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Schenker Vision 16 Pro ausprobiert: Work hard, play hard

Schenker Vision 16 Pro ausprobiert: Work hard, play hard

Mit dem Schenker Vision 16 Pro hat der deutsche Hersteller ein Gerät im Portfolio, das einerseits durch geringes Gewicht und ein schlichtes Design gefällt, ohne gleichzeitig auf geballte Leistung zu verzichten. Wer ein solides Arbeitsgerät sucht, das nach Feierabend zur Spaßmaschine wird, sollte einen Blick riskieren – das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Beginnen wir wie üblich mit dem Steckbrief, damit Ihr Euch einen schnellen Überblick über die Produkteigenschaften verschaffen könnt.

Technische Daten des Schenker Vision 16 Pro (SVS16PM23)

Display 16 Zoll (40,64 cm) IPS Display
2.560×1.600 Pixel, max 240 Hz
Seitenverhältnis 16:10
entspiegelt, ohne Touch
max. Helligkeit 350cd/m²
CPU Intel Core i7-13700H
Grafik Intel Iris Xe Grafik
NVIDIA GeForce RTX 4070, 8 GB GDDR6
RAM 32 GB DDR5 (max 64 GB)
Speicher 1 TB M.2 2280 PCIe 4.0 SSD (1 Slot frei)
Anschlüsse 1xUSB-C mit Thunderbolt 4
1xUSB-C 3.2 (DiplayPort 1.4a)
2xUSB-A 3.2
1xHDMI 2.0b
SD Cardreader
3,5mm Klinke
Audio Stereo-Lautsprecher
Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
Drahtlos Wi-Fi 6
Bluetooth 5.2
Webcam FHD Webcam
Sicherheit TPM 2.0
Windows Hello per Gesichtserkennung und Fingerabdruck
Kensington Lock
Akku 80 Wh, verschraubt
Betriebssystem Windows 11 Home
Maße 353,7 x 245,3 x 17,1 mm (B x T x H)
Gewicht 1.600 Gramm
Preis (UVP) ca. 2.500 Euro (in dieser Konfiguration)

Der Spaß beginnt schon beim Auspacken

Üblicherweise schenke ich der Verpackung eines Geräts in meinen Testberichten keine besondere Aufmerksamkeit. Sie landet früher oder später ohnehin im Müll und hat keinen Einfluss darauf, wie zufrieden oder unzufrieden man mit einem Gerät ist.

Ich mache hier eine Ausnahme, weil es einfach Spaß gemacht hat, das Schenker Vision 16 Pro auszupacken. Das Gerät steckte in einer Stoffhülle, die sich sehr wertig anfühlt, auf der Tastatur lag ein samtweiches Vlies, der Bildschirm war nicht mit einer Folie abgeklebt, sondern steckte in einer Kunststoffhülle, die man nach oben abziehen konnte.

Die Sticker, die prominent auf den verbauten Prozessor und die integrierte Grafikeinheit hinweisen, sind in einem kleinen Beutel beigelegt. Sollte es tatsächlich Menschen geben, die das toll finden, können diese die Sticker selbst anbringen, für alle anderen entfällt das lästige Abknibbeln.

Abgerundet wurde der erste positive Eindruck durch den Umstand, dass dem Schenker Vision 16 Pro ein (hochwertiger) 32 GB USB-Stick beiliegt, der alle nötigen Treiber und Dienstprogramme enthält.

Noch bevor man das erste Mal den Einschaltknopf drückt, gibt sich das Schenker Vision 16 Pro alle Mühe, dem Käufer das Gefühl zu vermitteln: Du hast Dich richtig entschieden. Ich mag so was.

