Reaktionen auf Edge: Freude bei Google und Opera - Mozilla reagiert verschnupft

Reaktionen auf Edge: Freude bei Google und Opera - Mozilla reagiert verschnupft

Gestern hat Microsoft die große Nachricht offiziell gemacht und angekündigt, dass man bei Microsoft Edge von der hauseigenen EdgeHTML-Engine auf die Chromium-Plattform und damit Blink wechseln wird. Entsprechend wurden auch die Reaktionen der anderen Entwickler mit Spannung erwartet, und den Kollegen von VentureBeat gelang es auch, Reaktionen von Mozilla, Opera und Google zu bekommen. Letztere freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Microsoft und heißen sie herzlich willkommen.

Chrome ist seit seiner Gründung ein Vorkämpfer des offenen Webs und wir begrüßen Microsoft in der Gemeinschaft der Chromium-Mitwirkenden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Microsoft und der Web-Standards-Community, um das offene Web voranzubringen, die Benutzerauswahl zu unterstützen und ein großartiges Browser-Erlebnis zu bieten.

Auch Opera hat sich in einer Stellungnahme erfreut über den Wechsel von Microsoft geäußert und zog Parallelen zur eigenen Abkehr von der damaligen Engine Presto.

Wir haben festgestellt, dass Microsoft sehr stark in die Fußstapfen von Opera zu treten scheint. Die Umstellung auf Chromium ist Teil einer Strategie, die Opera 2012 erfolgreich umgesetzt hat. Diese Strategie hat sich für Opera als fruchtbar erwiesen, so dass wir uns darauf konzentrieren können, unseren Produkten einzigartige Eigenschaften zu verleihen. Was die Auswirkungen auf das Ökosystem Chromium betrifft, so müssen wir noch sehen, wie es sich entwickeln wird, aber wir hoffen, dass dies ein positiver Schritt für die Zukunft des Webs sein wird.

Während Google und Opera der Ankündigung von Microsoft, die gestern von Joe Belfiore im Windows Blog veröffentlicht wurde, überwiegend positiv begegnen, reagiert Mozilla erwartungsgemäß ziemlich verschnupft. Ein Sprecher sagte dazu:

Dies erhöht die Bedeutung von Mozillas Rolle als einzige unabhängige Wahl. Wir werden nicht zulassen, dass die Implementierung des Webs durch Google die einzige Option ist, die die Verbraucher haben sollten. Deshalb haben wir Firefox überhaupt erst entwickelt und werden immer für ein wirklich offenes Web kämpfen.

Später drückte es Chris Beard, CEO von Mozilla, noch etwas deutlicher aus.

Aus sozialer, staatsbürgerlicher und individueller Sicht auf die Macht ist es schrecklich, die Kontrolle über die grundlegende Online-Infrastruktur an ein einzelnes Unternehmen zu überlassen. Deshalb gibt es Mozilla. Wir konkurrieren mit Google nicht, weil es eine gute Geschäftsmöglichkeit ist. Wir konkurrieren mit Google, weil die Gesundheit des Internets und des Online-Lebens von Wettbewerb und Auswahl abhängt. Sie hängen davon ab, dass die Verbraucher entscheiden können, ob wir etwas Besseres wollen und Maßnahmen ergreifen.

Wird die Entscheidung von Microsoft es für Firefox schwieriger machen, erfolgreich zu sein? Es könnte. Google leistungsfähiger zu machen, ist an vielen Fronten riskant. Und ein großer Teil der Antwort hängt davon ab, was die Webentwickler und Unternehmen, die Dienstleistungen und Websites erstellen, tun. Wenn ein Produkt wie Chromium einen ausreichenden Marktanteil hat, dann wird es für Webentwickler und Unternehmen einfacher, sich zu entscheiden, sich keine Sorgen zu machen, ob ihre Dienste und Websites mit etwas anderem als Chromium funktionieren. Das geschah, als Microsoft Anfang der 2000er Jahre vor der Veröffentlichung von Firefox ein Monopol auf Browser hatte. Und es könnte wieder passieren.

Andere Reaktionen, etwa von Vivaldi, Apple oder Brave, fehlen momentan noch.

Damit man es richtig einordnen kann, muss man sich vor allem eine Sache vor Augen führen. Auch wenn Microsoft Edge sich jetzt irgendwann im kommenden Jahr zur langen Liste der Chromium-Derivate gesellen wird, ändert das im Grunde nichts daran, dass die Dominanz von WebKit in all seinen Facetten schon seit vielen Jahren zementiert ist. Chromium ist mit so klangvollen Namen wie Google Chrome, Opera, Vivaldi, Brave, Maxthon oder Yandex nur die Spitze des Eisbergs, abgesehen davon, dass es unzählige weitere Derivate gibt und auch Clients wie Steam oder Spotify nichts Anderes als abgespeckte Chromium-Browser sind. Hinzu kommt Safari von Apple sowie unzählige kleinere Browser, die kleinere Implementierungen wie Webkit2GTK oder die QtWebEngine nutzen.

Persönlich hätte ich es auch lieber gesehen, wenn Microsoft sich mit Mozilla zusammengetan hätte, aber rein sachlich muss man auch feststellen, dass die Zahl der Browser (und auch generell der Projekte), die noch auf Gecko basieren, seit Jahren immer weiter erodiert. Die wesentlichen Projekte neben Firefox selbst, die weiterhin Gecko auch nach Quantum die Treue halten, sind in der heutigen Zeit der Tor Browser, Cliqz Internet, Comodo IceDragon, Abrowser (gehört zur GNU/Linux-Distribution Trisquel), GNU IceCat, der Telekom-Browser, Waterfox (mit Abstrichen) und SeaMonkey (der allerdings aktuell aufgrund von Infrastrukturwechseln pausiert wurde). Das sind insgesamt 9 Browser, von denen – mit viel Wohlwollen – eigentlich nur zwei, nämlich Firefox und der Tor Browser, noch eine richtige Relevanz haben. Gleichzeitig muss man festhalten, dass zumindest ein Teil der (ehemaligen) Community auch ihren Teil zu dieser Erosion beigetragen hat, indem sie Gecko und die XUL-Plattform forkte und seitdem mit der UXP-Plattform und der Goanna-Engine mittlerweile ihr eigenes Ding durchzieht.

Letztlich ist die Entscheidung von Microsoft schwierig einzuordnen und hat zwei Seiten. Für den Endnutzer ist das unterm Strich eine eher positive Nachricht, weil es bezüglich des Unterbaus von Edge unter Windows mit seiner Insellösung EdgeHTML nur besser werden konnte und Microsoft hier auch abseits seines Browser einiges gewinnt. Gleichzeitig gibt es nun nur noch drei große Engines, von denen zwei – Webkit2 von Apple und Blink von Chromium – entfernt verwandt sind. Mit Gecko als einziger echter unabhängiger Alternative steuert das Web nun also auf eine Art Monokultur zu, wie wir sie seit dem Internet Explorer 6 nicht mehr kannten. Man wird hier also sehen müssen, wie sich die starken Stimmen von Microsoft, Google oder Opera untereinander begegnen und wohin Chromium als Plattform und als dann geltender Quasi-Standard bei den Desktop-Browsern steuern wird.

Hinweis: Die Zitate wurden (mit leichten Anpassungen) mit DeepL übersetzt.

