Samsung gibt seinen eigenen Cloudspeicher für OneDrive auf

Samsung gibt seinen eigenen Cloudspeicher für OneDrive auf

Vor gut einem Jahr ersetzte OneDrive die Samsung Cloud beim automatischen Foto-Upload auf den Galaxy Smartphones. Schon damals bot Samsung den Kunden eine Kündigung des Cloudspeicher-Abonnements inklusive Erstattung zu viel gezahlter Beträge an und man munkelte, Samsung könnte künftig vollständig auf einen eigenen Cloudspeicherdienst verzichten.

Genau das passiert jetzt zumindest teilweise. Die Galerie-Synchronisation, Samsung Drive und das Premium-Speicherabonnement werden zugunsten von Microsoft OneDrive eingestellt. Backup und Synchronisation von Einstellungen und anderen Daten wie Kalender, Kontakte und Notizen verbleiben auf den Samsung Servern.

Die abgeschafften Funktionen können ab dem 5. Oktober nicht mehr von neuen Nutzern eingerichtet werden. Zum 1. April 2021 entfallen die Features dann für alle Kunden, zum 30. Juni 2021 werden alle Daten gelöscht. Ebenfalls ab dem 5. Oktober wird eine automatische Migration der Daten nach OneDrive angeboten, diese muss bis spätestens 1. April 2021 abgeschlossen sein. Nach diesem Datum können die Nutzer ihre Fotos nur noch manuell herunterladen, bevor sie Ende Juni endgültig gelöscht werden. Bezahlte Speicherupgrades werden ebenfalls am 1. April 2021 beendet, eine eventuelle Restlaufzeit wird durch Samsung erstattet.

Betroffene Nutzer können alle Details auf der Samsung-Supportseite nachlesen. Auf dieser Seite erfährt man ab dem 5. Oktober, wie die Migration zu OneDrive im Detail abläuft.

Ich kann allen Samsung-Kunden nur den Rat geben, es sich sehr gut zu überlegen, bevor sie ihre Fotos zu OneDrive schaufeln, vor allen Dingen, wenn sie ihr Microsoft-Konto intensiv nutzen.