Schenker Vision 16 Pro Seitenansicht

Design und Verarbeitung

Das Design des Schenker Vision 16 Pro ist pures Understatement und wirkt schon beinahe minimalistisch. Man sieht dem mattschwarzen und schlanken Magnesiumgehäuse nicht an, dass unter seiner Haube ein waschechter Gaming-Laptop mit jeder Menge Leistung steckt. Mit rund 1.600 Gramm ist es laut Schenker außerdem das derzeit leichteste Performance-Notebook der Welt.

Die Verarbeitung ist einwandfrei, den Einhand-Öffnungs-Test meistert das Schenker Vision 16 Pro mühelos. Über neun kleine Schrauben lässt sich das Gehäuse öffnen, was ich allerdings nicht getan habe, daher zeige ich Euch an dieser Stelle das offizielle Herstellerfoto vom Gehäuseinneren:

Schenker Vision 16 Pro Innenansicht

Arbeitsspeicher und SSD lassen sich auf- und umrüsten, der Akku ist erfreulicherweise nicht verklebt, sondern verschraubt. Sollte es einmal nötig sein, lässt er sich also leicht selbst auswechseln.

Die schmalen Ränder um den Bildschirm runden den optisch guten Eindruck ab, das Gehäuse vermag obendrein mit einer äußerst ansprechenden Haptik zu überzeugen.

Display

Der Bildschirm des Schenker Vision 16 Pro hat – der Name verrät es bereits – eine Diagonale von 16 Zoll (40,64 cm) und bietet eine Auflösung von 2.560 mal 1.600 Pixel. Ein Highlight ist die maximale Bildwiederholrate von 240 Hz, die beim Spielen enorme Vorteile bietet.

Zum Arbeiten genügen 60 Hz und es wäre wünschenswert gewesen, dass man mit einem Hotkey umschalten kann, weil das einen signifikanten Unterschied bei der Akkulaufzeit macht. Stattdessen muss man jedes Mal die Systemeinstellungen von Windows bemühen:  System – Bildschirm – Erweiterte Anzeige. Viele Windows 11 Nutzer wissen vielleicht nicht einmal von dieser Einstellung.

Touchbedienung gibt es beim Schenker Vision 16 Pro nicht, dafür ein mattes und entspiegeltes Display.

Bei der Verwendung als Arbeitsgerät gibt sich der Bildschirm keinerlei Blöße, Text wird gestochen scharf und mit gutem Kontrast dargestellt und auch Fotos und Videos werden authentisch wiedergegeben.

Gleiches gilt auch für Spiele, wenngleich man hier doch gelegentlich die Brillanz eines OLED-Displays vermisst. Als Gegenleistung bekommt man dafür ein komplett spiegelfreies Bild, was bei einem OLED beinahe unmöglich ist. Es ist eben wie fast immer: Die Vorteile des einen sind die Nachteile des anderen und umgekehrt.

Schenker Vision 16 Pro Draufsicht

Tastatur und Touchpad

Die Tasten des Schenker Vision 16 Pro sind sehr griffig und haben eine äußerst angenehme Haptik. Der Tastenhub fällt ein wenig knapp aus, was dem Tippkomfort allerdings nicht nachhaltig schadet und im Gegenzug ein schnelleres Auslösen der Tasten im Spiel garantiert. Eine zweistufige Tastenbeleuchtung ist vorhanden, RGB-Effekte gibt es dagegen keine (nicht, dass ich sie vermissen würde).

Das Touchpad besteht aus Glas und ist mit 10 mal 15,5 cm fast schon übertrieben groß, was aber entsprechend angenehm ist, wenn man damit arbeitet. Mit einem Doppeltipp in der linken oberen Ecke lässt es sich komplett abschalten, um während des Spielens keine ungewollten Aktionen auszulösen. Doppeltes Antippen oben rechts schaltet lediglich die rechte Hälfte ab, das fühlt sich dann entsprechend seltsam an, dient aber dem gleichen Zweck.