Quelle: VentureBeat

Über den Autor
Kevin Kozuszek
  • Kevin Kozuszek auf Twitter
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Mal für einen Laien ... was ist so schlecht an einer Monokultur? Damit endet doch dieses bescheuerte "Bester Look mit MSIE 6.1 oder Bester Look mit Edge ..."; eigentlich doch gut. Es ist doch egal, welche Engine es am Ende ist, denn angezeigt wird mir das, was der Webmaster mir anzeigen will.
    Das Problem ist, das es keine Weiterentwicklung gab und ein einzelner bestimmt wie etwas auszusehen hat. Das führt meist zu einem Stillstand.
    Wenn der Microsoft Edge sich grundlegend ändert, nämlich zum Chromium-Browser, dann hat das für mich als Multimedia-Freak schon eine Auswirkung, diese ich mit Ernüchterung auffasse. Bisher profitieren der Internet Explorer und Microsoft Edge davon, dass sie nativ an in dem Windows-Kernel eingebunden sind und so die Hardware nahtlos über der inhärenten API Microsoft Video Decode Acceleration Framework ansprechen dürfen, ohne Umweg über eine API. Ob das mit der Chromium-Engine "Blink" dann weiterhin so sein wird? Jedenfalls vermisse sich dann den Browser, der mühelos auf allen Video-Portalen die Video Processing Unit anspricht, dann läuft es so wie bei Google Chrome und Opera, meistens nur die Graphics Processing Unit und die Central Processing Unit darf schuften bei allem, was auf On2's TrueMotion Video Compression setzt, aktuell VP9. Diesen Punkt kritisiere ich an der Chromium-Engine, dass sie ihr General Purpose Computation on Graphics Processing Unit auf die schlechteste Art einsetzt. Dann habe ich als Referenz zum Vergleich nur noch den Mozilla Firefox für YouTube und Co., wo die VPU der CPU zur Hand geht. Der Internet Explorer performt seit der Windows 10.0.17763.55 Build 1809 sowieso nicht mehr - diesem scheint Microsoft sich jetzt endgültig entsagt zu haben.
    @SweetFalke:
    Ich sehe die Gefahr, das ein Hacker Angriff leichter wird.
    Wenn im chromium eine Schwachstelle gefunden wird, sind gleich mit einem schlag fast alle Browser betroffen. Finde ich nicht lustig.
    Daher wird vermutlich der Firefox unter Umständen sogar von der Entscheidung profitieren.
    Mal für einen Laien ... was ist so schlecht an einer Monokultur? Damit endet doch dieses bescheuerte "Bester Look mit MSIE 6.1 oder Bester Look mit Edge ..."; eigentlich doch gut. Es ist doch egal, welche Engine es am Ende ist, denn angezeigt wird mir das, was der Webmaster mir anzeigen will.

    Es ist am Ende einfach schwierig wenn sich alle an ein Unternehmen binden. Klar macht ein Standard für alles sinn und vereinfacht vieles. Jedoch macht man sich damit auf dauer abhängig und unterstützt auch noch googles Marktmacht. Klar muss man eingestehen dass Google hier alles richtig zu machen scheint. Man kommt wohl langsam auch nicht mehr um Google herum und genau dass ist auf lange Sicht evtl. alles andere als gut. Denn Google hat einen Plan den sie seit Jahren "erfolgreich" mehr und mehr umsetzen. Am Ende will man bei Google Geld verdienen und dies tun sie auch zu genüge wie man weiss. Wie sie das tun wissen wir zum teil und teils will man es vielleicht auch nicht wissen. Mir geht es nicht darum dass dann Chromium und am Ende Google hinter edge steht. Wenn es besser funkst ist dies nur als logischer schritt zu bewerten. Auf längere sicht sollte man Google jedoch immer wieder mal mit kritischen Augen bewerten und die Möglichkeiten eines Monopols seitens Google unterbinden. Zuviel Google ist am Ende auch nicht gut...
    Die Blink Vormachtstellung ist echt fruchtbar. Allerdings gefallen mir an den O-Tönen zwei Dinge nicht:
    1) es ist nicht wie damals beim IE6, als Microsoft einfach die Standards setzen und verschlafen konnte wie sie wollten. Chromium ist Open-Source und viele Firmen beteiligen sich an der Entwicklung , es ist nicht nur Google. Ich glaube nicht an einen Stillstand, aber schon an eine Bevorzugung von Google-Diensten durch die Blink Engine. Warum noch ein Mail-Konto bei einem freien Anbieter, wenn der Browser nur bei Google Mail richtig performant läuft weil andere Schnittstellen genutzt werden?
    2) Mozilla stellt sich hier als die einzig gute Firma hin. Die verlieren aber nicht wegen technisch unvermeidlichen Entscheidungen ihre Nutzer, sondern wegen verspieltem Vertrauen und dummen Entscheidungen, die sie wiederholt und mit Anlauf gegen jeden Rat treffen. Sich als Retter des offenen und freien Webs und Hüter des Datenschutzes hinzustellen, und dann die News des letzten halben Jahres zu verursachen ist halt schon schizophren.
    Um mal ein Beispiel zu geben, was schlecht an einer Monokultur (der zugrundeliegenden Engine) ist, bei der nur eine Firma (welche durch Daten Geld verdient):
    Es wäre theoretisch nicht unmöglich einen eindeutigen Fingerabdruck zu implementieren. So wie die Kombination von Auflösung, Erweiterungen, verfügbare Schriftarten und so weiter jetzt schon eine hohe Wahrscheinlichkeit zur Identifizierung bietet. Mit etwas Denkarbeit wäre es möglich, dass dies genauer und eindeutiger wird, aber auch so gut verschleiert wird, dass es niemanden auffallen kann.
    Und jetzt stelle man sich vor, die Firma, die dies einbauen kann, ist die Firma, die damit auch am meisten anfangen kann. Alle anderen Aufsätze - wie dann eben auch EDGE - sind dann nur noch Handlanger.
    Und nur weil Chromium Open Source ist, heißt es nicht, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Das Problem ist nicht die Entwicklung selber, sondern wer alles bestimmt, was wirklich in das Projekt einfließt.
    MWP
    Um mal ein Beispiel zu geben, was schlecht an einer Monokultur (der zugrundeliegenden Engine) ist, bei der nur eine Firma (welche durch Daten Geld verdient):
    Es wäre theoretisch nicht unmöglich einen eindeutigen Fingerabdruck zu implementieren.
    Hat Google doch längst. Wer Chrome unverändert nutzt, ist für Google jederzeit identifizierbar. Da nicht mal ein Viertel der Nutzer Adblocker nutzt und nochmal weniger ihren Browser weitergehend verändern, reicht das für Google völlig aus. Gleiches gilt für Chromium.
    Ob die Browser, die nur die Chromium-Engine nutzen, auch betroffen sind, hängt davon ab, wieviel Chromium tatsächlich in den Browsern steckt.
    Nach all den Artikeln über Edge/Blink fällt mir die Entscheidung von Edge wegzugehen und Firefox zu nutzen immer leichter.
    Ich kann die nervösen Diskussionen wegen des Engine-Wechsels von Edge in dieser Fülle nicht nachvollziehen. MS hat doch nur die Reißleine gezogen.
    Für den Firefox wächst allerdings die Gefahr, dass die Gecko-Engine von weiteren Webseiten-Betreibern nicht berücksichtigt wird.
    "Dies erhöht die Bedeutung von Mozillas Rolle als einzige unabhängige Wahl."
    War ja klar, dass das von den Revoluzzern kommt. Eine winzig kleine Nummer, aber die größte Klappe. Typisch.