via: Neowin

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Dann muß sich MS aber anstrengen, das solche Verwirrungen mit hochgeladenen Fotos und deren KI sich nicht allzu oft wiederholen. Diese MS-KI würde ich nach meiner persönlichen Ansicht eher als VI (versuchte Intelligenz) und nicht als KI bezeichnen. Sich diesem, anscheinend willkürlich agierenden Prozeß auszuliefern - schwierig, muß man mögen. MS kann dann jedenfalls nicht mehr ohne Kommunikation einfach deaktivieren. Hoffentlich! Angeblich sind die ja lernfähig.
    Ansonsten - bei mir läuft Onedrive seit Jahren ohne Problem. Vielleicht haben die nichts gefunden oder einfach noch nicht gesucht. Wer weiß das schon.
    Samsung und ich - schwieriges Thema. Androiden habe ich nicht und ATIV S siehe vorn.
    Ich glaube als Anbieter eines Cloudspeichers würde ich meinen Kunden und auch mir selber einen Gefallen tun, indem ich sämtliche Clients mit wirksamer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung a la Boxcryptor ausstatte. Neben den Vorteilen für den Kunden, dass selbst bei einem Serverhack keiner an die Daten gelangen kann, hätte das für den Anbieter den Vorteil, dass er sich das Durchsuchen der auf den Cloudspeicher abgelegten Daten sparen kann.
    Vermutlich tut MS das ja nicht freiwillig, sondern weil sie per Gesetz dazu verpflichtet sind, die hochgeladenen Fotos mithilfe eines Filtersystems auf illegale Inhalte zu untersuchen. Als Anbieter würde es mich dann freuen, wenn die Kunden alles nur wirksam verschlüsselt hochladen, denn dann wäre ich ja fein aus der Sache raus. Da der Kunde ja alles verschlüsselt, ist es mir ja technisch nicht möglich die Fotos einzusehen, und somit kann es mir letztlich egal sein, was die Leute da hochladen.
    Da selbst bei manueller Inspektion keiner weiß, was die Leute da in ihren Speicher hochgeladen haben, könnte man dem Anbieter dann ja auch keine Versäumnisse nachweisen. Die Verschlüsselung wäre hiermit gewissermaßen also auch eine rechtliche Absicherung des Betreibers.
    Ich habe mich ebenfalls distanziert von der Option Cloudspeicher.
    In der One Drive liegt nur noch Papier.
    Ansonsten bin ich wieder Oldschool und es lagert wieder auf meinen Festplatten.
    Ich denke, ich hoffe nur, dass viele keinen WhatsApp Upload haben. Ihr wisst ja alle was ich meine
    Irgendwas stimmt da nicht wenn eine " KI" als erste und letzte Instanz endgültig und Kommentarlos festlegt , was als illegal oder bedenklich zu bewerten wäre. Ohne Einspruchhsmöglichkeit und ohne möglichkeit der Kommunikation mit echten Mitarbeitern.
    Judge Dredd läßt grüßen.
    Legislative, Exekutive und Judikative in einer juristischen Person, der keine Kommunikation zu fragwürdigen Fällen zu entlocken ist.
    Illegale Inhalte - wer legt das fest was so zu betrachten ist. Zur Zeit eine US-Amerikanische KI mit deren Vorstellungen von Recht und Gesetz? Schwierig bis fragwürdig
    Ich weiß, möglicherweise trete ich gerade wieder mal eine Welle los.
    Heligs Blächle. Die sind echt mutig. Ob die User wissen, was auf sie zukommen kann?
    Ich weiss ja nicht, wie ist das denn mit anderen grossen Cloud Anbietern? Sind die auch so rigoros mit Account sperren/löschen oder ist denen egal was man hochlädt?
    Wenn die Anbieter unbedingt wollen, dass man am liebsten die Daten seines ganzen Lebens in die Cloud lädt, dann müssen sie auch damit rechnen, dass Babyfotos oder sonstige Dinge hochgeladen werden, die nur für die eigenen Augen bestimmt sind.
    Ich würde (privat) ja gerne OneDrive nutzen, aber aktuell habe ich kein Vertrauen in Microsofts KI.
    Der kostelose Speicher ist damit auch von 5GB, auf 15GB gestiegen. Zumindest ist das bei mir so, als Samsung Smartphone Besitzer.
    kev
    habe ich kein Vertrauen in Microsofts KI.
    Die KI ist doch gar nicht das eigentliche Problem. Die mag ja vielleicht durchaus viel erkennen und überwiegend gute Arbeit abliefern.
    Das Problem ist eher, was danach passiert / die automatische Konsequenz: Es könnte ja einfach nur das beanstandete Bild entfernt / gesperrt oder im Worst Case der Cloud-Speicher eingeschränkt werden (wenn sich schon kein Mitarbeiter die gefundenen "Verstöße" zwecks Kontrolle anschauen will). Dann könnte man als User ganz einfach über den Account für eine Korrektur sorgen (Bild löschen, etc.) oder Beschwerde einlegen.
    Hat man jedoch keinen Zugriff mehr auf den Account, dann beginnt der "Spaß" damit den Support davon zu überzeugen, dass man überhaupt der Accountinhaber ist, was für Otto-Normalverbraucher oftmals schon schwer bis unmöglich ist.
    Bis jetzt funktioniert es nur mit OneDrive für Endkunden. Wer OneDrive mit Office365 geschäftlich auf dem Samsung Smartphone z.B. S9 Note verwendet, kann leider Galerie Upload nicht nutzen. Wann kommt es für Geschäftskunden? Weißt es jemand?
    Hoffentlich verkauft Samsung die Handysparte nicht eines Tages an Microsoft. Nokia 2.0 wird auch nichts.
    Na dann drücke ich Mal allen Betroffenen die Daumen das es dabei keine Probleme mit der Verknüpfung eures Samsung Accounts mit OneDrive gibt.
    Bei mir ist diese Verknüpfung Anfang Juni gecrasht und keiner weiss warum. Seitdem kann ich weder die Verknüpfung löschen noch eine neue Verknüpfung mit einem neuen Samsung Account herstellen. Der Samsung Account der mit OneDrive verknüpft ist, wurde vor Wochen gelöscht.
    Microsoft ist seitdem nicht in der Lage die Verknüpfung dieses Samsungs Account mit meinem Microsoft Account zu löschen.
    Alle 2-3 Wochen bekomme ich einen neuen Ansprechpartner zugewiesen der mir weiterhelfen soll. Und jedesmal erkläre ich alles von vorne.
    Leider bis heute ohne Erfolgt.
    Bei MS Windows rd man nur von einem inkompetenten Mitarbeiter zum anderen durchgereicht.
    Neben den mysteriösen Account Sperrungen seitens MS ein weiteres Grund warum ich sämtliche MS Dienste inzwischen im privaten Bereich meide wie die Pest.
    Beste news des Tages.
    Endlich gibt Samsung mit seinen Krüppelversuchen auf, auf Zwang einen Clouddienst zu manifestieren.
    OneDrive finde ich überragend und nutze ich seit es den Dienst vor so vielen Jahren als Skydrive erstmals gab.
    Was ich da alles gelagert habe (private Bilder von Exfreundinnen, Videos ab 18, bzw. Gore, da müsste mein Account seit 2014 jeden Tag gesperrt werden.
    Das er 2014 dauerhaft gebannt wurde, wurde mir ja 2015 von der Polizei (bzw. des Durchsuchungsbeschlusses) erklärt.
    Solche Art Bilder sind allerdings nicht meine Bilder und es gibt und gab dafür eine schlüssige Erklärung.
    Wenn es hier allerdings zu einer Straftat kommt (die es am Ende doch nicht war), dann ist logisch, dass MS da die Behörden konsequenter Weise informiert.
    Ärgerlich ist dagegen, keinerlei Möglichkeit zu haben an den Account wieder heran zu kommen.
    Alles von vor 2014 ist damit weg.
    Nutzte OneDrive seitdem auf mehreren Lumias, Blackberrys, diverse Androiden, iPhones, diversen XBOX ONEs und mehreren Windows 10 PCs.
    Sorgen mache ich mir, trotz der Panikmache hier nicht.
    Ich behaupte, dass einige Nutzer, denen dies passiert ist, sich nur nicht selbst eingestehen wollen, tatsächlich Straftat relevantes Material da eingelagert zu haben.
    Pornos zählen definitiv nicht dazu.
    Und Fotos deiner evtl. damals minderjährigen ersten Freundin auch nicht.
    Zumindest habe ich diese Information von unseren deutschen Strafverfolgungsbehörden.
    ☺️😃
    Einfach einen 2ten MS Account machen den man nur für Bilder und Filme auf OneDrive nimmt und gut ist. Wird er gesperrt ist es halt so. Man verliert so jedenfalls nicht seine Lizenzen, Dokumente und co. Das man auch von Dateien in der Cloud ein Backup haben sollte, sollte eigentlich normal sein. Dann macht es auch nichts wenn der Speicher gesperrt wird. Man verliert nichts. Wer kein Backup macht: Selbst schuld.
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