bereits authentifiziert um Windows dann direkt in den Desktop booten zu können.
    Dann entweder mit Ausschalt-Methode ähnlich iPhones, langer Druck + Geste aufm Bildschirm oder sehr langer Druck zum harten herunterfahren, weil man ja Fingerprint auch alle paar Minuten unter laufendem Windows braucht.
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