    Ich werde weiterhin Google Chrome nutzen und daneben Firefox. Sollte Microsoft Edge zuverlässiger beim Abgleich der Daten werden, überlege ich mir, ob es nicht Edge und Firefox wird.
    Ich bin gespannt, wie das weitergeht.
    Sören Hentzschel hat sich im "Camp Firefox" ebenfalls zu dem Thema zu Wort gemeldet und sieht die bevorstehende Entwicklung als eine Art "Untergang des Webs" an.:D
    https://www.camp-firefox.de/forum/viewtopic.php?t=126650
    Ob er recht hat oder nicht, kann jeder für sich selbst beurteilen. Ich sehe die Sache nicht ganz so tragisch, habe aber auch viel zu wenig Ahnung von solchen Dingen.
    Das mit der Synchronisation der Daten ist auch mein Kritikpunkt Nummer 1. Das klappt jetzt seit Jahren bei mir nicht zuverlässig.
    Wie gesagt, für mich sind das alles (halbe) Revoluzzer. Passend zum Zeitgeist. Ich schenke dem nicht viel Beachtung. Minderheiten machen halt gern viel Blubb Blubb, und müssen sich rausstellen. Die Standards im Web entscheiden nicht die Bauer der Engines. Das machen dann doch andere Leute.
    @Micha45, @chakko
    Er hat in dem Fall aber recht. Für einen kommenden Webstandard muss die Technik in zwei unabhängigen Engines implementiert werden, das war schon immer so. Das Web war vor einigen Jahren vor allem deswegen gesünder, weil es mit Gecko, Trident, Webkit und Presto vier große Engines gab, die sich grundlegend unterschieden haben. Jetzt wird es so kommen, dass Blink grundsätzlich die eine, weil mit Abstand relevanteste Engine sein wird. Wer der Partner wird, kann man sich dann frei aussuchen. Wenn Mozilla sich bei Gecko querstellen sollte, dann kann man immer noch zu Apple gehen, was richtig schlecht wäre, weil Safari einen ähnlichen Kurs wie der IE6 damals fährt und haufenweise eigenen Kram implementiert.
    Insofern, ja, die Webstandards entscheiden, aber dafür müssen sie an den Entwicklern der Engines vorbei.
    Vergiss nicht, dass in der Vergangenheit die Webbrowser, sprich Engines, viele Webtechnologien unterschiedlich dargestellt haben. Das fällt weg, wenn es nur noch eine Engine gibt, die alles einheitlich darstellt. Somit ist das für Webentwickler eher ein Vorteil. Und, nichts für ungut, aber, wie sehr die Verfechter und Konsortien für die Webstandards immer auf die Pauke gehauen haben, ist es unwahrscheinlich, dass Entwickler der Engine morgen alles bestimmen, was die Darstellung im Web angeht. Da sollten die Open Source Gurus mal einen Gang runterschalten.
    In den Kommentaren wurde eigentlich schon alles gesagt... Ich finde es einfach schade um die EdgeHTML-Engine. Wenn jetzt Chromium kommt habe ich keinen Grund mehr ab und zu noch Edge zu nutzen. Es ist anzunehmen, dass der neue Edge eh nicht die beste Wahl sein wird, wenn es um Chromium geht.
    Mich trifft es am Ende erstmal eher weniger, da Firefox seit der 3.0 bei mir zum Einsatz kommt und dieser die meiste Zeit Prima läuft.
    Vielleicht sollte es MS so halten wie mit Windows Phone: Es gibt verbreiterte alternativen also braucht niemand Windows Phone ;D
    joachim2
    auch Firefox verkauft Deine Daten an Google! und die Manager füllen sich damit ihre Taschen. sei mal nicht so blauäugig :-)
    https://derstandard.at/2000092648548/Nutzerzahlen-fuer-Firefox-sanken-um-acht-Prozent-seit-2016
    Bitte erläutere mal, wo in dem Artikel steht, daß Mozilla - Firefox heißt der Browser - Daten an Google verkaufen würde. Firefox kooperiert bezogen auf Deutschland bei zwei Funktionen des Browsers mit Google. Das ist die Integration der Suchmaschine und der Safe Browsing Dienst von Google. Beides läßt sich problemlos ändern bzw. abschalten.
    Anders als Google hat Mozilla zwar auch Geheimnisse, aber es läßt sich alles auf deren Seiten nachlesen. Sicherlich ist Mozilla kein Engel, denn mit den diversen Tests von Plugins und Erweiterungen wollten die auch Daten erheben. Allerdings spioniert Mozilla nicht grundsätzlich jeden Nutzer eines Firefox mit Standardeinstellungen aus.
    ich zitiere :
    Der Umsatz des Browserherstellers Mozilla ist seit 2017 um acht Prozent gestiegen und liegt nun bei rund 542 Millionen Dollar. Das Unternehmen lukrierte vor allem durch eine Kooperation mit Google in Europa zusätzliches Geld. - derstandard.at/2000092648548/Nutzerzahlen-fuer-Firefox-sanken-um-acht-Prozent-seit-2016
    Das Unternehmen lukrierte vor allem durch eine Kooperation mit Google in Europa zusätzliches Geld.
    Aha, das bedeutet also Mozilla "verkauft Deine Daten an Google!"? Entweder leidest Du unter einem schweren Fall von Aluhut oder Du hast das Wort Kooperation nicht verstanden.
    Nur das Mozilla eine Non-Profit-organisation ist und auch damit diversen anderen Regeln unterworfen ist, die bei Google nicht anwendbar sind, weil Google absolut kommerziell ist. Dass Sören gleich ein Weltuntergangsszenario generiert, war fast klar, auch wenn der Wegfall der inzwischen zweiten Engine bevorstehen mag (Presto ist ja schon über die Wupper).
    Mozilla hat etliche Projekte laufen, u.a. "Scout" -> "Firefox Listen", ein Firefox, der ausschliesslich per Sprachsteuerung nutzbar sein wird. Die machen schon eine ganze Menge, und Firefox ist nur ein ganz kleiner Teil davon, wird leider zu oft als Aushängeschild herangezogen, was es defakto nicht ist.
    Was Chromium vs Chrome angeht - Chromium beinhaltet keinerlei Google-Extensions (Docs, YT, usw) und auch kein (Pepper-)Flash. Ich kann hier nicht mal das Google-Konto nutzen, funktioniert hier nicht. Und für die Google-Extensions muss man angemeldet sein, und auch nur mit der Anmeldung bei einem der Google-Dienste (YT gehört auch dazu), werden automatisch alle möglichen Daten abgeglichen und übertragen, wenn man dem zugestimmt hat bzw die Optionen gesetzt sind. Die meisten "Google-Krake"-Schreier kann man eher als unwissend einstufen, die fragwürdige Quellen heranziehen, die auch keinen Schimmer haben. Ich mag damit einigen auf die Füsse treten, aber wenn man schon "Dagegen" vertreten will, sollte auch Substanz folgen und nicht blinde Folgsamkeit wie ein Lemming.
    Natürlich ist die Firefox-Telemetrie umstritten, aber es wurde mehr als einmal nachgewiesen, dass absolut nicht personalisiert. Es gibt aber diverse Fehltritte, wenn auch verschindend geringfügig wirksam, die das Gegenteil vermuten lassen - Katze&Mausen. Trifft auch nicht zu.
    Dass Firefox Benutzer verliert, liegt einfach daran, das sder Mensch ein Gewohnheitstier ist und teils ohne Grund auf Beständigkeit pocht. Leider kann man den ewig Gestrigen nur schwer beikommen und daher einfach links liegen lassen, wenn man sich nicht aufreiben will, geht auf die Psyche, diese Nölerei.
    @.Bernd
    Mozilla hat etliche Projekte laufen, u.a. "Scout" -> "Firefox Listen", ein Firefox, der ausschliesslich per Sprachsteuerung nutzbar sein wird. Die machen schon eine ganze Menge, und Firefox ist nur ein ganz kleiner Teil davon, wird leider zu oft als Aushängeschild herangezogen, was es defakto nicht ist.

