Raspberry Pi: Entwickler binden Microsoft-Repository ein – Unmut zieht weiter seine Kreise

Raspberry Pi: Entwickler binden Microsoft-Repository ein - Unmut zieht weiter seine Kreise

Seit einigen Tagen ist Microsoft mal wieder um eine Kontroverse in der Linux-Community reicher, ohne dabei selbst der eigentliche Auslöser gewesen zu sein. Die Entwickler bei der Raspberry Pi Foundation sorgten stattdessen mit der Einbindung des Repositories für Visual Studio Code innerhalb der eigenen Distribution Raspberry Pi OS (ehem. Raspbian) für mächtig Zündstoff unter den Anhängern von freier und quelloffener Software und seitdem ist eine ziemlich lebhafte Diskussion zu der Angelegenheit entbrannt.

Der eigentliche Grund ist dabei zunächst einmal ziemlich banal: Visual Studio Code ist die empfohlene Entwicklungsumgebung für den Raspberry Pi Pico und die Entwickler wollten den Nutzern so eine möglichst einfach Installation der Software ermöglichen. Dass das Repository auch bei der Lite-Version von Raspberry Pi OS integriert wurde, die wegen dem fehlenden XServer sowieso keine grafischen Programme ausführen kann, ist sicherlich fraglich, aber auch bei den Varianten mit grafischer Benutzeroberfläche ist die Integration des Repositories und dem von Microsoft signierten GPG-Key in der Community ziemlich unerwünscht.

Der Unmut der Linux-Community hat zum Einen etwas mit fehlender Transparenz seitens der Raspberry Pi Foundation zu tun, denn das Repository und der GPG-Key von Microsoft wurden ohne einen entsprechenden Hinweis wie einen Blogpost über ein Update der Distribution eingebunden. Aber es gab auch gegen Microsoft heftige Reaktionen, die unter anderem von eine Kompromittierung oder Infiltration durch das Unternehmen aus Redmond gesprochen haben. Wie sich das weiter entwickeln wird, ist momentan noch nicht klar, ich habe euch aber mal exemplarisch zwei YouTube-Videos unten eingebunden, die das Geschehene gut zeigen und auch von reichweitenstarken Creatorn aus der Linux-Community stammen.

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Quelle: Linuxnews via: GNU/Linux.ch

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.
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