Schenker Vision 16 Pro - Tastatur und Touchpad

Anschlüsse

Links und rechts hat das Schenker Vision 16 Pro je einen USB-C-Anschluss, die beide zum Laden genutzt werden können. Die beiden USB-A-Anschlüsse sind ebenfalls symmetrisch aufgeteilt, das ist sehr löblich. Ungünstig ist allerdings, dass der Thunderbolt 4-Anschluss auf der rechten Seite nicht mit dem entsprechenden Symbol beschriftet ist.

An der rechten Seite wird außerdem das Netzteil angeschlossen, der HDMI-Anschluss sitzt ebenfalls hier. Links finden wir den 3,5mm Audio-Anschluss, den Einschub für SD-Karten sowie die Kensington-Buchse.

Technische Details zu den einzelnen Ports siehe oben.

Schenker Vision 16 Pro rechte Seite Schenker Vision 16 Pro linke Seite

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Vision 16 Pro gibt Schenker mit bis zu 7,25 Stunden an, gemessen mit YouTube-Streaming über Wi-Fi bei mittlerer Helligkeit und 70% der maximalen Lautstärke. Das ist ein Szenario, welches bei mir niemals vorkommt. Bei meinem typischen Office-Mix aus Webbrowsen, E-Mail, leichter Bildbearbeitung und sonstigen typischen Office-Tätigkeiten kam ich allerdings auf etwa den gleichen Wert.

Stromfresser Nummer 1 ist und bleibt das Display, für einen 16-Zöller mit einer Auflösung von 2.560×1.600 Pixel ist die Laufzeit ordentlich, zumal das Schenker Vision 16 Pro “auch” zum Arbeiten ist und nicht primär für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde.

Bei Spielen sinkt die Akkulaufzeit logischerweise rapide, nach 80 Flugminuten im MS Flight Simulator war die Batterie leer.

Geladen wird über das mitgelieferte Netzteil, das 180 Watt leistet. Auf beiden Seiten kann außerdem via USB-C geladen werden. Meine Docking Station liefert 100 Watt über den USB-C Port und das genügte, um das Gerät auch während des Spielens aufzuladen.

Nachtrag: Schenker hat mich darauf hingewiesen, dass man stets das Original-Netzteil verwenden sollte, wenn man spielt. Beim Laden über USB-C via PowerDelivery könnten selbst die 100 Watt zu wenig sein und es könnte zu FPS-Einbrüchen kommen.

Spielen

Das Schenker Vision 16 Pro ist sowohl zum Arbeiten als auch zum Spielen gemacht. Der obige Steckbrief lässt erahnen, dass alle aktuellen Spiele auf dem Laptop laufen dürften und auch für die Zukunft noch ein bisschen Leistungsreserve drin ist.

Selbst gespielt habe ich Forza Horizon 4 in der Ultra-Einstellung, also mit allen Details, sowie den Microsoft Flight Simulator mit hohen Details. In der nativen Auflösung von 2.560×1.600 und den eingestellten 240 Hz funktionierte das flüssig und einwandfrei. An meinem Monitor mit 3.840 mal 1.600 Pixel wurde es dann grenzwertig, mit vollen Details war kein ruckelfreies Erlebnis mehr gegeben und ich musste die Details reduzieren.

Sonstiges und Fazit

Die integrierten Lautsprecher liefern einen ordentlichen Klang, für guten Sound in Spielen verwendet man freilich lieber externe Lautsprecher oder ein gutes Headset. Die integrierte Webcam macht bei guten Lichtverhältnissen ein sehr ordentliches Bild, verrauscht allerdings recht schnell, wenn es ihr zu dunkel wird.

Insgesamt hatte ich sehr viel Spaß mit dem Schenker Vision 16 Pro. Wäre ich auf der Suche nach einem “hybriden” Laptop, der spieletauglich und dennoch leicht zu transportieren ist, hätte ich das Gerät definitiv in der engeren Wahl.

Schenker Vision 16 Pro Draufsicht

Disclaimer: Das hier besprochene Gerät wurde vom Hersteller leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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