    Das liegt aber auch daran, dass Mozilla nicht gerade geschickt darin ist, die weiteren Projekte neben der Firefox-Familie zu promoten. Wenn du einen etwas versierteren Laien fragen würdest, könnte der dir bestenfalls Firefox, Pocket und vielleicht auch noch Rust nennen. Dass Mozilla mit dem VR-Framework A-Frame oder Firefox Reality auch schon voll den VR-Bereich investiert, wissen viele zum Beispiel nicht. Dass irgendwann im nächsten Jahr der eigene Passwortmanager Lockbox und der eigene Notizdienst Firefox Notes folgen sollen, auch nicht. Und das sind nur ein paar Beispiele. Mozilla ist ja nunmal wesentlich größer als viele denken.
    Dass Firefox Benutzer verliert, liegt einfach daran, das sder Mensch ein Gewohnheitstier ist und teils ohne Grund auf Beständigkeit pocht. Leider kann man den ewig Gestrigen nur schwer beikommen und daher einfach links liegen lassen, wenn man sich nicht aufreiben will, geht auf die Psyche, diese Nölerei.

    Zum Teil sicherlich ja. Dass der extrem konservative Teil gen UXP und Moonchild abgedampft ist, ist ja kein Geheimnis, und was Waterfox und SeaMonkey da für Verrenkungen machen, kann eigentlich auch nicht gut gehen. Mittlerweile glaube ich aber auch, dass die FOSS-Community da selber einen Teil der Antwort gegeben hat, warum die Vormachtstellung, die die Gecko-Plattform so vor 8-10 Jahren noch hatte, mittlerweile so erodiert ist. Wie viele Krämpfe wie Iridium oder Ungoogled Chromium haben wir gesehen? Wie viele Minibrowser wie Epiphany, Midori oder Falkon bauen auf sicherheitskritischen Webkit-Derivaten auf? Dazu kommen noch diese unausgereiften Lösungen wie bei Waterfox oder diese Schnapsidee mit Goanna und der UXP-Plattform.
    Gecko ist spätestens seit Quantum wieder eine ziemlich moderne Engine und da wird mit WebRender in 2019 weiter nachgelegt. Wenn man aber nicht mehr Chromium will, dann ist Gecko eigentlich die einzige Chance und dann müssten neben den beiden großen Firefox und Tor auch andere bekannte FOSS-Browser wie Epiphany, Falkon, Midori oder Waterfox mitziehen und zudem für Windows und macOS erscheinen. Das wird aber spätestens wegen der ideologischen Hürden niemals so passieren.
    @build10240,
    lukrieren (Deutsch)
    Wortart: Verb
    Silbentrennung:
    lu|krie|ren, Präteritum: lu|krier|te, Partizip II: lu|kriert
    Wortbedeutung/Definition:
    1) gewinnen, einen Gewinn bei etwas machem
    und du meinst wohl die Euros hat Google einfach so verschenkt?
    joachim2
    und du meinst wohl die Euros hat Google einfach so verschenkt?
    Nein, denn Google zahlt dafür, daß die eigene Suchmaschine im Firefox voreingestellt ist. Du kannst so viele Worte aus dem Artikel im Wörterbuch nachschlagen wie Du willst. Die Bedeutung "verkauft Deine Daten an Google!" wirst Du nicht finden.
    joachim2

    lukrieren (Deutsch)

    Das Wort kannte ich noch nicht. Mein Duden aber schon:
    Gebrauch: österreichische Wirtschaft, sonst veraltet
    Ich werd´s zu meinem Wörterbuch hinzufügen, gleich über Paradeiser. ;)
    Wenn ihr euch dann irgendwann darüber geeinigt habt, was in den kommenden Duden für 2019 aufgenommen werden soll, könnten wir sicherlich wieder zum Thema kommen, oder? :rolleyes:
    Ich werde sicher gleich geteert und gefedert, aber ich finde dieses Thema mehr als erschöpfend. Es geht um einen Browser und nicht um eine Religion. Soll ich euch mal was verraten? Ich nutze den Chrome, und zwar den Originalen. Eingeloggt mit meinem Google Account. Ja, ich sichere sogar meine Paßwörter dort. Warum? Weil ich diesen Komfort mittlerweile zu schätzen weiß. Weil ich keine Lust mehr auf halbgare Lösungen habe, nur um irgendeiner Ideologie nachzuhecheln, die es mir meist schwerer macht. Ich will, dass mein Browser funktioniert. Dass er mir Filmchen abspielt, wenn ich das möchte. Der mir den Spotify Webplayer abspielt, so sich Chromium und der FF immer weigerten wegen dem DRM Geraffel und fehlender libs unter Linux.
    Chrome ist ein Stück weit meine eierlegende Wollmilchsau geworden. Ich brauche kein eMail Programm, ein offener Tab bei GMail reicht. Will ich kurz auf meine Bilder vom Android Gerät schauen, switche ich zu Google Fotos. Will ich etwas vom Rechner ablegen, öffne ich in einem weiteren Tab GDrive(One). Ja, es kann so herrlich einfach sein. Dass mir Google dabei ein Stück weit auf die Finger schaut, ist mir bewusst und auch ein Stück weit egal, denn wer tut dies denn nicht? Ich hinterlasse digitale Spuren, ohne Ende sogar. Bin gläsern. Ist mir bewusst und in 2ß18 wohl auch nicht mehr zu ändern. Es sei denn, ich folge ÖffÖff und werde Einsiedler. Wobei, selbst der hat mittlerweile ein Smartphone. Mist, verfluchter.
    Vor 10 Jahren bin ich noch missionarisch durch die Welt, habe mir die Lunge wund gepredigt. Bin dem Netz weitesgehend aus dem Weg gegangen, habe alles gemieden, was man noch meiden konnte. Heute sehe ich das entspannter. Ich kann als verblendenter Ideologe müde belächelt werden, verzichte auf jeglichen Komfort ..oder ich akzeptiere, dass es eben so ist, wie es ist. Microsoft scheint ähnlich zu denken. Wofür weiterhin Edge anpreisen, als wenn es der Überbrowser wäre, wenn die User doch etwas anderes haben wollen. Der Workflow unter Edge war schlimm. Ach was, schlimmer als schlimm. Intuitiv ist anders. Immer wieder Probleme mit der Anzeige. Seiten, die nicht richtig geladen wurden. Sync? Pfft, lach. Microsoft fängt an zu verstehen. Ich werte das mal als gutes Zeichen.
    @Schalker
    Du solltest mal die Kommentare zu Intel-, AMD- und NVIDIA-Technologien in den einschlägigen Hardware(-Games)-Foren lesen, dann weißt Du, was eine Religion ist, nach wohin solche Kontroversitäten führen. :D
    Mal für einen Laien ... was ist so schlecht an einer Monokultur? Damit endet doch dieses bescheuerte "Bester Look mit MSIE 6.1 oder Bester Look mit Edge ..."; eigentlich doch gut. Es ist doch egal, welche Engine es am Ende ist, denn angezeigt wird mir das, was der Webmaster mir anzeigen will.

    Dann lies mal den Artikel von den Kollegen von Windows United "Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist zu Firefox zu wechseln." Der letzte Absatz dort kann es nicht besser ausdrücken.
    >Wer Chrome unverändert nutzt, ist für Google jederzeit identifizierbar
    Das ist klar, darum ging es bei meinem Beispiel nicht. Da ist noch viel mehr möglich, egal ob AdBlocker oder Privacymode oder sonstwas. Und das mit Chrome, jedem Chromium-basierten Browser und jeder Chromium basierenden App, sprich Electron-Apps zum Beispiel. Wäre ich Google, würde ich zumindest dafür ein paar meiner besten Ingenieure und Mathematiker abstellen. Und ja, derzeit ist das ziemlich sicher noch Zukunftsmusik... ;-)
    KnSN
    @Schalker
    Du solltest mal die Kommentare zu Intel-, AMD- und NVIDIA-Technologien in den einschlägigen Hardware(-Games)-Foren lesen, dann weißt Du, was eine Religion ist, nach wohin solche Kontroversitäten führen. :D

    Ach. es reicht schon sich in diversen Linux Foren zu bewegen. MS ist immer noch der Klassenfeind trotz langsamer Öffnung hin zu OpenSource. Google eh das Maß allen Übels. Fragt man dann mal nach, was denn derjenige als Smartphone nutzt, kommt immer ein Android zum Vorschein. Kein Lineage oder ähnliches, was ich dann ja noch verstehen könnte. Wir sind längst über den Punkt hinaus, wo man noch die Wahl hatte, wo man sich noch unsichtbar machen konnte, wenigstens ein Stück weit.
    Natürlich ist mir nicht ganz wohl beim Gedanken, Google zu nutzen. Sexismus Vorwürfe. China Politik, Boston Dynamics. Aber, am Ende bleibt das User-Erlebnis und ja, da sehe ich bei Google eben die für mich besten Optionen.
    Das Gejammer seitens Mozilla hat auch fast etwas Belustigendes. Hat man doch den Trend klar verpennt. Der FF war bis Quantum schlichtweg eine Frechheit. Selten so etwas träges gesehen. Für mich sind die Würfel gefallen. Chrome bietet mir sowohl unter Linux, als auch unter Windows die beste Performance und läßt im Grunde keinen Wunsch offen. Ideologie hin, oder her.
    Schalker
    I
    Chrome ist ein Stück weit meine eierlegende Wollmilchsau geworden

