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Project Solara: Microsofts öffentliches Gedankenspiel um Geräte und Betriebssysteme im Zeitalter der KI-Agenten

Project Solara: Microsofts öffentliches Gedankenspiel um Geräte und Betriebssysteme im Zeitalter der KI-Agenten

Im Rahmen der BUILD-Konferenz hat Microsoft das „Project Solara“ öffentlich gemacht. Dabei geht es um Ideen, wie im Zeitalter der KI-Agenten Geräte aussehen und welche Aufgaben sie ausführen können.

Zugegeben: Es fällt zunehmend schwer, in diesen Zeiten gedanklich offen und technisch neugierig zu bleiben. Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht neue Marketing-Schlagworte zum Thema KI um die Ohren fliegen. Bisweilen wirkt es so, als habe die gesamte Technikbranche kollektiv den Verstand verloren und sei in ihre ganz eigene Traumwelt abgedriftet. Was teilweise sicherlich auch so ist.

„Agentische KI“ ist aktuell besonders angesagt. Das Marketing macht es uns leicht, darüber die Nase zu rümpfen. Stellenweise wird uns die Welt von morgen so dargestellt, dass wir nur noch den Computer einschalten und sagen: „KI, mach meine Arbeit“. Und der Rest geht dann von selbst.

Als ich die Ankündigung von Project Solara gelesen und das Titelbild gesehen habe, dachte ich, Microsoft will den PC jetzt durch eine Art „Alexa for Business“ ersetzen. Einige Berichterstatter sind auf diesen ersten Eindruck offenbar ebenfalls hereingefallen und sehen Project Solara als eine Art Ersatz oder gar Nachfolge von Windows.

Tatsächlich setzt Solara auf ein eigenes Betriebssystem, welches auf den Namen Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP) hört und auf Android basiert. Gemeinsam mit Qualcomm und MediaTek entwirft Microsoft derzeit verschiedene Hardware-Konzepte und Referenz-Designs. Mögliche Formfaktoren von Project Solara

Die Idee ist, dass in diesen Geräten KI-Agenten „wohnen“, die mit dem kompletten Microsoft-Ökosystem vernetzt sind. Allerdings nicht nur – MDEP ist als offene Plattform konzipiert, in die Unternehmen jederzeit ihre eigenen Lösungen einbringen können.

Die ersten ganz konkreten Konzepte sind ein smarter Badge sowie ein Gerät, welches unausweichlich an Amazons Echo erinnert. Letzteres soll ausdrücklich eine Ergänzung zum Windows-PC sein und kein Ersatz. Workflows, die sich mit KI-Agenten bewerkstelligen lassen, sollen auf diesen unabhängig ausgeführt werden.

Wenn man es schafft, die „KI-Übersättigung“ auszublenden, ist die Beschreibung von Project Solara überaus spannend. Da sich Microsoft hier ausschließlich auf Geschäftskunden konzentriert, wo es mit seinem Ökosystem nach wie vor einen festen Stand hat, ist der Ansatz nicht einmal komplett aussichtslos.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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