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Reform des Xbox Game Pass rückt näher: Neue Chefin findet das Abo zu teuer

Reform des Xbox Game Pass rückt näher: Neue Chefin findet das Abo zu teuer

Der Xbox Game Pass ist zu teuer und die Tarife sind nicht flexibel genug. Das sagen nicht nur die Gamer, sondern jetzt auch die Frau, die in der Lage ist, an diesem Zustand etwas zu ändern. Asha Sharma will das Angebot attraktiver gestalten und betont gleichzeitig die langfristige Bedeutung des Game Pass für Microsoft.

Die neue Xbox-Chefin ist noch keine zwei Monate im Amt und hat sich in dieser Zeit bereits einigen Schmerzpunkten der Community angenommen. Die Xbox-Konsolen erhalten nach monatelanger Vernachlässigung endlich wieder vermehrt neue Funktionen. Das Bekenntnis zur Konsole hat die Nachfolgerin von Phil Spencer mehrfach erneuert.

Schon zu dessen Zeiten hat sich eine Reform des Xbox Game Pass angekündigt. Microsoft musste schnell einsehen, dass man mit der Preiserhöhung um bis zu 50 Prozent im vergangenen Herbst eindeutig zu weit gegangen ist.

In einer internen Nachricht an die Xbox-Belegschaft (via TheVerge – Paywall) schreibt Asha Sharma sinngemäß:

„Der Game Pass ist für die Xbox von zentraler Bedeutung. Es liegt auf der Hand, dass das derzeitige Modell nicht das endgültige sein kann. Der Game Pass ist für die Spieler zu teuer geworden. Wir müssen es kurzfristig schaffen, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu schaffen. Langfristig wollen wir den Game Pass zu einem flexiblen System entwickeln. Dafür benötigen wir Zeit zum Testen und Lernen.“

Hurra, die Preise sinken – oder vielleicht doch nicht?

Wie üblich muss man genau hinhören und darf sich von den Aussagen nicht vorschnell blenden lassen. Hier geht es nämlich nicht um eine simple Preissenkung, entsprechende Hoffnungen sollte man nicht zu hoch hängen.

Es ist zwar denkbar, dass Microsoft dieses Mittel einsetzt, um auf die Schnelle eine positive Wahrnehmung zu erzeugen. Auf lange Sicht aber geht es weiterhin darum, mit dem Game Pass regelmäßig hohe Einnahmen zu erzielen. Der Game Pass ist die Hauptschlagader des Xbox-Ökosystems. Ohne einen profitablen Game Pass hat Gaming bei Microsoft keine Zukunft.

Dabei gilt es allerdings, einen Spagat zu schaffen. Analysten wollen herausgefunden haben, dass die Verfügbarkeit von Call of Duty: Black Ops 7 im Game Pass am Tag der Veröffentlichung durch entgangene Käufe 300 Millionen Dollar gekostet hat.

Microsoft muss es also auf der einen Seite schaffen, den monatlichen Preis des Game Pass attraktiv zu halten und genügend Gegenleistung ins Abo zu packen. Auf der anderen Seite gilt es, die Kannibalisierung kurzfristiger Verkaufserfolge zu minimieren. Die Zeiten, in denen man für eine vergleichsweise geringe Monatsgebühr ein grünes All-inclusive-Bändchen ans Handgelenk bekommt, dürften vorbei sein – auch wenn sie vielleicht für einen kurzen Moment noch einmal zurückkommen.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!