    Wenn mich nicht alles täuscht ist Chrome nicht wirklich ein optimaler Browser, wenn es darum geht zwei Anwendungen parallel zu nutzen. Man muss dann mit zwei Fenstern hantieren. Vivaldi bietet sich da eher an. War auch mal eine Stärke von Opera - früher....
    Kurz um, für einen Browser eines Unternehmens welche den Browser als Arbeitsplattform betrachtet, nicht gerade eine Glanzleistung.
    Guten Morgen allerseits.
    @Schalker
    Natürlich kann man es so sehen und handhaben, wie du es ausgeführt hast. So handhaben es ja Millionen Menschen, ansonsten wäre das Geschäft mit den Nutzerdaten nicht ein so dermaßen lukratives. Das ist mittlerweile ein Milliardenmarkt, an dem sich viele Unternehmen eine goldene Nase verdienen.
    So weit so gut.
    Hier geht es aber um etwas anderes. Es geht um das Recht auf Selbstbestimmung, übrigens ein Grundrecht, nur mal so nebenbei erwähnt. Und dieses Recht wird einem genommen, wenn die Daten still und heimlich, ohne konkrete Einverständniserklärung des Betroffenen, eingesammelt werden.
    Und jetzt bitte nicht: "In der EULA steht doch aber und da muss man doch zustimmen."
    Die liest eh kein Schwein und ist in den meisten Fällen so unverständlich formuliert, dass einem nach zwei Sätzen die Lust aufs Weiterlesen vergeht.
    Viele sagen: Na und? Ich habe nichts zu verbergen. Auch das muss man akzeptieren, auch wenn es nichts an dem Grundproblem ändert.
    Je nach dem, in welche Hände die Daten gelangen, kann das für den Betroffenen unter Umständen auch sehr gefährlich sein.
    Das muss man hier jetzt auch nicht näher ausführen, denn nicht jedes Unternehmen ist seriös unterwegs und geht verantwortungsbewusst mit den anvertrauten Daten um. Organisierte Kriminalität ist hier das Stichwort, Phishing ein weiteres.
    Justizirrtümer das nächste ... usw. usf.
    Und zum Schluss noch: Werbung, Werbung, Werbung und nochmal Werbung. Oft auch penetrant und nötigend.
    Auch hier geht es wieder um die Verletzung des Grundrechts auf Selbstbestimmung.
    Die vermeintlich kostenfrei angebotenen Dienste und Dienstleistungen sind niemals umsonst. Man bezahlt die im Endeffekt immer mit seinen Daten. Unfreiwillig, wohlgemerkt.
    Die Option, für die Angebote lieber mit Geld zu bezahlen, wird einem erst gar nicht angeboten. Auch da liegt der Hase im Pfeffer.
    Aber lassen wir das, ich könnte das Ganze noch viel weiter ausführen, doch das würde den Rahmen hier sprengen.
    so sich Chromium und der FF immer weigerten wegen dem DRM Geraffel und fehlender libs unter Linux.

    "unter Linux"... Unter Windows konnte ich neulich hier eine selbstgemachte Scharte auswetzen. Dazu hat Sören sich auch kürzlich geäussert - Firefox liefert Null Kodec, nur die DRM-Prüfung via widewine. Wenn ich in die Liste hier schaue:
    https://chromium.woolyss.com/
    widewine ist nicht überall dabei, auch nicht die Kodec
    (öha, schon v73 am Start und 71 final)
    Mit v72 hat DRm nicht geklappert
    DRM testen:
    https://demo.castlabs.com/
    Klappt in Firefox, Windows 8/10
    Oder
    https://bitmovin.com/demos/drm
    PS auf der Chromium-Seite gibt es eine "ungoogled"-Ausgabe von Marmaduke, allerdings noch v70 (aktuell ist ja v71)
    @micha45
    Ich weiß schon, worauf du hinaus willst. Nutze Linux seit 22 Jahren ja nicht ohne Grund. Aber, man muss auch ein Stück weit ehrlich zu sich selbst sein. Selbstbestimmung ist zwar ein Grundrecht, aber an welcher Stelle des Alltages habe ich dies denn noch? Oder anders gefragt, wem kann man glauben, wenn einem das Recht von Freiheit suggeriert wird? Die großen Lügen begegnen einem mittlerweile in jedem Ressort, sei es IT, sei es Ökologie, etc. Mir wurde das irgendwann zu blöde. Und, man möge dann mal nicht vergessen, mit welchem Wasser in Redmond gekocht wird, das ist ebenfalls sehr trübe. Wieso gibt es denn die Debatten über Telemetrie? Weil MS die Guten sind? Wieso hat ein Tool wie XPAntispy vor 20 Jahren solch einen Zulauf gehabt? Weil schon damals alles gut war? Die Outlook App für iOS lenkte den Verkehr erstmal um? Weißt du, was ich meine?
    Natürlich könnte ich mich verweigern bis zum geht nicht mehr, aber wo stehe ich dann? Chromium und Spotify zB. Geht nicht, weil der ffmpeg dann fehlt, Flash ist nicht mal vorausgesetzt. Oder FF und Spotify, gleiches Dilemma, denn ohne ffmepg geht da nichts mit dem DRM Zeug. Wenn ich also Musik hören möchte, bin ich in den Allerwertesten geklemmt, sobald ich meine Ideologie den Vorrang gebe. Ich war lange Zeit ein DEBIANer. Päpstlicher, als der Papst. Und? Hat es mir genutzt? Jeder Rechnerkauf, oder eben auch externe Peripherie, taugt wenig ohne propretären Kram. Widerspricht aber sofort den Grundlagen von Debian. Also was tun? Am Ende ist es so, dass ich abwägen muss zwischen dem, was ich mir denke und ggf auch wünsche, und halt dem, was ich umsetzen kann.
    Werbung kann ich ein Stück weit steuern durch ublock-origin und dem privacy badger. Trügerische Sicherheit, klar..aber ich bekomme nicht mehr alles unter die Nase gerieben, was ich nicht sehen möchte. Google wirkt mir auch weniger Anfällig für Hackerangriffe als beispielsweise Apple, denn dass die iCloud gerne mal angeschossen wird, ist ja kein Geheimnis. Dass Apple aufgrund der Börsendotierung dass dann nicht an die große Glocke hängt, ist hingegen klar. Dass es trotzdem ständig passiert, kann man schon an den letzten Wochen sehen. DELL, Marriot und Quoka. Nur in den letzten 4 Wochen. Wären meine Daten dort sicher? Wohl kaum.
    Was ist mit meiner Ablehnung gegenüber Facebook und WhatsApp? Bin ich jetzt sicher? Ich sage mal klar, nein. WO bleibt denn da MEIN Recht auf Selbstbestimmung, wo meine Daten hingehen? Ich kenne eine Handvoll Menschen, die ihr gesamtes Adressbuch zu FB hochladen. Somit kennt mich Zuckerberg, ohne dass ich etwas dagegen machen kann. Dass ich selbstbestimmt agieren kann, das habe ich mir längst abgeschminkt.
    @setter
    Kann ich so nicht bestätigen. Ich kann problemlos mehrere Anwedungen in einem Browser ausführen, wenn man mit Tabs arbeitet.
    Dass du einen Dienst mit Geld bezahlen kannst, ist aber auch einfach keine Garantie für Sicherheit, @Micha45. Wenn jemand deine Geldströme zurückverfolgen will, kann er auch das ohne Probleme tun. Auch finanzielle Transaktionen in allen Formen und Farben sind nichts anderes als Datenströme. Und selbst wenn du mit Geld bezahlst und dann meinst, dein Gegenüber zwackt trotzdem keine Daten ab (was ja viele denken), ist das mit Verlaub eine ziemlich naive Einstellung. Microsoft ist dafür das beste Beispiel. Die Frage ist immer nur, wofür die dann verwendet werden. Das ist dann wieder eine Frage, wer da das kleinere Übel ist und bei wem ich mich "geborgen" fühle. Alles subjektiv, mit Objektivität hat das in den seltensten Fällen was zu tun.
    Thema Datensteuerung:
    Letztlich geht es hier um zwei Grundpfeiler, nämlich das Thema Verschlüsselung und die Schaffung von offenen Standards. Bei der Verschlüsselung haben wir in vielen Fällen kapital versagt, ansonsten wäre die Mail heute einigermaßen sicher und Unternehmen wie Vodafone würden bei Anfragen nicht mehr explizit darauf hinweisen, dass verschlüsselte Kommunikation bei Anfragen unerwünscht ist (bei denen einfach mal auf Twitter achten, immer wieder schön). Oder das beste Beispiel Messenger. Wir klopfen uns immer wieder auf die Schulter, dass HTML5 mittlerweile so gut geworden ist und wir Flash und andere Plugins bald los werden. Auch beim Messaging hatten wir das mal mit XMPP. Das gibt es immer noch, mittlerweile wurde OTR sogar durch das bessere OMEMO ausgetauscht, aber damals haben es auch große Unternehmen wie Google, Apple und Facebook unterstützt. Wir hätten alle Chancen gehabt, das Thema zu etablieren, die Zeiten sind gegessen. Conversations auf Android, ChatSecure unter iOS und Gajim auf dem Desktop werden sich nur wenige installieren.
    Das ist spätestens auch der Punkt, wo ich einen Großteil der Linux-Community nicht mehr für voll nehmen kann und wo @Schalker dann zum Teil auch recht hat. Logisch, ich kann mir viel Freiheit rausnehmen, Sachen selber hosten, freie Software bevorzugen. Nur: Erstens hat nicht jeder Mensch das technische Wissen dafür, zweitens kann man eigentlich alles davon auch im Zusammenspiel mit Windows oder macOS machen und drittens muss man bei allen Sachen grundsätzlich abwägen, ob ich wirklich ein großes Maß an Freiheit gewinne oder ob ich das mittlerweile so weit treibe, dass ich mich damit schon wieder abschotte und das auch nicht vertretbar ist. Es gibt Bereiche von Software, die gehen nur über Verhandlungen. Auch wieder das Beispiel Messenger: Ich möchte kein WhatsApp etc. nutzen, ich weiss aber auch, dass ich mit XMPP oder Matrix auf Granit beiße. Wenn das Gegenüber gesprächsbereit ist, macht es also eher Sinn, sich entweder in der Mitte bei Signal, Wire oder Threema zu treffen oder, wenn es eine geschlossene Gruppe ist, eine selbstgehostete Instanz z.B. von RocketChat anzupeilen, wenn man den Client z.B. für die Arbeit sowieso verwendet.
    Am Ende muss jeder für sich seine Strategie entwickeln. Ich nutze hier immer noch eine große Zahl an FOSS-Projekten, wie ich es seit weit mehr als 15 Jahren mache. Darunter sind immer noch viele unabhängige Projekte. Gleichzeitig war hier aber auch immer eine größere Menge an Software von Unternehmen wie Microsoft dabei. Natürlich darf man nicht so naiv sein, dass Microsoft oder Google oder wer auch immer die Wohlfahrt sind und ihre Produkte aus reiner Nächstenliebe anbieten. Das sind profitorientierte Unternehmen/Großkonzerne. Aber sobald ich nur noch irgendeiner Ideologie oder einem Dogma hinterher renne und nur noch alles nachplapper, was die Communities so ins Horn stoßen, werde ich blind. Man muss sich eine unabhängige Meinung bilden, alles abwägen, und wenn ich dann für mich eine Lösung bzw. einen Weg gefunden habe, mit dem ich im Reinen bin und mit dem ich leben kann (egal, wie der aussieht), dann ist das auch ok so. Alles andere ist, vor allem wenn mans nicht mehr reflektiert, nur ungesund.
    Meine Rede, Kevin.
    Das Abwägen zwischen "kann ich mit leben, da ich den Komfort haben möchte" und "Niemals!" fällt aber auch zunehmend schwerer. Natürlich ist es dann auch so, dass man im sozialen Miteinander Abstriche machen muss. Mir, als Autist, ist das völlig Latte. Aber, sollte ich aus meinem ideologischen Grunddenken heraus meinen Kindern WhatsApp verbieten? Weil es ja so evil ist? Zwei Eltern tun dies und wie man an deren Kindern sieht, werden die komplett aus allem herausgelassen. Können nicht mit den anderen mal über die Schule diskutieren, oder sich bei Aufgaben helfen, etc. Klar, man könnte Telefonieren, macht nur niemand mehr. Außer mir, aber ich bin eh der ewig gestrige. Also haben unsere Kinder WA auf den Geräten, aber eben auch Threema, damit wir innerhalb der Familie schreiben können. Bei eben diesem Threema beginnt aber schon das Grundproblem. Es kostet, für viele eine zu hohe Hürde und dann ist es nicht komfortabel genug, die Kontakte sofort herzustellen und zwar auf vertrauenswürdiger Basis. Man muss seinen QR austauschen. Blöd, wenn man sich nicht ständig sieht. Bliebe der Weg über Screenshot als Mailanhang. Spätestens hier übergibt sich jeder Datenschützer.
    Apple Software hat früher mal gekostet, und das nicht zu knapp. Die Intervalle waren auch größer. Mittlerweile muss es jedes Jahr das neue amazing geben, für lau. Manch einer sieht die Tücke dabei nicht und freut sich. Tools wie Little Snitch kennt eben der typische Apple-Dau nicht. Warum auch? Ist doch so herrlich bequem. Dass macOS jetzt den Desktop in die Cloud spiegelt und das als tolle technische Errungenschaft verkauft, geschenkt. Hinterfragt keiner. User von W7 und W8 können, wenn es das Gerät voraussetzt, auf W10 springen und das für? Na? Für nichts. Ich habe zwei-drei Mal den Finger gehoben "hier, ich weiß was"..Antwort? "KOSTENLOS!".
    Den Hinweis auf Telemetrie, Tastatureingaben, etc..gibt es nicht. Gehört für viele zu Mythen, Legenden und vielleicht auch noch zum Voodoo. Spätestens hier kann man nicht mehr ernsthaft argumentieren, dass alle gut sind, nur Google ist böse. Ich arbeite tatsächlich noch in den meisten Fällen mit opensource, weil mir das wichtig ist, für das Gewissen allemal. Nutze Threema, wickele meine "wichtigen" eMails über Protonmail ab, auch wenn Komfort echt anders aussieht. Arbeite mit openoffice und schicke docx Dateien auch mal an den Absender zurück mit dem Hinweis, dass man auch mit odt arbeiten kann, ggf auch PDF. Speziell, wenn Lehrer ungeschützte docx durch die Gegend schicken, wird es schnell peinlich.
    Mein Weg ist nicht repräsentativ, aber ich habe eine für mich vertretbare Lösung gefunden, auch wenn mir all die Nachteile bekannt sind. Nur, wenn ich allem vermeintlich bösen aus dem Weg gehen soll, müsste ich heute alles abmelden und in den Wald ziehen. Bei den Temperaturen ist das keine Option.:)
    Schalker

    @setter
    Kann ich so nicht bestätigen. Ich kann problemlos mehrere Anwedungen in einem Browser ausführen, wenn man mit Tabs arbeitet.

    Rein interessehalber wie nutzt man zwei Tabs in einem Fenster gleichzeitig mit Chrome? Ich hatte keinen Weg gefunden. Mit Vivaldi geht sehr einfach und schaut dann so aus
    @Kevin
    Ich hatte heute morgen leider keine Zeit mehr, ansonsten hätte ich es noch angemerkt:
    Ja klar, wenn man für ein Produkt oder einen Dienst bezahlt und dann auch noch still und heimlich Daten abgegriffen werden, dann ist es noch unverständlicher und auch verwerflicher. Ist leider auch keine Seltenheit mehr.
    Im Grunde sieht es doch folgendermaßen aus: Ich nehme einen Dienst in Anspruch, oder nutze ein Produkt, ich lese in der EULA (wenn überhaupt) etwas von Datenerhebung blablabla ..., der Hersteller versichert irgendwo in dem unendlich langen, in Juristenkauderwelsch verfassten Dokument, dass er die Daten ausschließlich für interne Zwecke nutzen wird, ich stimme zu, weil ich zustimmen muss (ansonsten kann ich es nicht nutzen) und fertig ist die Laube.
    Wäre es so, hätte ich überhaupt kein Problem mit der Geschichte.
    Bekomme ich allerdings dann ständig Werbung von Hämorrhoidensalbe oder anderen Produkten, die ich im ganzen Leben noch nicht gekauft oder genutzt hatte, dann weiß ich, dass meine Daten weitervertickt worden sind. Allerdings gänzlich ohne meine ausdrückliche Zustimmung. Das ist es, worauf ich hinaus will.
    @Schalker
    Und selbstverständlich muss jeder für sich entscheiden, wie er mit der Geschichte umgeht. Ich mache da niemandem Vorwürfe oder Vorhaltungen.
    Ich nutze und kaufe auch vieles, obwohl ich genau weiß, was da dahintersteckt. Man will sich halt keinen Aluhut aufsetzen und den Stecker ziehen. Denn das müsste man nämlich tun, um ganz sicher zu sein.
    Ich tue nach meinem Ermessen alles Erdenkliche, um mich, so gut es geht, zu schützen.
    Bei dem Satz würden sich wahrscheinlich jetzt viele Produkthersteller und Dienstleister einen Ast ablachen.:D
    Das ist ganz sicher etwas zu naiv gedacht, aber es gibt mir zumindest subjektiv ein Gefühl der Sicherheit.
    Setter
    Rein interessehalber wie nutzt man zwei Tabs in einem Fenster gleichzeitig mit Chrome? Ich hatte keinen Weg gefunden. Mit Vivaldi geht sehr einfach und schaut dann so aus

    Muhahaha. :D Und hier die Variante für die großen Jungs. ;)

    In Chrome geht das so nicht. Ich glaube, neben Vivaldi ist aktuell Maxthon der einzige Browser, der das noch so ähnlich kann.
    Das bekommst du jedoch mit einem "Code" hin? So direkt werden 3 nicht angeboten. Mit einem "Code" sollte es auch in Opera und Chrome gehen.
    Opera konnte das ja mal vor .... :(
    @Setter
    Man kann daraus natürlich eine Raketenwissenschaft machen. Das Linke ist ein stinknormales Webpanel. Die beiden anderen sind einfach zwei Tabs, die ich erst zu einer Tabgruppe zusammengefasst habe und anschließend habe ich die Gruppe per Rechtsklick auf den Gruppentab einfach gekachelt. Mehr ist es nicht.
    Übrigens kannst du, wenn du das so machst, auch ohne Web-Panel so viel kacheln, wie du willst. Die Tabs müssen nur alle in einer Gruppe sein. Ich machs nur meistens so, weils mir sonst zu unübersichtlich wird, wenn ichs brauche.
    Genau so handhabe ich das auch. Oder arbeite eben stumpf mit Tabs.
    @micha45
    Das ist eben der Punkt. Ohne Abnicken der seitenlangen AGB bekommst du heute nichts mehr. Ob ich das nun toll finde oder nicht, ist dabei sekundär, wenn ich den Dienst nutzen möchte. Wie gesagt, ich nutze ublock-origin und den privacy badger, damit habe ich Ruhe. Ploppt trotzdem mal was auf, reicht ein Rechtsklick auf die Commercial und ich lege einen weiteren Block dadurch an. Ich bekomme also weder Po-Salbe, noch ist jemand in Russland der Meinung, ich bräuchte ein größeres Genital. :D
    Selbstbestimmung. Freiheit. Datenhoheit.
    Netter Traum, fernab jeglicher Realität.
    Leider.
    Man(n) kann Pest und Cholera nicht mehr komplett aus dem Weg gehen, aber es ein Stückweit steuern.
    Kevin Kozuszek
    Die beiden anderen sind einfach zwei Tabs, die ich erst zu einer Tabgruppe zusammengefasst habe und anschließend habe ich die Gruppe per Rechtsklick auf den Gruppentab einfach gekachelt. Mehr ist es nicht.

    Oh, die Option kannte ich noch nicht. Das geht auch in Chrome?
    Nein, Chrome kann das leider (noch) nicht. Woran sie aktuell arbeiten, ist eine Tabvorschau, wie sie Edge, Opera und Vivaldi ja auch haben (übers Tab hovern etc.). Aktuell ist es so:
    - Vivaldi erlaubt sowohl das unbegrenzte Kacheln in Tabgruppen als auch Webpanels.
    - Firefox wird irgendwann eine Funktion namens Sideview bekommen, die den Webpanels von Vivaldi entspricht.
    - Maxthon (und ich meine noch 1-2 weitere Browser) erlaubt zumindest das Teilen eines Tabs, dass du zwei Seiten nebeneinander betrachten kannst.
    Ok danke. Also habe ich am Ende doch irgendwie recht. Für ein Browser eines Unternehmens welches den Fokus auf das arbeiten im Browser lenkt schwer zu verstehen.
    Wenn man uBlock Origin verwendet, braucht man nebenher sowieso keine zusätzlichen Erweiterungen mehr, nicht mal uMatrix vom gleichen Entwickler. Das Teil ist mittlerweile ein derartiges Kraftpaket, dass andere Extensions der gleichen Art sowieso nur querschießen. Ist zumindest meine Erfahrung. Man kann dann noch schauen, ob man das auf die integrierten Funktionen des jeweiligen Browsers abstimmen sollte, aber mehr würde ich nicht machen.
    uBlock Origin habe ich noch niche getestet. Ich verwende in allen Browsern Adblock Plus und AdGuard Adblocker. Der AdGuard Adblocker blockiert auf Webseiten Elemente, diese der Adblock Plus ignoriert, darunter die Adware auf HardwareLUXX. Ich erwarte nicht, dass es den Alles-Blockierer gibt, denn die Algorithmen und Filterlisten sind sich nicht eins und die Websites finden in ihrer Dreistigkeit immer neuere Methoden, um ihre Besucher zu vergraulen. Die PCGH verwendet Scripte im Hintergrund, diese sich gar nicht blockieren lassen und so ungefragt auf die Performance der Systeme übergehen, ohne dass man mit NoScript vorzugehen hat, was wiederum anderweitig einschränkt.
    Kevin Kozuszek
    Wenn man uBlock Origin verwendet, braucht man nebenher sowieso keine zusätzlichen Erweiterungen mehr, nicht mal uMatrix vom gleichen Entwickler.

    Man braucht zusätzlich uMatrix, um Seiten aufrufen zu können, die man mit aktiviertem uBlock Origin nicht benutzen kann.
    Bild.de, zum Beispiel, akzeptiert keinen aktivierten Adblocker. Und es gibt noch ein paar andere Seiten, die genauso vorgehen. Ich weiß nur gerade nicht mehr, welche das sind.
    Will man die Seiten mit aktiviertem uBlock Origin trotzdem nutzen, muss man erst in uMatrix ein paar Scripte zulassen und schon funktionieren die Seiten ohne Werbung.
    Deshalb nutze ich beiden Extensions, sowohl im Firefox, als auch im Chrome. Feine Sache.
    @KnSN
    Adblock Plus sollte man meiden. Die Entwickler bereichern sich dadurch, in dem sie mit diversen Unternehmen Vereinbarungen eingehen, gegen Entgelt Werbung zuzulassen. Diese Entwickler sind schlicht und ergreifend unseriös.
    Gibt so einige Berichte darüber im Netz.
    Kommt immer drauf an, mit welchen Filterlisten uBlock konfiguriert ist und welche Regeln man definiert hat. Viele Antiantiadblock-Maßnahmen steckten schon in den Filterlisten. Auf manchen Seiten sieht man zwar trotzdem keinen Inhalt, aber die werden dann auf mich verzichten müssen - gerade bei bild.de ist das für mich kein Problem bzw. "Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." (Max Goldt)
    Ich verwende in allen Browsern Adblock Plus und AdGuard Adblocker. Der AdGuard Adblocker blockiert auf Webseiten Elemente, diese der Adblock Plus ignoriert, darunter die Adware auf HardwareLUXX.

    ABP hatte ich früher auch, nur kein NoScript. uB nutze ich seit mehreren Jahren, ich müsste in mein Archiv schauen.
    Was ich dir sagen kann, dass uB auch Listen von Adguard nutzen kann - das ist sogar gewollt von Adguard und die Links findest du auf deren seite.
    Man braucht zusätzlich uMatrix, um Seiten aufrufen zu können, die man mit aktiviertem uBlock Origin nicht benutzen kann.
    Bild.de, zum Beispiel,

    Mal davon abgesehen, dass ich B*** nicht mehr aufrufe deswegen, die sind überwiegend zu paid content übergegangen und daher lohnt es sich für mich, nicht mal ansatzweise reinzulesen, weil eh nur Blödsinn. Da kann ich dann nur NTV empfehlen, lese ich auch per App am Smartphone.
    uM nutze ich auch nur auf Firefox, 99% für Cookies. Unter Chromium gar nicht.
    uB hat bei mir auch ~350.000 Filtereinträge
    Die PCGH verwendet Scripte im Hintergrund, diese sich gar nicht blockieren lassen

    Kann ich dir nur wirklich ernsthaft uBlock (Origin) anraten, das ist wesentlich intuitiver als Noscript und andere, mit der Matrix im erweiterten Modus nutzbar.
    https://github.com/gorhill/uBlock/wiki/Blocking-mode:-medium-mode
    Adguard ist nicht einstellbar, ausser an/aus, das ist nicht verhandelbar hier. Es arbeitet wohl auf meinem Smartphone (lizensiert/Premium), um in den Apps die Werbung rauszuhalten, in Firefox arbeitet wieder uB, ich gleiche auch regelmässig alle Einstellungen ab, ein Vorteil von uB. Interessant war, dass uB unter Android sogar automatisch die Mobile-Liste aktiviert hat, die es auf einem Desktop nicht benötigt. ich glaube nicht, dass ABP das kann.
    @KnSN - ich kann dir uB nur sehr ans Herz legen, probiere es aus. Es ist ein professionelles Projekt, wird gut betreut. Bei ABP steckt einfach nur der Kommerz hinter. Palant ist ja raus, der hat auch andere Projekte verfolgt wie zB Google Umleitungen zu umgehen. uB kann alles an Liste verwurstem, sei es von ABP, Adguard, Disconnect (ist ja in Firefox unnötig), Badger und andere von github etc.
    Aus meinem Backup (txt-Datei), die Kurznahmen sind integrierte Listen.
    "selectedFilterLists": ,
    Ich nutze auch eine Domain-Blockliste unter "Meine Filter":
    !~~~tld-lock~~~
    ||*.ag
    ||*.ag^
    ||*.bid
    ||*.bid^
    ||*.biz
    ||*.biz^
    ||*.click
    ||*.click^
    ||*.club
    ||*.club^
    ||*.cool
    ||*.cool^
    ||*.date
    ||*.date^
    ||*.fun
    ||*.fun^
    ||*.gdn
    ||*.gdn^
    ||*.info
    ||*.info^
    ||*.loan
    ||*.loan^
    ||*.online
    ||*.online^
    ||*.pw
    ||*.pw^
    ||*.rocks
    ||*.rocks^
    ||*.ru
    ||*.ru^
    ||*.stream
    ||*.stream^
    ||*.today
    ||*.today^
    ||*.top
    ||*.top^
    ||*.us
    ||*.us^
    ||*.win
    ||*.win^
    ||*.xxx
    ||*.xxx^
    ||*.xyz
    ||*.xyz^
    ||*.yt
    ||*.yt^
    ||*.cc
    ||*.cc^

    Das kann ABP nur bedingt. Klar hab ich damit auch mehrere Ausnahmeregeln, aber lieber so rum als Malessen :D
    Danke .Bernd, uBlock Origin schaue ich mir dann doch mal in der Praxis an. Ich spielte schon mit dem Gedanken, es mal zu versuchen, weil es viele User benutzen, weil es viele User empfehlen, nur Gutes berichten, aber ich habe mich nicht herangetraut und es alternativ mit NoScript probiert, was aber eine Menge Fachwissen voraussetzt.
    Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht, ich lese ganz sicher keine BLÖD.:D
    War nur als Beispiel für eine der Seiten, die Anti-Anti-Adblock-Scripte gegen Adblocker einsetzen, genannt.
    Eine Arbeitskollegin von mir steuert auf der Arbeit immer irgendwelche Schundseiten (BLÖD, Brigitte u.ä.) an und hatte Probleme mit aktiviertem Adblocker. Da bin ich dann auf die Kombi uBlock Origin mit uMatrix gekommen und seit dem kann sie die Seiten ohne Probleme aufrufen.
    Ich hatte früher mal ein APP Fork (Name weiß ich nicht mehr) in Kombi mit noscript im Browser genutzt.
    Der Fork wurde irgendwann nicht mehr weiterentwickelt und der Entwickler von noscript kam ewig nicht bei, als Firefox umgestellt wurde. Da bin ich dann auf die beiden mit dem "u" gekommen.
    Dieser Entwickler scheint es richtig gut drauf zu haben und ich bin seit langem mehr als zufrieden.
    .Bernd
    Der AdGuard für Android ist zwar kein Wundermittel, keines der Tools dafür ist es, aber er bietet in der PC-Variante ausreichende Settings, einige dieser, und nicht gerade wenige davon, verstecken sich in einem unscheinbar wirkenden Unterpunkt:
    Irgendwie finde ich das erstaunlich, ich verwende den IE, Edge und Safari und zwar alle drei ohne irgendwelche Blocker. Was habt Ihr alle für Probleme oder was nutzt Ihr für Seiten, dass Ihr meint, ohne Blocker ständig belästigt zu werden?
    Und weil es offenbar gerade Mode ist, niemand liest die BILD (ich glaube ich habe in den letzten zwanzig Jahren drei in der Hand gehabt und war vielleicht zehn mal auf der Seite, wobei das vermutlich öfter ist, als das auf was bei mir SZ, SPON und Zeit zusammen kommen).
    EDIT: BLÖD finde ich genauso blöd wie M$:hallo
    in der PC-Variante ausreichende Settings

    Das ist die Browser-Erweiterung, für PC würdest du sonst von Adguard Premium schreiben!
    Und die ist in Funktionen unter Android gleich. Die Listen sind auch in allen gleich. Was ich meine ist die einfachere Handhabung - man kann nicht gezielt schalten wie bei uBlock, es gibt die Whitelist, die schaltet IMO aber alle Listen ab für die Einträge dort.
    Bevor du weiter schreibst - installier dir uBlock, schalte die Listen wie oben gezeigt und dann probierst du es für eine Woche aus.
    Es ist nicht einfach, mit mir über Werbeblocker in Browsern zu reden, weil ich sie alle kenne :D
    Was habt Ihr alle für Probleme oder was nutzt Ihr für Seiten, dass Ihr meint, ohne Blocker ständig belästigt zu werden?

    Wie soll man sagen - du weisst nie, welche Werbung von welchem Hoster mitmal bösartig wird.
    Wenn dir ein Fenster aufploppt, Desktop.groß und dir sagt, dass dein Flash veraltet ist und du gutgläubig drauf klickst, lädst du dir Ransomware runter. Nächster Punkt wäre ein gewisses Tracking über Seiten hinweg. Letztlich lesen sich Seiten einfacher, wenn es oben/unten/rechts/links nicht bunt flackert oder permanent Popups aufgehen. Der intergrierte Popup-Blocker ist nur in Teilen gut, der von Firefox ist wohl der beste grad, aber das muss nichts heissen.
    Wenn du uns bzw mir sagen möchtest, dass du sie alle ausprobiert hast und keinen Vorteil siehst, ok, wenn du nie einen probiert hattest, solltest du dich eher bedeckt halten, weil sich hier Leute unterhalten, die da mehr drinstecken als du, danke.
    "Was nutzt ihr für Seiten..."
    Gleich mal eines vorneweg: Kein Schweinskram.
    Es reicht, wenn ich zB Seiten wie Stern, Focus und Golem aufrufe, die alle 3 mit ausgeschaltetem Adblocker den Seitenaufbau unfassbar verlangsamen. Ich habe eine 500.ooo Anbindung per Kabel, meine Seitenaufrufe sind irre schnell seit langem. Aber, eben nur mit eingeschaltetem Adblock. Die oben genannten Seiten lassen teils Popups aufploppen oder ich habe mehr animierte Werbung als sonstwas. Teils wirkt das dann fast wie ein Livestream.
    Mir geht auch dieses autoplay von Videos unfassbar auf die Nerven. Mittlerweile glauben ja diverse News Seiten, man sei grenzdebil und könne nicht lesen, benötigt die entsprechenden Nachrichten in Form von kleinen Clips.
    @.Bernd: Möchte behaupten, das Thema ist nicht exklusiv für „Fachidioten“;) und Du darfst meine naive Frage gerne ignorieren oder eventuell kannst Du ein exklusives Unterforum mit Eignungsprüfung eröffnen. Wie Deine Antwort aber zeigt, sollte man sich aber eigentlich über „DAU-Fragen“ freuen, weil sie Dir die Gelegenheit geben aufzuzeigen, dass Blocker auch hinsichtlich der Sicherheit und dies im Besonderen für DAUs, Relevanz haben können.
    Bei meinen Hauptseiten in alphabetischer Reihenfolge achgut, drwindows, Welt fühle ich mich aktuell kaum belästigt, kann aber wirklich mit der Seitenauswahl in Verbindung stehen. Und nein, ich habe bisher keine Vergleichserfahrungen.
    @Schalker, ja Autoplay ist ein guter Hinweis, war auf Welt auch mal sehr nervig.
    PS: Mit den Schweinskram-Seiten scheint es ähnlich wie mit der BILD zu sein:lol
    Ist es auch nicht, aber wenn du uns schon "Probleme" unterstellst, hast du entweder keinen Plan davon oder hast dich mit dem blockierten Geraffel angefreundet. Von daher werde ich das auch entsprechend kommentieren. Eine Verständnisfrage dazu habe ich nicht erkannt, allenfalls eine fragende Unterstellung. Da du ja jetzt selbst mangelnde "Vergleichserfahrung" angibst, also... du kannst nicht wirklich mitreden, ansonsten stelle deine Frage anders.
    Ist das nicht völlig egal? Ich schreibe im Firefox-Forum auch fast nur mit Chromium, inzwischen stört die das nicht mehr :D
Nach oben